Mit zunehmendem Alter verändern sich viele Körperfunktionen, und auch die Nervenbahnen in den Füßen sind davon betroffen. Diese Veränderungen können zu einer Vielzahl von Problemen führen, von Kribbeln und Taubheitsgefühlen bis hin zu Schmerzen und Gangstörungen. In diesem Artikel werden wir die Auswirkungen des Alterns auf die Nervenbahnen im Fuß genauer betrachten und Möglichkeiten aufzeigen, wie man diesen Veränderungen entgegenwirken kann, um die Mobilität und Lebensqualität im Alter zu erhalten.
Einführung
Die Füße sind ein komplexes Gebilde aus 26 Knochen, 33 Gelenken und über 100 Bändern. Sie tragen das gesamte Körpergewicht und ermöglichen uns das Gehen, Laufen und Stehen. Die Nervenbahnen in den Füßen spielen dabei eine entscheidende Rolle, da sie Informationen über Berührungen, Temperatur, Schmerz und die Position des Fußes an das Gehirn weiterleiten. Mit zunehmendem Alter können diese Nervenbahnen jedoch geschädigt werden, was zu einer Vielzahl von Beschwerden führen kann.
Polyneuropathie: Eine häufige Ursache für Nervenschäden im Fuß
Eine der häufigsten Ursachen für Nervenschäden im Fuß im Alter ist die Polyneuropathie. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung des peripheren Nervensystems, also der Nerven, die außerhalb von Gehirn und Rückenmark verlaufen. Bei einer Polyneuropathie sind mehrere periphere Nerven geschädigt, wodurch die Weiterleitung von Signalen zwischen Gehirn, Rückenmark und den übrigen Körperregionen beeinträchtigt wird.
Ursachen der Polyneuropathie
Die Ursachen für eine Polyneuropathie sind vielfältig. Häufig ist Diabetes die zugrundeliegende Ursache, da ein hoher Blutzuckerspiegel die Nerven schädigen kann. Zu weiteren Auslösern zählen Infektionen, beispielsweise Borrelien oder Herpes zoster Viren, Autoimmunreaktionen, Stoffwechselkrankheiten, Vitaminmangel und Medikamente, insbesondere Chemotherapie bei Krebserkrankungen. Auch Alterungsprozesse können eine Rolle spielen.
Symptome der Polyneuropathie
Die Symptome einer Polyneuropathie variieren je nach betroffenem Nerventyp und können sehr unterschiedlich sein. Die Schädigung der kleinen Nervenfasern, die Schmerz-, Temperatur- und Berührungsempfindungen vermitteln, führt dazu, dass Betroffene Hitze, Kälte und Schmerzen nur noch abgeschwächt oder gar nicht mehr wahrnehmen. Oft treten zusätzlich Taubheitsgefühle auf, insbesondere in Händen und Füßen, sodass sich die Haut pelzig oder fremd anfühlt. Dadurch steigt die Verletzungsgefahr erheblich.
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Sind motorische Nerven betroffen, die für die Muskelsteuerung verantwortlich sind, können die Impulse, die die Muskeln zum Bewegen anregen, nicht mehr richtig weitergeleitet werden. Dies führt zu Muskelschwäche oder Lähmungen, besonders in den Beinen und Füßen. Manchmal kommt es auch zu schmerzhaften Muskelkrämpfen. Schäden an den autonomen Nerven, die das vegetative Nervensystem steuern, können Kreislaufprobleme wie Schwindel oder Ohnmacht beim Aufstehen verursachen. Auch die Verdauung kann beeinträchtigt sein, was zu Symptomen wie Verstopfung, Durchfall oder Inkontinenz führen kann.
Diagnose der Polyneuropathie
Die Diagnose einer Polyneuropathie beginnt mit einem ausführlichen ärztlichen Gespräch, in dem die Beschwerden, betroffene Körperstellen, Vorerkrankungen sowie der Konsum von Alkohol, Drogen oder Medikamenten abgeklärt werden. Es folgt eine körperliche Untersuchung, die Reizempfinden, Geh- und Stehvermögen, Muskelstärke und Reflexe prüft. Ergänzt wird die Diagnostik durch eine Elektroneurographie (ENG), die die Weiterleitung der Nervenimpulse misst, und eine Elektromyographie (EMG), die testet, wie die Muskeln auf Nervenimpulse reagieren. In einigen Fällen ist auch eine Lumbalpunktion erforderlich, bei der Nervenwasser aus dem Spinalkanal abgelassen wird, um dieses auf evtl. Entzündungen oder einen erhöhten Liquoreiweiß zu untersuchen.
Behandlung der Polyneuropathie
Die Behandlung der Polyneuropathie richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache. Liegt die Polyneuropathie beispielsweise an einem schlecht eingestellten Diabetes, ist es wichtig, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Das gelingt durch eine angepasste Ernährung, ausreichend Bewegung und gegebenenfalls eine medikamentöse Therapie. Wenn eine Entzündung im Körper die Nervenschädigung verursacht, kann eine Therapie mit Antibiotika oder eine antivirale Medikation helfen. Bei einer Autoimmunentzündung können hingegen Cortison oder Immunglobuline indiziert sein. Ist Alkohol der Auslöser, gibt es nur eine Lösung: konsequenter Verzicht. Auch Vitaminmangel kann eine Rolle spielen - dann kann eine gezielte Ernährungsumstellung oder die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln notwendig sein.
Neben der Ursachenbehandlung spielt die Linderung der Beschwerden eine wichtige Rolle. Besonders belastend sind oft die Schmerzen. Hier helfen spezielle Medikamente, die ursprünglich gegen Epilepsie oder Depressionen entwickelt wurden, aber auch gegen Nervenschmerzen wirksam sind. Im Alter treten häufig zusätzliche Erkrankungen zur Polyneuropathie auf, was zu einer multifaktoriellen Gangstörung führen kann. Begleitende Diagnosen wie Arthrose der Gelenke oder eine lumbale Spinalkanalstenose sind dabei keine Seltenheit. Umso wichtiger ist es, die Mobilität möglichst lange zu erhalten. Im Mittelpunkt der Behandlung stehen Maßnahmen der physikalischen Therapie: Physiotherapie, Gleichgewichts- und Gehtraining sowie gelenkschonende Sportarten wie Aqua-Fitness. Sie helfen dabei, Beweglichkeit, Kraft und Gleichgewicht zu verbessern. Bei starkem Kraftverlust oder einem unsicheren Gang können spezielle Schienen oder orthopädische Einlagen zusätzliche Stabilität bieten. Ein sicheres Wohnumfeld mit rutschfesten Böden, ausreichender Beleuchtung und Entfernen von Stolperfallen wie losen Teppichen trägt zudem wesentlich zur Sturzprävention bei.
Selbsthilfe bei Polyneuropathie
Polyneuropathie stellt nicht nur eine körperliche, sondern auch eine seelische Herausforderung dar. Achtsame Selbstfürsorge, therapeutische Begleitung und kleine Veränderungen im Alltag können helfen, Lebensqualität zu bewahren. Der Austausch mit anderen Betroffenen - etwa über Selbsthilfegruppen wie die Deutsche Polyneuropathie Selbsthilfe e.V. - stärkt zusätzlich.
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Eine zentrale Rolle spielt eine gründliche Körperkontrolle. Besonders Füße und Hände brauchen Aufmerksamkeit: Gibt es Rötungen, kleine Schnitte oder Druckstellen? Ein Handspiegel kann helfen, schwer einsehbare Stellen zu überprüfen. Auch passende, weiche Schuhe sind ein Muss - harte Nähte oder enge Modelle können unbemerkt Blasen verursachen. Zudem sollten die Schuhe vor dem Anziehen auf Steinchen, Knicke oder Fremdkörper kontrolliert werden. Auch im Umgang mit Hitze und Kälte ist Vorsicht geboten. Wassertemperaturen sollten stets mit einem Thermometer geprüft werden, da ein zu heißes Bad oder eine heiße Dusche schnell Verbrennungen verursachen kann. Auf Wärmflaschen oder Heizdecken sollte ganz verzichtet werden, um Überhitzungen zu vermeiden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die richtige Hautpflege. Trockene Haut bietet Keimen eine Angriffsfläche. Regelmäßiges Eincremen hält die Haut geschmeidig und schützt vor kleinen Rissen. Bei Auffälligkeiten - etwa Wunden oder Entzündungen - sollte frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden.
Fußdeformitäten im Alter und ihre Auswirkungen auf die Nervenbahnen
Neben der Polyneuropathie können auch Fußdeformitäten im Alter zu Problemen mit den Nervenbahnen führen. Aufgrund von Alterungsprozessen oder Fehlbelastungen können in den Füßen Gelenke verschleißen und Knochen Verformungen erfahren, die quälende Schmerzen bei jedem Schritt hervorrufen. Erbliche Vorbelastungen, rheumatische Gelenkentzündung, Arthrose oder jahrelange Fehlbelastungen können zu krankhaften Veränderungen des Fußskeletts führen. Am Vorfuß führen Fehlstellungen der Zehen zu Schmerzen und schränken die Belastbarkeit ein. Verliert das Fußgewölbe an Funktion, stellen sich Knick-, Senk- oder Spreizfüße ein. Bei der Ferse treten vor allem zwei Erkrankungen auf: Die Plantarfasziitis (bekannt als Fersensporn) und die Haglundexostose können jeden Schritt zur Qual machen.
Hallux valgus
Die häufigste Zehenfehlstellung, die einer operativen Therapie bedarf, ist der Hallux valgus. Diese Deformität der Großzehe tritt überwiegend bei Frauen auf, was nicht nur durch deren oftmals enges oder hochhackiges Schuhwerk, sondern auch durch deren schwächeres Bindegewebe begründet ist. Beim Hallux valgus wird eine knöcherne und weichteilige Korrektur der Achse vorgenommen. Nach der Operation müssen die Patienten vier Wochen in einem sogenannten Teilentlastungsschuh gehen, eventuell auch zusätzlich mit Unterarmgehstützen. Ab der fünften Woche können sich die Patienten in der Regel in normalen Schuhen ohne Gehstützen fortbewegen.
Hallux rigidus
Als Hallux rigidus wird der Gelenkverschleiß (Arthrose) bezeichnet, der sich im Großzehengrundgelenk zeigt. Die betroffenen Patienten klagen über Schmerzen beim Auftreten und Abrollen des Fußes. Zudem schränkt die Arthrose die Beweglichkeit der Großzehe zusehends ein. Die Symptome treten nicht nur bei älteren Menschen - Männern ebenso wie Frauen - auf, sondern können auch jüngere Menschen nach Verletzungen oder chronischen Gelenkerkrankungen betreffen. Anfangs können Einlagen, die Injektion von Schmerzmitteln oder gezielte Physiotherapie die Schmerzen eindämmen. Wenn diese Maßnahmen nicht mehr ausreichen, dann ziehen Ärzte verschiedene chirurgische Maßnahmen in Betracht.
Schneiderballen (Digitus quintus varus)
Ebenso wie der große Zeh kann auch der kleinste, äußere Zeh nach innen ausweichen. Da sich in diesem Fall der Außenrand des Fußes auf Höhe des Zehengrundgelenks vorwölbt, spricht man von einem Schneiderballen. Die Druckbelastung und Schmerzen werden durch Schwielenbildung und Schwellungen weiter verstärkt, oftmals geht der Schneiderballen auch mit Schleimbeutelentzündungen einher. In der ersten Therapiephase kann man durch besonders zugerichtetes Schuhwerk und Einlagen ausreichende Entlastung erreichen. Sollte jedoch keine Erleichterung mehr herbeigeführt werden können, dann lindern Ärzte den Schmerz durch operative Eingriffe.
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Morton-Neurom / Morton-Neuralgie / Morton-Syndrom
Akut einschießende, oftmals stechende oder brennende Schmerzen deuten auf eine Morton-Neuralgie, auch Morton-Neurom genannt, hin. In manchen Fällen berichten die Patienten auch von Taubheitsgefühlen, die sich meist zwischen der dritten und der vierten Zehe ausbreiten. Die schmerzhafte Verdickung der Mittelfußnerven ist in vielen Fällen Folge einer langjährigen Spreizfußfehlstellung oder kann auch durch das häufige Tragen enger Schuhe ausgelöst werden. Sollten nicht-operative Maßnahmen keine Linderung bringen, können Ärzte den Schmerz lindern, indem sie den betroffenen Digitalnerv operativ entfernen.
Neurotrim: Ein neurozentriertes Training zur Verbesserung der Nervenfunktion im Alter
Eine vielversprechende Therapie-Methode zur Verbesserung der Nervenfunktion im Alter ist „Neurotrim“. Mit einem neurozentrierten Training will Michael Schiff Menschen ab 50 dabei helfen, ihre Fitness bis ins hohe Alter aufrechtzuerhalten. Aber auch Patienten mit Knie- und Rückenproblemen oder sogar Multipler Sklerose sollen davon profitieren.
Das Konzept von Neurotrim
„Neurotrim“ ist eine Trainings- und Therapie-Methode, die Gehirn, Muskeln und Nervensystem beansprucht. Durch eine schnelle und koordinierte Ansteuerung der Muskulatur werden die Patienten fitter, sparen Energie und schützen sich vor Verletzungen. Denn mit dem Muskel sei es wie beim Tauziehen: Solange die Menschen nicht oder in unterschiedliche Richtungen arbeiten, ist es egal, wie stark das Tau ist. Erst wenn alle koordiniert in dieselbe Richtung ziehen, kann die Kraft richtig genutzt werden.
Der Fuß im Mittelpunkt
Dabei steht der Fuß im Mittelpunkt. Denn in Schuhen steckend und auf asphaltiertem Boden gehend werden die Nervenbahnen aus dieser Region im Alltag immer weniger gefordert. „Wir sind es kaum noch gewöhnt, von der Fußsohle Reize gesendet zu bekommen“, erklärt Schiff. Dem Gehirn aber fehlen diese Informationen. Das Training mit dem „Neurotrim“-System soll die Sensibilität von der Fußsohle aufwärts wieder stärken.
Wissenschaftliche Unterstützung
Für Achim Gass, Professor für Neurologie an der Uniklinik Mannheim, ist „Neurotrim“ eine Trainingsform, bei der sensorische und motorische Funktionen sowie Haltefunktionen gezielt angesprochen und mit visuellem Feedback verknüpft werden. „Vom Fuß aus wird eine neuronale Kette aktiviert“, erklärt er: Je besser die Qualität der Signale aus der Sohle und dem Gelenk, desto präziser und sicherer die daraus folgenden Bewegungen.
Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS)
Die Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS) ist ein konservatives Verfahren zur Behandlung akuter und chronischer Schmerzen. Die elektrische Reizung von Hautarealen erfolgt über Oberflächenelektroden. Dabei unterbindet der elektrische Reiz die Schmerzübertragung der Nerven zwischen Gehirn und Entstehungsort des Schmerzes. Elektrische Impulse, die durch die Haut in die betroffenen Körperregionen geleitet werden, können gezielt zur Schmerzlinderung beitragen. Einzelne Parameter (Frequenz, Impulsbreite, Stromstärke) sowie verschiedene Stimulationsmuster (kontinuierliche, Burst-, amplituden- oder frequenzmodulierte Stimulation) bestimmen die unterschiedliche Wirkweise und die daraus resultierenden schmerzlindernden Effekte.
Anwendung von TENS
Die Behandlung erfolgt zuhause in Selbstanwendung mit handlichen, mobilen Geräten nach Erprobung und Einweisung durch den Arzt. Er zeigt Ihnen genau, wo Sie die Elektroden aufkleben müssen und erklärt Ihnen die Funktionsweise des TENS-Gerätes. In der Regel fangen Patienten mit 20- bis 30-minütigen TENS-Anwendungen 3 bis 4 Mal am Tag an. Je nach individueller Situation und Verträglichkeit können Dauer und Häufigkeit auf 5 - 6 Mal 1 Stunde pro Tag gesteigert werden. Allerdings sollten Sie auf Verhärtungen des Gewebes achten und im Zweifel Ihren behandelnden Arzt konsultieren.
Wirksamkeit von TENS
Die Transkutane Elektrische Nervenstimulation kann den Schmerzmittelbedarf bei Arthroseschmerzen deutlich senken oder sogar ganz ersetzen. Das TENS-Verfahren eignet sich zur Therapie von akuten und chronischen Schmerzen verschiedenster Ursache. Die besten Erfolge sind bei akuten und subakuten Schmerzen zu erwarten. Bei chronischen Schmerzen ist die Wirksamkeit anfangs oft gut, lässt jedoch nicht selten nach einigen Wochen nach. Im günstigsten Fall können Patienten nach einer TENS-Behandlung ihre Schmerzmitteleinnahme reduzieren oder sogar ganz absetzen.
Risiken und Nebenwirkungen von TENS
Die Schmerztherapie durch TENS ist nicht ganz frei von unerwünschten Nebenwirkungen und muss - ebenso wie die medikamentöse Schmerztherapie - genau erwogen werden. Eine dauerhafte TENS-Behandlung darf eine kausale Klärung von Schmerzursachen nicht ersetzen. Langfristig kann die TENS-Behandlung zu Verspannung und Verhärtung von Geweben und Muskulatur führen. TENS sollte nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden. In wenigen Fällen kann es zum sogenannten Überstimulationssyndrom kommen. Dabei verstärkt das TENS-Gerät aufgrund einer schlecht eingestellten Intensität die Schmerzen.
Wellness-Massagen zur Linderung von Altersbeschwerden in den Füßen
Alterserscheinungen und Beschwerden wie beispielsweise Cellulitis, müde und schwere Beine, Arthrose etc. können mit Wellness-Massagen gelindert werden.
Wellness-Massage gegen Cellulitis
Mit Massagen lässt sich eine deutliche Reduzierung der sogenannten Orangenhaut erreichen. Besonders herausragende Erfolge wurden mit der Tuina-Massage erreicht. Diese Wellness-Massage stammt aus der Chinesischen Medizin und wurde ursprünglich zur Schmerzlinderung und Entspannung eingesetzt. Mittlerweile haben Masseure herausgefunden, dass diese Massage hervorragend zur Bekämpfung von Cellulitis und erschlaffter Haut geeignet ist, weil sie den Energiefluss im Körper harmonisiert, Blockaden und Störungen aufhebt, wodurch der Stoffwechsel in Gang gesetzt wird, Wasser- und Fetteinlagerungen abtransportiert werden und auf diese Weise das Gewebe wieder deutlich straffer wird.
Müde und schwere Beine mit Massagen behandeln
Gegen müde und schwere Beine hilft eine professionell verabreichte Fuß - Reflexzonen Massage. Dieser Druckmassage stimuliert die Blutzirkulation und aktiviert die Regeneration der Nervenbahnen. Kombiniert mit einer wohltuenden Unterschenkel- und Beinmassage sowie mit ätherischen Ölen und Lotionen, lässt sich eine deutliche Linderung der Beschwerden erreichen.
Massage gegen Arthrose
Mit Massagen lassen sich die Beschwerden einer Arthrose lindern. Gegen die Beschwerden einer Arthrose hilft eine Schwedische Massage, die ausschließlich ein erfahrener Masseur durchführen sollte, der eine Ausbildung zum Masseur absolviert hat. Studien haben gezeigt, dass die Massagegruppe eine deutliche Schmerzlinderung erfuhr. Zudem verbesserten sich die Kniefunktion und die Beweglichkeit erheblich.
Massage gegen schlaffe Gesichtshaut und Fältchen
Regelmäßige Gesichtsmassagen regen die Durchblutung an und straffen das Bindegewebe, wodurch es zu einer Verbesserung des Hautbildes kommt.
Synaptische Aktivität und Alterungsprozesse
Synapsen, die Kommunikationsstellen zwischen den Nervenzellen, sind für die Funktion des neuronalen Systems von zentraler Bedeutung. Insbesondere die synaptischen Vesikel, die Botenstoffe (Neurotransmitter) speichern, transportieren und freisetzen und damit entscheidend für die synaptische Übertragung sind, wurden im Detail beschrieben. Während der Informationsübertragung zwischen Nervenzellen setzen Vesikel Neurotransmitter durch Verschmelzung mit der Membran frei (Exozytose), synaptische Vesikel werden neu gebildet (Endozytose) und schließlich recycelt. Die an diesem Vesikel-Zyklus beteiligten synaptischen Proteine unterliegen Alterungsprozessen. Einmal gealtert, müssen sie entfernt werden, um Schäden an den Nervenzellen zu verhindern. Folglich können synaptische Vesikel den Vesikel-Zyklus nur eine begrenzte Anzahl von Malen durchlaufen und die Alterung erfolgt in Abhängigkeit von der Aktivität. Je aktiver eine Synapse ist, desto schneller altern ihre Vesikel.
Bedarfsorientierte Versorgung mit synaptischen Vesikeln
Um zu verstehen, wie die synaptische Aktivität trotz Alterung aufrecht erhalten werden kann, haben Göttinger Wissenschaftler*innen erstmals ein mathematisches Modell des synaptischen Vesikel-Zyklus erstellt und ihre theoretischen Erkenntnisse experimentell mit einer Kombination aus Fluoreszenz-Bildgebung und Sekundärionen-Massenspektrometrie überprüft. Mittels mathematischer Modellierung des synaptischen Vesikel-Zyklus konnten sie zeigen, dass Synapsen theoretisch bedarfsabhängig mit neu gebildeten synaptischen Vesikeln versorgt werden. Die Alterung der synaptischen Komponenten wird dadurch kompensiert und die synaptische Aktivität gewährleistet. Diese positive Wechselbeziehung zwischen dem Lebenszyklus synaptischer Proteine und synaptischer Aktivität spiegelt sich auch auf der Ebene der einzelnen Synapse wider. Wurde der Transport zur Synapse unterbrochen, hob sich diese Beziehung auf. Dies deutet darauf hin, dass der synaptische Proteintransport eine wichtige Rolle bei der bedarfsabhängigen Vesikelversorgung spielt.
Aktivere Präsynapsen weisen mehr neu synthetisierte Proteine auf
In vergleichenden Messungen einzelner Synapsen fanden die Wissenschaftler*innen ihre Annahme bestätigt: Es zeigte sich, dass aktivere Präsynapsen auch mehr neu synthetisierte Proteine aufweisen. Eine solche Korrelierung ließ sich in der Postsynapse nicht nachweisen. Eine Unterbrechung des Vesikeltransports sowie eine chronische Erhöhung oder Verringerung der synaptischen Aktivität hob diese Korrelation auf. Diese Beobachtung deutet wiederum darauf hin, dass die bedarfsabhängige Versorgung mit neu gebildeten synaptischen Proteinen eng mit der synaptischen Aktivität verknüpft ist.
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