Einführung
Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ im Hals, das Hormone produziert, die für viele lebenswichtige Stoffwechselprozesse im Körper verantwortlich sind. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) produziert die Schilddrüse zu viele dieser Hormone, was zu einer krankhaften Steigerung des Stoffwechselprozesses im gesamten Körper führt. Die Schilddrüsenhormone sind für den Stoffwechsel, den Kreislauf, das Wachstum, den Energiehaushalt und das psychische Wohlbefinden mitverantwortlich. Die Hormone werden aus Jod und Eiweiß produziert. Der menschliche Körper kann Jod jedoch nicht selbst produzieren und muss es daher über die Nahrung aufnehmen.
Was ist eine Schilddrüsenüberfunktion?
Eine Schilddrüsenüberfunktion, auch Hyperthyreose genannt, zeichnet sich durch eine vermehrte Produktion der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) aus. Da die Schilddrüsenhormone als Energielieferant für den Körper dienen, können diese einen erheblichen Einfluss auf dessen Funktionsweise ausüben. Von einer leichten Schilddrüsenüberfunktion mit oder ohne Symptomen wie Müdigkeit spricht man, wenn für das Regelhormon Thyreoidea stimulierendes Hormon (TSH) zu niedrige Werte vorliegen.
Ursachen einer Schilddrüsenüberfunktion
In mehr als 95 % der Fälle sind die Erkrankung Morbus Basedow oder die funktionelle Autonomie Ursachen für eine Schilddrüsenüberfunktion.
Morbus Basedow
Morbus Basedow tritt eher bei jüngeren Personen auf und ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Antikörper gegen die eigene Schilddrüse gebildet werden. Hierbei stimulieren die Antikörper hormonbildende Zellen. So entsteht eine Überproduktion an Hormonen, die ins Blut abgegeben werden. Die Stoffwechselprozesse laufen dann auf Hochtouren. Rund 600.000 Frauen in Deutschland sind von der Schilddrüsenerkrankung Morbus Basedow betroffen. Bei Männern tritt sie deutlich seltener auf.
Funktionelle Autonomie
Bei der funktionellen Autonomie bilden Teile des Schilddrüsengewebes selbstständig Hormone. Die sogenannten autonomen Areale unterliegen damit nicht mehr der Steuerung durch die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Die Hormone werden vollkommen unabhängig vom tatsächlichen Bedarf produziert und freigesetzt. Das autonome Schilddrüsengewebe kann unregelmäßig verbreitet sein oder in mehreren sogenannten „heißen Knoten“ vorliegen. Heiße Knoten in der Schilddrüse: Diese Bereiche sind bei einer Schilddrüsenüberfunktion besonders aktiv. Bei einer Schilddrüsenautonomie werden unabhängig von den Steuerungsmechanismen der Hirnanhangdrüse zu viele Schilddrüsenhormone produziert. Die konkreten Ursachen lassen sich im Einzelnen nicht immer genau feststellen. Es wird davon ausgegangen, dass in vielen Fällen chronischer Jodmangel zu einer Aktivierung von Wachstumsfaktoren in der Schilddrüse führt. Die Schilddrüsenzellen versuchen trotz Jodmangel mehr an Schilddrüsenhormonen zu produzieren und koppeln sich vom eigentlich gut funktionierenden Regelkreis ab und werden autonom. Das kann in einem Adenom (autonomes Adenom), an einer Stelle (unifokale Autonomie), an mehreren Stellen (multifokale Autonomie) oder sehr vielen Stellen in der gesamten Schilddrüse (disseminierte Autonomie) geschehen.
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Weitere Ursachen
- Entzündliche Erkrankungen der Schilddrüse: Zu den entzündlichen Erkrankungen der Schilddrüse gehören die akute Hashimoto-Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung, sowie die De Quervain Thyreoiditis, bei der zu viele Schilddrüsenhormone freigesetzt werden. Gerade in der Anfangsphase einer Schilddrüsenentzündung wie Hashimoto-Thyreoiditis kann es zu einer Überfunktion der Schilddrüse kommen. In späteren Phasen verursacht eine Entzündung eine Schilddrüsenunterfunktion.
- Falsche Dosierung von Schilddrüsenmedikamenten: Besteht eine Schilddrüsenunterfunktion bzw. wurden eine Radiojodtherapie oder Operation durchgeführt, kann im Rahmen der anschließenden Therapie eine zu hohe Dosierung der Schilddrüsenhormone über Medikamente zu einer Hyperthyreose führen. Personen, die von einer Schilddrüsenunterfunktion betroffen sind, nehmen meist Medikamente ein, um die Produktion von Schilddrüsenhormonen zu regulieren.
- Jodzufuhr: Eine vermehrte Zufuhr von Jod kann in bis dahin schlafenden Drüsenwucherungen (Adenome) zu einer überschießenden Produktion von Schilddrüsenhormonen kommen.
Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion
Die Schilddrüsenüberfunktion kann zu einer Vielzahl an Symptomen führen. Werden zu viele Hormone gebildet, laufen viele Körperfunktionen unnötigerweise „auf Hochtouren“. Dies kann sich durch Symptome wie Gewichtsverlust, Schwitzen, Nervosität oder Herzrasen bemerkbar machen. Die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion sind individuell und vom Alter der Patientin oder des Patienten abhängig. Bei älteren Menschen zeigt sich eine Hyperthyreose anders als bei jüngeren Personen. Es kann auch vorkommen, dass lediglich ein Symptom im Vordergrund steht und zur Diagnose einer Hyperthyreose ausreicht. Es müssen nicht immer alle typischen Symptome und Beschwerden gleichzeitig und gleichstark auftreten. Die Ausprägung der Symptome entspricht auch nicht immer exakt den Hormonwerten im Blut und kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Im Allgemeinen reagieren junge Menschen heftiger als ältere, die manchmal nur durch Herzrhythmusstörungen oder andere unspezifische Symptome auffallen. Typische Symptome sind:
- Herzrasen und innere Unruhe - was zunächst wie eine Panikattacke aussieht, kann auch auf eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) hindeuten.
- Nervosität, Reizbarkeit, Rastlosigkeit, Konzentrationsschwäche
- Zittern
- Schlafstörungen
- Hoher Puls und zu schneller Herzschlag (Herzrasen), im Extremfall lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen
- (ungewollte) Gewichtsabnahme
- Warme, feuchte Haut, Schweißausbrüche, Wärmeunverträglichkeit
- Haarausfall, brüchige Nägel
- Durchfall
- Muskelschwäche, Muskelschmerzen
- Zyklusstörungen, Verminderung von Libido und Potenz
- Teigige Unterschenkelschwellungen (Myxödem) bei Morbus Basedow
- Bei Morbus Basedow: Tränenfluss, Fremdkörpergefühl, Lichtscheu, Druckgefühl, Rötung der Augenbindehaut, Lidschwellung, Hervortreten der Augen und Sehstörungen
- Eine Schilddrüsenüberfunktion führt oft zu einer sichtbaren Vergrößerung der Schilddrüse, die sich im vorderen Halsbereich befindet. Diese Schwellung am Hals nennt man eine Struma (Kropf). Manchmal ist nicht die komplette Drüse angeschwollen, aber ein Knoten tast- oder sichtbar.
Je länger eine Hyperthyreose besteht und unbehandelt bleibt, desto stärker zeigen sich in der Regel die Symptome. Eine unbehandelte Schilddrüsenüberfunktion kann auf lange Sicht zu einer lebensbedrohlichen thyreotoxischen Krise führen, d. h. zu einer Schilddrüsenvergiftung, bei der die Patientinnen und Patienten in ein Koma fallen können. Bei einer akuten und sehr starken Schilddrüsenüberfunktion kann es zu lebensbedrohlichen Krisen kommen, sodass die Patienten auf einer Intensivstation behandelt werden müssen und an den Folgen sterben können (Thyreotoxische Krise). Gefährlich kann es werden, wenn Patienten mit einer bis dahin unbekannten oder schlafenden Hyperthyreose plötzlich sehr viel Jod zugeführt wird (z. B. als sehr jodhaltiges Kontrastmittel bei einer Röntgenuntersuchung).
Geschlechtsspezifische Unterschiede
Männer und Frauen können bei einer Schilddrüsenüberfunktion ähnliche Symptome aufweisen, darunter Gewichtsverlust, Nervosität, erhöhte Herzfrequenz und Schwitzen. Allerdings gibt es einige Unterschiede, die geschlechtsspezifisch sein können. Frauen erleben möglicherweise häufiger Veränderungen in ihrem Menstruationszyklus, während Männer seltener über solche spezifischen Symptome berichten.
Psychische Auswirkungen
So klein das Organ Schilddrüse auch sein mag, so groß ist doch sein Einfluss auf Körper und Psyche. Die in der Schilddrüse produzierten Schilddrüsenhormone beeinflussen nicht nur organische Vorgänge wie Herz, Kreislauf, Verdauung oder Wachstum, sondern aktivieren auch den Stoffwechsel der Nervenzellen und die Gehirntätigkeit. Vereinfacht ausgedrückt wirken Schilddrüsenhormone wie Energielieferanten auf verschiedene Gehirnstrukturen. Daraus kann man sich relativ leicht auch die psychischen Folgen einer Über- oder Unterfunktion ableiten. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) laufen viele Hirnprozesse überschießend, also zu schnell und zu stark ab. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist das Gegenteil der Fall. Daher ist sowohl eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) als auch eine Schilddrüsenüberfunktion mit psychischen Symptomen gekoppelt. Beide Funktionsstörungen führen zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität. Ist das psychische Gleichgewicht gestört, wirkt sich dies auch auf das körperliche Wohlbefinden aus. Bei der Schilddrüsenüberfunktion befinden sich zu viele Hormone im Regelkreis. Betroffene sind häufig nervös, schreckhaft und leicht erregbar bis aggressiv. Es fällt ihnen schwer, sich zu entspannen, sie schwitzen schnell, haben Schlafstörungen, Herzrasen oder Vorhofflimmern. Oftmals zittern die Patienten auch stark. Viele klagen über Durchfälle, starken Gewichtsverlust, Müdigkeit und Schwäche. Symptome wie beispielsweise das Schwitzen können leicht mit den Anzeichen der Wechseljahre verwechselt werden. Bei einer Hyperthyreose können sogar akute psychotische Symptome auftreten, die bis zur Einweisung in die Psychiatrie führen können. Es gibt auch Überschneidungen mit primär psychiatrischen Krankheitsbildern, sodass es bei einer Hyperthyreose zu einer Verstärkung psychischer Symptome kommen kann. Daher sollte bei entsprechenden Symptomen immer auch an die Schilddrüse gedacht und die Schilddrüsenfunktion abgeklärt werden.
Diagnose einer Schilddrüsenüberfunktion
Bei einem Verdacht auf eine Schilddrüsenüberfunktion schließt sich an ein ausführliches ärztliches Gespräch meist eine Tastuntersuchung der Schilddrüse an. Die Ärztin oder der Arzt kann dabei fühlen, ob das Organ vergrößert ist oder Knoten enthält. Treten Anzeichen für eine Schilddrüsenüberfunktion auf, kann die Diagnose ärztlich gestellt werden. Hierzu erfolgt zunächst eine Anamnese, bei der Symptome, eingenommene Medikamente und bestehende Vorerkrankungen besprochen werden können. Anschließend kann der Arzt bzw.
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Blutuntersuchung
Blutuntersuchungen liefern wichtige Informationen zur Ursache: Sie zeigen, ob die Schilddrüse von sich aus zu viele Hormone bildet oder ob die Steuerung durch die Hirnanhangdrüse gestört ist. Ein Bluttest kann auch auf eine Basedow-Krankheit hinweisen. Eine Blutuntersuchung kann zusätzlich die Menge an Schilddrüsenhormonen im Blut feststellen. Liegen die Werte über den Normalwerten, so deutet dies auf eine Überproduktion hin. Die hierfür relevanten Hormone sind das freie T3 und T4 sowie TSH. Sobald der TSH-Wert zu niedrig ausfällt, handelt es sich entweder um eine leichte Schilddrüsenüberproduktion ohne starke Symptome und normalen T3- und T4-Werten oder um eine ausgeprägte Hyperthyreose mit erhöhten T3- und T4-Werten.
Ultraschalluntersuchung
Per Ultraschalluntersuchung lassen sich das Schilddrüsengewebe und möglicherweise vorhandene Knoten genauer beurteilen. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) machen darauf aufmerksam, dass mittels Ultraschall das Schilddrüsengewebe und seine Durchblutung besonders exakt bestimmt werden können.
Schilddrüsenszintigraphie
Die Schilddrüsenszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Methode. Dabei wird gemessen wie aktiv die Schilddrüse ist und wie stark die einzelnen Bereiche Jod aufnehmen können. Jod ist fester Bestandteil der Schilddrüse und für die Bildung von Hormonen notwendig. Bei der Szintigraphie wird radioaktives Jod verwendet. Die Radioaktivität ist nur sehr gering dosiert und stellt keine gesundheitliche Gefahr dar. Das Jod sendet Gamma-Strahlungen aus, die durch eine Gamma-Kamera festgehalten werden können. So zeigt sich, wie viel Jod die einzelnen Bereiche der Schilddrüse aufnehmen, was meist mit der Produktion an Schilddrüsenhormonen gleichzusetzen ist. Bei einer Überfunktion nehmen entweder die ganze Schilddrüse oder nur einzelne Bereiche ("heiße Knoten") das radioaktive Jod verstärkt auf.
Zusätzliche Untersuchungen
In einzelfällen wird eine Computertomografie (CT) des Halses, eine Farbultraschalluntersuchung der Schilddrüse oder Röntgenaufnahmen der Luftröhre gemacht, um weiteren Aufschluss über Ursache und Ausmaß der Schilddrüsenüberfunktion zu geben.
Behandlungsverfahren bei Schilddrüsenüberfunktion
Eine Schilddrüsenüberfunktion und ihre Ursache lassen sich mit verschiedenen Tests feststellen. Eine leichte Schilddrüsenüberfunktion geht manchmal auch ohne Behandlung zurück. Meist wird die übermäßige Hormonproduktion aber mit Tabletten gebremst, den sogenannten Thyreostatika. Die Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion erfolgt anhand der zugrundeliegenden Auslöser. Liegt die Ursache für eine drohende oder vorliegende Schilddrüsenüberfunktion statt in zu wenig TSH in einer Überversorgung an Jod, kann eine Reduzierung der Jodaufnahme die Symptome vermindern.
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Medikamentöse Therapie
Die Einnahme von Schilddrüsenblockern ist die bei der Schilddrüsenüberfunktion übliche Behandlung. Thyreostatika können den Hormonspiegel senken und werden bei einer Überfunktion dazu eingesetzt, die Neuproduktion der Schilddrüsenhormone zu hemmen. Hierfür werden häufig Medikamente vom Typ Thionamid eingesetzt, zu denen Thiamazol und Carbimazol gehören. Am häufigsten werden Medikamente vom Thionamid-Typ (Thiamazol, Carbimazol) eingesetzt. Diese hemmen in der Schilddrüse den Einbau von Jod in die Schilddrüsenhormone und drosseln so die Neuproduktion. Die bereits im Körper befindlichen Hormone werden nicht beeinflusst. Kommt es als Folge der Hyperthyreose zu Symptomen seitens des Herz-Kreislauf-Systems wie z. B. zu hoher Pulsschlag oder Blutdruck, kann die zusätzliche Behandlung mit bestimmten dämpfenden Medikamenten wie z. B.
Radiojodtherapie
Bei der Radiojodtherapie nehmen Patienten radioaktives Jod ein. Die Schilddrüsenzellen, die zu viele Hormone produzieren, nehmen das radioaktive Jod vermehrt auf und werden zerstört. Bei der Morbus Basedow sind alle Zellen von der Zerstörung betroffen, bei der funktionellen Autonomie werden insbesondere die knotigen, erkrankten Bereiche zerstört. Da Patienten während der Behandlung auch radioaktives Jod ausscheiden, sie isoliert untergebracht. Dieses Verfahren wird insbesondere bei Patienten mit nur mäßig vergrößerter Schilddrüse angewandt. Folgeerscheinung der Radiojodtherapie ist oft eine Schilddrüsenunterfunktion. Diese Form der Schilddrüsenerkrankung kann allerdings mit Schilddrüsenhormonen in Tablettenform behandelt werden.
Operation
Wenn die Schilddrüse auf die Luftröhre drückt oder zahlreiche Knoten mit einer stark erhöhten Produktion von Hormonen nachgewiesen werden, kann eine Operation der Schilddrüse nötig sein. Auch bei Tumoren oder wenn eine schnelle Normalisierung des Hormonhaushaltes erforderlich ist, ist eine Schilddrüsenoperation ratsam. Nach einer Operation normalisiert sich die Produktion der Hormone meist wieder.
Weitere Behandlungsansätze
- Reduktion der Jodaufnahme: Liegt die Ursache für eine drohende oder vorliegende Schilddrüsenüberfunktion statt in zu wenig TSH in einer Überversorgung an Jod, kann eine Reduzierung der Jodaufnahme die Symptome vermindern. In diesem Zuge sollten Lebensmittel mit viel Jod verringert werden, etwas Meeresfrüchte und Algen, aber auch verarbeitete Lebensmittel mit zugesetztem, jodhaltigem Salz. Nehmen die Patientinnen und Patienten Jodtabletten ein, sollten sie diese reduzieren oder ganz absetzen. Dasselbe gilt für jodhaltige Medikamente wie Amiodaron, das bei Patientinnen und Patienten mit Herzbeschwerden eingesetzt wird.
- Thermoablation, Alkoholinjektion oder Sklerosierung: Neben der Radiojodtherapie können auch die Thermoablation, Alkoholinjektion oder die Sklerosierung angewandt werden.
Komplikationen und Folgeerscheinungen
- Thyreotoxische Krise: Wird eine Schilddrüsenüberfunktion lange Zeit nicht erkannt und nicht behandelt, ist eine thyreotoxische Krise möglich. Sie kann auch auftreten, wenn sich die Symptome einer Hyperthyreose schlagartig verschlechtern, trotz Behandlung - etwa, wenn eine große Menge an Jod aufgenommen wird.
- Schilddrüsenunterfunktion: Folgeerscheinung der Radiojodtherapie ist oft eine Schilddrüsenunterfunktion.
- Muskelkrämpfe: An starken Muskelkrämpfen bei operierten Schilddrüsenpatienten ist häufig die Nebenschilddrüse schuld. Arbeitet diese nicht richtig, führt der Mangel an Kalzium zu unangenehmen Krämpfen in den Gliedmaßen. Manche Schilddrüsenpatienten leiden unter regelmäßigen Muskelkrämpfen. Auslöser dafür ist häufig die Nebenschilddrüse.
Leben mit einer Schilddrüsenüberfunktion
Die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion stellen für Patientinnen und Patienten eine Belastung dar. Für Betroffene, die Hilfe suchen, bieten die Expertinnen und Experten Angebote zur Therapie einer Schilddrüsenüberfunktion. Je nach den auftretenden Symptomen passen unsere Spezialistinnen und Spezialisten der Fachbereiche die Behandlungsinhalte an diese an. Dank des regelmäßigen, multidisziplinären Austausches können wir unseren Patientinnen und Patienten die optimale Versorgung bei einer Hyperthyreose zur Verfügung stellen. Vom Erkennen der Schilddrüsenüberfunktion im Rahmen einer Untersuchung bis hin zur Ernährungsberatung bei einem Jodüberschuss oder dem Entfernen von Schilddrüsengewebe in unserem Fachbereich Chirurgie - die St.
Vorbeugung
„Im übrigen beugt man Fehlfunktionen der Schilddrüse am besten vor, wenn man schon in der Kindheit und Jugend ausreichend Jod über die Nahrung zu sich nimmt", empfiehlt der Endokrinologe. Bei Erwachsenen liegt die empfohlene Jod-Menge bei 180-200 Millionstel Gramm täglich.
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