Nervenschmerzen, auch bekannt als neuropathische Schmerzen, sind eine direkte Folge einer Schädigung von Nervenfasern des Nervensystems. Im Gegensatz zu anderen Schmerzarten entsteht der Schmerz hier nicht an den Nervenenden im Gewebe, sondern im Verlauf der Schmerzbahn selbst, von der Nervenschädigung bis zum Gehirn. Diese Schädigungen können mit der Zeit irreversibel werden und zu chronischen Schmerzen führen. Ein solches Beispiel ist das komplexe regionale Schmerzsyndrom (CRPS), das oft nach einem Unfalltrauma auftritt.
Das komplexe regionale Schmerzsyndrom (CRPS)
Das komplexe regionale Schmerzsyndrom (CRPS), früher bekannt als Morbus Sudeck, ist eine chronische neurologische Erkrankung, die oft schwerwiegende Folgen hat. Es handelt sich um eine schwerwiegende Komplikation, die nach Operationen, Brüchen oder Verletzungen auftreten kann. In etwa fünf Prozent der Fälle entwickelt sich ein CRPS. Die Erkrankung wurde nach dem Arzt Paul Sudeck benannt, der sie im Jahr 1900 beschrieben hat.
Ursachen und Auslöser
Ein CRPS betrifft die Nerven und die Knochen und entwickelt sich in der Regel nach einem Trauma. Dieses Trauma kann vielfältig sein:
- Knochenbruch: Insbesondere komplizierte Brüche der Speiche nahe dem Handgelenk (distale Radiusfraktur) sind häufige Auslöser.
- Gelenkverletzungen: Verletzungen des Gelenks können ebenfalls ein CRPS verursachen.
- Weichteilverletzungen: Prellungen, Quetschungen, Verbrennungen, Zerrungen oder Sehnenrisse können ein CRPS auslösen.
- Weichteilerkrankungen: Sehnenscheidenentzündungen oder Morbus Dupuytren (Sehnenverkürzung der Hand) können ebenfalls das auslösende Trauma darstellen.
- Weitere Auslöser: Selbst Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma und Herzinfarkt werden als mögliche Auslöser genannt.
Es ist wichtig zu beachten, dass auch kleinere Eingriffe wie eine Kniespiegelung oder ein als harmlos erlebter Stoß Auslöser sein können. Warum CRPS bei manchen Menschen auftritt und bei anderen nicht, ist noch nicht vollständig geklärt. Am häufigsten sind Menschen zwischen 40 und 70 Jahren betroffen, wobei Frauen doppelt so oft betroffen sind wie Männer. Insbesondere Frauen nach der Menopause haben ein erhöhtes Risiko, wenn aufgrund von Osteoporose vermehrt Knochenbrüche auftreten.
Symptome
CRPS macht sich besonders durch spezielle Nervenschmerzen, Bewegungs- und Sensibilitätsstörungen bemerkbar, beginnend einige Tage bis Wochen nach dem auslösenden Ereignis. Die Symptome sind äußerst komplex, treten nicht alle gleichzeitig auf und sind gerade im Anfangsstadium für den Laien nicht unbedingt zu erkennen. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
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- Übermäßige Schmerzen: Nach einem Trauma treten übermäßige Schmerzen auf, die in keinem Bezug mehr zu dem ursprünglichen Trauma stehen. Die Schmerzstärke von kleiner als 5 noch 1 Woche nach distaler Radiusfraktur kann ein Indikator für ein sich entwickelndes CRPS sein. Der Charakter des CRPS-Schmerzes wird ganz unterschiedlich beschrieben: Er ist elektrisierend, stechend, brennend, ziehend, ausstrahlend, bohrend, reißend, einschießend, klopfend, dumpf oder matt, und er sitzt in der Tiefe der Muskulatur und der Knochen. Typisch für CRPS ist auch ein Schmerzwechsel: Ist der Schmerz zu Beginn im Bereich der Verletzungsstelle lokalisierbar, kommt es in der Folge zu einem diffusen Schmerzempfinden in der ganzen betroffenen Extremität.
- Schwellung: Hand oder Fuß schwillt an.
- Hautveränderungen: Die betroffene Region an der Hand, am Arm oder Bein schwillt an, die Haut verfärbt sich (Rötung, Blässe, bläuliche Verfärbung) und es kommt zu unerträglichen Dauerschmerzen.
- Temperaturveränderungen: Die betroffene Region kann heiß werden.
- Bewegungseinschränkungen: Jede Bewegung tut weh, Belastung und Bewegung werden unmöglich.
- Sensibilitätsstörungen: Bereits leichte Berührungen sind extrem schmerzhaft. Ein Hinweis auf CRPS ist beispielsweise eine auffällige Empfindlichkeit gegenüber einem harmlosen Pinselstrich, also eine eindeutige Sensibilitätsstörung.
- Weitere Symptome: Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose) oder Trockenheit der Haut, Veränderungen des Nagelwachstums und der Behaarung.
Ein CRPS entwickelt sich nach einem Trauma im Bereich der distalen Extremitätenabschnitte. Dabei hält sich die Symptomatik nicht an Innervationsterritorien. Nur extrem selten kommt es im Verlauf zum Ausbreiten der Symptomatik auf andere Extremitäten.
Diagnose
Die Diagnosestellung erfolgt nach definierten klinischen Kriterien, den sogenannten Budapest-Kriterien. Mit ihrer Hilfe kann man das Schmerzsyndrom durch Befragung und körperliche Untersuchung diagnostizieren. Die Budapest-Kriterien umfassen verschiedene Beschwerden, die zusammengefasst werden. Es ist wichtig zu beachten, dass ein CRPS stets eine klinische Diagnose eines darin erfahrenen Arztes ist. Das Fehlen bzw. Unsicherheiten bei einigen Kriterien dürfen nicht die klinische Diagnose verhindern.
Apparative Untersuchungen (Knochenszintigraphie, Temperaturmessung, Bestimmung einer Druckschmerzhyperalgesie über distalen Gelenken und nach Replikation der ersten Ergebnisse auch die Messung von Osteoprotegerin) können zur Bestätigung der klinischen Diagnose insbesondere bei zweifelhaften Fällen hinzugezogen werden. Sie sind aber aufgrund mittlerer Sensitivität (ca.
Behandlung
Das komplexe Schmerzsyndrom CRPS muss auch komplex behandelt werden. Die Behandlung erfolgt multimodal, besteht also aus mehreren Komponenten verschiedener Fachrichtungen, wie es bei chronischen Schmerzen üblich ist. Realistische Therapieziele sind Schmerzkontrolle und weitgehende Wiedererlangung der Funktion. Allerdings bleibt häufig eine Restsymptomatik oder verminderte Belastbarkeit, was die Wiedereingliederung vor allem in körperlich anstrengende Berufe erschwert. Die Therapie sollte immer eine Kombinationstherapie aus nicht medikamentösen und medikamentösen Maßnahmen sein. Nur in Ausnahmefällen sollten interventionelle Therapieformen zur Anwendung kommen. Die wichtigsten Therapieansätze sind:
- Medikamentöse Behandlung: Verschiedene Medikamente können zur Schmerzbekämpfung und zur besseren Schmerzverarbeitung beitragen. Die deutsche Leitlinie empfiehlt dabei Wirkstoffe gegen die akute Entzündung, konkret antiinflammatorische Bisphosphonate und Glucocorticoide. Zur Behandlung neuropathischer Schmerzen stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Eine medikamentöse Behandlung kann dabei neben Schmerzmitteln auch die Gabe weiterer Medikamente beinhalten, um die Funktion der Nerven zu normalisieren und zu stabilisieren. Die aktuell eingesetzten Wirkstoffe wurden oftmals zur Behandlung anderer Erkrankungen entwickelt und müssen immer individuell ausgewählt werden.
- Physio- und Ergotherapie: Dazu gehören bei CRPS Physio- und Ergotherapie. Betroffenen muss ihre Ängste vor der Bewegung genommen werden. Deshalb darf motorisches Training in der Physio- und Ergotherapie die Schmerzen nicht verstärken. Auch über den Umfang von passiver Bewegung sollten Patientinnen und Patienten immer selbst bestimmen können. Eine gezielte Bewegungstherapie ist wichtig, um die Gelenksteifigkeit zu verhindern und die Beweglichkeit zu fördern.
- Psychologische Betreuung: Wie es bei chronischen Schmerzen üblich ist, geht auch CRPS in der Regel mit starken psychischen Belastungen einher. Ein weiterer wichtiger Baustein ist daher die Psychotherapie.
- Spiegeltherapie: Einen besonderen Stellenwert in der Behandlung von CRPS hat die Spiegeltherapie. Diese soll das Gehirn sozusagen "überlisten" und neu regulieren. Wenn beispielsweise die rechte Hand betroffen ist, soll der Patient die Bewegungen seiner gesunden linken Hand im Spiegelbild beobachten. Dadurch entsteht im Gehirn die Illusion, die kranke Hand wäre normal beweglich. Das positive visuelle Feedback aktiviert dabei die betroffenen Hirnregionen. So können sich die Motorik, Sensibilität und Wahrnehmung sowie Schmerzen verbessern.
- Frühzeitige Mobilisation: Eine gezielte Bewegungstherapie ist wichtig, um die Gelenksteifigkeit zu verhindern und die Beweglichkeit zu fördern.
- Interventionelle Therapieformen: Nur in Ausnahmefällen sollten interventionelle Therapieformen zur Anwendung kommen.
- Stationäre multimodale Schmerztherapie: Das CRPS ist die einzige Erkrankung, bei der eine sehr frühzeitige stationäre multimodale Schmerztherapie indiziert ist.
Prognose
Wenn keine komplizierenden Faktoren dazukommen und eine adäquate Therapie rechtzeitig eingeleitet wird, ist die Prognose eines CRPS nicht zwangsläufig schlecht. Je früher die Therapie begonnen wird, desto höher sind die Chancen auf deutliche Besserung. Meist bessern sich die Symptome nach drei Monaten bis etwa einem Jahr. Aber: Auch mit multimodaler Therapie ist CRPS für sehr viele Betroffene nicht heilbar. Bei mehr als der Hälfte der erwachsenen Patientinnen und Patienten bleibt zumindest ein Teil der Beschwerden, vor allem Schmerzen. Komplizierende, die Chronifizierung fördernde Faktoren sind schmerzhafte Therapieverfahren, ungerechtfertigte invasive Maßnahmen und psychische Komorbiditäten bzw.
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Weitere Ursachen für Nervenschmerzen nach einem Unfalltrauma
Neben CRPS gibt es weitere Ursachen für Nervenschmerzen nach einem Unfalltrauma:
- Direkte Nervenverletzungen: Nerven können durch den Unfall direkt verletzt werden, beispielsweise durch Schnitte, Quetschungen oder Zerrungen.
- Nervenkompression: Nerven können durch Schwellungen, Blutergüsse oder Narbengewebe eingeklemmt werden.
- Posttraumatische Neuralgie: Nach Verletzungen können sich Nerven entzünden und chronische Schmerzen verursachen.
- Fehlregulation der Schmerzverarbeitung: Das Gehirn kann nach einem Trauma die Schmerzsignale falsch verarbeiten, was zu chronischen Schmerzen führen kann.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Pharmakologischen Instituts und des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Fakultät Heidelberg (MFHD) haben im Tierversuch gezeigt, dass fehlerhafte „Verschaltungen“ der Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren) zu einer bisher noch nicht untersuchten Form sogenannter neuropathischer Schmerzen führen. Sie treten erst im Zuge der Regeneration von Nervenverbindungen beim Ausheilen der Verletzung auf. Bei chronischen Schmerzen wird zwischen nozizeptiven und neuropathischen Schmerzen unterschieden. Nozizeptive Schmerzen haben ihren Ursprung in Gewebeverletzungen, neuropathische Schmerzen in der Schädigung der Nervenfasern selbst. Nerventraumata oder Quetschungen, bei welchen verletzte und intakte Nervenfasern in direktem Kontakt stehen, sind besonders anfällig für die Entwicklung chronischer neuropathischer Schmerzen. Die neuen Ergebnisse zeigen nun, dass die chronischen Schmerzen nicht etwa durch die eigentliche Verletzung entstehen, sondern auf einer fehlerhaften Nervenregeneration sowie auf einer fehlerhaften Wiederherstellung der nervalen Versorgung, der sogenannten Reinnervation, beruhen. Während sich die taktilen Nervenfasern, die Berührungsreize an Rückenmark und Gehirn weiterleiten, nach der Verletzung nicht oder nur langsam regenerieren - daher das anfängliche Taubheitsgefühl -, sind die schmerzleitenden Fasern dazu schneller in der Lage. Sie nehmen statt der sensorischen Fasern den Platz der gekappten Berührungssensoren in der Haut ein. Die Folge: Jeder taktile Reiz wirkt nun wie ein Schmerzreiz - selbst ein sanftes Streicheln oder das Gefühl von Kleidung auf der Haut kann dann Schmerzen verursachen. „Die Ursache der Schmerzen ist eine falsche Verschaltung von Sensoren und tritt entsprechend erst nach einiger Zeit auf, wenn die Verbindung hergestellt ist. Diese Form des chronischen Schmerzes ist also die unmittelbare Folge der Reinnervation der Sensoren durch schmerzleitende Fasern bei gleichzeitig ausbleibender Reinnervation der taktile Nervenfasern. „Dieser Zusammenhang war bisher völlig unbekannt“, sagt Erstautor Dr. Vijayan Gangadharan.
Therapieansatz bei Nervenschmerzen
Zur Therapie Ihrer Nervenschmerzen orientieren wir uns immer an dem aktuellsten Stand der Wissenschaft, damit wir Ihnen optimal helfen können. Für die Behandlung neuropathischer Schmerzen stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Eine medikamentöse Behandlung kann dabei neben Schmerzmitteln auch die Gabe weiterer Medikamente beinhalten, um die Funktion der Nerven zu normalisieren und zu stabilisieren.
Psychische Traumata nach Unfällen
Wenn es bei Unfällen um Leben und Tod geht, ist eine starke emotionale Reaktion ganz normal. Hält diese länger als einen Monat an und ist mit bestimmten Symptomen verbunden, sprechen Fachleute von einer "Posttraumatischen Belastungsstörung" (PTBS). Ursache psychischer Traumata ist die Konfrontation mit dem tatsächlichen oder drohenden Tod, mit ernsthafter physischer, emotionaler oder seelischer Verletzung oder sexueller Gewalt. Betroffene müssen die traumatische Situation dabei nicht unbedingt am eigenen Leib erfahren: Eine Traumatisierung kann auch auftreten, wenn man nur Zeuge von Gewalt wird oder nahestehende Menschen, wie beispielsweise die eigenen Kinder in Gefahr sind. Ein Trauma kann nach nach einer einzigen einschneidenden Erfahrung entstehen, in manchen Fällen aber auch erst, wenn ähnliche Situationen mehrfach erlebt werden - etwa bei sexueller Gewalt.
Symptome einer PTBS
Eine PTBS ist mit ganz bestimmten Symptomen verbunden: Wiedererleben, Vermeidung, Übererregung sowie Veränderungen im Denken und Fühlen.
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- Wiedererleben: Den Betroffenen drängen sich immer wieder Erinnerungen an das Trauma auf. Manche leiden unter wiederholten Albträumen, deren Inhalte oder Gefühle mit dem Ereignis verbunden sind. Es können auch "Flashbacks" auftreten, bei denen die Betroffenen sich so fühlen oder verhalten, als ob sie das traumatisierende Ereignis wieder erleben.
- Vermeidung: Menschen mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung tun alles, um Gedanken an das belastende Ereignis und die damit verbundenen Gefühle zu vermeiden. Sie meiden Orte, Situationen und Menschen, die Erinnerungen an das Geschehen wachrufen. Sie lenken sich mit anderen Dingen ab oder betäuben sich mit Alkohol und Drogen.
- Übererregung: Die Betroffenen können dauerhaft unter körperlichem oder seelischem Stress leiden, angespannt sein, leicht reizbar oder überaus schreckhaft - besonders, wenn sie mit Reizen konfrontiert sind, die sie an das Trauma erinnern. So kann der Knall einer Fehlzündung beim Auto beim Opfer einer Explosion Herzrasen, Schweißausbrüche und panische Angst hervorrufen. Manche leiden auch unter Konzentrations- oder Schlafstörungen.
- Veränderungen im Denken und Fühlen: Dazu gehört, dass manche Betroffenen sich an wichtige Aspekte des traumatischen Erlebnisses nicht mehr erinnern können oder die Ursachen und Folgen des Ereignisses in einer Weise interpretieren, die nicht den Tatsachen entspricht. Angst, Schuld- und Schamgefühle können dazu führen, dass das Selbstbild oder das Menschenbild negativ geprägt sind - bis hin zu der Annahme, dass "die ganze Welt schlecht ist". Eine typische Folge ist auch, dass die Betroffenen das Interesse an anderen Menschen verlieren und an Aktivitäten, die ihnen zuvor Freude bereitet haben.
Was hilft direkt nach einem Unfall?
Studien haben gezeigt, dass man Unfallopfern psychologische Hilfe anbieten, aber nicht aufdrängen sollte. Direkt nach einem Unfall ist die soziale Unterstützung durch Familie und Freunde hilfreich. Leidet der Betroffene unter starken emotionalen Symptomen wie Stress oder anderen akuten Belastungsreaktionen, empfiehlt sich eine sofortige Krisenintervention. In dieser Phase, die bis zu einen Monat nach dem Unfall anhält, werden die Betroffenen ermutigt, eigene Ressourcen zu aktivieren und Dinge zu tun, aus denen sie Kraft schöpfen, um die Traumatisierung zu verarbeiten.Gleichzeitig werden Atemübungen und Entspannungstechniken gelehrt, die helfen, wieder ruhiger zu werden. Eine einfache Technik zum Umgang mit Flashbacks ist die Reorientierung in der Gegenwart. Sie besteht darin, Dinge zu benennen, die man um sich herum sieht, sowie auf Geräusche und weitere Sinneseindrücke zu achten.
Trauma-Therapie bei PTBS
Wenn die Symptome nach einem Monat nicht abgeklungen sind, ist eine Posttraumatische Belastungsstörung zu diagnostizieren. In der Therapie werden Betroffene verstärkt ermutigt, über das Ereignis zu sprechen; je früher sie sich dazu entschließen, umso besser sind die Heilungschancen. Eine gut etablierte Behandlungsmethode ist die "Exposition". Das bedeutet, dass die Betroffenen sich dem Trauma erneut stellen. Dies geschieht zunächst nur in ihrer Vorstellung. Wenn das wieder möglich ist, beginnen sie, das Trauma zu bearbeiten. So suchen die Betroffenen mit ihrem Therapeuten Orte oder Situationen auf, die sie an den Unfall erinnern. Nach einem Verkehrsunfall bedeutet das, sich wieder in ein Auto zu setzen und zu fahren.
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