Das kbo-Inn-Salzach-Klinikum bietet eine umfassende psychiatrische Versorgung für die Stadt und den Landkreis Rosenheim sowie die Landkreise Traunstein, Mühldorf, Berchtesgadener Land, Altötting und teilweise Ebersberg. Dabei fungiert das Klinikum als Akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München und am Standort Freilassing zusätzlich als Akademische Lehreinrichtung der Technischen Universität München. Das Klinikum umfasst das Zentralklinikum Wasserburg am Inn, die Klinik Freilassing sowie die Standorte Altötting und Ebersberg - jeweils mit Tagesklinik und Psychiatrischer Institutsambulanz - sowie seit Ende 2024 der neue Rosenheimer Standort mit Tagesklinik, Psychiatrischer Institutsambulanz und StäB-Einheit. Alle Kliniken sind nach DIN ISO 9001 zertifiziert.
Psychiatrisches Aufnahmezentrum (PAZ)
Um die psychiatrischen stationären Patientenaufnahmen bestmöglich zu steuern, werden alle neuen Aufnahmen für die Bereiche ZEPP (Zentrum für Psychose-Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen), Allgemeinpsychiatrie, Psychosomatik, Suchtmedizin und ZAM (Zentrum für Altersmedizin) zentral im neu geschaffenen psychiatrischen Aufnahmezentrum (PAZ) nach Infektionskrankheiten und insbesondere Covid-19 gescreent und fachärztlich untersucht. Sollte eine stationäre Aufnahme indiziert sein, wird der Patient im PAZ erfasst und aufgenommen und dann auf die vom Aufnahmearzt zugewiesene Station gebracht. Das PAZ befindet sich auf dem Gelände des Klinikums im Haus 23.
Digitalisierungsprojekte im Rahmen des KHZG
Im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) wurden durch die Kliniken des Bezirks von Oberbayern Fördermittel beantragt, um verschiedene Digitalisierungsprojekte im Bereich der Patientenversorgung umzusetzen und den Aufbau einer digitalen Infrastruktur voranzutreiben. Das Gesetz dient der Förderung einer qualitativ hochwertigen und modernen Gesundheitsversorgung. Durch diese Förderrichtlinien wurde die Antragstellung erleichtert und den Krankenhäusern konkrete Hilfestellungen bei der Verwirklichung entsprechender Projekte gegeben.
Safewards-Konzept für eine sichere Umgebung
Die Kliniken des Bezirks Oberbayern (kbo) setzen seit 2021 das Safewards-Konzept erfolgreich in den verschiedenen fachlichen Einrichtungen um. Dieses international anerkannte Modell schafft eine sichere und vertrauensvolle Umgebung für Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende. Unter dem Begriff „Einrichtung“ werden verschiedene Versorgungs- und Bildungsbereiche zusammengefasst: die Erwachsenenpsychiatrie, die Kinder- und Jugendpsychiatrie, ein geschlossenes Übergangswohnheim, eine Berufsfachschule sowie stationäre und teilstationäre Einrichtungen einschließlich des Maßregelvollzugs. Alle beteiligten Teams beschäftigen sich mit den zehn zentralen Safewards-Interventionen, die Konflikte reduzieren und die zwischenmenschliche Zusammenarbeit stärken.
Neurologische Versorgung und Schlaganfallbehandlung
Die Klinik für Neurologie verfügt über 22 Planbetten und sechs Betten auf der Monitoreinheit der Schlaganfallstation (DSG-zertifizierte überregionale Stroke Unit). Die Schlaganfalleinheit ist seit Mai 2019 auch als überregionale Stroke Unit zertifiziert. Dies beinhaltet die Überwachung und Kontrolle der Faktoren, die Einfluss auf die Ausweitung des Schlaganfalls haben, z.B. drohende Komplikationen. Die besondere Herausforderung liegt im engen Zeitfenster für Diagnostik und Akuttherapie, in dem jede Minute zählt. Die Behandlung von Schlaganfallpatienten ist in der Regel mit der Akutbehandlung nicht abgeschlossen.
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Interdisziplinäre Zusammenarbeit und spezielle Behandlungsverfahren
Es finden spezielle Behandlungsverfahren durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit z.B. Computertomographie statt.
Das TEMPiS-Netzwerk
Das TEMPiS-Netzwerk wurde 2001 zunächst als Pilotprojekt zur Verbesserung der Versorgung von Schlaganfallpatienten in der Region Süd-Ost-Bayern gegründet. Die grundlegende Idee war dabei, das Stroke-Unit-Konzept mit einem Netzwerk zu verbinden. Kernelemente sind dabei der Aufbau von Schlaganfallstationen in allen beteiligten Kliniken und die Einführung eines Telemedizinsystems mit digitaler Bildübertragung und Videokonferenz. Letzteres ermöglicht im Bedarfsfall eine videogestützte Untersuchung von Patienten durch das überregionale Zentrum und eine unmittelbare Diskussion schwieriger Fälle und Therapieentscheidungen. Die dritte Säule des TEMPiS-Netzwerkes stellt die kontinuierliche Fortbildung mit Entwicklung einheitlicher Behandlungsstandards sowie die Qualitätssicherung in der Behandlung dar. Nach dem Ende der Pilotphase hat der Krankenhausplanungsausschuss entschieden, weitere zwei Kooperationskliniken "mit ins Boot zu nehmen".
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