Nervenentzündung Rippen: Hausmittel und Behandlungsansätze

Wenn ein starker Schmerz in der Brust verspürt wird, ist die Sorge oft groß. Handelt es sich um einen Herzinfarkt, eine Lungenerkrankung oder steckt womöglich eine Intercostalneuralgie dahinter? Dieser Artikel beleuchtet die Intercostalneuralgie, ihre Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten, einschließlich hilfreicher Hausmittel.

Was ist Intercostalneuralgie?

Bei einer Interkostalneuralgie, auch Intercostalneuralgie genannt, treten Nervenschmerzen (Neuralgien) im Bereich entlang der Rippen auf. Diese Schmerzen entstehen durch Schädigungen oder Reizungen der Nerven, die durch verschiedene Erkrankungen ausgelöst werden können und zu den charakteristischen Beschwerden führen. Es handelt sich also eher um ein Symptom als um eine eigenständige Erkrankung. Die Diagnose „Intercostalneuralgie“ beschreibt immer ein Schmerzsyndrom, das die Zwischenrippennnerven (Intercostalnerven) betrifft. Es handelt sich dabei aber um keine exakte Diagnose, sondern um ein Beschwerdekomplex mit vielfältigen Ursachen.

Der Brustkorb besteht aus 12 Rippenpaaren. Der Raum zwischen den einzelnen Rippen ist als Intercostalraum bekannt. Er wird von den Intercostalmuskeln (Zwischenrippenmuskeln) überspannt.

Ursachen einer Intercostalneuralgie

Es kommt eine Vielzahl von Auslösern für eine Intercostalneuralgie infrage. Die Nervenschmerzen können unter anderem durch eine mechanische Schädigung der Zwischenrippennerven hervorgerufen werden. Diese kann beispielsweise bei einem Rippenbruch entstehen, oder aber bei Verletzungen der Nerven im Rahmen einer Operation am Brustkorb. Außerdem ist eine Reizung der Intercostalnerven durch neurologische Krankheiten möglich. Auch lang anhaltender Stress kann die Intercostalnerven beeinträchtigen. Ebenso bedingen möglicherweise Verhärtungen und Verspannungen im Zwerchfell sowie der Brust- oder Rückenmuskulatur eine Neuralgie, indem sie Druck auf die Nerven ausüben. Sehr selten sind auch Tumore im Bereich des Brustkorbs sowie Erkrankungen der Leber oder des Herzens Auslöser für die Schmerzen.

In vielen Fällen lässt sich eine Intercostalneuralgie aber nicht auf eine klar identifizierbare Ursache zurückführen. Verschleißbedingte Prozesse und bestimmte Erkrankungen an der Wirbelsäule können die Zwischenrippennerven reizen. Nervenschmerzen an den Rippen können bei einer Herpes-Zoster-Infektion auftreten und nach deren Ausheilung weiter bestehen. Herpes Zoster ist wahrscheinlich besser unter dem Namen „Gürtelrose“ bekannt. Auslöser sind Windpocken-Viren, die zu einer Entzündung der Nervenwurzel führen. Nach einer OP im Brustkorb kann es zu Beschwerden kommen, die in der Neurologie dem typischen Krankheitsbild einer Intercostalneuralgie entsprechen. Die Liste der möglichen „Grunderkrankungen“ hinter einer Intercostalneuralgie ist noch länger. Eine Ursache, die Menschen mit Milchdrüsengewebe betrifft, stellt die sogenannte Mastodynie dar. Dabei handelt es sich um Schmerzen und Spannungsgefühle im Brustbereich, die abhängig vom Menstruations-Zyklus sind. Besonders im letzten Drittel einer Zyklusphase lagert sich aufgrund hormoneller Veränderungen Wasser im Brustgewebe ein.

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Ein psychisches Stressempfinden kann Fehlhaltungen hervorrufen, die man selbst teilweise überhaupt nicht wahrnimmt. Dadurch können starke Muskelverspannungen entstehen, die sogenannten Myogelosen. Stress führt häufig zu erhöhter Muskelspannung, insbesondere im Rücken- und Brustbereich. Stress kann unbewusst das Atemmuster verändern, was zu flacher oder unregelmäßiger Atmung führt. Langanhaltender Stress kann das Nervensystem sensibilisieren, was die Schmerzempfindlichkeit erhöht.

Weitere mögliche Ursachen sind:

  • Muskelhartspann, also dauerhaft stark angespannte Muskeln
  • Eine Einengung im Bereich der Brustwirbelsäule zum Beispiel durch Tumore
  • Verletzungen, zum Beispiel ein Rippenbruch
  • Sonstige operative Eingriffe, beispielsweise eine Brustoperation
  • Eine Schwangerschaft und damit einhergehende Dehnung der Nerven

Interkostalneuralgie durch Stress

Ein psychisches Stressempfinden kann Fehlhaltungen hervorrufen, die man selbst teilweise überhaupt nicht wahrnimmt. Dadurch können starke Muskelverspannungen entstehen, die sogenannten Myogelosen. Wie kann Stress Intercostalneuralgie beeinflussen?

  • Muskelverspannungen: Stress führt häufig zu erhöhter Muskelspannung, insbesondere im Rücken- und Brustbereich.
  • Veränderungen im Atemmuster: Stress kann unbewusst das Atemmuster verändern, was zu flacher oder unregelmäßiger Atmung führt.
  • Chronische Stressreaktion: Langanhaltender Stress kann das Nervensystem sensibilisieren, was die Schmerzempfindlichkeit erhöht.

Um Stress als Ursache der Interkostalneuralgie zu diagnostizieren verwenden die Frankfurter Spezialisten von Lumedis die Elektromyographie. In einer Eltreomyographie (EMG) kann vergleichbar des EKG vom Herzen der muskuläre Stress dargestellt werden und zeitgleich gestestet werden, welche Bewegungen den Muskel und Nerven stressen und welche Stellungen des Brustkorbs entspannen.

Symptome einer Intercostalneuralgie

Die Symptome einer Intercostalneuralgie sind stechende Schmerzen entlang der Rippen, die sich vor allem beim Atmen, bei Bewegung, Husten oder Druck auf den Brustkorb verstärken können. Die Schmerzen sind unterschiedlich stark und können die täglichen Aktivitäten erheblich beeinträchtigen. Zusätzlich können ein brennendes Gefühl, eine erhöhte Empfindlichkeit zwischen den Rippen sowie gelegentlich Muskelschwäche, Taubheitsgefühl oder Juckreiz im Rippenbereich auftreten, die ebenfalls auf eine Interkostalneuralgie hinweisen können.

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Einige Patienten berichten, dass sie vor allem beim Husten unter den Schmerzen im Rippenbereich leiden. Manch einer könnte daher denken, dass das Husten die Ursache sei. Vielmehr ist es jedoch so, dass die zugrunde liegende Erkrankung (zum Beispiel der Lunge oder des Rippenfells) der Auslöser für die Beschwerden ist.

Das Kardinalsymptom einer Interkostalneuralgie sind gürtelartige Schmerzen im Bereich von Brust und Rücken. Die Schmerzen sind meist langanhaltend, ziehend oder stechend und können in anfallsartigen Schmerzspitzen gipfeln. Gelegentlich treten zusätzlich Gefühlsstörungen und Missempfindungen wie Kribbeln auf. Eine schwere Interkostalneuralgie kann mit Atembeschwerden oder auch Magenschmerzen einhergehen. Treten Schmerzen im Bereich von Brust und Rücken gemeinsam mit Herzrasen auf, müssen gefährliche Differentialdiagnosen einer Intercostalneuralgie ausgeschlossen werden. Auch bei einer Interkostalneuralgie ist Herzrasen ein häufiges begleitendes Symptom.

Wichtige Muskeln, die an der Atmung beteiligt sind, sind das Zwerchfell und die Rippenmuskeln. Bei einer Interkostalneuralgie kommt es daher häufig zu einer ausgeprägten Schmerzverstärkung bei tiefer Ein- und Ausatmung. Selten werden die Beschwerden so stark, dass ernsthafte Atembeschwerden entstehen. Sollte es jedoch so weit kommen, können starke, subjektive Atembeschwerden in eine gravierende Atemnot mit Todesangst gipfeln.

Diagnose einer Intercostalneuralgie

Der erste Ansprechpartner bei zunächst undefinierbaren Schmerzen ist meist der Hausarzt. Vermutet er eine Intercostalneuralgie, kann er an einen Neurologen verweisen.

An erster Stelle der Diagnostik steht ein Orthopäden-Patienten-Gespräch über die akute Beschwerdesymptomatik. In einer körperlichen Untersuchung inspiziert der behandelnde Arzt den Patienten genau und sucht nach möglichen Verletzungs- und Entzündungszeichen. Bei einer Interkostalneuralgie liegen typischerweise schmerzhafte Druckpunkte vor. Diese Druckpunkte befinden sich meist paravertebral (am seitlichen Brustkorb), in der Axillarlinie (Höhe der Achsel) oder paramedian (seitlich der Mittellinie).

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Beschwerden durch den Patienten (Anamnese) der Schmerzen und gezielt auf die Intercostalnerven Druck ausüben. Treten Schmerzen aus, deutet das auf eine Reizung einer oder mehrerer Nerven hin. Im nächsten Schritt gilt es, die Ursache für das Symptom zu ermitteln. Dafür gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Untersuchungsmethoden. Unter Umständen verweist der Neurologe an einen anderen Facharzt, wie einen Orthopäden (Spezialist für Erkrankungen des Bewegungsapparates) oder Internisten (Experte für innere Medizin).

Röntgenaufnahmen sind keine standardmäßige Untersuchung bei einer Interkostalneuralgie. Jedoch spielen sie eine wichtige Rolle in der Diagnostik möglicher Rippenfrakturen, bei Erkrankungen der Wirbelsäule sowie bei unklaren Befunden. Um nach einer Verletzung einen Rippenbruch auszuschließen, werden Röntgenbilder des Brustkorbes in mehreren Ebenen erstellt.

Auch bildgebende Verfahren können zum Einsatz kommen. Bei einem Röntgenbild werden beispielsweise Brüche oder knöcherne Fehlstellungen im Brustraum sichtbar. Ein MRT (Magnetresonanztomografie) oder CT (Computertomografie) mit mehrschichtigen Aufnahmen ist angebracht, um beispielsweise Organerkrankungen als Grund für die Beschwerden auszuschließen. Eine Magnetresonanztomographie, MRT, ist der Goldstandard zur Untersuchung von Nervengewebe und Weichteilgewebe. Das bildgebende Verfahren funktioniert ohne Strahlenbelastung und dient der genauen Darstellung von Rückenmark, Nervenwurzeln und peripheren Nerven. Eine MRT ist indiziert, wenn bei einer Interkostalneuralgie Erkrankungen des Rückenmarks oder der Nervenwurzeln, wie eine Irritation oder Verletzung dieser, ausgeschlossen werden sollen.

Häufig lässt sich die Ursache der Rippenschmerzen nicht klar feststellen - trotzdem sollten Sie starke oder anhaltende Schmerzen in der Brust immer ernst nehmen und baldmöglichst von einem Arzt abklären lassen.

Elektromyographie (EMG)

Um Stress als Ursache der Interkostalneuralgie zu diagnostizieren verwenden die Frankfurter Spezialisten von Lumedis die Elektromyographie. In einer Eltreomyographie (EMG) kann vergleichbar des EKG vom Herzen der muskuläre Stress dargestellt werden und zeitgleich gestestet werden, welche Bewegungen den Muskel und Nerven stressen und welche Stellungen des Brustkorbs entspannen. Die Elektromyographie, kurz EMG, ist ein diagnostisches Verfahren. Ganz einfach ausgedrückt ist es ein bildgebendes Verfahren, welches live die Muskelaktivität darstellt und aufzeichnet. Man misst die natürliche elektrische Aktivität (Innervation) des zu untersuchenden Muskels. Der behandelnde Arzt kann anhand der Werte differenzieren, ob die Ursache der Beschwerden muskulärer Genese ist oder durch eine Schädigung peripherer Nerven hervorgerufen wird. Ziel der Behandlung ist den betroffene Muskeln bei einfachen Bewegungen wieder physiologisch einzusetzen, Kompensationen von anderen Muskeln zu vermeiden und ggf.

Wirbelsäulenvermessung

Die Wirbelsäulenvermessung ist ein diagnostisches Verfahren, das mittels Videorasterstereographie eine Vermessung von Rücken und Wirbelsäule ermöglicht. Das Verfahren funktioniert rein optisch ohne Strahlenbelastung. Dafür wird ein Linienraster auf den Rücken des Betroffenen projiziert, von einer Kamera aufgezeichnet und mit Hilfe eines Computers analysiert. Dieser errechnet ein drei- oder vierdimensionales Bild von Rücken bis Becken. Bestimmte Wirbelsäulenerkrankungen und Haltungsschäden begünstigen die Entstehung einer Interkostalneuralgie. Erkrankungen der Wirbelsäule sowie deren Fehlstellungen und Haltungsschäden oder muskuläre Dysbalancen können frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden.

Behandlung von Intercostalneuralgie

Generell wird die Therapie der Intercostalneuralgie an der jeweiligen Ursache ausgerichtet. Bei einer gebrochenen Rippe beispielsweise, muss der Knochenbruch behandelt werden (durch Ruhigstellung oder eine Operation).

Bei einer Interkostalneuralgie sollte, wenn möglich, kausal behandelt werden. Bei Ursachen wie Myogelosen, Fehlstellungen, Blockierungen oder auch wenn noch keine Ursache festgestellt werden konnte, eignet sich die Behandlung der Osteopathie hervorragend.

Da es in vielen Fällen nicht möglich ist, die Ursache einer Intercostalneuralgie trotz gründlicher Diagnose eindeutig festzustellen, kommt häufig eine rein symptomatische Therapie mit schmerzlindernden Mitteln zum Einsatz.

Medikamentöse Behandlung

Bei einer Intercostalneuralgie können verschiedene Medikamente zu Einsatz kommen, hier ein Überblick:

  • Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR (nichtsteroidalen Antirheumatika) wie Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen können dabei helfen, die Beschwerden und etwaige Entzündungen zu verringern. In der Regel wirken NSAR gegen Nervenschmerzen jedoch nur bedingt.
  • Durch die Schmerzen können sich umliegende Muskeln verspannen. In diesem Fall können Muskelrelaxanzien helfen, die Muskeln zu lockern, und dadurch Beschwerden lindern.
  • In manchen Fällen verschreibt der Arzt oder die Ärztin Antidepressiva oder Epilepsiemittel, ohne dass eine Depression oder Epilepsie vorliegt. Dann kommen diese Mittel als sogenannter Off-Label-Use zum Einsatz, also außerhalb ihres eigentlich zugelassenen Anwendungsgebiets. Denn bestimmte Wirkstoffe aus diesen Gruppen eignen sich zur Behandlung der Nervenschmerzen bei einer Intercostalneuralgie, weil sie die Übertragung von Schmerzsignalen im Körper hemmen.
  • Bei starken Schmerzen können Mittel aus der Gruppe der Opioide helfen, um die Symptome zu mindern.
  • Hängt die Intercostalneuralgie mit einer Gürtelrose zusammen, kommen virushemmende Mittel infrage.
  • Die lokale Injektion von Mitteln aus der Gruppe der Glukokortikoide kann helfen, Entzündungen zu reduzieren und Schmerzen zu lindern, da sie direkt an der betroffenen Stelle wirken.
  • Bei starken Schmerzen kann eine Nervenblockade in Betracht gezogen werden. Dabei injiziert der Arzt oder die Ärztin ein Mittel zur lokalen Betäubung um den betroffenen Nerv herum, um die Schmerzweiterleitung zu blockieren.

Eine Intercostalneuralgie (und Nervenschmerzen generell) behandelt ein Arzt oder eine Ärztin häufig mit nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR). Neben klassischen Schmerzmitteln verschreiben Ärzte und Ärztinnen auch Muskelrelaxantien, um Verspannungen der Muskulatur zu lockern. Auch Mittel gegen Depressionen oder Epilepsien sollen helfen. Sind die Schmerzen (wie nach Rippenfrakturen) sehr stark, können zudem Schmerzmittel verabreicht werden, die auf das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) wirken. Bei einer medikamentösen Behandlung im Hintergrund haben solltest du mögliche Nebenwirkungen und, dass diese Medikamente deinen Organismus belasten.

Physiotherapie

Ergänzend ist eine Physiotherapie zur Behandlung der Intercostalneuralgie sinnvoll. Der Therapeut zeigt dem Patienten dabei Übungen zur Lösung von muskulären Verspannungen im Rücken- und Brustbereich, was zu einer Reduktion der Schmerzen beiträgt.

Abhängig von der Ursache der Intercostalneuralgie können in manchen Fällen auch Maßnahmen aus dem Bereich der Physiotherapie helfen. Physiotherapeutische Maßnahmen, manuelle Therapien, Massagen oder auch Akupunktur haben gerade bei Muskelverspannungen, Impingements und Blockaden in den Wirbel-Rippen-Gelenken zum Ziel, diese zu lösen und so die Beweglichkeit zu verbessern.

Gerne zeigen Ihnen die Frankfurter Orthopäden und Sportwissenschaftler von Lumedis die "richtigen" Übungen, welche in Ihrem Fall erfolgreich sein werden. Für die Muskulatur gilt, dass verschiedene Parteien wie Spieler und Gegenspieler gleichermaßen trainiert werden sollten, um eine muskuläre Balance zu erreichen. Für die Interkostalneuralgie spielen die Brustwirbelsäule und Rippen eine entscheidende Rolle. Muskuläre Dysbalancen gehen gehäuft mit Fehlhaltungen einher und begünstigen die Entstehung von Myogelosen und Folgeerkrankungen wie eine Intercostalneuralgie. Eine präventive Untersuchung des muskulären Gleichgewichts kann helfen, diese Beschwerden vorzubeugen.

Alternative Behandlungen

Neben der medikamentösen Therapie existieren zur Behandlung der Intercostalneuralgie zwei Verfahren, die direkt im Nerv ansetzen. Zum anderen kann im Anschluss an die Betäubung des Nervs eine sogenannte Hochfrequenzablation (auch Radiofrequenzablation, RFA) durchgeführt werden. Deren Ziel besteht darin, Gewebe lokal zu zerstören. Erreicht wird diese Zerstörung, indem unter deiner Haut Hochfrequenzstrom erzeugt wird. Fazit: Interkostalblock und RFA können bei extremen Schmerzen wertvolle Dienste leisten. Auch die Gefahren sind relativ gut kalkulierbar.

Hausmittel gegen Nervenschmerzen

Nervenschmerzen können den Alltag stark beeinträchtigen. Neben medizinischen Behandlungen gibt es auch einige Hausmittel, die zur Linderung beitragen können. Es ist wichtig zu betonen, dass schwere oder chronische Nervenschmerzen ärztliche Aufmerksamkeit erfordern und Hausmittel allein möglicherweise nicht ausreichen. Bitte beachten Sie, dass diese Hausmittel je nach individueller Reaktion und Ursache der Nervenschmerzen unterschiedlich wirksam sein können. Es ist wichtig, mit einem Arzt zu sprechen, um die beste Behandlung für Ihre spezifische Situation zu finden.

Hausmittel allein kommen bei einer Intercostalneuralgie nicht gegen die Nervenschmerzen an. Die Wirksamkeit von Hausmitteln ist in dieser Hinsicht zudem wenig untersucht. Sie können jedoch zusätzlich zur eigentlichen Behandlung angewendet werden und sich dann unter Umständen förderlich auf das allgemeine Wohlbefinden auswirken - und dadurch auf die Erkrankung.

Wärme- und Kältetherapie

Wärme- und Kältetherapie sind zwei häufig verwendete Methoden zur Schmerzlinderung und können auch bei der Behandlung von Nervenschmerzen hilfreich sein. Die Anwendung von Wärme kann helfen, die Muskeln zu entspannen, die Durchblutung zu verbessern und Schmerzen zu lindern. Bei Nervenschmerzen kann Wärme helfen, indem sie die Nerven beruhigt und dadurch die Schmerzsignale verringert. Wärme kann in Form von Heizkissen, warmen Bädern, warmen Kompressen oder Wärmepflastern angewendet werden.

Kälte kann helfen, Schmerzen zu reduzieren, indem sie Entzündungen verringert und die Nervenleitfähigkeit verlangsamt. Es kann auch dazu beitragen, Schwellungen zu reduzieren. Kältetherapie wird oft durch Eispackungen, Gel-Packungen oder Eisbeutel durchgeführt.

Als wohltuend empfinden Betroffene möglicherweise:

  • Wärme, etwa in Form von Kirschkernkissen oder warmen Bädern
  • Kälte, zum Beispiel in Form von Kühlkompressen

Entspannungstechniken

Entspannungstechniken wie PME (progressive Muskelentspannung), Atemübungen, Meditation und Yoga können helfen.

  • Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung
  • Achtsamkeitstraining

Massage

Massage ist eine weitere Methode, die bei der Linderung von Nervenschmerzen helfen kann. Eine sanfte Massage kann dazu beitragen, Muskelverspannungen zu reduzieren, die Durchblutung zu verbessern und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Bei Nervenschmerzen kann eine spezifische Art der Massage, wie zum Beispiel eine nervenfreundliche Massage oder eine sanfte Druckmassage, angewendet werden, um die betroffenen Bereiche zu beruhigen. Eine Massage kann auch dazu beitragen, den Stress abzubauen und die Freisetzung von Endorphinen zu fördern, welche natürliche Schmerzmittel des Körpers sind. Es ist wichtig, eine sanfte Herangehensweise zu wählen, um keine zusätzlichen Schmerzen zu verursachen.

Bewegung und Dehnübungen

Bewegung und leichte Dehnübungen können bei der Linderung einer Nervenentzündung äußerst hilfreich sein. Regelmäßige körperliche Aktivität, wie Spazierengehen oder Schwimmen, fördert die Durchblutung und stärkt die Muskulatur, was wiederum zur Schmerzlinderung beitragen kann. Gezielte Dehnübungen sind ebenfalls wichtig, um die Flexibilität zu verbessern und Muskelverspannungen zu lösen, die den Druck auf die Nerven mindern können. Es ist essenziell, korrekte Techniken anzuwenden, um Verletzungen zu vermeiden.

Regelmäßige Bewegung, zum Beispiel Yoga, Qigong oder Tai-Chi

Dehnübungen:

  • Türrahmendehnung: Stellen Sie sich in einen Türrahmen und legen Sie die Unterarme an die Seiten des Rahmens. Treten Sie einen Fuß leicht nach vorne und lehnen Sie den Oberkörper sanft nach vorne, bis Sie eine Dehnung in der Brust spüren.
  • Seitliche Dehnungen/Seitneigung im Sitzen: Setzen Sie sich auf einen Stuhl mit gerader Rückenlehne. Heben Sie einen Arm über den Kopf und neigen Sie sich zur gegenüberliegenden Seite, bis Sie eine sanfte Dehnung entlang der Flanke spüren. Halten Sie diese Position für 20-30 Sekunden und wechseln Sie dann die Seite.
  • Stehende Seitneigung: Stellen Sie sich aufrecht hin, die Füße schulterbreit auseinander. Legen Sie eine Hand an die Hüfte und neigen Sie den Oberkörper zur anderen Seite, während Sie den freien Arm über den Kopf strecken. Halten Sie die Dehnung für 20-30 Sekunden und wechseln Sie dann die Seite.
  • Rückenmobilisation - Katzenbuckel und Kuhhaltung (Cat-Cow) auf allen Vieren: Gehen Sie auf alle Viere, die Hände direkt unter den Schultern und die Knie unter den Hüften. Atmen Sie ein und lassen Sie den Bauch nach unten sinken, während Sie den Kopf und das Steißbein anheben (Kuhhaltung). Atmen Sie aus und runden Sie den Rücken, ziehen Sie das Kinn zur Brust und das Steißbein nach unten (Katzenbuckel).
  • Schulterblattmobilisation / Schulterblattkreisen: Stellen Sie sich aufrecht hin, die Arme entspannt an den Seiten. Heben Sie die Schultern langsam nach oben, ziehen Sie sie nach hinten und senken Sie sie wieder ab, sodass Sie große Kreise mit den Schultern zeichnen.
  • Rückenstreckung - Kobra-Position (Yoga): Legen Sie sich auf den Bauch, die Beine ausgestreckt und die Handflächen flach neben den Schultern. Drücken Sie die Handflächen in den Boden und heben Sie den Oberkörper an, während Sie die Ellbogen leicht gebeugt halten. Heben Sie den Kopf an und ziehen Sie die Schultern nach hinten.

Kräuter und Nahrungsergänzungsmittel

Einige Kräuter und Nahrungsergänzungsmittel können bei der Linderung von Nervenschmerzen hilfreich sein.

  • Capsaicin, aus Cayennepfeffer, blockiert Schmerzsignale.
  • Kurkuma und Ingwer haben entzündungshemmende Eigenschaften, während Omega-3-Fettsäuren die Nervenfunktion unterstützen können.
  • B-Vitamine wie B1, B6 und B12 werden zur Nervengesundheit empfohlen.

Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend für die Linderung von Nervenschmerzen. Frisches Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und gesunde Fette wie Nüsse und Fisch mit Omega-3-Fettsäuren können dazu beitragen, Entzündungen zu reduzieren und die Nervengesundheit zu unterstützen. Proteine aus magerem Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchten und Quinoa helfen beim Gewebeaufbau. Eine ausgewogene Ernährung, die auf solchen Nahrungsmitteln basiert, kann die Schmerzen verringern und die Gesundheit insgesamt fördern.

Kinesiotape

Kinesiotape kann bei einer Interkostalneuralgie Linderung verschaffen. Es handelt sich dabei um einen selbstklebenden, elastischen Verband, der mittels spezieller Techniken auf dem Körper angebracht wird. Die Muskulatur wird damit unterstützt, um schmerzhafte Überbelastungen vorzubeugen.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen, wenn Sie unter starken oder anhaltenden Nervenschmerzen leiden, die Ihre täglichen Aktivitäten beeinträchtigen oder zunehmen. Insbesondere sollten Sie ärztliche Hilfe suchen, wenn neben den Nervenschmerzen plötzlich neue Symptome auftreten, wie Taubheitsgefühle, Muskelschwäche oder Kontrollverlust über Blase oder Darm. Personen mit bestehenden Erkrankungen wie Diabetes oder anderen Krankheiten, die Nervenschäden verursachen können, sollten ihre Nervenschmerzen mit einem Arzt besprechen. Wenn die Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen auftreten oder sich ausbreiten, kann dies auf ein ernsthaftes Problem hindeuten und erfordert ärztliche Aufmerksamkeit. Zudem ist es wichtig, medikamentöse Nebenwirkungen zu beachten und einen Arzt aufzusuchen, wenn unerwartete Reaktionen auftreten.

Leiden Sie unter den typischen Symptomen einer Interkostalneuralgie ist es ratsam, möglichst schnell eine ärztlichen Spezialisten für die Intercostalneuralgie aufzusuchen um eine Chronifizierung der Beschwerden zu verhindern. Sie sollten sich in die Hände eines erfahrenen und guten Orthopäden begeben. Alternativ behandelt dieses Krankheitsbild auch der Neurologe. Gerade wenn die Symptome nicht eindeutig sind oder Schmerzen auf der linksseitige Brustschmerzen bestehen, sollten Sie sofort den Hausarzt aufsuchen, um eine Herzbeteiligung oder andere Erkrankungen auszuschließen.

Dauer der Intercostalneuralgie und Arbeitsunfähigkeit

Die Dauer einer Intercostalneuralgie kann variieren und ist von der zugrunde liegenden Ursache abhängig. Bei einigen Personen treten die Schmerzen nur kurzfristig auf, während sie bei anderen über Wochen oder Monate anhalten. Eine angemessene Behandlung der Ursache und symptomatische Therapien können die Heilungsdauer positiv beeinflussen. Für eine genauere Einschätzung ist eine medizinische Beratung empfehlenswert.

Wie lange eine Interkostalneuralgie andauert, hängt von der zugrundeliegenden Grunderkrankung ab. Eine frühe und adäquat Behandlung wirkt sich positiv auf den Verlauf und die Prognose aus. Liegt eine harmlose Muskelverhärtung vor, kann diese mit konservativen Behandlungsmethoden innerhalb einer Woche auskurieren. Grundsätzlich kann eine Interkostalneuralgie in wenigen Tagen bei guter Behadnlung abklingen.

Leidet man unter starken Schmerzen, die durch kleinsten Bewegungen verstärkt werden, ist eine Krankschreibung bis zur Ausheilung der Interkostalneuralgie bedeutend und unabdinglich. Gleichzeitig können schwere körperliche Tätigkeiten zu einer Verschlimmerung der Beschwerden führen und sollten bis zum Abklingen der Schmerzen vermieden werden. körperlich schwer arbeitende Menschen 28 Tagen krank geschrieben werden.

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