Bildgebende Verfahren sind ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen medizinischen Diagnostik. In Essen spielen verschiedene Einrichtungen eine wichtige Rolle bei der neurologischen Versorgung durch Magnetresonanztomographie (MRT) und andere radiologische Verfahren. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der MRT-Neurologie in Essen, von den beteiligten Institutionen über die angebotenen Leistungen bis hin zu den Vorteilen dieser fortschrittlichen Technologie.
Radiologie im Elisabeth-Krankenhaus Essen
Die Klinik für Radiologie im Elisabeth-Krankenhaus Essen ist ein zentrales Dienstleistungszentrum. Durch eine Kooperation mit dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie des Universitätsklinikums Essen, unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Michael Forsting, bietet die Klinik radiologische Diagnostik auf höchstem Niveau. Eine moderne Geräteausstattung und breit gefächerte Expertise gewährleisten eine optimale Patientenversorgung.
Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie des Universitätsklinikums Essen
Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie des Universitätsklinikums Essen beschäftigt über 200 Mitarbeiter, darunter Ärzte, Physiker, Ingenieure, Medizinisch-Technische Radiologieassistenten (MTRA) und administrative Mitarbeiter. Viele dieser Mitarbeiter sind für die Patienten sichtbar, während andere im Hintergrund arbeiten und beispielsweise Untersuchungsgeräte bedienen, Bilder auswerten oder Befunde erstellen und mit den zuweisenden Ärzten besprechen.
Die Standorte des Instituts verteilen sich über das gesamte Gelände des Universitätsklinikums und darüber hinaus. Seit vielen Jahren versorgt das Institut auch das Elisabeth-Krankenhaus in Essen sowie das St. Josef Krankenhaus Essen-Werden.
Moderne Geräteausstattung
Mit einer umfassenden Geräteausstattung auf höchstem technologischen Niveau gehört die Radiologie des Universitätsklinikums Essen zu den modernsten diagnostischen Bildgebungsabteilungen in Europa. Die Ausstattung umfasst:
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- Vollständig digitalisierte konventionelle Röntgendiagnostik
- Angiographie (1 monoplanare und 2 biplanare Angiographieanlagen)
- Computertomographie (5 CT-Scanner)
Aufgaben in Lehre und Forschung
Neben der Patientenversorgung engagiert sich das Institut stark in der universitären Lehre. Es beteiligt sich an der studentischen Ausbildung und ist ein beliebtes Fach im Praktischen Jahr für Medizinstudenten. In der ärztlichen Facharztausbildung bietet das Institut durch seine Kooperationen und die moderne Geräteausstattung ein breites Ausbildungsspektrum.
Das Institut ist zudem extrem forschungsaktiv, was durch zahlreiche Habilitationen und hochrangige Publikationen belegt wird.
Zentrum für Klinische Radiologie
Das Zentrum für Klinische Radiologie nimmt eine Schlüsselposition im St. Josef Krankenhaus Essen-Werden und im Ev. Krankenhaus Essen-Werden ein. Es versteht sich als Partner aller Fachdisziplinen bei der Diagnosefindung, im interdisziplinären Gespräch und bei der Überwachung des Therapieerfolges.
Angebotene Leistungen
Das Zentrum bietet ein breites Spektrum an radiologischen Leistungen, darunter:
- Konventionelle Röntgenverfahren, insbesondere Lungendiagnostik und Mammographie, einschließlich Mamma-Sonographie und Mamma-MRT
- Hochmoderne Schnittbildverfahren wie Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (MS-CT) zur Diagnose von Brustkrebs, Herzkrankheiten oder Schlaganfällen
- MRT und CT zur präzisen Diagnose bei Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. Meniskusschaden, Bandscheibenvorfall)
- Planung und Durchführung von minimal-invasiven Eingriffen („interventionelle Radiologie“)
Kooperationen
Das Zentrum für Klinische Radiologie ist Kooperationspartner im Westdeutschen Magen- und Darmzentrum Essen (WMDZ) und zertifiziert als Endoprothetik-Zentrum (EPZ) der Maximalversorgung gemeinsam mit der Orthopädischen Universitätsklinik Essen. Es ist auch Kooperationspartner im Netzwerk Brustkrebs am Universitätsklinikum Essen.
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LifeLink Radiologie Essen-Kupferdreh
Die LifeLink Radiologie Essen-Kupferdreh am Heidbergweg 22-24 liegt direkt am St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh und bietet hochmoderne Diagnostik sowie eine verlässliche Befundung. Die Fachärzte für Diagnostische Radiologie stehen in engem Austausch mit Onkologen, Pathologen, Strahlentherapeuten und Operateuren. Unabhängige Zweit- und Drittmeinungen fließen in interdisziplinäre Fallbesprechungen ein, um die Diagnosequalität weiter zu erhöhen.
Leistungsspektrum
Das Leistungsspektrum umfasst:
- Digitales Röntgen
- Mehrschicht-Computertomographie (MS-CT)
- Magnetresonanztomographie (MRT)
Magnetresonanztomographie (MRT): Ein Überblick
Die Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspintomographie genannt, ist ein nicht-invasives bildgebendes Verfahren, das detaillierte Bilder von Organen und Geweben im Körperinneren erzeugt. Im Gegensatz zur Computertomographie (CT) verwendet die MRT keine Röntgenstrahlen, sondern starke Magnetfelder und Radiowellen.
Funktionsweise
Die MRT basiert auf den magnetischen Eigenschaften der Atomkerne im Körper. Wenn der Körper einem starken Magnetfeld ausgesetzt wird, richten sich die Atomkerne aus. Durch das Senden von Radiowellen können diese Atomkerne angeregt werden, und die von ihnen ausgesendeten Signale werden von der MRT-Maschine erfasst. Diese Signale werden dann in detaillierte Bilder umgewandelt.
Vorteile der MRT
- Keine ionisierende Strahlung: Im Gegensatz zu Röntgen und CT verwendet die MRT keine ionisierende Strahlung, was das Risiko von Strahlenschäden minimiert.
- Hoher Weichteilkontrast: Die MRT bietet einen hervorragenden Kontrast zwischen verschiedenen Weichteilgeweben, was sie besonders nützlich für die Untersuchung von Gehirn, Rückenmark, Muskeln, Sehnen und Bändern macht.
- Detaillierte Bilder: Die MRT kann sehr detaillierte Bilder von Organen und Geweben erzeugen, was die Diagnose von Erkrankungen erleichtert.
- Vielseitigkeit: Die MRT kann für eine Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden, von der Untersuchung des Gehirns bis zur Beurteilung von Gelenkverletzungen.
MRT-Untersuchungen in der Neurologie
In der Neurologie spielt die MRT eine entscheidende Rolle bei der Diagnose und Überwachung von Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und der Nerven.
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Kopf-MRT
Eine Kopf-MRT wird verwendet, um detaillierte Bilder des Gehirns und der umliegenden Strukturen zu erstellen. Sie kann helfen, verschiedene Erkrankungen zu diagnostizieren, darunter:
- Schlaganfall
- Tumore
- Multiple Sklerose
- Entzündungen
- Blutungen
- Gefäßanomalien
Für die Kopf-MRT-Untersuchung wird der Patient auf einer Liege in eine röhrenförmige Maschine gefahren. Der Kopf befindet sich genau in der Mitte der Röhre. Während des Scans sollte der Patient ruhig liegen bleiben, um genaue Bilder zu gewährleisten.
Hals-MRT
Eine MRT des Halses erzeugt hochauflösende Bilder des Inneren des Halses. Sie kann verwendet werden, um verschiedene Erkrankungen zu diagnostizieren, darunter:
- Tumore
- Entzündungen
- Erkrankungen der Schilddrüse
- Erkrankungen der Lymphknoten
- Gefäßanomalien
Während der MRT-Hals-Untersuchung wird der Patient auf einer Liege in eine röhrenförmige Maschine gefahren. Der Kopf befindet sich in der Mitte der Röhre, während die Beine außerhalb des Geräts liegen. Der Patient sollte während des Scans ruhig liegen, um genaue Bilder zu erhalten.
Wirbelsäulen-MRT
Eine Wirbelsäulen-MRT wird verwendet, um detaillierte Bilder der Wirbelsäule und ihrer Strukturen zu erstellen. Sie kann helfen, verschiedene Erkrankungen zu diagnostizieren, darunter:
- Bandscheibenvorfälle
- Spinalkanalstenose
- Tumore
- Entzündungen
- Verletzungen
Für die MRT-Untersuchung der Wirbelsäule wird der Patient in Rückenlage in den MRT-Tunnel gefahren. Dabei liegt die Körperregion des vorab definierten Wirbelsäulenabschnittes in der Mitte der MRT. Während des Scans sollte der Patient ruhig liegen bleiben, um genaue Bilder zu gewährleisten.
Weitere MRT-Untersuchungen
Neben den oben genannten neurologischen MRT-Untersuchungen werden in Essen auch MRT-Untersuchungen anderer Körperregionen angeboten, darunter:
- Herz-MRT: Zur Beurteilung von Herzerkrankungen
- MRT der Bauchorgane: Zur Untersuchung von Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse und anderen Organen im Bauchraum
- Becken-MRT: Zur Untersuchung der Beckenorgane, einschließlich der Gebärmutter, Eierstöcke, Prostata und Harnblase
- Gefäß-MRT: Zur Darstellung der Blutgefäße im Körper
- Gelenk-MRT: Zur Untersuchung von Gelenken wie Knie, Schulter, Hüfte und Sprunggelenk
Computertomographie (CT)
Die Computertomographie (CT) ist ein weiteres wichtiges bildgebendes Verfahren, das in der Neurologie eingesetzt wird. Im Gegensatz zur MRT verwendet die CT Röntgenstrahlen, um detaillierte Querschnittsbilder des Körpers zu erstellen.
Vorteile der CT
- Schnelle Bildgebung: Die CT ist ein schnelles Verfahren, das in Notfallsituationen von Vorteil sein kann.
- Gute Darstellung von Knochen: Die CT bietet eine hervorragende Darstellung von Knochen, was sie nützlich für die Diagnose von Frakturen und anderen Knochenerkrankungen macht.
- Breite Verfügbarkeit: CT-Scanner sind in vielen Krankenhäusern und radiologischen Praxen verfügbar.
CT-Untersuchungen in der Neurologie
In der Neurologie wird die CT häufig zur Diagnose von Schlaganfällen, Blutungen im Gehirn, Schädel-Hirn-Traumata und anderen akuten Erkrankungen eingesetzt.
Kopf-CT
Eine Kopf-CT wird verwendet, um detaillierte Querschnittsbilder des Kopfes und des Gehirns zu erstellen. Sie kann helfen, verschiedene Erkrankungen zu diagnostizieren, darunter:
- Schlaganfall
- Blutungen
- Tumore
- Frakturen
Für die Kopf-CT-Untersuchung wird der Patient auf einer Liege durch einen ringförmigen Scanner gefahren. Während des Scans sollte der Patient ruhig liegen bleiben, um genaue Bilder zu gewährleisten.
Dental-CT
Die Dental-Computertomographie (Dental-CT) ist ein spezialisiertes bildgebendes Verfahren, das detaillierte dreidimensionale Bilder des Mund- und Kieferbereichs liefert. Diese Untersuchung spielt eine wichtige Rolle in der Zahnmedizin und hilft bei der Diagnose und Planung von zahnärztlichen Behandlungen.
CT-Abdomen
Bei einer CT-Abdomen-Untersuchung werden detaillierte Querschnittsbilder des Bauchraums und der inneren Organe erstellt. Diese Methode nutzt Röntgenstrahlen und eine spezielle Software, um schnell Bilder von verschiedenen Schichten des Abdomens zu erzeugen.
CT-Gefäßuntersuchung
Bei einer CT-Gefäßuntersuchung werden detaillierte Querschnittsbilder des Gefäßsystems und der Blutgefäße erstellt. Diese Methode nutzt Röntgenstrahlen und eine spezielle Software, um schnell Bilder von verschiedenen Gefäßabschnitten zu erzeugen.
CT-Knochendichte
Bei einer Knochendichtemessung (CT-Knochendichte) werden detaillierte Messungen der Knochendichte an verschiedenen Stellen im Körper durchgeführt. Diese Methode nutzt Röntgenstrahlen und eine spezielle Software, um genaue Informationen über die Dichte und Stabilität des Skeletts zu ermitteln.
CT-gesteuerte Schmerztherapie
Bei einer CT-gesteuerten Schmerztherapie werden präzise Verfahren zur Schmerzlinderung an verschiedenen Stellen des Körpers durchgeführt. Diese Methode nutzt Röntgenstrahlen und mathematische Algorithmen, um Echtzeitbilder und detaillierte Ansichten des Körperinneren zu erzeugen. Die CT-gesteuerte Schmerztherapie bietet die Möglichkeit, Schmerzen zu behandeln oder zu lindern, indem Medikamente direkt an die schmerzhaften Stellen injiziert werden können.
Neurologische Versorgung in Essen
Neben den radiologischen Einrichtungen gibt es in Essen auch verschiedene neurologische Praxen und Kliniken, die sich um die Diagnose und Behandlung von neurologischen Erkrankungen kümmern.
Neurologische Praxis
In neurologischen Praxen werden Menschen mit allen neurologischen Symptomen betreut, seien sie akut oder chronisch. Zur richtigen Diagnose führen zunächst das Gespräch und eine gründliche neurologische Untersuchung. Folgend werden die nächsten diagnostischen Schritte geplant, dies können Nervenmessungen, bildgebende Verfahren und Laboruntersuchungen sein. Nach Stellung einer Diagnose werden die Patienten ausführlich aufgeklärt, Therapiemöglichkeiten besprochen und im weiteren Verlauf der Erkrankung begleitet. Insbesondere ist es den Ärzten ein Anliegen, die Einschränkungen und Probleme im Kontext der persönlichen Lebenssituation zu betrachten. Das Gespräch auf Augenhöhe und die Nähe zum Menschen sind hierbei besonders wichtig.
Durch langjährige Tätigkeit in verschiedenen renommierten neurologischen, neuroradiologischen und geriatrischen Kliniken besteht eine enge Vernetzung mit hochspezialisierten ärztlichen Kollegen, regional und auch überregional.
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