Nervensystem und Blutgefäße der Koralle: Eine faszinierende Verbindung

Korallen, Seeanemonen und Quallen, wissenschaftlich als Nesseltiere (Cnidaria) bekannt, sind faszinierende Lebewesen, die fast jeden Lebensraum unter Wasser erobert haben. Obwohl sie zu 99 Prozent aus Wasser bestehen und weder Blut, Gehirn noch Herz besitzen, haben neueste Forschungsergebnisse gezeigt, dass ihre genetische Komplexität der von Wirbeltieren erstaunlich nahe kommt. Als lebende Fossilien stehen sie an der Basis der Evolution höherer Tiere und bieten Einblicke in den Übergang von einzelligen zu mehrzelligen Lebensformen. Dieser Artikel beleuchtet die bemerkenswerte Verbindung zwischen Nervensystem und Blutgefäßen bei Korallen und geht auf die Bedeutung von Mineralstoffen wie Calcium und Magnesium für ihre Gesundheit ein.

Die erstaunliche Welt der Nesseltiere

Nesseltiere, zu denen auch die Qualle Mertensia ovum gehört, die unter arktischem Eis fischt, sind wahre Überlebenskünstler. Ihre Fähigkeit zur Regeneration ist legendär, und sie haben sich an unterschiedlichste Umgebungen angepasst, von der Antarktis bis zu den Tropen, von der Tiefsee bis zum Süßwasser. In ihrer Entwicklung bleiben Nesseltiere im Gastrula-Stadium stehen, was bedeutet, dass sie nur eine Körperachse und einen Sackdarm besitzen, der sowohl für die Nahrungsaufnahme als auch für die Ausscheidung von Unverdaulichem dient.

Die Rolle von Calcium und Magnesium für Korallen

Die Sango-Koralle, die in den Gewässern um Okinawa, Japan, heimisch ist, hat aufgrund ihrer einzigartigen Zusammensetzung an Mineralstoffen und Spurenelementen, insbesondere Calcium und Magnesium, Aufmerksamkeit erregt. Die Menschen auf Okinawa erreichen ein deutlich höheres Alter als der Bevölkerungsdurchschnitt, was möglicherweise auf den Konsum von Trinkwasser zurückzuführen ist, das durch die Sango-Korallen fließt und dabei wertvolle Inhaltsstoffe aufnimmt.

Calcium und Magnesium im idealen Verhältnis

Die Sango-Koralle zeichnet sich durch einen sehr hohen Gehalt an Mineralstoffen aus, wobei Calcium und Magnesium besonders hervorstechen. Diese beiden Mineralstoffe liegen in einem idealen Verhältnis von 2:1 vor, was für den menschlichen Organismus von Vorteil ist. Calcium ist wichtig für starke Knochen und Zähne, eine normale Muskelfunktion und einen gesunden Energiestoffwechsel. Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems und der Muskelfunktion sowie zur Aufrechterhaltung des Elektrolytgleichgewichts bei.

Die Bedeutung von Calcium für den Körper

Calcium ist nicht nur für Knochen und Zähne wichtig, sondern auch für viele andere Körperfunktionen. Wenn der Blutcalciumspiegel sinkt, löst der Körper Calcium aus den Knochen, um den Spiegel konstant zu halten. Calcium wird für eine gut funktionierende Muskulatur und ein gesundes Nervensystem benötigt. Eine ausreichende Calciumversorgung ist daher wichtig, um sicherzustellen, dass genügend Calcium für all diese Aufgaben vorhanden ist, ohne die Knochen zu belasten.

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Die Rolle von Magnesium

Magnesium ist ein weiteres lebenswichtiges Element, das in grossen Mengen in der Sango-Koralle vorkommt. Es senkt den Blutdruck, indem es die Muskulatur der Blutgefässwände entspannt, und reduziert somit einen bedeutenden Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Calcium und Magnesium sind untrennbar miteinander verbunden und wirken synergistisch im Körper.

Spurenelemente und ihre Bedeutung

Die Sango-Koralle enthält neben Calcium und Magnesium auch verschiedene Spurenelemente, die zur Deckung des täglichen Bedarfs beitragen können. Chrom beispielsweise kann den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen, während Jod für die Schilddrüsenfunktion wichtig ist.

Bioverfügbarkeit der Mineralstoffe

Oft sind nicht allein die enthaltenen Mineralstoffmengen entscheidend, sondern auch die Bioverfügbarkeit der Mineralstoffe, also wie gut sie vom Körper aufgenommen und genutzt werden können. Die Mineralstoffe der Sango-Koralle sind erstaunlich gut und schnell bioverfügbar, was bedeutet, dass sie schneller als herkömmliche Carbonate ins Blut und von dort in die Körperzellen gelangen.

Sango-Koralle als Knochenersatzmaterial

Die Sango-Koralle ähnelt dem Aufbau unserer Knochen derart, dass sie sich hervorragend als Knochenersatzmaterial eignen würde. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit zum menschlichen Knochen wird sie vom Körper nicht als Fremdsubstanz betrachtet, wodurch Unverträglichkeiten ausgeschlossen sind.

Nervensystem und Blutgefäße: Eine enge Verbindung

Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass die Nervenbahnen vorgeben, auf welchen Wegen die Arterien wachsen und sich verzweigen. In Studien an Mäuseembryos wurde festgestellt, dass zunächst die Nervenbahnen wachsen und sich primitive Blutgefäße an sie anlagern, aus denen sich dann die Arterien bilden. Diese folgen dem Verlauf der Nervenzellen.

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Der vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktor (VEGF)

Die räumliche Nähe der Arterien zu den Nervenzellen könnte auf den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF) zurückzuführen sein. Dieses Molekül wird vermutlich von den Nervenzellen ausgeschieden und sorgt dafür, dass sich primitive Blutgefäße an die Nerven binden und sich zu Arterien entwickeln.

Sango-Koralle: Gewinnung und Nachhaltigkeit

Zur Herstellung von Sango-Präparaten werden nur Korallenbruchstücke gesammelt, die sich auf natürliche Weise von den Korallenbänken gelöst haben und bereits auf den Meeresboden abgesunken sind. Es ist wichtig, beim Kauf von Sango-Koralle auf eine vertrauenswürdige Quelle zurückzugreifen und sicherzustellen, dass das Produkt nachhaltig geerntet wurde, um die Belastung für das Ökosystem zu minimieren.

Anwendung und Dosierung der Sango-Koralle

Die Sango-Koralle ist in verschiedenen Formen erhältlich, darunter Pulver und Tabletten. Die empfohlene Dosierung beträgt in der Regel 2-3 Gramm pro Tag, was etwa einem halben bis ganzen Teelöffel des Pulvers entspricht. Das Pulver kann in Wasser aufgelöst und zu oder zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden. Es ist ratsam, die Einnahme von Sango-Koralle mit einem Arzt zu besprechen, insbesondere bei Vorerkrankungen oder der Einnahme von Medikamenten.

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