Homöopathische Behandlung von Nervenschmerzen und Wärmeallergie

Dieser Artikel befasst sich mit der homöopathischen Behandlung von Nervenschmerzen und Wärmeallergien. Es werden verschiedene homöopathische Mittel vorgestellt, die bei diesen Beschwerden eingesetzt werden können, sowie deren spezifische Anwendungsgebiete und Symptome.

Einführung

Nervenschmerzen und Wärmeallergien können sehr belastend sein. Die Homöopathie bietet einen alternativen Behandlungsansatz, der darauf abzielt, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und die Symptome auf sanfte Weise zu lindern.

Rhus toxicodendron bei Nervenschmerzen

Rhus toxicodendron, gewonnen aus dem Giftsumach, ist ein häufig verwendetes homöopathisches Mittel, insbesondere bei Nervenleiden. Es wird vor allem bei Erkrankungen der Sehnen und Bänder, im psychischen Bereich sowie bei Nervenleiden eingesetzt.

Anwendungsgebiete von Rhus toxicodendron

  • Schmerzen des Bewegungsapparates: Rhus toxicodendron soll akute Schmerzen des Bewegungsapparates bessern, besonders nach Verrenkungen, Verstauchungen und Zerrungen. Auch gegen einen Hexenschuss und Arthrose soll Rhus toxicodendron helfen.
  • Depressionen: Manche Therapeuten empfehlen Rhus toxicodendron außerdem bei Depressionen, die durch eine Phase der körperlichen Überanstrengung entstanden sind.
  • Hautbeschwerden: Auch bei vielen Hautbeschwerden passt der Giftsumach. Besonders dann, wenn die Hautausschläge mit Bläschenbildung einhergehen.
  • Erkältung: Haben Sie sich verkühlt, gilt Rhus toxicodendron als Alternative.

Charakteristische Merkmale für die Anwendung von Rhus toxicodendron

  • Der Patient will sich (trotz der Schmerzen!) ständig bewegen.
  • Vor allem nachts findet der Patient in keiner Position Ruhe.
  • Der Patient hat eine empfindliche, belegte Zunge mit roter Zungenspitze.
  • Die kranke Person hat Durst und Verlangen nach kalter Milch.
  • Es kommt zu trockenem Husten, wenn die Person friert, besonders nachts.

Modalitäten

Die Beschwerden werden besser durch:

  • fortgesetzte Bewegungen
  • warme und heiße Anwendungen
  • warmes Baden oder Reiben

Die Beschwerden werden schlimmer durch:

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  • Nässe und Kälte
  • kaltes Baden
  • Zugluft
  • Frühjahr und Herbst
  • zu Beginn der Bewegung
  • Ruhe
  • längeres Liegen oder Stehen
  • körperliche Anstrengung
  • nachts
  • nach Mitternacht

Rhus toxicodendron für Babys und Kinder

Rhus toxicodendron soll sich bei Kindern bei der Behandlung von grippalen Infekten, Verstauchungen und Zerrungen sowie bei Windpocken und anderen juckenden Hautausschlägen mit Bläschen bewährt haben.Die Kinder sind unruhig und werfen sich im Schlaf hin und her. Meist wollen sie nichts Festes essen, verlangen aber nach kalten Getränken. Haben die Kinder Gliederschmerzen, sind diese schlimmer, wenn die Kinder ruhig liegen sollen. Sie finden keine Position, in der sie gut und beschwerdefrei liegen können und suchen ständig nach einer bequemen Stellung. Bewegen sie sich, schmerzt die anfängliche Bewegung, nach kurzer Zeit werden die Schmerzen aber deutlich besser.

Der Rhus-toxicodendron-Typ

Der Gemütszustand eines Rhus-toxicodendron-Patienten wechselt oft mit dem Stadium der Erkrankung. Eigentlich ist der Patient fröhlich, witzig und sehr lebhaft, schlagfertig und freundlich. Wird der Rhus-toxicodendron-Typ krank, weicht dieser Zustand einer inneren Ruhelosigkeit und Erregung. Der Patient ist nun leicht reizbar und schnell frustriert. Das Rhus-toxicodendron-Kind ist unruhig und kann kaum stillhalten. Diese Ruhelosigkeit geht oft mit großer Reizbarkeit oder gar Boshaftigkeit einher.

Anwendung und Dosierung von Rhus toxicodendron

Rhus toxicodendron ist als Streukügelchen (Globuli), Salbe oder als Tropfen erhältlich. Bei akuten Krankheiten wird Rhus toxicodendron D6 mehrmals täglich eingenommen. Die Globuli lässt man unter der Zunge zergehen. Im akuten Krankheitsfall kann man mit halbstündlicher bis stündlicher Einnahme beginnen. Setzt die Besserung ein, werden die Abstände größer. Geht es Ihnen anhaltend gut, können Sie die Einnahme beenden. Rhus toxicodendron D12 eignet sich ebenfalls zur Behandlung von akuten Krankheiten. Diese Potenz sollte man aber nur ein bis zwei Mal täglich einnehmen. Das gleiche gilt für Rhus toxicodendron D30 und Rhus toxicodendron C30.

Höhere D-Potenzen (erkenntlich an einer Zahl von 200 und höher nach dem Buchstaben D), C-Potenzen höher als Rhus toxicodendron C30 oder Rhus toxicodendron C200 sowie homöopathische Tropfen (zum Beispiel Rhus toxicodendron LM 6) sollten nur nach Verordnung durch einen Homöopathen eingesetzt werden. Sie kommen bei schweren Krankheitsverläufen und chronischen Krankheiten infrage.

Typische Anwendungsgebiete von Rhus toxicodendron

  • Arthritis: Die Gelenke fühlen sich steif an. Schmerzen werden bei Bewegung des Gelenkes erst schlimmer, dann lassen sie allmählich nach.
  • Arthrose: Die Gelenke schmerzen und fühlen sich steif an. Besonders Nässe und Kälte verschlimmern die Beschwerden. Wärme und Bewegung verbessern die Schmerzen.
  • Lumbago (Hexenschuss): Oft nach Verheben. Starke Steifheit und Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Kreuzbeines, in Verbindung mit Taubheitsgefühl oder als wäre der Bereich eingeschlafen. Die Schmerzen werden weniger durch Liegen auf dem Rücken und auf einer harten Unterlage, auch durch leichte Bewegung bessern sich die Symptome. Eine Verschlimmerung tritt bei Ruhe und feuchtkaltem Wetter auf.
  • Ischiasbeschwerden: Reißende Schmerzen mit dem Gefühl, man habe sich verrenkt. Entsteht durch Überheben und bei feucht-kaltem Wetter. Andauernde Bewegung verbessert die Beschwerden nach anfänglicher Verschlimmerung. Wärme und Massage lindern die Beschwerden.
  • Muskelkater: Reißende und ziehende Schmerzen nach körperlicher Überanstrengung, insbesondere zu Beginn einer Bewegung. Abgespanntheit und Müdigkeit, dabei trotzdem großer Bewegungsdrang. Besserung durch anhaltende Bewegung und Wärme, Verschlechterung durch Kälte.
  • Halswirbelsäulensyndrom: Nackenschmerzen durch falsches Liegen oder Verdrehen. Rheumatische Nackenschmerzen vor allem bei nasskaltem Wetter. Bewegungen sind zuerst schmerzhaft, verbessern aber die Beschwerden.
  • Sehnenscheidenentzündungen: Nach Überanstrengung. Anfängliche Bewegung schmerzt, danach bessern sich die Beschwerden. Verschlechterung durch Ruhe und Kälte.
  • Muskel- und Sehnenzerrungen: Anfängliche Bewegung schmerzt, danach verbessern sich die Beschwerden. Verschlechterung durch Kälte, Nässe und Ruhe.
  • Verstauchungen, Verrenkungen, Prellungen: Gelenke oft heiß und geschwollen. Ziehende Schmerzen zu Beginn der Bewegung, die bei fortgesetzter Bewegung nachlassen. Verbesserung durch Wärme.
  • Bindehautentzündung (Konjunktivitis): Häufig als Folge einer Erkältung bei nasskaltem Wetter. Die Augenlider sind morgens eitrig verklebt, der Tränenfluss ist verbunden mit brennenden Schmerzen. Besonders das Oberlid ist geschwollen.
  • Erkältungen, Grippe, fiebrige Infekte: Besonders, wenn die Erkältung mit starken Gliederschmerzen verbunden ist. Die Beschwerden entstehen als Folge von Kälte, Nässe oder starkem Schwitzen. Fieber geht mit Fieberbläschen und Schüttelfrost einher, der Kopf ist heiß, Hände und Füße sind eher kalt. Der Mund ist trocken, häufig hat die Zunge einen bräunlichen Belag. Man fühlt sich ruhelos und benommen.
  • Gürtelrose (Herpes zoster): Stechende Schmerzen im betroffenen Bereich. Die Haut ist rot und mit Bläschen besetzt. Juckreiz. Besserung durch warme Auflagen. Patient fühlt sich zerschlagen und ist unruhig.
  • Hautausschläge: Die betroffene Haut ist meist feucht und geschwollen. Häufig rote, juckende Bläschen. Brennende Schmerzen.
  • Schlafstörungen: Unruhiger Schlaf mit Herumwerfen im Bett. Nach dem Erwachen ist man immer noch müde.

Apis mellifica bei Wärmeallergie und Entzündungen

Apis mellifica, hergestellt aus der Honigbiene, ist ein weiteres homöopathisches Mittel, das bei Beschwerden eingesetzt wird, die den Reaktionen auf einen Bienenstich ähneln. Typisch sind starke Schwellungen, brennende und stechende Schmerzen sowie Berührungsempfindlichkeit. Diese Symptome finden sich bei vielen entzündlichen Krankheiten.

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Anwendungsgebiete von Apis mellifica

Apis mellifica wird zur Behandlung von akuten Entzündungszuständen von Haut und Schleimhäuten eingesetzt. Es eignet sich immer bei Ödemen, also Hohlräumen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Typische Entzündungszeichen wie eine starke Schwellung sowie Rötungen zeigen sich an der Haut außer bei Insektenstichen auch bei Nesselsucht oder einer Wundrose (Erysipel). An den Schleimhäuten findet man solche Entzündungszeichen zum Beispiel bei Harnblasenentzündungen, Angina, Gelenkentzündungen oder Kehlkopfentzündungen. Auch bei der sogenannten Ovarialzyste (Eierstockzyste) soll Apis mellifica helfen.

Typische Symptome und Beschwerden für die Anwendung von Apis mellifica

  • Ruhelosigkeit
  • der Kranke behauptet, alles sei in Ordnung
  • starke Berührungsempfindlichkeit
  • Zittern
  • brennende, stechende Schmerzen
  • geschwollene, blassrote Haut und Schleimhäute
  • Fieber ohne Durst
  • plötzlicher Beginn der Beschwerden
  • oft ist die rechte Seite schlimmer oder ausschließlich betroffen

Modalitäten

Die Beschwerden werden besser durch:

  • kalte Getränke
  • an der frischen Luft
  • durch langsame Bewegungen

Die Beschwerden werden schlimmer durch:

  • Wärme/Hitze (warmer Raum, Bettwärme, warme/heiße Anwendungen, warmes Wetter etc.)
  • Berührung der betroffenen Region
  • Druck auf die schmerzhafte Stellen
  • nach dem Schlaf

Apis mellifica für Baby und Kind

Apis mellifica wird in der Kinderheilkunde oft eingesetzt, da viele Krankheiten von Kindern entzündlicher Natur sind. Wichtige Anwendungsgebiete sind:

  • Allergien
  • Bindehautentzündungen
  • Gerstenkorn
  • Halsschmerzen
  • Insektenstiche
  • Masern
  • Nesselausschlag (Urtikaria)
  • Windpocken

Ein Kind, das Apis als homöopathisches Mittel braucht, ist reizbar und gerät schnell in Wut. Es ist unruhig und sucht, obwohl es krank ist, ständig nach Beschäftigung. Ein Kind, das nach einem Eifersuchtsanfall krank wird, könnte ebenfalls Apis-Globuli brauchen. Wie beim Erwachsenen auch, entsprechen die Symptome bei einem Apis-Kind denen, die das Bienengift auslösen könnte. Hinzu kommt, dass die lokale Schwellung oft mit einer allgemeinen Schwellung am ganzen Körper einhergehen kann. Die Schreie von Apis-Säuglingen werden als besonders schrill beschrieben, da die Schmerzen sehr stark sind.

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Der Apis mellifica-Typ

Die charakteristischen Züge der Apis-mellifica-Persönlichkeit sind Geschäftigkeit, intensive Ausstrahlung, Vitalität und Stärke. Die Patienten werden oft als „aufgabenorientiert“ beschreiben, wobei diese Eigenschaft bis hin zur Arbeitswut reichen kann. Der Apis-Typ ist im Allgemeinen sehr gesund auf der geistig-emotionalen Ebene. Er ist geradeheraus und zweifelt nicht an sich. Das einzig Auffällige ist die Reizbarkeit, und der Apis-Typ kann geradezu aggressiv werden, wenn er oder seine Familie hintergangen oder verärgert wird. Er kann auch sehr eifersüchtig sein und Kontrolle über seine Familie ausüben, quasi wie eine Biene, die ihr Bienenvolk beschützt.

Anwendung und Dosierung von Apis mellifica

Apis mellifica ist ein homöopathisches Einzelmittel, das in Form von Streukügelchen (Globuli) und Tropfen erhältlich ist. Es wird aber auch in Form von Salben, Zäpfchen und Trinkampullen angeboten. Auch viele homöopathische Komplexmittel enthalten Apis mellifica. Viele akute Krankheiten sind typische Apis mellifica D6-Anwendungsgebiete. Das Mittel wird dann mehrmals täglich eingenommen. Anfangs nimmt man das Mittel bei einer akuten Erkrankung alle halbe oder ganze Stunde ein. Setzt die Besserung ein, werden die zeitlichen Abstände größer. Bei anhaltender Besserung wird die Einnahme beendet. Die passende Dosierung bei Zysten soll laut Heilpraktikerinnen dreimal täglich fünf Globuli der Potenz D6 betragen. Eine Einnahme ist über ein Jahr lang möglich.

Typische Apis mellifica Anwendungsgebiete

  • Mittelohrentzündung (Otitis media): Meist ist das rechte Ohr betroffen. Sehr schmerzhaft. Sehr plötzlicher Beginn. Oft Jucken im Gehörgang.
  • Bindehautentzündung (Konjunktivitis): Augenlider geschwollen, Brennen und Stechen, hellrot und geschwollen. Tränenfluss und Schleimabsonderung.
  • Schnupfen: Nase durch Schwellung der Schleimhaut völlig verschlossen, tropft aber trotzdem. Häufiges Niesen.
  • Angina (Mandelentzündung): Gefühl von Zusammenschnüren und wie ein Pflock im Hals. Mandeln feuerrot. Zäpfchen geschwollen und glasig. Halslymphknoten geschwollen.
  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis): Bitterer Geschmack im Mund. Gefühl von Wundheit und Brennen in der Magengegend.
  • Harnwegsinfekt: Sehr häufiger Harndrang. Brennen und wundes Gefühl beim Wasserlassen.
  • Nesselsucht (Urtikaria): Blass rote, wässrige, abgegrenzte Schwellungen der Haut, heftig stechend, brennend und juckend. Verlangen nach Kühlung.
  • Entzündliche Gelenkschwellungen, auch Gicht: Brennende, stechende Schmerzen. Berührungsempfindlichkeit. Leichte Bewegungen lindern. Wärme wird nicht vertragen.
  • Eierstockzysten: Besonders rechtsseitig.
  • Nagelwallentzündung (Paronychie): Gerötet, geschwollen und berührungsempfindlich. Schmerzen schlimmer durch Wärme.
  • Gürtelrose (Herpes zoster): Ausgeprägte Besserung durch kalte Anwendungen. Besonders bei Befall des Gesichts.
  • Fieber: Schwitzen und trockene Hitze im Wechsel.
  • Karpaltunnelsyndrom: Taubheitsgefühl in den Fingern mit stechenden Schmerzen.
  • Bienenstiche:
  • Infizierte Insektenstiche: Rot, geschwollen, berührungsempfindlich und kann keine Hitze vertragen.

Homöopathische Behandlung von Allergien

Die Fähigkeit des menschlichen Abwehrsystems, auf Fremdstoffe zu reagieren, ist wichtig für die Gesundheit des Menschen. Im Rahmen einer Allergie kommt es jedoch zu überschießenden und der möglichen Gefahr nicht angemessenen Reaktionen auf meist harmlose, Allergie auslösende Fremdstoffe (Allergene). Die Beschwerden einer allergischen Reaktion können leicht bis schwerwiegend und in bestimmten Fällen auch lebensbedrohlich sein. Der allergische (anaphylaktische) Schock stellt die schwerste allergische Reaktion dar, bei der es zu Symptomen am ganzen Körper kommt. Da er ohne rechtzeitige Therapie tödlich verlaufen kann, sollte bei ersten Anzeichen eines allergischen Schockes ein Notarzt gerufen werden. Meistens machen sich allergische Beschwerden unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergie auslösenden Fremdstoff bemerkbar. Der Mediziner spricht hierbei von einer Allergie vom Sofort-Typ oder von einer Typ-1-Allergie. Typische Allergie auslösende Faktoren bei einer Typ-1-Allergie sind Blütenpollen, Nahrungsmittel wie zum Beispiel Nüsse, Insektengifte oder Medikamente. Eine andere, weniger häufig vorkommende Form der Allergie wird als Allergie vom Spättyp oder Typ-4-Allergie bezeichnet. Eine allergische Reaktion kann vom Arzt anhand der Symptomatik und Bluttests nachgewiesen werden. Aufschluss darüber, gegen welche Fremdstoffe und in welchem Schweregrad ein Patient reagiert, gibt ein Hauttest.

Homöopathische Arzneien können hilfreich bei der Behandlung der allergischen Beschwerden sein, wenn die richtige Arznei gewählt wird und die Grenzen der Selbstbehandlung respektiert werden. Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben.

  • Heuschnupfen mit starkem Fließschnupfen und Niesreiz, Jucken und Brennen der Augen. Kribbeln und Brennen der Nasenschleimhaut. Begleitend können pochende oder drückende Kopfschmerzen und Mundtrockenheit auftreten.
  • Typische Beschwerden am Auge, bei denen diese Arznei hilfreich sein kann, sind das Auftreten von dickem, schleimigem Augensekret, das Verkleben oder die Schwellung der Augenlider und die Rötung der Bindehaut. Zusätzlich können die Augen überempfindlich gegenüber Lichteinwirkung (Lichtscheu oder Photophobie) sein. Durch das scharfe Nasensekret empfindet der Patient möglicherweise ein Brennen auf der Oberlippe und in der Nase. Begleitende Beschwerden wie Abgeschlagenheit und Müdigkeit sind möglich.
  • Heuschnupfen mit Fließschnupfen und gleichzeitigem Gefühl, die Nase sei verstopft. Allergische Hautausschläge mit spitzigen Pusteln und Knötchen oder brennenden Bläschen. Der Nasenschleim ist beißend, wund machend und wässrig. Das Niesen bringt keine Erleichterung. Die Nesselsucht wird meist durch den Genuss von Schalentieren verschlimmert.
  • Allergische Reaktionen der Haut mit juckenden, erhabenen roten Flecken auf der Haut mit Quaddeln oder Bläschen. Nesselsucht (Urticaria). Die Arznei ist eine Option, wenn die Hautsymptome nach dem Genuss von Schalen- oder Krustentieren oder während einer Wurmerkrankung auftreten.
  • Allergisches Asthma mit Atemnot und pfeifender Atmung. Heuschnupfen mit starkem Niesen, Jucken und Kribbeln in der Nase. Heftige Hustenanfälle. Allergisches Asthma. Die Nasenschleimhaut ist meist sehr trocken, der Patient reibt und zupft an seiner Nase herum und ist überempfindlich gegenüber Gerüchen. Das Kribbeln in der Nase kann sich auf den ganzen Körper ausbreiten, worauf Atemnot folgt.
  • Allergische Hautausschläge mit intensiv geröteter Haut und starkem Juckreiz. Allergische Hautausschläge mit empfindlicher, heißer, oft geröteter Haut. Allergische Reaktionen auf Insektenstiche. Nesselsucht (Urticaria). Die Symptomatik auf der Haut ähnelt bisweilen den Beschwerden, die ein Bienenstich verursachen kann: Es kommt zu Schwellung, brennenden oder stechenden Schmerzen und glänzender Rötung der Haut.
  • Allergische Hautreaktionen mit Bläschen und Pusteln, manchmal in Verbindung mit Verdauungsbeschwerden. Bestehen Verdauungsbeschwerden, so sind diese häufig von ärgerlicher und schlechter Laune begleitet und die Zunge zeigt sich dick weiß belegt.

Wichtiger Hinweis

Homöopathische Arzneimittel haben keine Nebenwirkungen, beim Auftreten von Erstverschlimmerungen muss aber die Einnahme unterbrochen werden. Bei Selbstmedikation sollen sich die Beschwerden rasch bessern.

Leiden Sie unter Lähmungserscheinungen in Verbindungen mit Krämpfen und Herzbeschwerden, sollten Sie die Ursache immer schulmedizinisch abklären lassen.

Gehen Sie bei länger anhaltenden oder schlimmer werdenden Beschwerden immer zu einem Arzt oder einer Ärztin und lassen Sie die Ursache abklären. Das gilt besonders bei Erkrankungen von Babys und Kindern.

Treten letztgenannte Symptome auf, ist nämlich das Vorliegen eines allergischen (anaphylaktischen) Schocks wahrscheinlich. Er kann bei Menschen auftreten, die an einer Typ-1-Allergie leiden. Für Typ-1-Allergiker ist es deswegen ratsam, mit dem Arzt die Wahrscheinlichkeit eines allergischen Schocks zu besprechen und sich gegebenenfalls über die Möglichkeiten eines Notfallsets informieren.

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