Muskelkrämpfe im Rücken: Ursachen, Magnesium und Behandlung

Muskelkrämpfe können sehr schmerzhaft sein und den Alltag erheblich beeinträchtigen. Sie entstehen durch unwillkürliche und schmerzhafte Kontraktionen der Skelettmuskulatur, oft einhergehend mit einer tastbaren Verhärtung. Besonders häufig treten sie als nächtliche Wadenkrämpfe auf. Glücklicherweise gibt es verschiedene Therapieoptionen, um die Beschwerden zu lindern und die Häufigkeit der Krämpfe zu reduzieren.

Was sind Muskelkrämpfe?

Muskelkrämpfe sind weit verbreitet und betreffen Menschen jeden Alters. Sie äußern sich durch plötzliche, unwillkürliche und schmerzhafte Kontraktionen eines oder mehrerer Muskeln. Die Schmerzen können intensiv sein und die Bewegungsfähigkeit einschränken. Typisch sind unterschiedliche Schmerzempfindungen, die Hinweise auf den Ursprung der Beschwerden liefern. Stechende Schmerzen treten oft plötzlich auf, beispielsweise bei Muskelrissen oder Muskelfaserrissen. Ziehende Schmerzen sind dagegen oft das Resultat von Zerrungen, Verspannungen oder Überbelastungen und breiten sich entlang der betroffenen Muskulatur aus. Neben dem Schmerz selbst gibt es eine Reihe von Begleiterscheinungen. Viele Menschen klagen über eine Muskelsteife, die besonders morgens nach dem Aufstehen oder nach längeren Ruhephasen spürbar ist. In manchen Fällen treten zusätzlich Muskelkrämpfe auf, die sich durch plötzliche und schmerzhafte Muskelkontraktionen äußern - sie führen am häufigsten zu Muskelschmerzen in den Beinen. Solche Krämpfe entstehen häufig bei Flüssigkeits- oder Mineralstoffmangel, etwa bei unzureichender Versorgung mit Magnesium.

Ursachen von Muskelkrämpfen im Rücken

Muskelkrämpfe haben keine einheitliche Ursache. Den gewöhnlichen nächtlichen Wadenkrämpfen liegt meist keine spezifische Erkrankung zu Grunde. Meist handelt es sich hierbei um neurogene Muskelkrämpfe, bedingt durch eine nervale Übererregbarkeit motorischer Nerven. Es wird angenommen, dass eine Übererregbarkeit der Alpha-Motoneurone durch Beteiligung afferenter Nervenfasern von Dehnungsrezeptoren in Sehnen und Muskeln eine Rolle spielt, dieses würde auch erklären, dass Dehnen des betroffenen Muskels zu einer raschen Besserung führt. Desweiteren wird angenommen, dass in den terminalen Aufzweigungen der motorischen Nerven eine Überaktivität von Ionenkanälen zu einer Übererregbarkeit von Nerven führt. Untersuchungen von Forschern haben gezeigt, dass die Muskeln durch elektrische Reizungen schon bei sehr viel niedrigerer Reizintensität auf Impulse reagieren.

Muskelkrämpfe treten vor allem in der Wadenmuskulatur und Fußmuskel auf, können aber auch andere Muskelgruppen an den Beinen, Armen und Händen oder am Rumpf lokalisiert sein. Selten können auch primäre Muskelerkrankungen (z.B.

Muskelkrämpfe werden begünstigt oder ausgelöst durch starkes Schwitzen, unzureichende Flüssigkeitsaufnahme nach körperlicher Anstrengung, muskuläre Überlastung, durch Störungen des Mineralhaushaltes, z.B. durch Einnahme von entwässernden Medikamenten (Diuretika), Durchfällen, schwere Nierenfunktionsstörung (Urämie) oder Hämodialyse. Begünstigende Faktoren sind hormonelle Störungen der Schilddrüse oder der Nebenniere sowie Unterzuckerungen. Auch in der Schwangerschaft treten Muskelkrämpfe häufiger auf, verschiedene Medikamente können Muskelkrämpfe verursachen (siehe Auflistung Ende), sodass schon die Anamnese häufig wesentliche Fakten zur Ursache der Muskelkrämpfe erkennen. Andererseits können auch neurologische Erkrankungen der motorischen Nerven, Polyneuropathien, eine Spinalstenose, Nervenwurzelschädigungen, z.B. durch Bandscheibenvorfälle, selten treten Muskelverkrampfungen bei neurologischen Autoimmunerkrankungen (z.B. Neuromyotonie) oder familiär gehäuft auf und sind genetisch bedingt (z.B.

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Einige der häufigsten Ursachen und Risikofaktoren für Muskelkrämpfe sind:

  • Magnesiummangel: Magnesium spielt eine entscheidende Rolle bei der Muskelkontraktion und -entspannung. Ein Mangel kann zu Muskelkrämpfen führen. In einer epidemiologischen Untersuchung wurde gezeigt, dass rund 10 % der erwachsenen Bevölkerung Serum-Mg-Konzentrationen aufwiesen, die auf einen erheblichen Magnesiummangel schließen lassen. Die Gründe für einen Magnesiummangel im Körper und die daraus resultierenden Muskelkrämpfe können u. a. folgende sein:
    • Mangel-Ernährung: Eine unzureichende Aufnahme von Magnesium durch die Nahrung, insbesondere bei Diäten, die arm an magnesiumreichen Lebensmitteln sind.
    • Malabsorption: Bestimmte Erkrankungen des Verdauungssystems, wie Morbus Crohn oder chronische Durchfälle, können die Aufnahme von Magnesium aus der Nahrung beeinträchtigen.
    • Medikamente: Bestimmte Medikamente, wie Diuretika (harntreibende Mittel), können die Ausscheidung von Magnesium über den Urin erhöhen und so zu einem Mangel führen. Einige Medikamente können dazu führen, dass Magnesium schlechter im Darm aufgenommen oder es verstärkt ausgeschieden wird. Diesen Überschuss kompensiert der Körper allerdings mit der vermehrten Ausscheidung über den Urin und der Magnesiumspiegel sinkt. Spürbar wird das meist durch Lidzucken oder Muskelkrämpfe.
    • Alter: Mit zunehmendem Alter kann die Fähigkeit des Körpers, Magnesium zu absorbieren, abnehmen.
    • Diabetes: Menschen mit Diabetes können ein höheres Risiko für Magnesiummangel haben. Aufgrund der erhöhten Blutzuckerwerte erfolgt eine erhöhte Ausscheidung, sodass mit dem Urin vermehrt Mineralstoffe ausgeschieden werden.
    • Nierenerkrankungen: Nierenerkrankungen können die Ausscheidung von Magnesium im Urin erhöhen.
  • Elektrolytstörungen: Neben Magnesium sind auch andere Elektrolyte wie Kalium, Kalzium und Natrium wichtig für die Muskelfunktion. Ein Ungleichgewicht dieser Elektrolyte kann Muskelkrämpfe verursachen.
  • Flüssigkeitsmangel: Dehydration kann die Muskelfunktion beeinträchtigen und zu Krämpfen führen.
  • Überanstrengung: Eine häufige Ursache nach sportlichen Aktivitäten oder schwerer körperlicher Arbeit.
  • Muskelverspannungen: Werden Muskeln über einen längeren Zeitraum oder sogar ständig angespannt, kommt es zu einer permanenten Verkürzung des Muskels. Dieser wird nicht mehr ausreichend durchblutet und kann dadurch verhärten.
  • Medizinische Gründe: Eine unerkannte Schilddrüsenfehlfunktion oder ein Diabetes kann ebenfalls zu vermehrten Krämpfen führen.

Es ist wichtig zu beachten, dass ein Magnesiummangel nicht zwangsläufig Muskelkrämpfe verursacht, und nicht alle Muskelkrämpfe sind auf einen Magnesiummangel zurückzuführen. Die genauen Mechanismen, wie ein Magnesiummangel Muskelkrämpfe verursacht, sind komplex und noch nicht vollständig verstanden.

Die Rolle von Magnesium bei Muskelkrämpfen

Magnesium ist ein essenzielles Mineral, das in unserem Körper vielfältige Aufgaben erfüllt. Es spielt eine entscheidende Rolle in zahlreichen biochemischen Prozessen, die für unser Wohlbefinden von großer Bedeutung sind. Dazu gehören die Muskelkontraktion, die Regulation des Blutdrucks, die Herzgesundheit und die Nervenfunktion. Ein ausgeglichener Magnesiumspiegel ist daher unerlässlich, um den Körper optimal funktionieren zu lassen.

Magnesium ist an der Aktivierung von über 600 Enzymen beteiligt und wirkt als Cofaktor bei vielen Stoffwechselprozessen. Dieses Mineral unterstützt die Muskulatur, indem es die Kontraktion und Entspannung der Muskeln reguliert. Ein Mangel an Magnesium kann zu Muskelkrämpfen führen. Die Einnahme von Magnesium kann somit bei Muskelkrämpfen sinnvoll sein, die auf einem Mangel an Magnesium beruhen.

Magnesiummangel erkennen

Bei einer zu geringen Menge an Magnesium im Blut spricht man von einem Magnesiummangel. Mediziner sprechen auch von einer Hypomagnesiämie, wobei „Hypo“ für „unter, darunter“ steht. Es kann jedoch auch ein Magnesiummangel ohne verringerte Konzentration im Blut vorliegen (ein sogenannter subklinischer Magnesiummangel) und so die Diagnose erschweren. Das Problem: Der Mineralstoff ist im Normalfall fast ausschließlich im Inneren der Zellen gespeichert und nur etwa ein Prozent befindet sich im Blut. Dadurch spiegelt die messbare Magnesiumkonzentration im Blut nicht die tatsächliche Menge im Körper wider.

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Magnesiummangel kann sich in Muskelkrämpfen und -verspannungen, Erschöpfung und fehlender Konzentration, Herzrhythmusstörungen und Schwindel zeigen und lässt sich mithilfe eines Bluttests feststellen. Bei einseitiger Ernährung, erhöhter sportlicher Aktivität, Stress, übermäßigem Verlust und chronischen Darmerkrankungen oder einer längeren Einnahme von Medikamenten kann der Magnesiumgehalt im Blut zu gering sein und verstärkt für Verspannungen sorgen.

Magnesiumreiche Ernährung

Magnesium ist in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln in ausreichender Menge vorhanden.

Magnesiumreiche Lebensmittel:

  • Kerne und Samen wie Mandeln, Sonnenblumen- und Kürbiskerne sowie Leinsamen und Sesam
  • Getreideprodukte aus Vollkorn
  • Kakaopulver und Bitterschokolade
  • Hülsenfrüchte (z. B. Kidneybohnen, Linsen, Erbsen)
  • Grünes Blattgemüse (z. B. Mangold, Blattspinat)
  • Fisch (z. B. dorschartige Fische) und Meeresfrüchte (z. B. Garnelen)
  • Fruchtsäfte (z. B. schwarzer Johannisbeersaft)
  • Wasser liefert ebenfalls Magnesium. Beim Leitungswasser, Quell- und Mineralwasser kommt es auf die Quelle bzw. den Härtegrad an. Härteres Wasser weist höhere Konzentrationen auf als weiches.

Täglich eine Handvoll Nüsse liefert nicht nur Magnesium, sondern auch ungesättigte Fettsäuren für einen gesunden Stoffwechsel. Streuen Sie Ölsaaten wie Sonnenblumenkerne oder Leinsamen über das Müsli oder den Salat. Kochen Sie möglichst mit frischen Lebensmitteln, da sie mehr Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Verzehren Sie möglichst jeden Tag Gemüse.

Therapieoptionen für Magnesiummangel-bedingte Muskelkrämpfe

Die Behandlung eines magnesiumbedingten Mangels kann jedoch die Symptome lindern und die Krämpfe reduzieren. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Muskelkrämpfen ist es wichtig, ärztlichen Rat einzuholen, um die genaue Ursache festzustellen und angemessene Maßnahmen zur Behandlung zu ergreifen.

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Magnesiumpräparate als Ergänzung

Wenn es schwierig ist, genügend Magnesium allein durch die Ernährung aufzunehmen, kann die Einnahme von Magnesiumpräparaten eine sinnvolle Ergänzung sein. Für die Behandlung Magnesiummangel-bedingter Muskel­krämpfe kann die Einnahme von Magnesiumpräparaten hilfreich sein. Es kann jedoch einige Zeit dauern, bis sich die Symptome verbessern. In einigen Fällen kann es auch notwendig sein, andere Therapieoptionen wie Dehnübungen, physikalische Therapie oder Medikamente in Betracht zu ziehen. Eine Ärztin oder ein Arzt kann Sie dabei am besten beraten. Ein Behandlungsversuch mit Magnesium kann erfolgen, obwohl die Studienlage keine ausreichend gesicherte Wirksamkeit bei Muskelkrämpfen erkennen lässt.

Magnesium kann als Medikament oder Nahrungsergänzung gekauft werden. Es gibt verschiedene Formen von Magnesium-Verbindungen, darunter Magnesiumcitrat, Magnesiumoxid, Magnesiumglycinat und einige mehr. In Form einer Nahrungsergänzung wird Magnesium vor allem vorbeugend eingenommen. Im Gegensatz zu magnesiumhaltigen Arzneimitteln werden Nahrungsergänzungsmittel nicht nur in Apotheken, sondern auch in Drogerien oder Supermärkten verkauft. Zu beachten ist jedoch, dass in Apotheken auch fachgerechte Beratung über die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen von Nahrungsergänzungsmitteln erhalten kann.

Der entscheidende Unterschied aber liegt in der behördlichen Zulassung, die Jahre dauern kann. Bei einem Magnesium-Medikament gibt es einen in Studien erbrachten Nachweis über die Qualität, die Wirksamkeit und die Unbedenklichkeit sowie eine systematische Überwachung nach der Zulassung des Arzneimittels. Magnesiumhaltige Arzneimittel bzw. Medikamente werden krankheitsbezogen verschrieben, wenn ein Magnesiummangel bereits zu krankhaften Beschwerden geführt hat. Sie unterliegen einer behördlichen Zulassung, bei der die Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit durch Studien nachgewiesen werden müssen. Nach ihrer Zulassung werden sie systematisch überwacht.

Weitere Therapieansätze

Neben Magnesium gibt es noch weitere Maßnahmen, die bei Muskelkrämpfen helfen können:

  • Dehnen: Die beste Sofortmaßnahme bei einem Muskelkrampf ist: dehnen - auch wenn es wehtut. Zudem hilft es, aufzustehen und umherzulaufen. Dadurch wird die Muskulatur automatisch gelockert. Sanftes Dehnen der betroffenen Muskeln kann Verspannungen lösen und die Flexibilität verbessern. Wichtig ist, die Bewegungen langsam und ohne Druck auszuführen, um den Muskel nicht weiter zu belasten. Nimm dir vor dem Schlafengehen ein paar Minuten Zeit, um deine Waden- und Oberschenkelmuskulatur jeweils dreimal für zehn Sekunden zu dehnen, indem du die Fersen kräftig nach unten durchdrücken.
  • Massagen: Sanfte Massagen helfen, die Durchblutung zu steigern, Verklebungen im Gewebe zu lösen und Spannungen zu reduzieren.
  • Wärme: Wärmebehandlung ist bei Muskelverspannungen besonders hilfreich, da sie die Durchblutung fördert und verspannte Muskeln lockert. Wärmepflaster oder warme Bäder können Schmerzen lindern. Wirkt Wärme auf den verspannten Muskel, wird die Weiterleitung des Schmerzreizes zum Gehirn gehemmt, die Durchblutung angeregt und die Schmerzwahrnehmung nimmt ab. Dadurch kann sich der Muskel lockern, Verhärtungen und Verspannungen lösen sich.
  • Kälte: Kälte ist das Mittel der Wahl bei akuten Verletzungen oder Schwellungen. Eispackungen oder Kühlkompressen reduzieren die Durchblutung und damit Schmerzen und Entzündungen. Es ist jedoch wichtig, das kühlende Medium nicht direkt auf die Haut zu legen.
  • Ruhe und Entspannung: Bei akuten Schmerzen ist es sinnvoll, den betroffenen Muskel zu entlasten.
  • Elektrostimulation: Ein relativ neuer Ansatz, der sowohl zur Therapie als auch zur Vorbeugung von Muskelkrämpfen helfen könnte, ist die Elektrostimulation. Ein Forscherteam an der Deutschen Sporthochschule Köln entdeckte, dass diese Methode die Reizschwelle für Muskelkrämpfe erhöht - und somit die Häufigkeit für Krämpfe über einen langen Zeitraum deutlich verringert.

Medikamentöse Behandlung

Herkömmliche Schmerzmittel und Entzündungshemmer wie Ibuprofen und Diclofenac sowie Paracetamol lindern kurzfristig den Schmerz, können aber nur für kurze Zeit eingenommen werden. Muskelentspannende Medikamente (zentrale Muskelrelaxanzien) können bei starken oder chronischen Verspannungen eingesetzt werden. Sie wirken dämpfend auf den Muskeltonus. Schmerzsalben mit einem Arzneimittelwirkstoff werden direkt auf die schmerzende Stelle aufgetragen. Von dort aus dringen sie in die Haut zu den darunterliegenden Muskeln ein, wo sie ihre schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung direkt im Zentrum des Schmerzes entfalten. Auch sie können Nebenwirkungen auslösen, z. B.

In schweren Fällen und wenn die Ursache der Krämpfe nicht behandelbar ist, kann der Arzt oder die Ärztin Chininsulfat verordnen.

Was sollten Personen beachten, die bei Muskelkrämpfen Magnesium einnehmen möchten?

  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, die reich an magnesiumreichen Lebensmitteln ist.
  • Konsultieren Sie eine Ärztin bzw. einen Arzt, um die richtige Dosierung und Art des Magnesiumpräparats für Ihre Bedürfnisse festzulegen.
  • Beachten Sie die möglichen Nebenwirkungen und Symptome einer Überdosierung und halten Sie sich an die empfohlenen Dosierungen.
  • Setzen Sie Magnesium nicht eigenmächtig als Ersatz für andere medizinische Behandlungen ein, sondern sprechen Sie mit einer Ärztin oder einem Arzt über geeignete Therapieoptionen.
  • Halten Sie sich an die empfohlenen Dosierungen und befolgen Sie die Verzehrempfehlungen bei Nahrungsergänzungsmitteln oder die Angaben in der Gebrauchsinformation von Arzneimitteln.

Vorbeugung von Muskelkrämpfen

  • Ausreichend trinken: Trinken wir nicht genug, kann unser Körper Nährstoffe nicht richtig transportieren. Dehydrierung ist insbesondere auch bei Sportlern und bei Hitze ein Risiko. Mindestens 1,5 Liter Wasser oder andere kalorienfreie Getränke wie Tee sollte es täglich sein. Bei hohen Belastungen ist Apfelsaftschorle ideal oder auch Wasser, dem etwas Salz zugesetzt ist.
  • Regelmäßige Bewegung: Achte darauf, dass du dich jeden Tag mindestens 30 Minuten bewegst. Das lockert die Muskeln und fördert die Durchblutung. Wenn du viel und gerne trainierst: Übertreibe es nicht und höre auf deinen Körper!
  • Muskeln dehnen: Nimm dir vor dem Schlafengehen ein paar Minuten Zeit, um deine Waden- und Oberschenkelmuskulatur jeweils dreimal für zehn Sekunden zu dehnen, indem du die Fersen kräftig nach unten durchdrücken.
  • Stress reduzieren: Magnesiummangel kann auch durch Stress verursacht werden. Versuchen Sie, Stress abzubauen, beispielsweise durch Entspannungsübungen oder Yoga.
  • Vermeiden Sie Alkohol und Koffein: Diese Substanzen können die Ausscheidung von Magnesium erhöhen.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

In den allermeisten Fällen sind Muskelkrämpfe harmlos und bedürfen keiner weiteren Diagnostik. Eine Untersuchung der Leber- und Nierenwerte, der Elektrolyte sowie der Schilddrüsenwerte kann durch Ihren Hausarzt erfolgen um evtl. internistische Ursachen aufzudecken. Sollte es jedoch zu einer deutlichen Zunahme der Häufigkeit von Muskelkrämpfen führen oder Muskelkrämpfe in ungewöhnlichen Körperregionen außerhalb der Waden und Füße, z.B. auch am Rumpf oder den oberen Extremitäten auftreten oder Muskelkrämpfe durch körperliche Aktion selbst ausgelöst werden und nicht nur in Ruhe auftreten, ist eine weitere Diagnostik durch den Neurologen erforderlich. Dies gilt insbesondere, wenn Muskelkrämpfe zusammen mit Faszikulationen oder Muskelschwäche auftreten um zugrundeliegende neuromuskuläre Erkrankungen abzugrenzen und zu differenzieren.

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