Neuro Tabletten Nervenschmerzen Test: Ein umfassender Überblick

Nervenschmerzen, auch neuropathische Schmerzen genannt, sind eine besondere Art von Schmerz, die durch Schädigungen oder Erkrankungen der Nerven selbst verursacht werden. Im Gegensatz zu Schmerzen, die durch Gewebeschädigung entstehen, resultieren Nervenschmerzen direkt aus einer Funktionsstörung des Nervensystems. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte von Nervenschmerzen, von den Ursachen und Diagnosemethoden bis hin zu den vielfältigen Behandlungsansätzen, einschließlich medikamentöser und nicht-medikamentöser Therapien, sowie ergänzenden Maßnahmen wie Hausmittel und pflanzliche Präparate.

Ursachen und Diagnose von Nervenschmerzen

Nervenschmerzen können vielfältige Ursachen haben. Dazu gehören:

  • Diabetes mellitus: Eine der häufigsten Ursachen, bei der erhöhte Blutzuckerwerte die Nerven schädigen (diabetische Polyneuropathie).
  • Infektionen: Bakterielle oder virale Infektionen wie Gürtelrose können Nervenschmerzen verursachen.
  • Einklemmung von Nerven: Zustände wie das Karpaltunnelsyndrom oder Tumore können Nerven einquetschen und Schmerzen auslösen.
  • Nervenschädigende Substanzen: Alkohol oder bestimmte Krebsmedikamente können Nerven schädigen.

Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um ein Schmerzgedächtnis und die Chronifizierung der Schmerzen zu verhindern. Die Diagnose umfasst in der Regel eine gründliche Anamnese, neurologische Untersuchungen und bildgebende Verfahren zur Identifizierung der Schmerzursache.

Medikamentöse Behandlung von Nervenschmerzen

Die Behandlung von Nervenschmerzen gestaltet sich oft schwierig, da herkömmliche Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Diclofenac (NSAR) meist nicht ausreichend wirken. Stattdessen werden spezifischere Medikamente eingesetzt:

  • Antikonvulsiva: Wirkstoffe wie Gabapentin, Pregabalin und Carbamazepin wirken krampflösend und reduzieren die Reizweiterleitung in den Nervenbahnen. Sie werden in Form von Kapseln, Tabletten oder Lösungen eingenommen.
  • Trizyklische Antidepressiva: Amitriptylin, Imipramin oder Doxepin wirken schmerzlindernd und verstärken die Wirkung anderer Schmerzmittel. Sie sind als Tabletten, Dragées, Tropfen oder Injektionen erhältlich.
  • Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI): Duloxetin, Venlafaxin und Milnacipran wirken schmerzlindernd und hemmen die Schmerzempfindlichkeit. Sie werden als Tabletten, Kapseln oder Pellets verabreicht.
  • Opiate: Tramadol, Hydromorphon oder Fentanyl sind starke Schmerzmittel, die die Schmerzweiterleitung unterdrücken. Sie sind in verschiedenen Darreichungsformen verfügbar, darunter Tabletten, Kapseln, Pflaster, Spritzen und Nasensprays.
  • Örtliche Schmerztherapie: Lidocain, Capsaicin oder Botulinumtoxin werden als Salben, Pflaster oder Injektionen angewendet und wirken betäubend und schmerzlindernd.

Es ist wichtig zu beachten, dass all diese Medikamente verschreibungspflichtig sind und die Dosierung sowie Anwendung genauestens mit dem Arzt abgesprochen werden müssen.

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Nicht-medikamentöse Behandlungsansätze

Ergänzend zur medikamentösen Therapie gibt es verschiedene nicht-medikamentöse Behandlungen, die unterstützend gegen Nervenschmerzen wirken können:

  • Krankengymnastik: Physio- und Ergotherapie können helfen, Nervenschmerzen zu lindern. Übungen zur Muskelkräftigung, Massagen und physikalische Anwendungen (Wärme, Kälte, Licht oder elektrische Reize) sind Bestandteile dieser Therapie.
  • Akupunktur: Das Setzen feiner Nadeln in bestimmte Hautpunkte kann schmerzlindernd wirken.
  • Ruhigstellung: Die vorübergehende Ruhigstellung des betroffenen Körperteils durch Schienen oder Bandagen kann bei gereizten oder entzündeten Nerven hilfreich sein.
  • Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS): Elektrische Impulse werden über Hautelektroden auf die betroffenen Körperteile übertragen, um die Schmerzwahrnehmung zu dämpfen.
  • Kältetherapie: Kühlende Sprays, Kältepackungen oder kalte Wickel können Linderung verschaffen. Auch ein Aufenthalt in einer Kältekammer kann hilfreich sein.
  • Entspannungsübungen: Autogenes Training, Muskelentspannung nach Jacobson, Hypnose, Meditation oder Biofeedback können das Schmerzempfinden herabsetzen.
  • Psychotherapie: Eine begleitende psychologische Unterstützung kann Betroffenen helfen, mit den Schmerzen umzugehen und ein erfülltes Leben zu führen.

Diese Maßnahmen sollten die schulmedizinische Behandlung ergänzen, aber nicht ersetzen.

Tipps und Hausmittel

Einige Menschen mit Nervenschmerzen berichten von Linderung durch bestimmte Hausmittel. Wärme- und Kälteanwendungen, wie Kühlkompressen, warme Bäder oder Heizkissen, können helfen. Auch Wechselbäder können wohltuend sein. Bei Taubheit oder Missempfindungen ist jedoch Vorsicht geboten, um Verbrühungen, Verbrennungen oder Erfrierungen zu vermeiden. Eine gesunde Ernährung mit vielen B-Vitaminen, insbesondere B6 und B12, ist ebenfalls wichtig für die Nervenversorgung.

Es ist wichtig zu beachten, dass Hausmittel ihre Grenzen haben. Bei anhaltenden oder sich verschlimmernden Beschwerden sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

Pflanzliche und homöopathische Mittel

Pflanzliche Mittel, Heilkräuter oder homöopathische Mittel wie Globuli können manchen Menschen mit Nervenschmerzen helfen. In Form von Tees, Auszügen, Tinkturen, Salben, Kapseln oder Wickeln sollen sie schmerzstillend und entzündungshemmend wirken. Bewährte Mittel gegen Nervenschmerzen sind beispielsweise Silberweidenrinde, Weihrauch, Chili (enthält Capsaicin), Teufelskralle, Beinwell und Arnika. Homöopathische Mittel wie Spigelia oder Verbascum sollen ebenfalls Linderung verschaffen.

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Die Wirksamkeit der Homöopathie ist wissenschaftlich umstritten. Pflanzliche Mittel können zudem Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen verursachen. Die Anwendung sollte daher nur nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen.

Operation als letzte Option

Wenn konservative Therapieansätze nicht ausreichend helfen, kann eine Operation in Betracht gezogen werden. Mögliche operative Verfahren sind:

  • Neuromodulation: Elektroden werden in der Nähe des Rückenmarks platziert, um elektrische Impulse abzugeben, die die Schmerzen verringern.
  • Nervenentfernung oder -durchtrennung: Nervenfasern des betroffenen Nervs werden teilweise oder vollständig entfernt oder durchtrennt, um den Schmerz „auszuschalten“.
  • Nervenfreilegung: Einklemmungen von Nerven werden operativ beseitigt, um den Druck zu reduzieren.

Die Rolle von Vitaminen und Mikronährstoffen

Obwohl Präparate mit Vitamin B1, Benfotiamin oder Vitamin E bei neuropathischen Schmerzen oft beworben werden, hat die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) darauf hingewiesen, dass es keinen eindeutigen Nutzen gibt. Eine Studie zeigte, dass ein Gemisch aus verschiedenen Formen von Vitamin E keine signifikante Schmerzlinderung bei Patienten mit diabetischer Polyneuropathie bewirkte.

Dennoch spielen bestimmte Mikronährstoffe eine wichtige Rolle für die normale Funktion des Nervensystems und die Nervenregeneration. Dazu gehören:

  • Uridinmonophosphat und Cytidinmonophosphat: Bausteine der RNA, die an Reparatur- und Regenerationsprozessen von Nerven beteiligt sind.
  • Vitamin B12 und Folsäure: Tragen zur Neubildung der Nervenfaserhüllen bei.
  • Vitamin B6 und Vitamin B12: Tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
  • Vitamin B1: Trägt zum normalen Energiestoffwechsel der Zellen bei.
  • Magnesium: Kann die normale Funktion und den Regenerationsprozess von Nerven unterstützen.

Eine ausgewogene Ernährung, die reich an diesen Mikronährstoffen ist, ist daher wichtig für die Unterstützung der Nervenfunktion und -regeneration.

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Orthomol Neuro als Nahrungsergänzungsmittel

Orthomol Neuro ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das wichtige Mikronährstoffe für die normale Funktion des Nervensystems enthält. Es enthält unter anderem Uridinmonophosphat, Cytidinmonophosphat, Vitamin B12, Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B1. Es ist als 30er- und 90er-Packung erhältlich und wird einmal täglich in Kapselform eingenommen.

Es ist wichtig zu beachten, dass Nahrungsergänzungsmittel nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung dienen sollten.

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