Neurologie im Krankenhaus Mettmann: Umfassende Versorgung und Expertise

Das Evangelische Krankenhaus Mettmann (EVK) hat sein medizinisches Leistungsspektrum um eineNeurologie erweitert und bietet seitdem eine umfassende Versorgung von neurologischen Erkrankungen an. Unter der Leitung von Privat-Dozent Dr. med. Bert Bosche, Facharzt für Neurologie mit den Zusatzqualifikationen „Spezielle Neurologische Intensivmedizin“ und „Rehabilitationswesen“, hat sich die Klinik auf die Akutversorgung von Schlaganfällen, die Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen sowie infektiöser neurologischer Erkrankungen spezialisiert.

Schwerpunkte der Neurologie im EVK Mettmann

Die Klinik für Neurologie im EVK Mettmann deckt ein breites Spektrum an neurologischen Erkrankungen ab. Zu den wichtigsten Schwerpunkten gehören:

  • Schlaganfallversorgung: Die Klinik ist auf die Versorgung von akuten Schlaganfällen spezialisiert und bietet auf der Stroke Unit eine hochqualifizierte Betreuung. Ein Schlaganfall entsteht häufig durch eine Unterbrechung der Blutzufuhr im Gehirn, wodurch die Zellen nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden und Hirngewebe innerhalb kürzester Zeit absterben kann. Die häufigsten Ursachen sind Gefäßverstopfungen, Blutgerinnsel oder Hirnblutungen. Typische Symptome sind Lähmungen, Sprachstörungen oder Sehstörungen. Im Evangelischen Krankenhaus Mettmann diagnostizieren und behandeln wir den akuten ischämischen Schlaganfall, auch bekannt als Hirninfarkt.

  • Behandlung von Multipler Sklerose (MS): Die neurologische Klinik bietet spezialisierte Behandlungen für chronisch-entzündliche Erkrankungen des Nervensystems. Ein Beispiel hierfür ist Multiple Sklerose (MS), eine Krankheit, bei der das Immunsystem die Schutzhülle der Nerven (Myelinschicht) angreift. Die Diagnosestellung erfolgt anhand von Anamnese, klinisch-neurologischer Untersuchung, MRT-Bildgebung und Befund vom Liquor (Nervenwasser). Zudem können die evozierten Potentiale durch ihre Zusatzinformationen eine solche Diagnose untermauern. Die Behandlung eines akuten MS-Schubes erfolgt primär durch eine intravenöse Kortisontherapie. Nach der Schubbehandlung sollte i. d. R. eine immunmodulatorische Therapie als MS-Prophylaxe eingeleitet werden. Eine frühzeitig initiierte Immuntherapie reduziert die Schubrate und in vielen Fällen das Fortschreiten der Behinderung, insbesondere die Gefahr eines kognitiven Abbaus bei einer hochaktiven Krankheit. Auch hier begleiten wir den Patienten für das gesamte Spektrum der Diagnostik und Therapie. Wir bieten zur Untersuchung des Liquors eine Lumbalpunktion in unserer Praxis an. Zu den immunmodulatorischen Therapien bei hochaktiver MS zählt das Fingolimod (Gilenya®).

  • Behandlung von Bewegungsstörungen: Die Klinik für Neurologie im EVK Mettmann ist ebenfalls auf die Behandlung von Bewegungsstörungen wie Morbus Parkinson spezialisiert. Diese degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems führt zu einem Verlust von Nervenzellen, die für die Bewegungssteuerung verantwortlich sind. Eine individuelle Behandlung, meist mit Medikamenten zur Linderung der Symptome, ermöglicht den Patienten ein besseres Leben.

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  • Behandlung von Demenzerkrankungen: Im Bereich der Demenzerkrankungen wie Alzheimer befassen sich unsere Neurologen mit den kognitiven Störungen, die zu Gedächtnis-, Konzentrations- und Orientierungsproblemen führen. Unsere Klinik bietet umfassende Diagnostik und Therapieansätze, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern und den Patienten eine möglichst hohe Lebensqualität zu ermöglichen. Wir setzen auf präventive Maßnahmen, um das Risiko einer Demenz zu senken.

  • Behandlung von entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems: Entzündungen der Hirnhaut (Meningitis) oder des Gehirns (Enzephalitis) können durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden und erfordern eine sofortige Behandlung.

  • Neuroonkologie: In der Neuroonkologie behandeln wir Tumore des Gehirns, Rückenmarks und peripherer Nerven. Die Diagnose und Therapie dieser Tumoren erfordert oft eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, wobei unser Team in enger Kooperation mit Neurochirurgen, Neuropathologen und Nuklearmedizinern arbeitet.

  • Behandlung von Schluckstörungen (Dysphagie): In der Medizin wird der gestörte Schluckakt als sog. Dysphagie bezeichnet. Neurologische Erkrankungen stellen die häufigsten Ursachen von Dysphagien dar. Diese Schluckstörungen bezeichnet man folglich als neurogene Dysphagien. Fast jeder Zweite aller neurologischen Patienten kann von einer neurogenen Dysphagie betroffen sein. Zur Prävention und Gefahrenabwehr des Verschluckens mit all seinen Folgen wie z. B. einer Lungenentzündung sollte möglichst frühzeitig eine sichere Erstdiagnostik erfolgen. Insbesondere in der akuten Phase eines Schlaganfalls sind bis zu 80 % aller Betroffenen teils schwer dysphagisch und können auf natürlichem Wege, d.h. über den Mundraum nicht ernährt werden. Die sog. fiberendoskopische Evaluation des Schluckens, kurz: FEES - hat sich in der Neurologie gegenwärtig als der Goldstandard in der klinisch-apparativen Dysphagiediagnostik etabliert. Die FEES kommt daher auch am EVK Mettmann routinemäßig und hochfrequent zum Einsatz. In dieser speziellen endoskopischen Untersuchungstechnik des Schluckakts werden etwaige anatomische Auffälligkeiten des Nasenrachenraums und des Rachenkehlkopfareals beschrieben (Ruhebeobachtung) sowie der schluckrelevante Bereich auf potenzielle Bewegungsstörungen überprüft (Funktionsprüfung). Des Weiteren wird die Suffizienz des Speichelschluckens eruiert und die Patienten bekommen unter Sicht eine Auswahl an Speisen und Getränken angereicht, welche in der Konsistenz und der Menge variieren. Bei entstandenen Residuen (Speiseresten), Eindringen des Speichels sowie der Nahrung in den Kehlkopfeingang (Penetration) oder bei Aspirationen von beidem in den unteren Atemtrakt werden die Reaktionen und Schutz- und Hustreflexe der entsprechenden Patienten entsprechend beobachtet. Ferner können entsprechende Maßnahmen für ein „effektives Reinigen“ ergriffen und trainiert werden.

Diagnostische Möglichkeiten

Für eine umfassende Diagnostik stehen in der Neurologie im EVK Mettmann modernste Geräte und Verfahren zur Verfügung, darunter:

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  • Elektroenzephalographie (EEG): Das Aufzeichnen der elektrischen Hirnaktivität.

  • Doppler-/Duplex-Sonographie der Halsschlagader: Ultraschall der hirnversorgenden Arterien. Diese Untersuchungsmethode spielt eine große Rolle in der Diagnostik und Einschätzung der Krankheiten, die durch eine Minderversorgung des Gehirns Zustande kommen.

  • Lumbalpunktion (Nervenwasserpunktion): Eine vollständige Abklärung neurologischer Krankheiten wie z. B. Multiple Sklerose und Alzheimer-Demenz mittels Lumbalpunktion (Entnahme des Nervenwassers).

  • Evozierte Potentiale: ZurUntermauerung der Diagnose von Multipler Sklerose.

Therapieansätze

Die Klinik für Neurologie im EVK Mettmann bietet ein breites Spektrum an Therapieansätzen für neurologische Erkrankungen, darunter:

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  • Medikamentöse Therapien: Gabe von unterschiedlichen Präparaten bei diversen Krankheiten des Nervensystems, beispielsweise bei multipler Sklerose (z. B. Fingolimod).

  • Botulinumtoxin-Therapie: Botulinumtoxin-Therapie stellt eine sichere und effektive Therapiemethode bei vielen neurologischen Krankheiten dar.

  • Immunmodulatorische Therapien: Bei hochaktiver MS.

  • Interventionelle Verfahren

  • Rehabilitative Maßnahmen

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Im EVK Mettmann arbeitet die Neurologie eng mit anderen Fachabteilungen zusammen, insbesondere mit der Geriatrie, der Inneren Medizin und der Intensivmedizin. Einen starken Kooperationspartner für neuroradiologische und neurochirurgische Interventionen hat das EVK Mettmann mit dem Städtischen Klinikum Solingen an der Seite.

Das Team

Das Team der Neurologie im EVK Mettmann besteht aus erfahrenen Fachärzten, Oberärzten und Assistenzärzten. Dr. Bosche legt dabei großen Wert auf „neurologische Diversität“ und betont, dass das Fachgebiet der Neurologie vielfältige Subspezifikationen unterordnet, für die es die entsprechende Expertise in seinem Team braucht.

Neuro Center Mettmann

Neben der Neurologie im EVK Mettmann gibt es in Mettmann auch das Neuro Center Mettmann, in dem sich fünf Fachärzte mit neurologischer, neurochirurgischer, schmerztherapeutischer, psychotherapeutischer und psychiatrischer Ausrichtung zusammengeschlossen haben. Viele Jahrzehnte der Erfahrung fließen auf diese Weise im Neuro Center Mettmann zusammen und ermöglichen einen intensiven fachlichen Austausch zum Nutzen der Patientinnen und Patienten.

Zu den Fachärzten im Neuro Center Mettmann gehören:

  • Dr. med. Harald Brauer: Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Schwerpunkte: Krisenintervention, Gerontopsychiatrie, Schlaganfallversorgung, Gedächtnispsychologie und -training.
  • Dr. med. Ulrich Hülsmann: Facharzt für Neurochirurgie mit jahrelanger Erfahrung in der operativen Behandlung von degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen sowie der mikroinvasiven Behandlung von Schmerzsyndromen.
  • Karsten Kohlhaas: Facharzt für Neurologie, Chefarzt des Instituts für Neurologie der Krankenhäuser St. Petrus, St. Josef und St. Anna in Wuppertal.
  • Dr. med. Kai Michael Gruhn: Facharzt für Neurologie, Oberarzt am Institut für Neurologie des St. Josef und Petrus-Krankenhauses in Wuppertal.
  • Peer Scholz: Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.

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