Polyneuropathie (PNP) ist eine Erkrankung, die viele Menschen betrifft und oft mit Kribbeln, Taubheitsgefühlen und Schmerzen in Händen und Füßen einhergeht. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Behandlung von Polyneuropathie, insbesondere im Kontext der neurologischen Versorgung in Koblenz, und beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Diagnostik, Therapie und Rehabilitation.
Was ist Polyneuropathie?
Polyneuropathie ist eine Erkrankung des peripheren Nervensystems, bei der mehrere Nerven gleichzeitig geschädigt sind. Die häufigsten Ursachen sind Diabetes mellitus und chronischer Alkoholismus. Wenn Nerven betroffen sind, die Muskeln steuern, treten Lähmungen an Armen und Beinen auf, die Betroffene langfristig völlig bewegungsunfähig machen können.
Diagnostik der Polyneuropathie
Eine frühzeitige und präzise Diagnose ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung der Polyneuropathie. In Koblenz stehen verschiedene spezialisierte Einrichtungen zur Verfügung, die moderne diagnostische Verfahren anbieten, um die Ursache und das Ausmaß der Nervenschädigung zu ermitteln.
Neurologische Untersuchung
Eine umfassende neurologische Untersuchung ist der erste Schritt zur Diagnose von Polyneuropathie. Dabei werden Reflexe, Sensibilität und Muskelkraft geprüft, um das Muster der Nervenschädigung zu erkennen.
Elektrophysiologische Untersuchungen
Elektrophysiologische Untersuchungen wie Elektromyographie (EMG) und Neurographie (NLG) sind wichtige Instrumente zur Beurteilung der Nervenfunktion. Diese Untersuchungen messen die elektrische Aktivität der Muskeln und Nerven und können helfen, die Art und das Ausmaß der Nervenschädigung zu bestimmen. Das Bundeswehrkrankenhaus Ulm ist mit allen neurologischen Untersuchungsgeräten ausgestattet, wie EMG, NLG, AEP, VEP, SEP, MEP, Nystagmo-, und Posturographie.
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Ultraschalluntersuchungen
Ultraschalluntersuchungen der Nerven (Nervensonographie) können ebenfalls zur Diagnose von Polyneuropathie beitragen. Mit dieser Methode können die Nervenstrukturen визуализировать und Veränderungen wie Verdickungen oder Entzündungen erkannt werden.
Bildgebende Verfahren
In einigen Fällen können bildgebende Verfahren wie Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) eingesetzt werden, um andere mögliche Ursachen für die Beschwerden auszuschließen oder Nervenstrukturen genauer darzustellen. Bildgebend stehen kompetente neuroradiologische Expertise Kernspintomographie (MRT) sowie Computertomographie (CT) inklusive CT/MR-Angiographie zur Verfügung.
Laboruntersuchungen
Laboruntersuchungen des Blutes und gegebenenfalls des Nervenwassers (Liquor) können helfen, die Ursache der Polyneuropathie zu identifizieren. Dabei werden beispielsweise Entzündungsmarker, Autoantikörper, Stoffwechselparameter und genetische Faktoren untersucht.
Behandlungsmöglichkeiten der Polyneuropathie in Koblenz
Die Behandlung der Polyneuropathie zielt darauf ab, die Symptome zu lindern, die Nervenfunktion zu verbessern und die Grunderkrankung zu behandeln. In Koblenz stehen verschiedene Therapieansätze zur Verfügung, die individuell auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt werden.
Medikamentöse Therapie
- Schmerzlinderung: Schmerzmittel wie nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR), Opioide oder Antidepressiva können zur Linderung von Schmerzen eingesetzt werden.
- Nervenstabilisierende Medikamente: Medikamente wie Gabapentin oder Pregabalin können helfen, neuropathische Schmerzen zu reduzieren.
- Behandlung der Grunderkrankung: Wenn die Polyneuropathie durch eine Grunderkrankung wie Diabetes oder Alkoholismus verursacht wird, ist es wichtig, diese Erkrankung zu behandeln.
- Immuntherapie: Bei entzündlichen Polyneuropathien können Immuntherapien wie Kortikosteroide oder Immunglobuline eingesetzt werden.
Physiotherapie
Physiotherapie kann helfen, die Muskelkraft und Koordination zu verbessern, die Beweglichkeit zu erhalten und Schmerzen zu lindern. Spezielle Übungen und Techniken können eingesetzt werden, um die Nervenfunktion zu stimulieren und die Sensibilität zu verbessern.
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Ergotherapie
Ergotherapie kann Patienten helfen, ihren Alltag besser zu bewältigen. Dabei werden Strategien und Hilfsmittel erlernt, um die Einschränkungen durch die Polyneuropathie zu kompensieren und die Lebensqualität zu verbessern.
Neuromodulation
Dr. Ronny M. Rothe ist spezialisiert auf chronische Schmerzkrankheiten (Kopfschmerzen / Migräne, chronischen Wirbelsäulen- und peripheren Schmerzsyndromen, Polyneuropathie (PNP), chronisch regionales Schmerzsyndrom (CRPS)) wo er u.a. neuromodulative Verfahren (SCS-Neurostimulation etc.) anwendet. Über 300 Patienten sind damit von ihm aktuell erfolgreich therapiert worden. Darüber hinaus implantiert er Medikamentenpumpen zur Schmerzbehandlung und Therapie von Spastik. Bei Migränepatienten setzt er auch Botox Infiltrationen erfolgreich ein. All diese Therapieoptionen haben den Vorteil, dass die langfristige Einnahme einer Schmerzmedikation meist nicht mehr nötig ist bzw. Schmerzmittel nur noch in geringer Dosis eingesetzt werden müssen.
Alternative Therapien
Einige Patienten berichten von positiven Erfahrungen mit alternativen Therapien wie Akupunktur, Homöopathie oder pflanzlichen Mitteln. Es ist jedoch wichtig, diese Therapien nur in Absprache mit einem Arzt anzuwenden.
Behandlung im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz
In der Klinik für Neurologie des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz wird grundsätzlich das gesamte Spektrum der Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen abgedeckt. Stationär können Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Patientinnen und Patienten aller Kassen aufgenommen werden. Ambulant können Soldatinnen, Soldaten, Privatpatientinnen und -patienten untersucht und behandelt werden.
Die neurologische Klinik nimmt im stationären und ambulanten Bereich an der Versorgung der Soldatinnen und Soldaten sowie an der überregionalen Versorgung ziviler Patientinnen und Patienten am Bundeswehrkrankenhaus Ulm teil. Wir betreiben umfangreiche Aus-, Fort- und Weiterbildung im ärztlichen, pflegerischen und fachlich-assistierenden Bereich. Unser Anspruch ist, modernste Diagnostik und Behandlungsstandards mit menschlicher Zuwendung zu kombinieren.
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Rehabilitation und langfristige Betreuung
Die Rehabilitation spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Polyneuropathie. Ziel der Rehabilitation ist es, dieFunktionsfähigkeit zu verbessern, die Selbstständigkeit zu fördern und die Lebensqualität zu erhöhen. In Koblenz gibt es verschiedene Rehabilitationseinrichtungen, die spezialisierte Programme für Patienten mit Polyneuropathie anbieten.
Eine langfristige Betreuung durch ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften ist wichtig, um den Krankheitsverlauf zu überwachen, die Therapie anzupassen und Komplikationen vorzubeugen.
Spezialisierte Versorgung durch Dr. Ronny M. Rothe
Dr. Ronny M. Rothe behandelt vor allem Patienten mit Erkrankungen des Rückens (u.a. Bandscheibe, Stenose, Instabilität, Tumor, Fraktur etc.) und Hirntumore (wie Meningeome oder bösartige Tumore, intrakranielle Zysten, Hydrozephalus usw.). Er ist operativ im Bereich der Schädelbasis umfangreich ausgebildet und führt endoskopische Eingriffe an der Wirbelsäule sowie des Hirns z.B. mit Hypophyse durch.
Von 2014 bis Juni 2025 baute Dr. Rothe als Chefarzt die Neurochirurgie des DRK Krankenhauses Neuwied sowie MVZ Koblenz auf und etablierte Beides erfolgreich. Als Oberarzt der Neurochirurgie war er davor von 2009 - 2014 im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz tätig. Bei mehrfachen Einsätzen in Afghanistan hat Dr. Rothe dort sein umfangreiches Wissen in der Neurotraumatologie angewendet.
Forschung und Innovation
Die Forschung im Bereich der Polyneuropathie schreitet stetig voran. Neue Erkenntnisse über die Ursachen und Mechanismen der Erkrankung führen zu verbesserten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten. In Koblenz engagieren sich verschiedene Einrichtungen in der Forschung, um innovativeAnsätze zur Behandlung der Polyneuropathie zu entwickeln.
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