Muskelkrämpfe beim Husten und Niesen: Ursachen und Lösungsansätze

Husten und Niesen sind natürliche Schutzreflexe des Körpers, die dazu dienen, die Atemwege von Fremdkörpern und Reizstoffen zu befreien. Obwohl diese Reflexe lebensnotwendig sind, können sie unter Umständen auch unerwünschte Begleiterscheinungen wie Muskelkrämpfe verursachen. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen von Muskelkrämpfen beim Husten und Niesen und bietet Lösungsansätze zur Linderung der Beschwerden.

Die Mechanik des Hustens und Niesens

Beim Husten und Niesen verschließen sich die Atemwege zunächst vollständig, um beispielsweise beim Verschlucken das Eindringen von Fremdkörpern zu verhindern. Das Husten hat eine klare Aufgabe: Schleim aus den Atemwegen zu befördern und die Bronchien frei von Viren, Bakterien, Staub und Fremdkörpern zu halten. Um das zu schaffen, zieht sich das Zwerchfell zunächst ruckartig zusammen: Der Brustkorb spannt sich an und gleich mehrere Muskelgruppen schalten sich ein. Um die Atemwege freizukriegen, wird dann beim Husten Luft explosionsartig unter größter Kraftanstrengung dieser beteiligten Muskeln herausgepresst. Geschwindigkeit und Intensität kannst du dabei fast mit einem Mini-Workout vergleichen. Dieser Vorgang ist ein echter Kraftakt für den Körper, bei dem verschiedene Muskelgruppen im Brustkorb, Rücken und Bauchbereich stark beansprucht werden.

Muskelkater durch Husten: Eine unerwartete Folge

Die intensive Anspannung der Muskeln während des Hustens kann zu feinen Rissen in den Muskelfasern, sogenannten Mikrotraumata, führen. Hier gilt das gleiche Prinzip wie nach einer intensiven Trainingseinheit: Die Reaktion der Muskeln kommt zeitversetzt. Muskelkater zeigt sich also nicht direkt, während man hustet, sondern setzt in der Regel erst nach einigen Stunden ein. Typisch ist ein Beginn innerhalb von 12 bis 24 Stunden. Dies äußert sich in Muskelkater, der vor allem im Bereich der Zwischenrippenmuskulatur und des Zwerchfells auftritt. Nicht immer liegt es an ungewohntem oder intensivem Training - auch Viren und Bakterien können Muskelkater verursachen. Das passiert, wenn du bei einer Erkältung, bei Grippe oder bei chronischer Bronchitis besonders stark und häufig husten musst.

Rückenschmerzen als Begleiterscheinung des Hustens

Rückenschmerzen sind unangenehm, Husten auch. Kommen beide Symptome zusammen, kann dies für eine Überanspruchung der Muskulatur sprechen. Das zusätzliche Symptom ist dann zwar lästig, jedoch in der Regel harmlos. Anders sieht es aus, wenn die Rückenschmerzen ein Anzeichen dafür sind, dass aus dem lästigen Reizhusten eine ernst zu nehmende Lungenentzündung geworden ist. Ein Ziehen im Rücken oder ein schmerzendes Kreuz sind keine typischen Symptome bei Erkältung und Atemwegsinfekten. Gerade bei hartnäckigem Reizhusten kann es zu dieser unangenehmen Begleiterscheinung kommen. Gerade lang anhaltender und starker Husten sorgt für eine Überanspruchung des Hustenmuskels. Ähnlich wie Muskelkater ist diese Überanspruchung unangenehm, manchmal sogar schmerzhaft.Eine falsche oder angespannte Haltung während eines Hustenanfalls kann zudem Verspannungen und eingeklemmte Nerven zur Folge haben. Die Rückenschmerzen sind in letztem Fall besonders unangenehm.Entwickelt sich der harmlose Reizhusten zu einer Lungenentzündung, können Rückenschmerzen hierfür ein Zeichen sein. Müssen wir husten, sorgt das für ein ruckartiges Zusammenziehen des breiten Rückenmuskels. Das Ausstoßen der Luft aus den Atemwegen wird so ermöglicht. Der breite Rückenmuskel unterstützt beim Atem und wird daher auch als Atemhilfsmuskel bezeichnet. Bei Atemtechniken wird mit seiner Hilfe das Ausatmen gesteuert. Beim Abhusten von Sekret ist der breite Rückenmuskel eine große Hilfe. Daher trägt er auch den Beinamen: Hustenmuskel. Wird der breite Rückenmuskel furch übermäßiges Husten während oder nach einer Erkältung besonders gefordert, kommt es wie bei übermäßigem Training zu Muskelkater. Dieser Muskelkater ist jedoch sehr unangenehm und wird häufig als Rückenschmerzen wahrgenommen.Ist der Oberkörper während eines Hustenanfalls zu stark gekrümmt, kann es zu Verspannungen im Hustenmuskel kommen. Auch in diesem Fall sind Rückenschmerzen die Folge. Ein aufgerichteter Oberkörper ist wichtig, damit der Hustenmuskel gut mitarbeiten kann. Die korrekte Haltung während eines Hustenanfalls kann Rückenschmerzen daher vorbeugen. Kommt es doch zu schmerzhaften Verspannungen oder Muskelkater sind die Schmerzen besonders während des Abhustens dominant.

Interkostalneuralgie: Nervenschmerzen im Brustkorb

Du verspürst einen brennenden, stechenden oder ziehenden Schmerz zwischen den Rippen, der sich gürtelförmig um deinen Oberkörper legt? Du hast Missempfindungen wie kribbeln? Bestimmte Bewegungen und die Atmung tun weh? Eine Interkostalneuralgie bezeichnet Nervenschmerzen entlang der Nerven zwischen den Rippen. Der Begriff ist keine exakte Diagnose, sondern beschreibt unterschiedliche Beschwerden in diesem Bereich. Medizinische Prüfung: Dr. med. In diesem Artikel erfährst du, welche Symptome typisch und was mögliche Ursachen sind. 1. Oft steckt hinter kompliziert klingenden Namen ein relativ simpler Sachverhalt. Das ist bei der Interkostalneuralgie (auch: Intercostalneuralgie; wir nutzen beide Begriffe synonym) nicht anders. „Interkostal” bedeutet wörtlich übersetzt „zwischen den Rippen”. Besonders wichtig sind 12 Rippenpaare, die den Brustkorb (Thorax) aufspannen. Der Begriff „Neuralgie” steht zunächst einmal sehr allgemein für Nervenschmerzen. Die Diagnose „Intercostalneuralgie” beschreibt immer ein Schmerzsyndrom, das die Zwischenrippennnerven (Intercostalnerven) betrifft. Es handelt sich dabei aber um keine exakte Diagnose, sondern um ein Beschwerdekomplex mit vielfältigen Ursachen. 2. Wenn du dich von deinem Arzt oder deiner Ärztin noch nicht hast untersuchen lassen, möchtest du bestimmt trotzdem wissen, woran du eine Intercostalneuralgie typischerweise erkennen kannst. Dieser Symptom-Check ist keine Fern- oder Selbstdiagnose. Schmerzen im Brustkorb können auf ernste Erkrankungen von Herz, Lunge oder Bauchorganen hinweisen, die immer eine ärztliche Abklärung erfordern. Bestimmte Bewegungen, beispielsweise Pressen, Husten, Niesen oder Rotieren des Oberkörpers, verstärken die Schmerzen. Als Begleitsymptome können Muskelverspannungen, Gefühlsstörungen, Kribbeln und andere Missempfindungen auftreten. Viele Menschen mit Intercostalneuralgie berichten davon, dass ihre Schmerzen beim tiefen Einatmen oder beim Husten schlimmer werden.

Lesen Sie auch: Behandlungsmöglichkeiten bei Muskelkrämpfen

Bronchospasmus: Verkrampfung der Atemwege

Ein Bronchospasmus ist ein meist plötzlich auftretender Krampf der Muskeln in den Atemwegen der Lunge. Das kann zu Atemnot führen und in schweren Fällen lebensbedrohlich werden. Atemübungen wie die Lippenbremse oder Zwerchfellatmung können die Atmung verbessern. Eine aufrechte Sitzposition, wie der Kutschersitz, erleichtert zusätzlich das Atmen. Bei Atemnot sind oft Asthmasprays mit Sofortwirkung hilfreich. Typische Symptome sind ein Engegefühl in der Brust, pfeifende Atemgeräusche und Atemnot. Ein paradoxer Bronchospasmus ist eine unerwartete Reaktion nach Verabreichung eines bronchienerweiternden Medikaments. Ja, ein Bronchospasmus kann durch eine Anästhesie ausgelöst werden. Dabei kommt es zu einer akuten bronchialen Obstruktion (Verengung der Atemwege), wenn die Narkose nicht ausreicht oder als Reaktion auf die verabreichten Anästhetika. Ein Bronchospasmus oder Bronchialspasmus ist ein Krampf (Spasmus) der glatten Bronchialmuskulatur. Die Bronchien sind verzweigte Luftkanäle. Wenn sich ihre Muskeln verkrampfen, werden sie enger. Dadurch fällt es schwerer zu atmen. Besonders beim Ausatmen wird dies deutlich, weil sich die Ausatemdauer (Exspirationszeit) verlängert. Er ist jedoch keine Krankheit, sondern ein Symptom, das bei bestimmten Erkrankungen der Lunge vorkommen kann. Dazu zählen Asthma bronchiale oder die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Oft tritt das Symptom auf, wenn die Lunge auf Reize wie Kälte, Rauch oder Allergien reagiert.

Was hilft gegen Muskelkrämpfe und Schmerzen beim Husten?

Muskelkater durch Husten klingt erstmal wie ein Nebenprodukt, das man einfach hinnehmen muss. Dabei gibt es Tools, mit denen du clever gegensteuern kannst. Ziel ist es, den Husten und damit die Belastung für Zwischenrippenmuskel und Co. Hustenlöser nehmen: Ist der Husten besonders festsitzend, macht es Sinn, einen geeigneten Hustenlöser einzusetzen. Dadurch wird der Schleim verflüssigt, was das Abhusten leichter macht und insgesamt weniger Kraft kostet. Hustenstiller für nachts: Gerade dann, wenn der Husten dich nicht schlafen lässt, kann ein Hustenstiller sinnvoll sein. Hausmittel nutzen: Klassiker wie feuchte Luft, Inhalieren, viel Flüssigkeit, Dampfbäder und warme Wickel sind einfache Moves, die die Atemwege unterstützen und deine Muskeln ein Stück weit entspannen können. Präventives Training: Je besser dein Körper vorbereitet ist, desto besser performt er. Magnesium: Der Mikronährstoff trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei. Muskelkater durch Husten hält sich in der Regel nicht ewig: Meistens sind es ein paar Tage, oft zwischen zwei und fünf. Die Symptome klingen in der Regel von allein wieder ab, sobald der Husten nachlässt. Ruhe gönnen: Der Chill-Modus ist kein Rückschritt. Dein Körper braucht die Pause, um sich zu erholen. Bitte beachte: Verschwindet der Muskelkater nicht spätestens nach einer Woche von selbst wieder, ist das ein Signal, das du ernst nehmen solltest. Halte jetzt Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt. Möglicherweise steckt sogar ein Muskelfaserriss oder eine Zerrung dahinter. Nein. Besonders trockener, häufiger oder starker Husten kann die Muskulatur reizen. In den meisten Fällen nicht. Er ist unangenehm, aber harmlos. Gefährlich wird es, wenn starke Brustschmerzen, Atemnot oder Fieber auftreten. Ja, sanftes Dehnen kann deine Muskeln entspannen und Verspannungen reduzieren. Definitiv. Trockener Husten ist oft reizender und belastet die Muskeln stärker. Bei produktivem Husten wird der Schleim abgehustet.

Selbsthilfe-Maßnahmen zur Linderung von Interkostalneuralgie

Dein Arzt oder deine Ärztin hat organische Ursachen für deine „Nervenschmerzen“ in der Brust ausgeschlossen? Dann kann es entscheidend darauf ankommen, endlich wieder Bewegung in den Brustbereich zu bringen. Du möchtest dich gezielt um die verkürzten Muskeln in deiner Brust und die zu hohen Spannungen rund um deine Brustwirbelsäule kümmern? Um den optimalen Winkel zu finden, orientiere dich am besten an der Ecke deiner Übungsmatte. Stütze dich mit deinem rechten Arm auf Kopfhöhe ab. Du spürst nun eine Dehnung in deinem linken Schulter-Brust-Bereich. In dieser Position drückst du dich jetzt 2 Minuten lang immer weiter nach links. Dir schmerzt in dieser Position der Rücken? Dann geh bitte mit deinen Armen weiter nach vorne. Damit bei unseren Übungen nichts schiefgeht, haben wir die wichtigsten Infos in einer Checkliste zusammengefasst. Übe immer in der richtigen Intensität und im Zweifelsfall lieber mit etwas geringerer Intensität. Du spürst dabei einen intensiven Schmerz, kannst aber während der Dehnung noch ruhig atmen. Bewege dich bei den Übungen so, dass du deinen Körper zu jedem Zeitpunkt beobachten und einschätzen kannst. Sei beispielsweise sehr achtsam, wenn du abrutschen oder das Gleichgewicht verlieren könntest. Verzichte so weit wie möglich auf die Einnahme von Schmerzmitteln. Unsere Liebscher & Bracht Übungen® nutzen deinen Schmerz als Ausgangspunkt und täglichen Vergleichswert. Führe an 6 Tagen pro Woche die Übung mindestens einmal täglich aus. Für jeden Übungsschritt solltest du 2 bis 2,5 Minuten investieren. Bist du schon geübter, baue nach und nach auch das Gegenspannen und das aktive Dehnen ein. Benutze professionelle Hilfsmittel für deine Liebscher & Bracht Übungen®. Unsere Hilfsmittel wie Rücken-, Kiefer-, Schulter-, Knie-, Nacken- oder ISG-Ischias-Retter unterstützen Menschen dabei, die Liebscher & Bracht Übungen® noch einfacher durchzuführen und sich damit noch besser selbstständig bei Schmerzen helfen zu können. Sollten die Schmerzen aufgrund der Übungen zunehmen, besteht kein Grund zur Panik. Eine Erstverschlimmerung kann eine normale Reaktion deines Körpers sein. Wenn es dir nach den Übungen aber dauerhaft schlechter statt besser geht, pausiere aber bitte für einen oder zwei Tage und steigere dich erneut langsam.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Husten und Erkältungssymptome, die länger als eine Woche ohne Besserung anhalten, sollten grundsätzlich bei einem Arzt vorgestellt werden. Kommt Fieber hinzu, ist es ratsam, direkt den Hausarzt zu konsultieren.Husten und Rückenschmerzen können bei einer atypischen Lungenentzündung als gemeinsame Symptome auftreten. Diese Form der Lungenentzündung verläuft meist schleichend und kündigt sich durch starke Kopf- und Rückenschmerzen an, die in Arme und Beine ausstrahlen. Leichtes Fieber und trockener, fester Husten ohne Schleimauswurf erhärten den Verdacht.

Gliederschmerzen als Begleiterscheinung von Infekten

Wer erkältet ist, hat oft nicht nur mit Schnupfen oder Husten zu tun. Der Rücken zieht, die Beine sind schwer und die Arme fühlen sich auch unangenehm an - eine Erkältung verursacht oft auch Gelenk- oder Muskelschmerzen. Der Überbegriff für sämtliche Schmerzen im Körper, die im Rahmen eines grippalen Infekts auftauchen können, lautet Gliederschmerzen. Typisch sind folgende Beschwerden:schmerzhaftes Ziehen in den Extremitäten sowie am Rücken,das als unterschiedlich stark empfunden wird undbei jeder Bewegung, aber auch in Ruhe auftreten kann, beispielsweise im Sitzen oder Liegen.Wie der Name schon sagt, treten die Schmerzen meistens in den Gliedern auf. Arm- und Beinschmerzen sind bei einer Erkältung weit verbreitet. Viele Betroffene klagen auch über Probleme mit den Gelenken und haben im Rahmen einer Erkältung eher Knie- oder Schulterschmerzen. Oft ist von Muskelschmerzen die Rede, da sich eine Erkältung mit Rückenschmerzen mitunter wie Muskelkater anfühlen kann.Bei einem grippalen Infekt treten die Gelenk- und Gliederschmerzen meist nicht isoliert auf. Neben den allgemeinen Infektsymptomen wie Halsschmerzen oder Fieber sind Gliederschmerzen und Müdigkeit oft miteinander verbunden. Betroffene fühlen sich abgeschlagen, auch weil sie durch die Schmerzen teils schlechter schlafen können.Obwohl sie für uns sehr unangenehm sind, sind die Schmerzen im Körper, die bei einem grippalen Infekt vorkommen können, eigentlich ein gutes Zeichen. Sie zeigen an, dass der Körper dabei ist, die Krankheitserreger zu bekämpfen. Der Grund: Bei einer Infektion mit Erkältungsviren schüttet der Körper spezielle Botenstoffe aus - unter anderem sogenannte Prostaglandine. Diese sind zwar unentbehrlich für die Arbeit des Immunsystems und lösen unter anderem auch das Fieber zur Bekämpfung der Erreger aus. Gleichzeitig sorgen sie jedoch auch für Schmerzreize in den Nervenzellen, sodass Gliederschmerzen entstehen.Außerdem brauchen wir, wenn wir erkältet sind, Ruhe und verbringen so den größten Teil des Tages im Bett. Die ohnehin schon schmerzenden Gelenke und Körperteile verspannen sich dadurch mitunter erst recht - ein häufiger Grund für Rückenschmerzen bei einer Erkältung.

Lesen Sie auch: Ursachen von Muskelkrämpfen

Was tun bei Gliederschmerzen?

Eine Erkältung mit Gelenkschmerzen oder einem heftigen Ziehen in Armen und Beinen ist äußerst unangenehm. Wer darunter leidet, möchte meist gerne etwas dagegen unternehmen. Zwar ist es nicht sinnvoll, die Erkältungsviren selbst mit Medikamenten zu bekämpfen, trotzdem stellen diese eine gute Hilfe bei Gliederschmerzen dar. Mittel der Wahl sind hier schmerzstillende und entzündungshemmende Arzneistoffe.Die Produkte von Aspirin® enthalten den bewährten Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS). Dank seiner Wirkung gegen Schmerzen und Entzündungen helfen die Präparate gegen mehrere Erkältungsbeschwerden gleichzeitig. Sie sorgen nicht nur für die Besserung von Gliederschmerzen, sondern sind auch hilfreich gegen Kopf- und Halsschmerzen und senken sogar das Fieber. Dank seiner unkomplizierten Einnahme und schnellen Wirksamkeit ist beispielsweise Aspirin® Complex eine gute Wahl bei Erkältungen. Mithilfe des zusätzlich enthaltenen Pseudoephedrins hilft das Medikament außerdem gegen Schnupfen, indem es die Schleimhäute von Nase und Nebenhöhlen abschwellen lässt, sodass Betroffene wieder freier atmen können.

Omas Hausmittel gegen Gliederschmerzen

Jede Familie hat wohl ihre eigenen Rezepte gegen die Symptome einer Erkältung. Während viele dieser Mittel leider wirkungslos sind, gibt es doch einige Maßnahmen, die unterstützend zur richtigen Medikation hilfreich sein können. Was kann man also gegen Gliederschmerzen machen? Hier ein paar Ideen:

  • Lauwarme Wadenwickel um die schmerzenden Glieder legen. Sie sollten etwa 20 Grad warm sein und können mehrmals am Tag für circa 10 bis 15 Minuten angewandt werden.
  • Ein heißes Bad zu nehmen spendet Wärme und Entspannung, gerade für den Rücken. Badezusätze, die die Durchblutung anregen, beispielsweise mit Fichtennadeln, unterstützen zudem das Immunsystem. Bei Fieber sollte allerdings auf das Baden verzichtet werden.
  • Viel trinken, am besten Wasser oder warmen Tee - dieser wird oft als besonders wohltuend empfunden. Kamillenblüten-, Lindenblüten- oder Ingwertees sind wegen ihrer desinfizierenden Wirkung empfehlenswert.
  • Massagen der Arme und Beine können die Muskeln entspannen und Verkrampfungen lösen, sodass der Schmerz sich bessert.
  • Ruhe ist bei Gliederschmerzen der beste Weg zur Besserung - Bewegung hilft bei Gliederschmerzen eher nicht. Auch wenn der Schmerz im Ruhezustand auftritt, ist es besser, sich Ruhe zu gönnen. Das kommt auch den anderen Symptomen zugute.

Wann müssen Gliederschmerzen ärztlich untersucht werden?

Nicht immer sind schmerzende Gelenke und Extremitäten das harmlose Symptom eines grippalen Infekts. In manchen Fällen können auch andere, möglicherweise ernsthaftere Erkrankungen Ursache der Gliederschmerzen sein. Um nichts Wichtiges zu übersehen, sollte in den folgenden Fällen ärztlicher Rat eingeholt werden:

  • Betroffene haben ständige, anhaltende Gliederschmerzen, die sich nicht bessern
  • Die Schmerzen sind besonders stark, eventuell sogar selbst mit Schmerzmedikamenten schlecht aushaltbar
  • Es handelt sich um Kopf- und Gliederschmerzen ohne Fieber oder andere Anzeichen einer Erkältung

Außerdem können Gliederschmerzen auch bei Grippe auftreten. Im Gegensatz zu einer Erkältung handelt es sich hierbei um eine plötzlich auftretende Krankheit mit hohem Fieber und starken Schmerzen, die ebenfalls ärztlich abgeklärt werden sollte.

Das LWS-Syndrom: Schmerzen im unteren Rücken

Wenn sich der untere Rücken durch Schmerzen bemerkbar macht, diagnostizieren Ärzte häufig ein Lendenwirbelsäulensyndrom (LWS-Syndrom). Die Auslöser dafür können vielfältig sein und reichen von Bandscheibenproblemen über Verschleißerscheinungen an Wirbelgelenken bis hin zu ungünstigen Belastungen im Alltag. Die Anzeichen eines LWS-Syndroms fallen recht unterschiedlich aus. Die Lendenwirbelsäule spielt eine zentrale Rolle in der Stabilität und Beweglichkeit unseres Rückens. Besonders im Alltag ist sie ständig gefordert. Um das LWS-Syndrom zu verstehen, hilft ein kurzer Blick auf den Aufbau der Lendenwirbelsäule. Zwischen jedem Wirbelpaar liegt eine Bandscheibe. Je nachdem, ob die Beschwerden plötzlich beginnen oder über längere Zeit bestehen, spricht man von einem akuten oder chronischen LWS-Syndrom. Von chronischen Beschwerden ist die Rede, wenn die Rückenschmerzen mehr als 12 Wochen andauern.2 Häufig sind sie die Folge von strukturellen Problemen oder fortwährenden Fehlbelastungen, die den Körper über längere Zeit hinweg belasten und zu dauerhaften Beschwerden führen.

Lesen Sie auch: Behandlung von Bauchmuskelkrämpfen

Behandlung des LWS-Syndroms

Welche Behandlung am besten hilft, hängt von der Ursache ab, die der Arzt festgestellt hat. Langfristig ist es wichtig, die Rückenmuskulatur zu stärken und die Wirbelsäule beweglich zu halten. Neben Physiotherapie) und Rückenschule helfen auch sanfte Sportarten wie Pilates und Nordic Walking. Je nach Stärke der Schmerzen können Schmerzmittel in Form von Tabletten oder Salben helfen. Bei sehr starken Beschwerden setzt der Arzt gegebenenfalls gezielt Spritzen (Infiltrationen). Die Wirkung ist jedoch meist nur vorrübergehend. In vielen Fällen hat sich auch ein Stufenbett als sinnvolle Maßnahme bei einem LWS-Syndrom erwiesen - besonders, wenn Beschwerden mit den Bandscheiben bestehen. Legen Sie sich dazu flach auf den Rücken und lagern Sie Ihre Unterschenkel im 90-Grad-Winkel hoch (zum Beispiel auf einem Stuhl oder Hocker). Viele der möglichen Auslöser für ein LWS-Syndrom hat jeder Mensch selbst in der Hand - so zum Beispiel, wie viel Zeit er für Bewegung im Alltag erübrigt. Im Rahmen einer Rückenschule können Betroffene verschiedene Techniken erlernen, den Rücken zu stärken.

Was sind die häufigsten Ursachen für das LWS-Syndrom?

Zu den häufigen Ursachen zählen Muskelverspannungen, Wirbelblockaden, Fehlhaltungen, Verschleißerscheinungen oder ein Bandscheibenvorfall. Bewegungsmangel, chronischer Stress oder Übergewicht gelten als Risikofaktoren für Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und können daher auch eine Rolle spielen.

Was kann man bei akuten Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule tun?

Bei akuten Schmerzen können Wärmeanwendungen und die sogenannte Stufenlagerung helfen. Dabei legen Sie sich auf den Rücken und lagern die Unterschenkel im 90-Grad-Winkel hoch, um die Wirbelsäule zu entlasten. Vermeiden Sie strikte Bettruhe und bleiben Sie durch sanfte Aktivitäten wie Spazierengehen in Bewegung.

tags: #muskelkrampfe #beim #husten #und #niesen