Myasthenia gravis und Sexualität: Ein umfassender Überblick

Myasthenia gravis (MG) ist eine Autoimmunerkrankung, die durch Muskelschwäche und schnelle Ermüdung gekennzeichnet ist. Obwohl die Erkrankung primär die Muskeln betrifft, kann sie auch andere Lebensbereiche beeinflussen, einschließlich Sexualität und Intimität. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte von Myasthenia gravis im Zusammenhang mit Sexualität, von den körperlichen Herausforderungen bis hin zu möglichen Lösungsansätzen.

Was ist Myasthenia gravis?

Myasthenia gravis ist eine relativ seltene Autoimmunerkrankung, von der etwa 0,25 bis 2 von 100.000 Menschen betroffen sind. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten, wobei nur etwa zehn Prozent der Erkrankten jünger als 16 Jahre sind. Bei Myasthenia gravis ist die Übertragung von Signalen zwischen dem Nervensystem und den Muskeln gestört, was zu Muskelschwäche führt. Diese Schwäche kann einzelne Muskeln oder Muskelgruppen betreffen und im Tagesverlauf zunehmen oder spontan auftreten.

Die Ursache für die gestörte Signalübertragung liegt meist in der Produktion von Auto-Antikörpern, die sich gegen körpereigene Strukturen richten. Bei der häufigsten Form der Myasthenia gravis richten sich diese Auto-Antikörper gegen die Rezeptoren für den Botenstoff Acetylcholin, der für die Signalübertragung vom Gehirn zum Muskel wichtig ist. Wissenschaftler vermuten auch einen Zusammenhang zwischen Myasthenia gravis und krankhaften Veränderungen des Thymus, einem Organ, in dem Zellen des Immunsystems gebildet werden.

Es werden verschiedene Arten von Myasthenia gravis je nach Beginn der Erkrankung unterschieden. Die generalisierte Form mit frühem Beginn unter 45 Jahren bezeichnet man als „early-onset“ Myasthenia gravis (EOMG), während ein Beginn über 45 Jahren als „late-onset“ Myasthenia gravis (LOMG) bezeichnet wird.

Obwohl Myasthenia gravis nicht heilbar ist, lassen sich die Symptome mit Medikamenten lindern. Die Lebenserwartung von Menschen mit Myasthenia gravis entspricht dank der mittlerweile besseren Behandlungsmöglichkeiten der von Menschen ohne die Erkrankung.

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Symptome der Myasthenia gravis

Die Myasthenia gravis pseudoparalytica ist eine Form von krankhafter Muskelschwäche, bei der die Muskulatur schnell ermüdet. Meistens zeigt sich die Muskelschwäche jedoch zuerst an den Muskeln des Auges. Sehstörungen haben (v.a. Doppelbilder) und hängende Augenlider (Ptosis) sind typisch.

Grundsätzlich kann die Myasthenia gravis pseudoparalytica alle Muskeln des Körpers betreffen, die der Mensch bewusst steuern kann (also auch die Atemmuskulatur, aber z.B. nicht den Herzmuskel). Wirkt sich die Myasthenia gravis pseudoparalytica auch auf die Gesichtsmuskulatur aus, ist das Gesicht ausdruckslos und schlaff: Dieses Symptom bezeichnet man als Facies myopathica.

Diagnose von Myasthenia gravis

Die Diagnose der Myasthenia gravis pseudoparalytica erfolgt anhand von Untersuchungen des Nervensystems, typischen Veränderungen im Elektromyogramm und Tests mit Arzneimitteln (sog. pharmakologische Tests). Zwei zur Myasthenia-gravis-Diagnostik gebräuchliche Tests sind unter den Bezeichnungen Tensilon-Test und Prostigmin-Test bekannt: Bei Ersterem bekommt man Edrophonium-Chlorid in die Vene und bei Letzterem Neostigmin in die Muskulatur gespritzt.

Behandlung von Myasthenia gravis

Die Myasthenia gravis-Therapie ist rein symptomatisch, das heißt, sie lindert die Beschwerden, hält aber den Krankheitsverlauf nicht auf. Eine Heilung ist nicht möglich.

Die Symptome von Myasthenia gravis werden medikamentös behandelt. In den meisten Fällen ist nehmen Patienten die Medikamente ein Leben lang ein. Es stehen drei verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Auswahl, die je nach Stadium der Myasthenia gravis eingesetzt werden:

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  • Acetylcholinesterasehemmer: Acetylcholinesterasehemmer verbessern die Signalübertragung. Dadurch wird die Schwäche der Muskeln in der Regel aufgehoben. Oft wird berichtet, dass die Muskulatur der Extremitäten besser auf diese Therapie anspricht als die Muskulatur im Gesicht. Meist wird der Wirkstoff Pyridostigmin-Bromid verwendet. Dieser ist als Tablette oder zur Injektion entweder in den Muskel (intramuskulär, i.m.) oder die Vene (intravenös, i.v.) erhältlich. In schweren Fällen oder bei einer nachgewiesenen Unverträglichkeit werden Neostigmin oder Pyridostigmin verwendet.
  • Immunsuppressive Behandlung: Glukokortikoide oder Azathioprin schwächen die für Myasthenia gravis spezifischen Antikörper ab und verringern so die Symptome.
  • Plasmapherese/Immunadsorption oder hochdosierte Immunglobulingabe (IVIg): Diese Therapiemöglichkeiten werden nur bei schweren Verläufen oder bei einer Beeinträchtigung der Atem- und Rachenmuskulatur eingesetzt. Bei einer Plasmapherese handelt es sich um den Austausch des Blutplasmas, also den eigentlich flüssigen Anteil des Blutes ohne die Blutkörperchen. Heute wird jedoch aufgrund der höheren Spezifizität anstelle der Plasmapherese meist eine sogenannte Immunadsorption durchgeführt, bei der nur die Auto-Antikörper aus dem Blutplasma entfernt werden. Intravenös angewendete Immunglobuline (IVIg) sind Antikörper von menschlichen Blutspendern, die sich in die Immunantwort des Körpers einmischen. Daher wird vermutet, dass diese während einer akuten Krise die weitere Ausschüttung von weiteren Autoimmun-Antikörpern verhindern und so die durch die fehlgeleiteten Auto-Antikörper ausgelösten Symptome lindern.

Viele Patienten mit Myasthenia gravis profitieren von einer Physiotherapie. Bei chronischen Schluckbeschwerden bietet sich die Schlucktherapie durch einen ausgebildeten Logopäden an. Bei mittelschweren Verläufen von Myasthenia gravis sollten Patienten vorsichtshalber nur noch Nahrung zu sich nehmen, die flüssig ist und nicht so leicht verschluckt wird. In schweren Fällen werden manchmal eine künstliche Ernährung über eine Magensonde, eine maschinelle Beatmung und eine regelmäßige Absaugung des Speichels nötig.

Doppelbilder lassen sich durch ein individuell angepasstes Prismenglas gut ausgleichen.

Da ein Zusammenhang zwischen dem Thymus und der Entstehung der Autoimmun-Antikörper vermutet wird, zieht der Arzt in manchen Fällen die operative Entfernung des Thymus (Thymektomie) in Betracht. Bei Patienten zwischen 15 und 50 Jahren wird eine Entfernung des Thymus möglichst früh nach der Diagnose empfohlen. Bei Kindern bis zu 15 Jahren sollte der Thymus erst entfernt werden, wenn mit einer medikamentösen Therapie keine Besserung erzielt wird, da der Thymus im Kindesalter noch wichtige Funktionen erfüllt.

Myasthenia gravis und Sexualität: Die Herausforderungen

Sexualität und Intimität sind wichtige Lebensbereiche, die auch mit einem myasthenen Syndrom erfüllend gestaltet werden können. Die Erkrankung und ihre Behandlung bringen jedoch Herausforderungen mit sich, die das Verhältnis zum eigenen Körper und zur Sexualität beeinflussen können.

Viele Betroffene berichten von körperlichen Einschränkungen, die sich auf sexuelle Aktivitäten auswirken können, etwa durch verminderte Kraft oder Ausdauer. Die Muskelschwäche, die ein Hauptsymptom von Myasthenia gravis ist, kann sich auf verschiedene Aspekte der Sexualität auswirken:

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  • Verminderte Libido: Die allgemeine Schwäche und Müdigkeit, die mit Myasthenia gravis einhergehen, können die Libido beeinträchtigen.
  • Erektionsstörungen: Männer mit Myasthenia gravis können Erektionsstörungen erleben.
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr: Frauen mit Myasthenia gravis können Schmerzen beim Geschlechtsverkehr aufgrund von Muskelschwäche im Beckenbodenbereich verspüren.
  • Erschöpfung: Sexuelle Aktivität kann aufgrund der Muskelschwäche zu schneller Erschöpfung führen.
  • Körperbildprobleme: Die körperlichen Veränderungen, die mit Myasthenia gravis einhergehen, können zu Körperbildproblemen und einem verminderten Selbstwertgefühl führen.

Darüber hinaus können auch psychische Faktoren wie Angst, Depressionen und Stress die sexuelle Funktion beeinträchtigen. Es gibt Hinweise darauf, dass Schwankungen in der Ausprägung der Symptome durch äußere Faktoren wie seelische und psychische Belastungen wie Stress sowie weitere bestehende Erkrankungen hervorgerufen werden.

Geschlechtsspezifische Unterschiede

Bei der Myasthenia gravis (MG) gibt es Hinweise, dass geschlechtsspezifische Unterschiede Diagnostik, Therapie und den langfristigen Erkrankungsverlauf beeinflussen können. Frauen erkranken häufiger an Myasthenia gravis (MG) als Männer, oft tritt die Erkrankung bereits in jungen Jahren auf. Patientinnen haben zudem häufiger seltene Antikörper-Konstellationen oder es gelingt überhaupt kein Antikörper-Nachweis - sie werden als „seronegativ“ bezeichnet.

Frauen erhalten etwa doppelt so häufig die Diagnose MG wie Männer. Auch das Altersverteilungsmuster unterscheidet sich: Während Männer meist in höherem Alter erkranken, zeigen Frauen ein bimodales Verteilungsmuster mit einem ersten Erkrankungsgipfel zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Männer zeigen häufiger okuläre Symptome, bei Frauen hingegen stehen öfter Extremitäten-betonte Beschwerden im Vordergrund. Darüber hinaus sind bei Frauen im Vergleich zu Männern häufiger entweder seltene oder aber überhaupt keine Antikörper im Serum nachweisbar. Vor allem seronegative Frauen durchlaufen oft eine wahre Odyssee inklusive psychosomatischer Fehldiagnosen bis sie letztlich die richtige Diagnose MG erhalten.

Ergebnisse einer deutschen Studie mit 1.600 Patient:innen zeigen überdies bei Frauen eine höhere Krankheitslast sowie mehr Einschränkungen bei Aktivitäten des täglichen Lebens. Vielen Patientinnen mit Extremitäten-betonter Symptomatik wird suggeriert, sie müssten sich nur ausruhen. Wenn sie dann doch einen Neurologen oder eine Neurologin aufsuchen, werden oft keine Antikörper gefunden und die Diagnose erfolgt somit verzögert. Daher wird auch die Therapie häufig verspätet eingeleitet und es kann in der Zwischenzeit zu einem Krankheitsprogress kommen.

Ergebnisse einer Register-Studie aus den USA zeigen zudem bei Frauen häufiger intolerable unerwünschte Ereignisse bei einer Prednison-Therapie. Eine weitere Herausforderung bei Frauen mit MG ist die Familienplanung. Daten einer Studie aus dem Jahr 2015 zeigen, dass etwa jede zweite Frau mit MG aufgrund ihrer Erkrankung auf Kinder verzichtete. Viele Frauen befürchteten, die Erkrankung zu vererben sowie eine höhere Fehlbildungsrate durch die Erkrankung selbst oder die Therapie. Nicht zuletzt waren sie besorgt, sich nicht ausreichend um das Kind kümmern zu können.

Idealerweise sollten bei Frauen mit MG vor einer Schwangerschaft die ersten zwei bis drei Erkrankungsjahre abgewartet werden. Eine Entbindung sollte in einem Krankenhaus der Maximalversorgung mit Betreuung durch Gynäkolog:innen, Neurolog:innen und Neonatolog:innen erfolgen. Für MG-Patientinnen wird eine Spontangeburt empfohlen, die frühere Empfehlung für eine primäre Sectio ist obsolet. Dennoch können die meisten Entbindungen ohne Sectio zu Ende geführt werden.

Myasthenia gravis und Sexualität: Lösungsansätze

Trotz der Herausforderungen, die Myasthenia gravis mit sich bringen kann, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Sexualität und Intimität erfüllend zu gestalten.

Kommunikation

Offene Kommunikation mit dem Partner ist entscheidend. Es ist wichtig, über die eigenen Bedürfnisse, Ängste und Grenzen zu sprechen. Gemeinsam können Lösungen gefunden werden, die für beide Partner zufriedenstellend sind.

Praktische Tipps und Hilfsmittel

Es gibt zahlreiche praktische Tipps, geeignete Positionen und Hilfsmittel, die das Liebesleben erleichtern und bereichern können.

  • Ruhepausen: Planen Sie Ruhepausen vor und nach sexuellen Aktivitäten ein, um Erschöpfung vorzubeugen.
  • Bequeme Positionen: Experimentieren Sie mit verschiedenen Positionen, um herauszufinden, welche am wenigsten anstrengend sind. Positionen, bei denen der Betroffene weniger Muskelkraft aufwenden muss, sind oft angenehmer.
  • Hilfsmittel: Verwenden Sie Hilfsmittel wie Kissen oder Sexspielzeug, um die Muskeln zu entlasten und die sexuelle Stimulation zu erhöhen.
  • Zeitplanung: Wählen Sie Zeiten für sexuelle Aktivitäten, zu denen Sie sich am fittesten fühlen.

Medizinische Behandlung

Es ist wichtig, die Myasthenia gravis optimal zu behandeln, um die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Medikamente wie Acetylcholinesterasehemmer und Immunsuppressiva können die Muskelschwäche reduzieren und die sexuelle Funktion verbessern.

In einigen Fällen kann auch eine Operation zur Entfernung des Thymus (Thymektomie) in Betracht gezogen werden, um die Autoimmunreaktion zu reduzieren.

Psychologische Unterstützung

Psychologische Unterstützung kann helfen, mit den emotionalen Herausforderungen umzugehen, die mit Myasthenia gravis einhergehen. Ein Therapeut kann helfen, Ängste, Depressionen und Körperbildprobleme zu bewältigen und das Selbstwertgefühl zu stärken.

Beckenbodentraining

Beckenbodentraining kann helfen, die Muskeln im Beckenbodenbereich zu stärken und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr zu reduzieren.

Alternative Therapien

Einige Menschen mit Myasthenia gravis finden Erleichterung durch alternative Therapien wie Akupunktur, Yoga oder Massage. Es ist wichtig, mit dem Arzt zu sprechen, bevor man alternative Therapien ausprobiert.

Myasthenia gravis und Blasenstörungen

Neben den Auswirkungen auf die Sexualität kann Myasthenia gravis auch Blasenstörungen verursachen. Eine Umfrage unter Mitgliedern der Deutschen Myasthenie Gesellschaft (DMG) ergab, dass Frauen mit Myasthenia gravis häufiger unter nächtlichem Wasserlassen, Harndrang, häufigem Wasserlassen und Inkontinenz leiden. Die Mehrheit der Betroffenen fühlte sich dadurch im Alltag eingeschränkt.

Die Ursache für Blasenstörungen bei Myasthenia gravis liegt einerseits in der Muskelerkrankung selbst, da der Beckenboden Teil der Willkürmuskulatur ist. Andererseits können auch neurogene Blasenstörungen (Blasenstörungen mit Ursprung im Nervensystem) auftreten.

Es ist wichtig, Blasenstörungen bei Myasthenia gravis zu erkennen und zu behandeln, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Medikamente, die bei Myasthenia gravis vermieden werden sollten

Viele Medikamente beeinträchtigen die Signalübertragung von Nerv zu Muskel und maskieren oder verschlechtern so potenziell eine Myasthenia gravis. Myasthenia-gravis-Patienten haben eine stark erhöhte Empfindlichkeit gegenüber bestimmten muskelentspannenden Substanzen (Muskelrelaxans), bei denen die Dosis angepasst werden muss. Auch bei weiteren Wirkstoffgruppen besteht das Risiko, dass diese die Symptome verschlechtern. Dazu zählen einige Medikamente aus den folgenden Wirkstoffklassen:

  • Beruhigungsmittel wie Benzodiazepin
  • Antibiotika (Aminoglykoside, Tetrazykline, Gyrasehemmer, Makrolide und Ketolide)
  • Antirheumatika (D-Penicillamin, Chloroquin, Etanercept)
  • Betablocker (gilt auch für den Wirkstoff Timolol in Augentropfen)
  • Antimalariamittel
  • Botulinum-Toxin (bekannt als Anti-Falten-Injektion, wird aber auch bei neuromuskulären Störungen eingesetzt)
  • Entwässerungsmedikamente (Diuretika)

Die beiden Wirkstoffe D-Penicillamin und Chloroquin, die beispielsweise zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen eingesetzt werden, sollten bei Myasthenia gravis vermieden werden.

Krankheitsverlauf und Prognose

Es lässt sich keine generelle Prognose geben, da sich bei jedem Betroffenen mit Myasthenia gravis Symptome unterschiedlich stark, an unterschiedlichen Stellen und in unterschiedlichen Verläufen zeigen.

Die Mehrzahl der Patienten, bei denen Myasthenia gravis entdeckt und behandelt wird, sprechen gut auf eine Therapie an. Die Symptome werden abgeschwächt, und in den meisten Fällen nehmen die Patienten das normale Alltagsleben mit nur geringen Einschränkungen wieder auf. Die Symptome bei Myasthenia gravis sind zudem nie kontinuierlich, sodass Betroffene an manchen Tagen gar keine Beeinträchtigungen verspüren und an anderen sehr starken Einschränkungen unterworfen sind.

Bei etwa 15 Prozent der Erkrankten bleibt die Myasthenia gravis okulär, das heißt rein auf die Augen beschränkt.

Unbehandelt entwickeln sich bei einer Myasthenia gravis die Symptome immer weiter, und es kommt mitunter zu schweren Komplikationen. Im Extremfall, wenn die Atemmuskulatur versagt, verläuft dies tödlich. In anderen Fällen ist eine lebenslange maschinelle Beatmung nötig. Da heutzutage Myasthenia gravis mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht wird und Symptome häufig schon früh erkannt werden, sind solche schweren Verläufe allerdings wesentlich seltener geworden.

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