Wenn eine Katze plötzlich krampft, ist das für jeden Katzenbesitzer ein erschreckender Moment. Muskelkrämpfe können verschiedene Ursachen haben und von leichten Zuckungen bis hin zu schweren, generalisierten Anfällen reichen. Dieser Artikel soll Ihnen helfen, die Ursachen von Muskelkrämpfen bei Katzen zu verstehen, die Symptome zu erkennen und die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten kennenzulernen.
Was sind Muskelkrämpfe (Tetanie) bei Katzen?
Dauerhafte Muskelkontraktion, auch bekannt als Tetanie, bei Katzen bezeichnet einen Zustand, bei dem die Muskeln unkontrolliert und anhaltend kontrahieren. Diese Kontraktionen können schmerzhaft sein und die Bewegungsfähigkeit der Katze stark einschränken. Tetanie wird durch eine Überaktivität der Nerven verursacht.
Ursachen von Muskelkrämpfen bei Katzen
Muskelkontraktionen werden normalerweise durch elektrische Signale im Nervensystem ausgelöst, die die Muskelfasern aktivieren. Diese Signale werden durch den Austausch von Elektrolyten, wie Kalzium, Natrium und Kalium, gesteuert. Eine Dysbalance dieser Elektrolyte ist ein häufiger Grund für Tetanie.
Es gibt verschiedene Ursachen für Muskelkrämpfe bei Katzen:
Epilepsie
Epilepsie ist eine neurologische Störung, die durch wiederkehrende Anfälle verbunden mit Krämpfen, Zuckungen und Zittern gekennzeichnet ist. Diese Anfälle werden durch eine abnorme, plötzliche und übermäßige elektrische Entladung im Gehirn hervorgerufen, ähnlich einem Gewitter. Durch die spontane Entladung verschiebt sich das Gleichgewicht der Neurotransmitter. Das sind biochemische Botenstoffe, die die Aufgabe haben, Reize und Informationen von Nervenzelle zu Nervenzelle weiterzuleiten. Manche Neurotransmitter wirken anregend auf die Nervenzellen, andere haben eine hemmende Wirkung. Geraten sie nun in ein Ungleichgewicht, konterkarieren Erregung und Hemmung, was zu einer Störung der Reizweiterleitung führt.
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Eine Epilepsie kann angeboren oder erworben bzw. durch andere Krankheiten verursacht sein.
- Idiopathische Epilepsie: Bei der idiopathischen oder primären Epilepsie ist keine zugrundeliegende Ursache erkennbar, weshalb man von einer genetischen Veranlagung ausgeht.
- Symptomatische Epilepsie: Bei der symptomatischen oder sekundären Epilepsie ist eine zugrundeliegende Ursache erkennbar. Sie entsteht meist infolge einer mangelnden Sauerstoffzufuhr im Gehirn oder Schäden im Nervengewebe.
Die Ursachen einer erworbenen Epilepsie können sowohl inner- als auch außerhalb des Gehirns und Nervensystems liegen. Sind die Auslöser innerhalb des Gehirns zu verorten, spricht man von intrakraniellen oder intrazerebralen Ursachen. Liegen die Ursachen außerhalb des Gehirns, ist die Rede von extrakraniellen oder extrazerebralen Auslösern. Sie haben mittelbare Auswirkungen auf Gehirn und Nervensystem.
- Andere Erkrankungen: Auslöser eines epileptischen Anfalles der Katze können auch andere Erkrankungen sein wie beispielsweise eine Hirnhautentzündung oder eine Stoffwechselstörung.
- Vergiftungen: Eine mögliche Ursache kann auch eine Vergiftung sein. Auch (chronische) Vergiftungen kommen als Verursacher epileptischer Anfälle in Betracht. So werden etwa Arzneimittel mit dem Wirkstoff Permethrin z.B. gegen Ektoparasiten angewandt, sie dürfen bei Katzen jedoch nicht eingesetzt werden. In der Wohnung oder am Haus können ebenso Vergiftungen führen (z.B. Alpenveilchen, Dieffenbachia). Umweltgifte bzw. toxisch wirksame Metalle, z.B. Aluminium und Quecksilber können ebenfalls Krämpfe auslösen.
Elektrolytstörungen
Ein häufiger Grund für Tetanie ist ein Kalziummangel, der oft durch eine unzureichende Aufnahme oder eine Störung des Kalziumstoffwechsels verursacht wird. Hypoparathyreoidismus ist eine weitere mögliche Ursache. Diese Erkrankung entsteht durch eine Unterfunktion der Nebenschilddrüsen, die für die Regulierung des Kalziumspiegels im Blut verantwortlich sind.
Andere metabolische Störungen
Andere Ursachen für Tetanie können metabolische Störungen, wie eine Niereninsuffizienz, oder toxische Einflüsse, wie Schwermetallvergiftungen oder die Aufnahme bestimmter toxischer Pflanzen, sein. Störungen des Elektrolythaushalts können zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen führen.
Hirntumore
Eine der häufigsten Ursachen für Krampfanfälle bei älteren Katzen sind leider Hirntumore.
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Ungewöhnliche Ursachen
In seltenen Fällen können auch ungewöhnliche Ursachen wie eine fronto-ethmoidale Encephalocele (eine Fehlbildung, bei der Hirngewebe durch einen Defekt im Schädel in die Nasenhöhle ragt) zu Krampfanfällen führen.
Symptome von Muskelkrämpfen bei Katzen
Epileptische Anfälle bei Katzen können von kaum wahrnehmbaren Symptomen bis hin zu ausgeprägten Krämpfen mit anschließender Bewusstlosigkeit begleitet sein. Die Symptome können in verschiedene Phasen unterteilt werden:
- Prodromalphase: Die Prodromalphase ist die Phase, in der sich ein epileptischer Anfall bei der Katze ankündigt. Sie kann Stunden oder Tage dauern.
- Aura: Die Phase wenige Sekunden vor dem Anfall wird als Aura bezeichnet. In dieser Phase zeigen viele Katzen ein stärkeres Verlangen nach Nähe zum Besitzer.
- Iktale Phase (Anfall): Dies ist der eigentliche Anfall. Er beginnt in der Regel mit Zuckungen, dann folgen generalisierte Krämpfe, Kieferschlagen, Harn- und Kotabsatz, Speicheln, massive Zuckungen der Gliedmaßen und Muskulatur. Bei einem Krampfanfall liegt das Tier meist auf der Seite. Oft verkrampft dabei auch die Kaumuskulatur, und das Tier macht kauende Bewegungen. Die Katze wird für kurze Zeit starr.
- Postiktale Phase: Ist der Anfall überstanden, tritt die postiktale Phase ein. Diese kann sich ebenfalls unterschiedlich äußern. Abhängig von der Dauer und Schwere des epileptischen Anfalls kann sich bei Katzen ein lebensbedrohlicher Zustand einstellen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn das Tier so stark krampft, dass seine Atmung aussetzt. Dieser Zustand wird als Status epilepticus bezeichnet und ist ein medizinischer Notfall. Ebenso muss die Katze zum Tierarzt oder zur Tierärztin gebracht werden, wenn es sich um einen Cluster- oder Serienanfall handelt. Hier treten die Krämpfe in kurzer Abfolge hintereinander auf.
Weitere mögliche Symptome sind:
- Verhaltensänderungen (vermehrte Ängstlichkeit, imaginäres Schnappen nach Fliegen)
- Starren ins Leere
- Erbrechen
- Unkontrollierbarer Harn- und Kotabsatz
- Blind- und Taubheit
- Desorientierung
- Steifheit: Die Muskeln der Katze können sich verhärten, was zu einer spürbaren Steifheit in der Bewegung führt.
Was tun bei einem Krampfanfall?
Hat Ihr Tier einen Krampfanfall, ist es wichtig, dass Sie Ruhe bewahren. Ihr Tier ist in diesem Zustand nicht ansprechbar, jedoch trotzdem empfänglich für äußere Reize. Eine laute Geräuschkulisse oder Berührungen können den Krampfanfall verstärken. Probieren Sie daher nicht, Ihr Tier durch Zureden oder Streicheln zu beruhigen.
- Abstand halten: Die Katze kann ihre Bewegungen während des Anfalls nicht koordinieren. Es besteht das Risiko, dass sie beißt oder kratzt.
- Äußere Reize reduzieren: Schalte das Licht aus, aber stelle sicher, dass du noch sicher sehen kannst, indem du eine Lampe brennen lässt oder die Tür einen Spalt breit offenlässt, während in einem Nebenraum Licht brennt. Alles, was laut ist, wie z. B. Fernseher oder Radio, sollte ausgeschaltet werden. Lärm und grelle Beleuchtung können zusätzlichen Stress beim Tier auslösen. Starkes Speicheln, ggf. sowie laute Geräusche vom Tier ferngehalten werden. Diese können weitere Anfälle triggern.
- Sicherheit gewährleisten: Leisten Sie Erste Hilfe, indem Sie die Umgebung Ihres Tieres absichern, sodass es sich nicht verletzen kann. Räumen Sie alle Gegenstände im direkten Umkreis Ihres Tieres aus dem Weg. Besteht jedoch die Gefahr, dass sie sich durch einen Sturz oder einen Schlag auf eine harte Oberfläche verletzt, solltest du dein Tier an einen sichereren Ort bringen. Lagern Sie Ihr Tier zum Transport sicher, etwa indem Sie seine Umgebung stoßsicher abpolstern.
- Dauer notieren: Du solltest dich vergewissern, dass du weißt, wie lange der Anfall der Katze dauert. Die Dauer kann von wenigen Sekunden bis zu 10 Minuten oder mehr variieren, und diese Information ist für den Tierarzt sehr nützlich. Unsere Zeitwahrnehmung kann jedoch unter stressigen Umständen verzerrt sein, daher ist es äußerst hilfreich, wenn du dir den Beginn und das Ende des Anfalls notieren. Ein Anfall, der nach 5 Minuten noch nicht aufgehört hat, ist besorgniserregend, und du solltest einen tierärztlichen Notdienst hinzuziehen.
- Dokumentieren: Um dem Tierarzt oder der Tierärztin möglichst konkret Auskunft über Dauer und Verlauf geben zu können, sollte der epileptische Anfall dokumentiert werden. Sowohl Ihrer Katze auch als Ihrem Tierarzt helfen Sie am meisten, wenn Sie den Anfall möglichst als Video dokumentieren. Für den Tierarzt kann es hilfreich sein, wenn Katzenbesitzer ein Tagebuch führen und ihre Beobachtungen während eines Epilepsie-Anfalls genau dokumentieren. Folgende Informationen sind hierbei wichtig für den Tierarzt: An welchem Tag und zu welcher Uhrzeit kam es zum epileptischen Anfall? Wie lange dauerten die Zuckungen bei der Katze? Welche Symptome wurden während des Anfalls beobachtet? Wie hat sich die Katze vor dem Krampfanfall verhalten?
- Tierarzt kontaktieren: Bei einem Anfall, der länger als 5 Minuten dauert, solltest du einen Notarzt rufen. Hat die Katze einen epileptischen Anfall erlitten, muss sie unverzüglich einem Tierarzt oder einer Tierärztin vorgestellt werden. Versuchen Sie aber bitte nicht, die Katze noch während des Anfalls zu Ihrem Veterinär zu transportieren. Sie werden diesen in der Regel nicht vor Ende des Anfalls erreichen.
Diagnose von Muskelkrämpfen bei Katzen
Hat die Katze einen epileptischen Anfall erlitten, muss sie unverzüglich einem Tierarzt oder einer Tierärztin vorgestellt werden. Ein wesentlicher Bestandteil der Diagnose ist die Anamnese. In dem Zusammenhang werden Halter und Halterinnen nach der Ernährung, den Haltungs- und Lebensbedingungen und die Herkunft der Katze gefragt. Hilfreich bei der Bestandsaufnahme sind zeitliche Protokollierungen und Beobachtungen: Wie lange hat der Anfall gedauert? Welche Symptome hat die Katze gezeigt? Unter welchen Umständen kam es dazu?
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Nach der Anamnese folgt eine allgemeine klinische Untersuchung. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, das Blut zu untersuchen oder Nervenwasser zu entnehmen, um dieses auf Entzündungen im Bereich von Hirn und Rückenmark zu prüfen. Blutuntersuchungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Diagnose, da sie Aufschluss über den Elektrolytstatus, insbesondere den Kalziumspiegel, geben. In einigen Fällen kann eine Röntgenaufnahme oder ein Ultraschall durchgeführt werden.
Bildgebende Verfahren (Röntgen, CT, MRT) sind hilfreich, wenn es darum geht, innere Verletzungen, Tumore oder andere strukturelle Anomalien ausfindig zu machen. Verfahren (z.B. Computertomografie, Magnet-Resonanz-Tomografie) können verwendet werden, um eine Epilepsie festzustellen.
Behandlung von Muskelkrämpfen bei Katzen
Die Behandlung und der Behandlungsplan hängen von der zugrunde liegenden Ursache des Anfalls ab. Der Tierarzt muss eine gründliche Untersuchung des Gesundheitszustands der Katze durchführen und wird empfehlen, welche diagnostischen Tests erforderlich sind. In manchen Fällen kann die zugrundeliegende Ursache nicht geheilt werden, aber sie kann wirksam behandelt werden. Der Tierarzt kann jedoch auch krampflösende Medikamente vorschlagen, entweder zur Vorbeugung oder für den Fall, dass ein länger anhaltender Anfall auftritt. Viele dieser Behandlungen erfordern eine langfristige Überwachung und Kontrolluntersuchungen.
Allgemein gilt, dass Epilepsie eine nicht heilbare Erkrankung ist. Deswegen ist es Ziel der Therapie, Häufigkeit und Schwere der epileptischen Anfälle zu reduzieren, um der Katze zu mehr Lebensqualität zu verhelfen. Deshalb sind engmaschige Kontrollen und eine gute Zusammenarbeit zwischen Tierarzt und Besitzer immens wichtig. Welche Therapieform zum Einsatz kommt, richtet sich hier immer nach der zugrundeliegenden Ursache. Wenn es sich um eine sekundäre Epilepsie handelt, besteht die einzige Chance in der Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung. So erfordern bakterielle Infektionen beispielsweise die Gabe eines wirksamen Antibiotikums.
Medikamentöse Behandlung
Relativ gebräuchlich - vor allem bei angeborener Epilepsie - ist die Gabe von Medikamenten wie Phenobarbital (Phenoleptil), das die Aktivität bestimmter Gehirnareale eindämmt. Es wird oft zusammen mit Kaliumbromid verabreicht, um die Wirksamkeit zu verstärken. Im Akutfall kann Diazepam zum Einsatz kommen.
Werden Antiepileptika auf den gesundheitlichen Zustand der Katze angepasst, sind sie jedoch weitgehend sicher.
Chirurgische Eingriffe
Seltener kommt es zu chirurgischen Eingriffen, wobei diese durchaus in Erwägung gezogen werden können, wenn beispielsweise eine Missbildung oder strukturelle Wucherung ursächlich für die Epilepsie ist. Bei Tumoren können auch eine Bestrahlung oder Chemotherapie infrage kommen.
Anpassung der Lebensumstände
Anpassungen in der Ernährung und den Haltungsbedingungen sind ein weiterer therapeutischer Ansatz, um die Anzahl und Intensität der epileptischen Anfälle zu verringern. Die Katze sollte in einem möglichst vertrauten, ruhigen Umfeld leben und strukturierte Abläufe haben. Veränderungen können Stress verursachen, den es bei Epilepsie zu vermeiden gilt. Wir empfehlen dringend feste Tagesabläufe und eine ruhige und stressfreie Umgebung bei unseren Patienten. Eine Umgebung, ein Haushalt, welcher dem Tier zusätzlichen Stress bereitet durch beispielsweise häufige Besuche, laute Geräusche, keine festen Tagesabläufe usw. ist zu vermeiden. Nicht zuletzt sollte auf den Einsatz parfümierter Raumsprays sowie von Kerzen verzichtet werden.
Geht es um Spezialdiäten, liegt der Fokus häufig auf einem hohen Fettanteil und wenig Kohlenhydraten. Allerdings lässt sich hier in Sachen Wirksamkeit nichts pauschalisieren.
Homöopathie und alternative Therapien
Neben der traditionellen Tiermedizin gibt es auch alternative Therapieansätze wie die Homöopathie. Einige Tierheilpraktiker versuchen, Epilepsie mit homöopathischen Mitteln zu behandeln. Die Erfolgschancen sind jedoch umstritten und sollten kritisch hinterfragt werden.
Was der Tierhalter tun kann
Als Tierhalter kann man zunächst versuchen, die Katze in einer ruhigen und stressfreien Umgebung zu halten. Stress kann Prozesse auslösen und Anfälle zu begünstigen. Es ist wichtig, der Katze Zugang zu Wasser zu ermöglichen, da eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zur Stabilisierung des Elektrolythaushalts beitragen kann. Bis zum Tierarztbesuch sollten keine Medikamente verabreicht werden, es sei denn, sie wurden ausdrücklich vom Tierarzt empfohlen. Selbstmedikation kann die Symptome verschlimmern oder die Diagnose erschweren. Wenn die Katze Anzeichen von Atemnot zeigt, sollte sie umgehend in die Tierarztpraxis gebracht werden. Dabei sollte sie so wenig wie möglich bewegt werden, um zusätzlichen Stress zu vermeiden.
Im Fall von Peterle ging es in erster Linie darum, Toxine auszuleiten und den Kater zu stabilisieren. Die Besitzerin sollte alle wichtigen Parameter rund um sein Tier herauszukristallisieren und zu dokumentieren. Die Fütterung sollte mit Fleisch ohne synthetische Vitaminzusätze erfolgen.
Prävention von Muskelkrämpfen bei Katzen
Wirklich verhindern lässt sich Epilepsie bei Katzen leider nicht. Was genetische Prädispositionen betrifft, so sollte man bei der Zucht und Anschaffung von Katzen darauf achten, dass die Elterntiere gesund und nicht durch Epilepsie belastet sind. Prävention kann schwierig sein, insbesondere wenn genetische Faktoren eine Rolle spielen.
Aktuelle Forschung
In der aktuellen Forschung zu dauerhaften Muskelkontraktionen, auch bekannt als Tetanie, bei Katzen wird intensiv untersucht, welche molekularen und genetischen Faktoren diese Symptome verursachen oder verstärken können. Wissenschaftler sind insbesondere daran interessiert, die Rolle von Elektrolyten wie Kalzium und Magnesium zu verstehen, da Ungleichgewichte in diesen Mineralien oft mit Muskelkontraktionen in Verbindung gebracht werden.
Fortschritte in der Genetik ermöglichen es Forschern, spezifische Gene zu identifizieren, die möglicherweise eine Prädisposition für Tetanie verursachen. Ein weiterer interessanter Bereich der Forschung ist die Untersuchung des Nervensystems von Katzen. Da Tetanie oft mit neuromuskulären Störungen in Verbindung gebracht wird, versuchen Forscher, die genauen Mechanismen zu verstehen, die zu übermäßiger Nervenaktivität und damit zu Muskelkrämpfen führen.
Es gibt auch vielversprechende Ansätze in der pharmakologischen Forschung, die sich mit der Entwicklung neuer Medikamente zur Kontrolle und Linderung von Muskelkrämpfen befassen. Diese Medikamente zielen darauf ab, die neuronale Aktivität zu modulieren oder die Funktion von Ionenkanälen in Muskelzellen zu stabilisieren.
Abgesehen von medikamentösen Behandlungen untersuchen Forscher die Rolle der Ernährung und des Lebensstils bei der Kontrolle von Tetanie. Die Möglichkeit, dass bestimmte diätetische Anpassungen helfen könnten, Elektrolyt-Ungleichgewichte zu korrigieren und damit die Muskelfunktion zu stabilisieren, wird derzeit geprüft.
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