Die Nerve Global GmbH ist ein Unternehmen, das sich an der Schnittstelle von Neurowissenschaften, Technologie und Design bewegt. Durch die Verknüpfung von strategischer Beratung, Konzeption und Design mit der Planung für digitale und räumliche Museums- und Ausstellungsgestaltung sowie Film-, Medien- und interaktiven Medienproduktionen schafft Nerve Global GmbH kollektive Erlebnisse, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dieser Artikel beleuchtet einige der Forschungsbereiche und Projekte, in denen Nerve Global GmbH und ihre Partner aktiv sind, und gibt Einblicke in die neuesten Entwicklungen in den Neurowissenschaften und verwandten Gebieten.
Neurowissenschaftliche Forschung an der Ruhr-Universität Bochum (RUB)
Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist ein wichtiger Partner von Nerve Global GmbH und ein Zentrum für neurowissenschaftliche Forschung. Zahlreiche Forschungsgruppen an der RUB untersuchen verschiedene Aspekte des Gehirns und des Nervensystems, von den Grundlagen der Gedächtnisbildung bis hin zu den Mechanismen von neurologischen Erkrankungen.
Gedächtnis und Lernen
Ein Forschungskonsortium der RUB und der Universität Duisburg-Essen (UDE) widmet sich ab Januar für fünf Jahre der Erforschung des Gedächtnisses. Dabei wird eine neue Sichtweise auf das Gedächtnis verfolgt: Unser Gehirn speichert Erlebtes ab, um daraus Vorhersagen für die Zukunft ableiten zu können. Sollten diese nicht mit der Realität übereinstimmen, werden nicht nur neue Erwartungen erzeugt, sondern auch die Erinnerungen modifiziert.
Ein weiteres Forschungsteam hat die physiologischen Mechanismen identifiziert, die dafür verantwortlich sind, dass Menschen besonders effizient lernen, wenn sie es selbstbestimmt aus einer Eigenmotivation heraus tun. Entscheidend hierfür sind Hirnwellen im Theta-Frequenzbereich, die eine für das Gedächtnis wichtige Hirnregion, den Hippocampus, regulieren.
Stressforschung
Wissenschaftler nutzen viele verschiedene Tests, um zu untersuchen, was im Gehirn von Menschen passiert, die Stress erleben. Ein Biopsychologie-Team der RUB hat in einer Meta-Analyse 31 frühere Studien verglichen, die Stress mithilfe von funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) untersucht hatten. Das Team erarbeitete, welche Regionen des Gehirns standardmäßig bei Stress aktiviert werden und welche Stresstests ähnliche Aktivierungsmuster auslösen.
Lesen Sie auch: Radialnerv: Anatomie, Funktion & Therapie
Olfaktorische Wahrnehmung
Ein Team aus dem Department für Neurophysiologie an der RUB hat entdeckt, dass Strukturen des Geruchssinns eng mit den Belohnungs- und Aversionssystemen des Gehirns zusammenarbeiten. Das bedeutet, dass Düfte nicht nur vom olfaktorischen Zentrum, sondern auch von Regionen verarbeitet werden, die für Emotionen und Valenzbestimmung verantwortlich sind.
Tierversuche
Die RUB und das Universitätsklinikum der RUB gehören zu den Erstunterzeichnenden der Initiative Transparente Tierversuche, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft gemeinsam mit dem Bündnis „Tierversuche verstehen“ ins Leben gerufen hat. Grundlegende Informationen über Tierversuche an der RUB finden sich online.
Optogenetik
Forscher an der RUB haben ein neues optogenetisches Werkzeug charakterisiert, ein Protein, das durch Licht gesteuert werden kann. Sie verwendeten ein Opsin - ein Protein, das im Gehirn und in den Augen vorkommt - aus Zebrafischen und führten es in das Gehirn von Mäusen ein. Im Gegensatz zu anderen optogenetischen Werkzeugen wird dieses Opsin nicht durch Licht eingeschaltet, sondern ausgeschaltet.
NeuroEngineering
Der Masterstudiengang „Neural Engineering“ vermittelt detailliertes Wissen über Schnittstellen zwischen dem menschlichen neuronalen System und Technologieanwendungen. Insbesondere gilt dies für die Bereiche Biosignal- und Bildverarbeitung für die Diagnostik, Steuerung von Mensch-Technologie-Schnittstellen (z. B. Brain-Computer-Interfaces) sowie für intraoperative Neuromonitoring-Geräte und elektrisch aktive Implantate wie Cochlea-Implantate.
Klinische Forschung und Therapieansätze
Die RUB ist auch ein wichtiger Standort für klinische Forschung und die Entwicklung neuer Therapieansätze für neurologische Erkrankungen.
Lesen Sie auch: Was Sie über "Nerve" wissen sollten
Multiple Sklerose (MS)
Autoimmunerkrankungen wie die Multiple Sklerose (MS) gehen häufig mit einem Ungleichgewicht der Darmflora einher. Ein Forschungsteam unter Leitung von Prof. Dr. Ralf Gold untersucht, ob und wie die Gabe von bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln wie Propionsäure erfolgversprechend für die Behandlung ist.
Chronisch-entzündliche demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP)
Ähnlich wie bei Multipler Sklerose (MS) greift das Immunsystem bei der chronisch-entzündlichen demyelinisierenden Polyneuropathie, kurz CIDP, die Isolierschicht der Nervenzellen an. Eine Studie soll zeigen, ob die Einnahme einer Fettsäure die Nervenerkrankung CIDP positiv beeinflussen kann.
Traumatische Hirnverletzungen
Etwa 270.000 Menschen erleiden in Deutschland jährlich ein Schädel-Hirn-Trauma. Davon sind zunehmend die über 65-Jährigen betroffen. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Forschern der BG Kliniken unter der Leitung der Neurologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum (RUB) des BG Universitätsklinikums Bergmannsheil.
Nervenverletzungen
Menschen mit Nervenverletzungen leiden unter Lähmungen, Taubheitsgefühl oder Schmerzen. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Neurologischen Klinik am BG Universitätsklinikum Bergmannsheil der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat gezeigt, dass sensorische Anomalien nach einseitigen Nervenverletzungen nicht nur im betroffenen Körperbereich, sondern oft auch im kontralateralen Spiegelbildbereich auftreten können.
Morbus Huntington
Eine erhöhte Anzahl von Wiederholungen der Basenabfolge CAG im Huntingtin-Gen wird üblicherweise mit Morbus Huntington in Verbindung gebracht. Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum und der University of Iowa erbrachte nun Hinweise, dass eine vermehrte Zahl von CAG-Wiederholungen im gesunden Bereich oder leicht oberhalb der pathologischen Schwelle positive Effekte auf die kognitive Leistung haben könnte.
Lesen Sie auch: Harmonie in der Beziehung wiederherstellen
Alzheimer-Krankheit
Zusätzlich zu Plaques, die sich außerhalb von Nervenzellen im Gehirn ansammeln, ist die Alzheimer-Krankheit auch durch Veränderungen innerhalb dieser Zellen gekennzeichnet. Forscher der Forschungsgruppe Cell Signalling am Lehrstuhl für Molekulare Biochemie an der RUB untersuchen, was genau in diesen Zellen passiert.
Retinale Ischämie
Eine eingeschränkte Blutversorgung der Netzhaut kann im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. Die Rolle des Proteins Tenascin-C, einer extrazellulären Matrixkomponente, bei retinaler Ischämie wurde in Mäusen von Forschern der Ruhr-Universität Bochum (RUB) untersucht. Sie zeigten, dass Tenascin-C eine entscheidende Rolle bei der Schädigung der für das Sehen verantwortlichen Zellen nach einer Ischämie spielt.
Regeneration von Nervenfasern
Schäden an Nervenfasern im zentralen Nervensystem führen oft zu lebenslangen und schweren Behinderungen. Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat eine Entdeckung gemacht, die das Problem teilweise erklären und Möglichkeiten zur Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze eröffnen könnte: Nerven setzen an der Verletzungsstelle ein Protein frei, das wachsende Nervenfasern anzieht und sie dort festhält.
Brain-Computer-Interfaces
Invasive Brain-Computer-Interfaces zielen darauf ab, die Lebensqualität von schwer gelähmten Patienten zu verbessern. Ein Forschungsteam am Knappschaftskrankenhaus Bochum Langendreer, Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum, hat untersucht, welche Fehler bei der Kommunikation zwischen dem Gehirn und der Roboterprothese auftreten können und welche davon besonders bedeutsam sind.
Weitere Forschungsschwerpunkte
Neben den oben genannten Bereichen gibt es an der RUB noch viele weitere Forschungsschwerpunkte im Bereich der Neurowissenschaften. Dazu gehören unter anderem:
- Rechts-Links-Unterschiede im Gehirn: Ein neues Lehrbuch befasst sich mit diesen Unterschieden und ihrer klinischen Relevanz.
- Neurotransmitter und Rezeptoren: Ein internationales Forschungsteam diskutiert, wie die Aktivierung bestimmter Nervenzellrezeptoren neuronale Netzwerke im Gehirn beeinflusst.
- Gehirn von Vögeln: Prof. Dr. Dr. h. c. Onur Güntürkün, Biopsychologe an der Ruhr-Universität Bochum (RUB), will herausfinden, wie das Gehirn von Vögeln funktioniert.
- Extinktionslernen: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligte die zweite Förderphase für den SFB 1280 „Extinktionslernen“.
Jangled nerves: Design von Erlebnissen an der Schnittstelle von physischer und digitaler Welt
Jangled nerves, ein Team, mit dem Nerve Global GmbH zusammenarbeitet, gestaltet Erlebnisse an der Schnittstelle von physischer und digitaler Welt. Sie entwickeln Konzepte und Designs für Museen, Ausstellungen und Markenräume, die Besucher auf innovative Weise einbeziehen.
Projekte von jangled nerves
- Museum am Löwentor: Jangled nerves entwickelte ein außergewöhnliches Erlebnisformat für das Museum am Löwentor, das „Dino Museum“ des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart.
- StadtPalais - Museum für Stuttgart: Jangled nerves gestaltete auch die Dauerausstellung im StadtPalais - Museum für Stuttgart.
- Haus der Geschichte Baden-Württemberg: Die Ausstellung „Frei Schwimmen - Gemeinsam?!“ im Haus der Geschichte Baden-Württemberg ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Raumgestaltung und Storytelling aufeinandertreffen.
- Mercedes-Benz Showcase: Jangled nerves war als Generalunternehmer für die gesamte Erfahrung verantwortlich, von der Inhaltsproduktion über die Unterstützung der Redner bis hin zur Koordinierung des Ablaufs der Veranstaltung und der Gestaltung der Storyline.
Neuroloop GmbH: Innovationen im Bereich der funktionellen Neurochirurgie
Die Neuroloop GmbH ist ein Spin-off-Unternehmen der Universität Freiburg und des Universitätsklinikums Freiburg, das sich auf die Entwicklung von Innovationen im Bereich der funktionellen Neurochirurgie konzentriert.
Funktionelle Neurochirurgie
Die funktionelle Neurochirurgie bietet neue Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit neurologischen Erkrankungen. Neuroloop entwickelt und vermarktet Produkte für die Tiefe Hirnstimulation (THS), ein neurochirurgisches Verfahren, das bei einer Reihe von neurologischen Erkrankungen eingesetzt wird.
Computer Aided Detection (CADe)
CNNs werden in einer Vielzahl von Aufgaben eingesetzt, beispielsweise bei Erkennung, Detektion und Segmentierung. In dieser Arbeit stellen wir eine End-to-End-Methode basierend auf CNNs zur automatischen Segmentierung von medizinischen Bildern vor.
inomed Medizintechnik GmbH
Die inomed Medizintechnik GmbH bietet medizintechnische Lösungen zum intra- und perioperativen Schutz des Nervensystems. Dafür verwirklichen wir seit unserer Gründung im Jahr 1991 die Wünsche und Anforderungen unserer Kunden auf der ganzen Welt.
Anwendungsgebiete
- IONM in der Allgemeinchirurgie
- Schilddrüsenchirurgie
- Autofluoreszenz der Nebenschilddrüsen
- Pelvines intraoperatives Neuromonitoring
- Gefäßchirurgie
- Neurochirurgie
- Funktionelle Neurochirurgie
- Wirbelsäulenchirurgie
- HNO-Chirurgie
- Schmerztherapie
- Ablation
- Subkortikales Motormapping
- Vestibularisschwannome
- Lateraler Zugang zur Wirbelsäule
- Skoliose
- Tiefe Hirnstimulation
- Biopsie
- Brainlesioning
- Stereoelektroenzephalographie
- Brachytherapie
- Schilddrüsenknoten
- Uterusmyome
- Facettendenervierung lumbal zervikal
- Facettendenervierung Kryoanalgesie
- Okzipitalneuralgie
- Periphere Nervendenervierung mit Radiofrequenz
- Periphere Nervendenervierung mit Kryoanalgesie
- Iliosakralgelenk mit Radiofrequenz
- Trigeminusneuralgie