Nerv eingeklemmt Behandlung mit Arnika und Calendula: Ein umfassender Leitfaden

Eingeklemmte Nerven, Muskelverspannungen und andere Beschwerden im Bereich der Muskeln und Nerven können sehr schmerzhaft sein und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten, sowohl in der Schulmedizin als auch in der Komplementärmedizin, um diese Beschwerden zu lindern. In diesem Artikel werden wir uns auf die Behandlung mit Arnika und Calendula konzentrieren, zwei pflanzliche Mittel, die in der Homöopathie häufig eingesetzt werden, um Schmerzen und Entzündungen im Muskel- und Nervenbereich zu lindern.

Einführung

Schmerzen, die sowohl im Bereich der Muskeln als auch der Nerven auftreten, hängen häufig zusammen. Das liegt daran, dass Nerven und Muskeln in fast allen Bereichen des menschlichen Körpers miteinander verbunden sind, zum einen die Funktionsfähigkeit des gesamten Bewegungssystems bestimmen, zum anderen bei einer Störung die Aktivität beeinflussen. Die Homöopathie bietet eine sanfte und natürliche Möglichkeit, diese Beschwerden zu behandeln und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.

Ursachen und Symptome von Muskel- und Nervenbeschwerden

Muskelerkrankungen und -Verspannungen können im Bindegewebe, in den Gelenken oder durch Mangelerscheinungen (z. B. Calciummangel) entstehen. Schädigungen an den Nerven werden als neurologische Erkrankungen bezeichnet und wirken sich immer negativ auf die Aktivität der Muskeln aus.

Schon ein einfacher Wetterwechsel von Wärme zu Kälte, ein kühler Zug oder Feuchtigkeit können Beschwerden im Bereich der Muskeln und Nerven verursachen. Meistens sind die Gelenke betroffen, im Knie, Handgelenk oder im Rücken- und Halsbereich treten Schmerzen auf oder die Haut reagiert empfindlich bei einer Berührung. Die Betroffenen kämpfen mit Muskelschmerzen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, leiden an Rheuma, Arthrose, Gicht und ähnlichen Gelenkerkrankungen.

Homöopathische Behandlung von Muskel- und Nervenbeschwerden

Die Homöopathie kann bei Veränderungen der Muskulatur und Nervenbahnen helfen, die oft Ursachen für Verspannungen, Rückenschmerzen oder einen Hexenschuss sind. Um die verursachende Erkrankung aufzuklären, muss ein Arzt aufgesucht werden. Homöopathische Mittel wirken sanft und direkt an der erkrankten Stelle und lindern Schmerzen und Beschwerden.

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Arnika: Das Verletzungsmittel der ersten Wahl

Ein wichtiges homöopathisches Mittel bei Verletzungen ist Arnica. Innerlich angewendet in der Potenz C30 als Globuli oder auch äußerlich oder in der Potenz D6. Optimal wäre es auch, Arnica als Salbe aufzutragen und zusätzlich die Arnica-Globuli einzunehmen. Arnica montana regt die Heilung von Wunden und Bindegewebe allgemein an (Frakturen, Luxationen …) Prellungen, Neuragien, schmerzlindernde Wirkung, positiv inotrope Wirkung auf das Herz (Stärkungssteigerung). Arnica hilft bei Quetschungen, Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen ebenso gut wie bei Muskelkater und Blutergüssen. Typisch ist zudem das ruhige Daliegen und Leiden, ohne sich helfen zu lassen, verbunden mit großer Angst vor weiteren Verletzungen. Es wirkt gegen Verletzungsschock, stoppt innere und äußere Blutungen und beugt Infektionen vor.

Calendula: Für die Wundheilung und Entzündungshemmung

Calendula officinalis ist der wissenschaftliche Name für die Ringelblume. Für die Herstellung des homöopathischen Mittels wird aus den oberirdischen Teilen der Ringelblume eine Essenz hergestellt. Diese wird potenziert: Durch mehrmaliges Verdünnen und „Verschütteln“ gewinnt man die verschiedenen Calendula-Potenzen. Innerlich und äußerlich angewendet soll Calendula desinfizierend, entzündungshemmend und wundheilungsfördernd wirken. Sie können beide Anwendungsarten gut kombinieren, also zum Beispiel Calendula-Globuli einnehmen und zusätzlich eine homöopathische Calendula-Salbe auf die betroffene Hautpartie auftragen. Calendula unterstützt die Heilung von Riss-, Platz-, Schnitt- und Schürfwunden, nässenden, verschmutzten und eiternden Verletzungen und oberflächlichen Verbrennungen.

Weitere hilfreiche homöopathische Mittel

  • Hypericum: Gegen Nervenschmerzen wirkt im homöopathischen Bereich „Hypericum“ besonders gut. Der Wirkstoff „Hypericum perforatum“ erzielt bei nervlicher Belastung und Überanstrengung hervorragende Ergebnisse, besonders, wenn Stress, zwischenmenschliche Konflikte, Alltagsbelastung oder Existenzangst die Auslöser für eine leichtere Depression sind.
  • Rhus toxicodendron: Gegen Muskelschmerzen wirkt „Rhus Toxicon“. Rhus toxicodendron D6 wirkt natürlich gegen Schmerzen des gesamten Stütz- und Bewegungsapparats, zum Beispiel in Rücken, Muskeln und Gelenken. Auch Muskelkater ist mit Rhus toxicodendron rasch überwunden.
  • Bryonia: Bei starken Schmerzen, die sich bei jeder Bewegung verstärken. Klassische Anwendungsbeispiele für Bryonia D6 sind deshalb neben einem Hexenschuss akute Schultergelenkschmerzen, die nur dann einigermaßen erträglich sind, wenn jegliche Bewegung der Schulter vermieden wird.
  • Ruta graveolens: Bei Beschwerden, die eine Folge von Überanstrengung oder langsamer einseitiger Überlastung sind, bei Sehnenscheidenentzündung beispielsweise oder bei einem Tennisarm.

Komplexmittel

Ein bekanntes homöpatisches Komplexmittel, das bei Problemen mit Muskeln, Sehnen und Gelenken genutzt wird, ist Traumeel. Das Präparat enthält unter anderen homöopathische Zubereitungen aus Arnika, Calendula, Echinacea und Beinwell.

Anwendung von Arnika und Calendula

Innerliche Anwendung

Wollen Sie Calendula-Globuli einnehmen, sollten Sie niedrige Potenzen wie Calendula D4 oder D6 wählen. Nehmen Sie davon bis zu zehnmal täglich jeweils drei Globuli ein. In schwereren Fällen können Sie auch Calendula D12 einsetzen. Hier sollten Sie aber höchstens sechsmal täglich jeweils drei Globuli einnehmen. Bei schweren Verletzungen können auch noch höhere Potenzen eingenommen werden wie etwa Calendula C30. Verletzungen, die eine so hohe Potenz verlangen, sollten aber nicht selbst behandelt werden. Hier ist unbedingt der Gang zur Ärztin angeraten! Sie kann die Verletzung fachmännisch behandeln. Diese Behandlung können Sie mit homöopathischen Mitteln unterstützen, wenn Sie möchten.

Äußerliche Anwendung

Bei Verletzungen der Haut sollten Sie das Homöopathikum gleichzeitig äußerlich anwenden: Sie können zum Beispiel eine Calendula-haltige Salbe auftragen oder Umschläge mit der verdünnten Urtinktur machen. Wenn Sie keine Urtinktur haben, können Sie alternativ fünf Globuli Calendula C30 in einem Glas Wasser auflösen und mit dieser Lösung die Umschläge zubereiten. Bei der äußerlichen Anwendung gilt: Verwenden Sie das Mittel nicht bei tiefen Wunden! Es bewirkt, dass die obersten Schichten schnell abheilen, während tiefere Bereiche noch infiziert sein können. Dort kann sich dann Eiter oder sogar ein Abszess bilden.

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Weitere unterstützende Maßnahmen

Neben der homöopathischen Behandlung gibt es weitere Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um die Heilung von Muskel- und Nervenbeschwerden zu unterstützen:

  • PECH-Regel: Wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahmen nach der PECH-Regel (Pause, Eis, Compression, Hochlagern) sind ruhigstellen, Kühlen, abschwellende Umschläge z.B. mit Quark, Essig oder Weißkohlblättern und das Hochlegen der betroffenen Extremität.
  • Schüßler Salze: Beschwerden und Erkrankungen im Muskulatur-Bereich treten oft durch einen Mangel an Mineralstoffen auf, die dem Organismus durch Schüßler Salze wieder zurückgegeben werden können. Speziell für Muskeln und Nerven gibt es „Magnesium phosphoricum“, für die Nerven „Kalium phosphoricum“ und für die Stärkung von Knochen und Zähne „Calcium phosphoricum“.
  • Physiotherapie: Bei Bänder- und Muskelbeschwerden sind gezielter Muskelaufbau zur Gelenkentlastung und Training der Fußmuskulatur durch Physiotherapie enorm wichtig. Ebenso ist eine gut ausgebildete, stabilisierende Rumpf- und Rückenmuskulatur ein nicht zu vernachlässigender Aspekt zur Sturzprophylaxe - gerade bei älteren Menschen.
  • Pflanzliche Heilmittel: Es gibt eine Reihe von pflanzlichen Heilmitteln, die bei Gelenkschmerzen helfen können, darunter Teufelskralle, Weidenrinde, Brennnessel, Ingwer und Kurkuma.
  • Vermeidung von Überlastung: Um Über- und Fehlbelastungen der Finger vorzubeugen, können Maßnahmen wie Aufwärmen und Dehnen vor gleichförmigen Arbeiten hilfreich sein. Zudem sollten regelmäßige Pausen eingelegt und Abwechslung in den Arbeitsabläufen geschaffen werden.

Der Schnappfinger als Beispiel für eine Sehnenscheidenentzündung

Der sogenannte Schnappfinger ist eine Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis stenosans) im Bereich der Beugesehnen der Hand. Am häufigsten von der Sehnenscheidenentzündung betroffen sind die am meisten belasteten Finger, also Mittelfinger und Daumen ("schnellender Daumen"), aber auch der Ringfinger. Wird der betroffene Finger gebeugt, bleibt er zunächst in der gebeugten Stellung hängen und lässt sich nur mit vermehrter Kraft oder mithilfe der anderen Hand wieder strecken. Wie der Name Schnappfinger schon sagt, entsteht dann ein deutlich sichtbares Schnappen, welches oft schmerzhaft ist.

Behandlung des Schnappfingers

Ein schnellender Finger wird zunächst konservativ behandelt. Zeigen diese Maßnahmen keine Wirkung, ist mitunter eine Operation notwendig. Im Rahmen der konservativen Behandlung lassen sich entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente einsetzen, etwa entzündungshemmende Salben oder Kortison-Injektionen. Eventuell stellt man den betroffenen Finger für einige Zeit ruhig. Die Schwellung und die Schmerzen lassen sich oft durch lokale Kühlung lindern, da diese entzündungshemmend wirkt. Die Behandlung mit Wärme hingegen empfiehlt sich nicht. Nach Abklingen der Symptome sind sanfte Bewegungsübungen unter physiotherapeutischer Anleitung in der Regel hilfreich. Bessern sich die Symptome nicht, operiert man. Dafür ist meist nur eine lokale Betäubung notwendig.

Wundheilung nach Operationen

Globuli eignen sich gut zur Unterstützung der Wundheilung nach einer Operation. Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Zu den Begleiterscheinungen zählen Schmerzempfindlichkeit und ein Wundheits- oder Zerschlagenheitsgefühl. Das Gesicht und der Kopf sind heiß, der übrige Körper kalt, mit kaltem Schweiß auf der Stirn. Die betroffene Person hat Angst vor Berührung und Untersuchungen. Das Bett scheint ihr zu hart. Es wird Wohlbefinden beteuert und Hilfe verweigert, in der Angst es könne noch mehr Schaden zugefügt werden. Die Arznei ist ein Verletzungsmittel erster Wahl. Es wirkt gegen Verletzungsschock, stoppt innere und äußere Blutungen und beugt Infektionen vor. Stich- und Bisswunden (z. B. Die betroffene Person hat Angst vor Phantasiebildern, wenn man die Augen schließt. In nervenreichem Gewebe (z. B. Begleiterscheinungen sind außergewöhnlich starke Schmerzen, vor allem wenn die Ursache eine Stichverletzung oder Quetschung ist. Der Schmerz ist nicht nur an einer Stelle, sondern strahlt den ganzen Nerv entlang. Auch ein Taubheitsgefühl oder Kribbeln (Parästhesien) können im betroffenen Gebiet auftreten. Die Betroffenen haben eine Überempfindlichkeit gegen Gerüche und Schmerzen. Begleiterscheinungen sind ein stechender Schmerz, schwere Allgemeinreaktionen, wie Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit, Unruhe und Krämpfe. Begleiterscheinungen sind plötzlich und heftig beginnende Beschwerden, die auch wieder schnell enden. V. a. Schnittverletzungen (auch OP-Schnitt, v. a. Begleiterscheinungen sind schneidende Schmerzen und Harnwegsreizungen (z. B. durch Blasenkatheter). Die Betroffenen sind zornig mit Entrüstung, können es jedoch nicht zeigen und unterdrückter Ärger hält lange an.

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