Nerven, Hohe Werte und Tumor: Ursachen und Zusammenhänge

Einleitung

Die Komplexität des menschlichen Körpers birgt vielfältige Herausforderungen für die medizinische Forschung und Praxis. In diesem Artikel werden wir uns mit den Ursachen für hohe Nervenwerte im Zusammenhang mit Tumoren auseinandersetzen. Dabei betrachten wir sowohl die direkten Auswirkungen von Tumoren auf das Nervensystem als auch die indirekten Folgen von Krebstherapien wie Chemotherapie.

Das Nervensystem und seine Funktionen

Das zentrale Nervensystem (ZNS) besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark und steuert lebenswichtige Funktionen. Das periphere Nervensystem (PNS) umfasst alle Nerven außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks und ist für die Übertragung von Informationen zwischen dem ZNS und dem Rest des Körpers zuständig. Es ist für autonome Sinneseindrücke sowie sensorische Wahrnehmungen wie Berührung, Schmerz, Temperatur, Vibration und Lagesinn verantwortlich.

Polyneuropathie: Eine Schädigung peripherer Nerven

Eine Schädigung der peripheren Nerven, bekannt als Polyneuropathie, kann verschiedene Ursachen haben. Typischerweise tritt sie symmetrisch auf und beginnt in den Fingerspitzen oder Zehen. Betroffen sind oft die längsten Nervenfasern (Axone), was zu Störungen in den Extremitäten führt. Die Schädigung kann sich von dort zur Körpermitte hin ausbreiten und Arme und Unterschenkel betreffen.

Tumore und ihre Auswirkungen auf das Nervensystem

Tumore können auf unterschiedliche Weise das Nervensystem beeinträchtigen. Sie können direkt auf Nervenstrukturen drücken, in sie einwachsen oder indirekt durch die Freisetzung von Substanzen oder die Auslösung von Entzündungsreaktionen Schäden verursachen.

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Hirntumore

Hirntumore sind Neubildungen im Gehirn oder im Schädel. Grundsätzlich wird zwischen gutartigen (benignen) und bösartigen (malignen) Hirntumoren unterschieden. Gutartige Tumore wachsen meist langsamer, können aber durch Druck auf umliegende Strukturen ernste Symptome verursachen. Bösartige Hirntumore wachsen invasiv in das umliegende Gehirngewebe und können sich unbehandelt rasch ausbreiten.

Symptome von Hirntumoren

Die Symptome von Hirntumoren sind vielfältig und hängen von der Lokalisation, der Größe und der Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors ab. Häufige Symptome sind:

  • Kopfschmerzen, besonders morgens oder bei Lagewechsel
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Neurologische Ausfälle wie Gefühls- und Sprachstörungen
  • Epileptische Anfälle
  • Persönlichkeitsveränderungen

Diagnose von Hirntumoren

Die Diagnose von Hirntumoren umfasst in der Regel bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT). Eine Gewebeuntersuchung (Biopsie) kann zur Bestätigung der Diagnose und zur Bestimmung des Tumortyps erforderlich sein.

Behandlung von Hirntumoren

Die Behandlung von Hirntumoren hängt von der Art, der Größe und der Lokalisation des Tumors ab. Mögliche Behandlungen sind:

  • Operation
  • Strahlentherapie
  • Chemotherapie

Hirnmetastasen

Hirnmetastasen sind Absiedlungen bösartiger Tumorzellen aus anderen Körperregionen im Gehirn. Sie sind die häufigsten Neubildungen im zentralen Nervensystem.

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Ursachen von Hirnmetastasen

Hirnmetastasen entstehen durch die Ausbreitung von Tumorzellen bereits bestehender Krebserkrankungen anderer Organe im Körper. Krebszellen wandern über die Blutbahn ins Gehirn und wachsen dort.

Symptome von Hirnmetastasen

Die Symptome von Hirnmetastasen sind ähnlich wie bei primären Hirntumoren. Sie können Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, neurologische Ausfälle und epileptische Anfälle umfassen.

Behandlung von Hirnmetastasen

Die Behandlung von Hirnmetastasen hängt von der Anzahl, der Größe und der Lokalisation der Metastasen ab. Mögliche Behandlungen sind:

  • Operation
  • Strahlentherapie
  • Chemotherapie

Neuroendokrine Tumore

Neuroendokrine Tumore (NET) sind seltene Tumoren, die aus hormonbildenden Zellen entstehen und meist selbst Hormone produzieren. Sie können im Verdauungstrakt (Magen, Dünndarm, Dickdarm) und in der Bauchspeicheldrüse auftreten.

Symptome von Neuroendokrinen Tumoren

Funktionelle NET schütten große Mengen von Hormonen aus und verursachen eine Reihe von Beschwerden. Nicht-funktionelle NET verursachen oft erst spät Symptome.

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Diagnose von Neuroendokrinen Tumoren

Die Diagnose von NET umfasst in der Regel bildgebende Verfahren und Blutuntersuchungen zur Bestimmung der Hormonspiegel.

Behandlung von Neuroendokrinen Tumoren

Die Behandlung von NET hängt von der Art, der Größe und der Lokalisation des Tumors ab. Mögliche Behandlungen sind:

  • Operation
  • Strahlentherapie
  • Chemotherapie
  • Gezielte Therapien

Chemotherapie-induzierte Polyneuropathie (CIPN)

Chemotherapie-induzierte Polyneuropathie (CIPN) ist eine häufige Nebenwirkung von Chemotherapien. Sie tritt auf, weil Zytostatika nicht nur Krebszellen schädigen, sondern auch gesunde Nervenzellen beeinträchtigen. Insbesondere platinhaltige Chemotherapien können zur Entstehung einer Polyneuropathie führen.

Symptome von CIPN

Die Symptome der CIPN zeigen sich hauptsächlich in Händen und Füßen. Sie können sich auf unterschiedliche Weise äußern:

  • Schmerzen (brennend, stechend)
  • Gefühlsstörungen (Taubheit, Kribbeln, Pelzigkeit)
  • Sensibilitätsverlust
  • Schwäche und Muskelschwund
  • Gang- und Gleichgewichtsstörungen

Diagnose von CIPN

Die Diagnose von CIPN umfasst eine ausführliche Anamnese, eine körperliche Untersuchung und neurologische Tests. Messungen der Nervenleitgeschwindigkeit (Elektroneurographie, ENG) und der Muskelaktivität (Elektromyographie, EMG) können ebenfalls durchgeführt werden.

Behandlung von CIPN

Die Behandlung von CIPN ist schwierig, da die eigentliche Ursache, die nervenschädigende Wirkung der Therapie, nicht direkt behandelt werden kann. Ziel der Behandlung ist es, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Mögliche Behandlungen sind:

  • Schmerzmittel
  • Antidepressiva
  • Antikonvulsiva
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Kryotherapie (Kühlung der Hände und Füße während der Chemotherapie)

Vorbeugung von CIPN

Es gibt einige Maßnahmen, die helfen können, das Risiko einer CIPN zu verringern:

  • Frühzeitige Erkennung und Behandlung von Risikofaktoren wie Diabetes mellitus und Alkoholkonsum
  • Anpassung der Chemotherapie-Dosis oder des Chemotherapie-Schemas
  • Kryotherapie während der Chemotherapie

Normetanephrin und Tumore

Normetanephrin ist ein Abbauprodukt von Noradrenalin, einem Hormon und Botenstoff im Nervensystem. Erhöhte Normetanephrin-Werte können auf bestimmte Tumoren hinweisen, insbesondere auf Phäochromozytome (Tumoren des Nebennierenmarks) und Paragangliome (Tumoren des Nervensystems).

Diagnose von Tumoren mit erhöhtem Normetanephrin

Die Diagnose von Tumoren mit erhöhtem Normetanephrin umfasst Blut- und Urinuntersuchungen zur Bestimmung der Normetanephrin-Spiegel sowie bildgebende Verfahren zur Lokalisation des Tumors.

Behandlung von Tumoren mit erhöhtem Normetanephrin

Die Behandlung von Tumoren mit erhöhtem Normetanephrin umfasst in der Regel die operative Entfernung des Tumors. In einigen Fällen kann auch eine Strahlentherapie oder eine medikamentöse Therapie erforderlich sein.

Weitere Ursachen für hohe Nervenwerte

Neben Tumoren und Chemotherapie gibt es noch weitere Ursachen für hohe Nervenwerte, wie zum Beispiel:

  • Diabetes mellitus
  • Alkoholmissbrauch
  • Entzündliche Erkrankungen
  • Infektionen
  • Medikamente
  • Vitaminmangel

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