Migräne durch Bier: Ursachen und Behandlung

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, von der etwa 15 % der Bevölkerung betroffen sind. Sie ist charakterisiert durch wiederkehrende Attacken von schweren, meist einseitigen, pulsierenden Kopfschmerzen, welche von Übelkeit, Erbrechen und/oder Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet sind und bis zu drei Tage anhalten können. Alkoholische Getränke stehen seit langem im Verdacht, Migräneattacken auszulösen und befinden sich unter den Top 10 der Triggerfaktoren.

Migräne und Alkohol: Ein komplexes Verhältnis

Die Zusammenhänge von Migräne und Alkohol werden in der Fachwelt z. T. kontrovers diskutiert, weil zuweilen angezweifelt wird, dass Alkohol ein eigenständiger Migräne-Trigger ist. Trotzdem werden die Zusammenhänge von Migräne und Alkohol in der Fachwelt z. T. kontrovers diskutiert, weil zuweilen auch angezweifelt wird, dass Alkohol ein eigenständiger Migräne-Trigger ist.

Alkohol als Migräne-Trigger

Viele Patienten berichten davon, dass Alkohol, insbesondere Rotwein, oft in Kombination mit anderen möglichen Auslösern einer der Triggerfaktoren für Migräne-Attacken ist. Alkohol wird am häufigsten genannt, wenn es um Migräne-Trigger geht. Einige Migränepatienten berichten, dass alle alkoholischen Getränke problematisch sind, während andere nur bestimmte wie Sekt oder Rotwein nennen. Generell greift Alkohol in einer Vielzahl biochemischer Prozesse ein, manche spüren schon nach wenigen Schlucken die Auswirkungen. Daher ist es nicht unwahrscheinlich, dass Alkohol Migräne auslöst. Einige Experten vermuten, dass die harntreibende Wirkung des Alkohols zu einer Dehydrierung und damit zu Migräne führt.

Studienlage

Eine aktuell im „European Journal of Neurology“ publizierte, niederländische Studie untersuchte den Stellenwert alkoholischer Getränke als Auslöser von Migräneattacken und den Effekt auf den Konsum von Alkohol bei Migränepatienten. 2.197 Patienten wurden webbasiert zu ihrem Trinkverhalten und den Triggern, die bei ihnen die Kopfschmerzattacken auslösen, befragt. 1.547 von den 2.197 Befragten gaben an, Alkohol zu konsumieren. Von den Befragten erklärten insgesamt 783 Patienten (35,6%), dass Alkohol bei ihnen Kopfschmerzattacken auslöst. Unter den 1.547 Befragten, die gelegentlich Alkohol trinken, war der Anteil sogar noch höher: In dieser Gruppe gaben 42,5% an, dass Alkohol bei ihnen ein Migräne-Trigger sei.

Die Studie untersuchte auch, welche alkoholischen Getränke besonders häufig zu Migräneattacken führen. Am häufigsten wurde Wein, insbesondere Rotwein, genannt. Es wird vermutet, dass bestimmte, in Rotwein enthaltene Inhaltsstoffe wie Histamin, Tyramin oder Phenylethylamin diesen Effekt verursachen könnten. Die Befragten gaben an, dass bereits zwei Standardgläser ausreichen, um einen Migräneanfall zu provozieren. Andererseits berichteten aber nur 8,8% der Studienteilnehmer, dass Rotwein bei ihnen immer und ausnahmslos zu Migräneanfällen führt. Die Studienautoren zweifeln daher an, dass Alkohol/Rotwein ein eigenständiger Trigger ist. Fakt sei aber, dass Migräne das Konsumverhalten von Alkohol verändert, viele Patienten nehmen Abstand. Laut den Studienautoren kann daher diskutiert werden, ob Alkohol ein echter oder nur ein „gefühlter“ Auslöser von Migräneattacken sei.

Lesen Sie auch: Vergleichende Analyse: Migräne vs. Epilepsie

Einschätzung von Experten

Professor Dr. Hans-Christoph Diener, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), ordnet die Ergebnisse der niederländischen Studie wie folgt ein: „Selten ist nur ein einziger Trigger für den Ausbruch eines Migräneanfalls verantwortlich, meist kommen mehrere Auslöser zusammen. Rotwein kann man leicht umgehen, andere Migräneauslöser, wie z.B. Hormonschwankungen oder Wetterumschwünge, aber nicht. Deswegen ist es klug, auf vermeidbare Auslöser zu verzichten, um das Risiko für das Auftreten von Migräneattacken geringer zu halten. Die Studie sollte keinesfalls so interpretiert werden, dass Migränepatienten ruhig Rotwein trinken sollten - Alkohol, insbesondere Rotwein, bleibt ein Migräne-Trigger, nicht geklärt ist nur, wie groß sein Einfluss tatsächlich ist.“

Ursachen für Kopfschmerzen nach wenig Bier

Kopfschmerzen nach dem Genuss von nur wenig Bier sind keine Seltenheit und können verschiedene Ursachen haben:

  • Migräneanfälligkeit: Besonders Menschen mit bereits diagnostizierter Migräne können bereits nach kleinen Mengen Alkohol Kopfschmerzen bekommen, da Alkohol als Trigger wirken kann.
  • Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust: Alkohol wirkt harntreibend, wodurch der Körper Wasser und wichtige Mineralstoffe verliert. Dieser Mangel kann Kopfschmerzen begünstigen.
  • Histamin und andere Inhaltsstoffe: Bier enthält wie andere alkoholische Getränke Histamin, das bei empfindlichen Personen Kopfschmerzen oder Migräne auslösen kann.
  • Individuelle Empfindlichkeit: Manche Menschen reagieren generell empfindlicher auf Alkohol oder bestimmte Zusatzstoffe im Bier. Vor allem Gluten oder andere häufige Auslöser.

Histamin im Bier

Aktuelle Studien zeigen, dass Histamin in Bier meist nur in geringen Mengen vorkommt und selten allein für Kopfschmerzen verantwortlich ist. Darüber berichtete u.a das Deutsche Ärzteblatt. Fuselalkohole und Zusatzstoffe können Kopfschmerzen begünstigen, jedoch minimieren moderne Brauverfahren und Qualitätskontrollen den Gehalt an Fuselalkoholen in handelsüblichen Bieren.

Was tun bei Kopfschmerzen nach Bier?

Kopfschmerzen nach wenig Bier können viele Ursachen haben, von Migräne über Flüssigkeitsmangel bis hin zu individueller Unverträglichkeit. Mit den genannten Maßnahmen können Sie Beschwerden lindern und vorbeugen. Bei wiederkehrenden oder sehr starken Kopfschmerzen empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung.

Akute Maßnahmen

  • Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, sollten Sie ausreichend Mineralwasser zu sich nehmen.
  • Ein Spaziergang an der frischen Luft kann den Kreislauf anregen und das Wohlbefinden verbessern.
  • Das Einmassieren von Pfefferminzöl auf Stirn und Schläfen kann lindernd wirken.

Vorbeugende Maßnahmen

  • Wenn Sie regelmäßig nach wenig Bier Kopfschmerzen bekommen, sollten Sie den Konsum einschränken oder ganz darauf verzichten.
  • Meiden Sie alkoholische Mischgetränke und billige Biere, da diese mehr Fuselstoffe enthalten können, die Kopfschmerzen verstärken.
  • Trinken Sie viel Wasser und achten auf die Qualität, wenn Sie doch mal ein Bier trinken wollen.
  • Greifen Sie idealerweise auf alkoholfreie Varianten zurück.

Medikamentöse Behandlung

Wer unter heftigeren Katerkopfschmerzen leidet, dem können Schmerzmittel Linderung bringen. Dabei sind die Wirkstoffe Ibuprofen bzw. Ibu-Lysin und Acetylsalicylsäure (ASS) besonders gut geeignet. Ibu-Lysin und ASS bieten den Vorteil, besonders schnell, nämlich innerhalb von 15 Minuten, zu wirken. Acetylsalicylsäure kann allerdings die Magenschleimhaut reizen und daher bei empfindlichen Personen oder bestehender Magenreizung eher ungeeignet sein. Paracetamol wird bei Katerkopfschmerzen nicht empfohlen, da der Wirkstoff die Leber zusätzlich belasten kann. Der Alkohol-Abbau fordert die Leber stark, sodass sie empfindlicher auf andere Abbauprodukte reagiert.

Lesen Sie auch: Neurologische Expertise bei Migräne

Dolormin® Produkte

Dolormin® bietet verschiedene Produkte zur Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne:

  • Dolormin® Extra: Wirkstoff: Ibuprofen als Ibuprofen-DL-Lysin (1:1). Anwendungsgebiete: Symptomatische Kurzzeitbehandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen - wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen; Fieber. Für Kinder ab 20 kg Körpergewicht (6 Jahre und älter), Jugendliche und Erwachsene.
  • Dolormin® Schmerztabletten: Wirkstoff: Ibuprofen als Ibuprofen-DL-Lysin (1:1). Anwendungsgebiete: Leichte bis mäßig starke Schmerzen - wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen; Fieber. Für Kinder ab 20 kg Körpergewicht (6 Jahre und älter), Jugendliche und Erwachsene.
  • Dolormin® Migräne Filmtabletten: Wirkstoff: Ibuprofen als Ibuprofen-DL-Lysin (1:1). Anwendungsgebiete: Symptomatische Behandlung der akuten Kopfschmerzphase bei Migräne mit und ohne Aura. Für Kinder ab 20 kg Körpergewicht (6 Jahre und älter), Jugendliche und Erwachsene.
  • Dolortriptan bei Migräne®: Wirkstoff: Almotriptan (in Form von Almotriptan[(RS)-hydroxysuccinat]). Anwendungsgebiete: Zur akuten Behandlung von Kopfschmerzen bei Migräneanfällen mit oder ohne Aura. Zur Anwendung bei Erwachsenen von 18 bis 65 Jahren.
  • Dolormin® für Frauen bei Menstruationsbeschwerden mit Naproxen: Wirkstoff: Naproxen. Anwendungsgebiete: Schmerzhafte Beschwerden während der Regelblutung.
  • Dolormin® GS mit Naproxen: Wirkstoff: Naproxen. Anwendungsgebiete: Symptomatische Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen z. B. bei bekannter Arthrose (Gelenkverschleiß).
  • Dolormin® für Kinder Ibuprofensaft 40 mg/ml: Wirkstoff: Ibuprofen. Anwendungsgebiete: Leichte bis mäßig starke Schmerzen - wie Kopfschmerzen und Zahnschmerzen; Fieber. Für Kinder ab 10 kg (1 Jahr und älter), Jugendliche und Erwachsene.

Dolormin® Produkte können Sie ganz klassisch bei Ihrer stationären Apotheke oder in einer der Online Apotheken erhalten.

Der Katerkopfschmerz: Zeitverzögerte alkoholinduzierte Kopfschmerzen

Fast jeder hat ihn schon einmal erlebt - den ungeliebten Kater nach einer durchzechten Nacht. Wer Tipps gegen den Katerkopfschmerz sucht, findet oft fragwürdige Ratschläge wie zum Beispiel das Konterbier oder das deftige Katerfrühstück mit Rollmöpsen. Doch wie entstehen eigentlich Katerkopfschmerzen und was hilft wirklich dagegen?

Symptome

Die typischen Kopfschmerzen machen sich meist 5-12 Stunden nach der Alkoholaufnahme bemerkbar und klingen spätestens nach 72 Stunden wieder ab. Sie treten an Stirn und beiden Schläfen auf, sind meist pulsierend und verstärken sich durch körperliche Tätigkeiten. Daneben verspüren viele ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl mit folgenden Symptomen, die sich jedoch stark von Mensch zu Mensch unterscheiden:

  • Übelkeit, Durchfall und Magenschmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • Müdigkeit
  • Niedergeschlagenheit
  • Muskelschmerzen
  • Zittern
  • Vermehrte Schweißbildung
  • Licht- und Geräuschempfindlichkeit

Neben diesen zeitverzögerten Beschwerden gibt es auch noch den sofortigen alkoholinduzierten Kopfschmerz, der sich bereits innerhalb von 3 Stunden nach Alkoholaufnahme zeigt.

Lesen Sie auch: Migräne als Risikofaktor für Demenz?

Ursachen

Wie es zu Katerkopfschmerzen kommt, ist bis heute noch nicht endgültig geklärt.

  • Schädliche Alkoholabbauprodukte: Beim Abbau von Alkohol in der Leber entstehen Essigsäure und Acetaldehyd. Zweiteres scheint für die typischen Kater-Symptome mitverantwortlich zu sein. Aldehyde führen zu einer vermehrten Bildung von Sauerstoffradikalen, welche die Membranen der Zellen angreifen.
  • Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust: Alkohol hemmt die Freisetzung des antidiuretischen Hormons (ADH), das für die Rückgewinnung von Wasser aus der Niere verantwortlich ist. Dadurch scheidet der Körper verstärkt Flüssigkeit aus und es entsteht ein Wassermangel.
  • Fuselöle und Methanol: Fuselöle können das Ausmaß eines Katers verstärken und finden sich insbesondere in farbigen Spirituosen wie Whisky, Cognac oder Rum, denen sie unter anderem das typische Aroma verleihen. Methanol, das bei jeder alkoholischen Gärung entsteht, wird in der Leber zu Ameisensäure und dem giftigen Formaldehyd abgebaut, das wiederum für die Kopfschmerzen verantwortlich gemacht wird. Der Methanolgehalt unterliegt allerdings strengen gesetzlichen Grenzwerten und wird entsprechend in Spirituosen für den Verkauf geprüft.

Vorbeugung und Behandlung

Auch wenn noch so viele verlockende Wundermittel angepriesen werden: Letztendlich lässt sich ein Kater nur durch eine Methode verhindern: keinen oder nur mäßig Alkohol trinken.

  • Als risikoarmer Konsum gelten:
    • für Frauen maximal 12 g reiner Alkohol pro Tag (z. B. 0,25 l Bier)
    • für Männer maximal 24 g reiner Alkohol pro Tag (z. B. 0,5 l Bier)
  • An mindestens zwei Tagen pro Woche sollte gar kein Alkohol konsumiert werden.
  • Ganz wichtig: Löschen Sie Ihren Durst zuerst mit Wasser oder Saftschorlen. Alkoholhaltige Getränke eignen sich nicht zum Durst löschen, sondern dienen dem Genuss. Trinken Sie auch zwischendurch immer wieder Mineralwasser.
  • Hartnäckige Mythen wie das Konterbier oder der Tipp, morgens mit dem gleichen alkoholischen Getränk wie am Abend weiterzumachen, haben sich als falsch erwiesen.

Zeitverzögerte alkoholinduzierte Kopfschmerzen: Ein tieferer Einblick

Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft klassifiziert in der aktuellen internationalen Kopfschmerzklassifikation ICHD-3 unter dem Code 8.1.4 den alkoholinduzierten Kopfschmerz. Der durch die Alkoholaufnahme sofortige induzierte Kopfschmerz tritt innerhalb von 3 Stunden nach Alkoholaufnahme auf. Er klingt innerhalb von 72 Stunden nach Beendigung des Alkoholkonsums ab. Die Kopfschmerzmerkmale äußern sich in einem beidseitigen Kopfschmerz mit pulsierendem Schmerzcharakter, der Schmerz verstärkt sich durch übliche körperliche Aktivität. Die effektive Menge an Alkohol, die einen sofortigen Kopfschmerz bedingt, variiert ausgeprägt zwischen verschiedenen Betroffenen.

Sehr viel häufiger als der sofortige alkoholinduzierte Kopfschmerz ist der zeitverzögerte alkoholinduzierte Kopfschmerz. Der international festgelegte Fachbegriff für den früher als „Hangover“ bezeichneten Kopfschmerz lautet heute „delayed alkohol-induced headache“. Das Kopfschmerzbild charakterisiert sich durch Kopfschmerzen, die innerhalb von 5-12 Stunden nach Alkoholaufnahme entstehen. Die Kopfschmerzen klingen spätestens innerhalb von 72 Stunden ab. Die Kopfschmerzmerkmale äußern sich durch ein beidseitiges Auftreten, eine pulsierende Schmerzqualität, der Kopfschmerz verstärkt sich durch körperliche Routinetätigkeiten. Der zeitverzögerte alkoholinduzierte Kopfschmerz ist eine der häufigsten Formen von sekundären Kopfschmerzen. Weitere Symptome schließen reduzierte Arbeitsfähigkeit, verminderte kognitive Fähigkeiten, Störung der Raumwahrnehmung, Veränderung der Durchblutung und des Hormonstoffwechsels ein. Die Symptome variieren sehr von Person zu Person und von Auftreten zu Auftreten.

Gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen

Zeitverzögerte alkoholinduzierte Kopfschmerzen haben gravierende gesellschaftliche und wirtschaftliche Konsequenzen. Nach einer britischen Studie entstehen jährlich ca. 2 Milliarden Ausfallkosten aufgrund von Arbeitsunfähigkeit durch zeitverzögerte alkoholinduzierte Kopfschmerzen. In anderen Ländern zeigen sich ähnliche Verhältnisse. Die jährlichen Kosten pro Arbeitnehmer aufgrund von zeitverzögerten alkoholinduzierten Kopfschmerzen werden auf ca. Allein in Finnland entstehen jährlich mehr als 1 Million Arbeitsunfähigkeitstage durch zeitverzögerte alkoholinduzierte Kopfschmerzen. Mehr als 54% aller alkoholbedingten Probleme am Arbeitsplatz sind durch leichten Alkoholkonsum bedingt. Am häufigsten ist dabei der zeitverzögerte alkoholinduzierte Kopfschmerzen Grund für die negativen Folgen des Alkoholkonsums.

Verbreitung

Besorgniserregend ist die weite Verbreitung von zeitverzögerten alkoholinduzierten Kopfschmerzen. Unter Studenten geben 25% an, in der letzten Woche einen zeitverzögerten alkoholinduzierten Kopfschmerzen erlebt zu haben. 75% der Personen, die Alkohol konsumiert haben, berichten, mindestens einmal einen zeitverzögerte alkoholinduzierte Kopfschmerzen erfahren zu haben. Zeitverzögerte alkoholinduzierte Kopfschmerzen werden häufig als unangenehmes gesellschaftliches Phänomen angesehen, das zum Feiern dazu gehört. Dabei wird jedoch übersehen, dass zeitverzögerte alkoholinduzierte Kopfschmerzen das Risiko für reduzierte Arbeitsleistung, Krankheit, Unfälle und sogar Tod erhöht.

Auswirkungen auf den Organismus

Die Auswirkungen des Alkohols auf den Organismus sind auch dann noch vorhanden, wenn im Blut überhaupt kein Alkohol mehr nachgewiesen werden kann. Betroffene Patienten zeigen u.a. eine reduzierte Fähigkeit der visuellen Raumwahrnehmung, des Gedächtnisses und der Konzentration. Die Fähigkeit zur Organisation und zur Ausübung von Aufgaben ist reduziert. Entsprechende Befunde wurden bei Piloten, Autofahrern und Sportler aufgedeckt. Auch das Risiko für Tod durch kardiovaskuläre Ereignisse ist erhöht. Es zeigen sich Veränderungen im Elektroenzephalogramm (EEG), in der Verarbeitung von akustischen Signalen, Dehydration und Gleichgewichtsstörungen. Die Konzentration von antidiuretischem Hormons (ADH), Aldosteron, Renin und Cortisol sind erhöht, das Wachstumshormon ist reduziert und es entsteht eine metabolische Azidose.

Ursachenforschung

Die Entstehung von zeitverzögerten alkoholinduzierten Kopfschmerzen ist bis heute nicht genau geklärt. Zeitverzögerte alkoholinduzierte Kopfschmerzen sind ein erstes Stadium des Alkoholentzugs. Zeitverzögerte alkoholinduzierte Kopfschmerzen treten nicht direkt dosisabhängig mit der Menge des konsumierten Alkohols auf, obwohl höhere Dosen von Alkohol mit verstärkter Symptomatik einhergehen können. Fuselstoffe in individuellen Alkoholika können die Häufigkeit und die Schwere von zeitverzögerten alkoholinduzierten Kopfschmerzen verstärken. Sie finden sich besonders in Cognac, Wein, Tequila und Likören. Transparente Alkoholika wie z.B. Rum, Wodka und Gin zeigen dagegen eine geringere Häufigkeit von zeitverzögerten alkoholinduzierten Kopfschmerzen.

Die Symptome des zeitverzögerten alkoholinduzierten Kopfschmerzes wie Übelkeit, Kopfschmerzen und Durchfall weisen Parallelen zu einem gestörten Zytokininstoffwechsel auf, wie z.B. bei viralen Infekten. Alkohol führt zu einer Erhöhung von Thromboxan. Hormonelle Veränderungen wurden ebenfalls mit der Entstehung von zeitverzögerten alkoholinduzierten Kopfschmerzen in Verbindung gebracht. Die Schwere der Symptomatik der zeitverzögerten alkoholinduzierten Kopfschmerzen ist proportional zur Konzentration von antidiuretischen Hormon (ADH). Alkohol hemmt den Effekt von ADH auf die Nieren. Dadurch wird ein verstärkter Harndrang bedingt, der größer ist als die eigentliche aufgenommene Flüssigkeit bedingen würde. Mit zunehmender Dehydration steigen die relativen Serumspiegel von ADHA weiter an. Dies führt zu einem zunehmend verlängerten übermäßigen Flüssigkeitsverlust bei Patienten mit zeitverzögerten alkoholinduzierten Kopfschmerz. Alkohol scheint auch die Verfügbarkeit von Glukose durch einen insulinvermittelten Mechanismus zu hemmen. Sowohl die akute Alkoholintoxikation als auch der zeitverzögerte alkoholinduzierte Kopfschmerzen bedingen eine metabolische Azidose. Zeitverzögerte alkoholinduzierte Kopfschmerzen bedingen einen Anstieg der Herzfrequenz, der linksventrikulären Leistung sowie des Blutdrucks. Die Reduktion der elektrischen Aktivität im Elektroenzephalogramm kann noch 16 Stunden nach der Normalisierung der Blutalkoholspiegel aufgedeckt werden. In einer Studie wurde ein spezielles Hangover-Gen aufgedeckt.

Alkoholtoleranz und Abhängigkeit

Die wiederholte Einnahme von Alkohol kann zur Entwicklung einer Alkoholtoleranz führen. Diese charakterisiert sich durch einen erworbenen Widerstand gegen die physiologischen, verhaltensmäßigen und psychischen Effekte von Alkohol. In der Konsequenz können höhere Alkoholspiegel konsumiert werden, welche eine physische Abhängigkeit und Alkoholkrankheit begünstigen können. In einem Literaturvergleich zum Auftreten von zeitverzögerte alkoholinduzierte Kopfschmerzen zeigte sich konsistent, dass 23% der Bevölkerung resistent für zeitverzögerte alkoholinduzierte Kopfschmerzen sind. Die Schwere von zeitverzögerten alkoholinduzierten Kopfschmerzen ist mit einem erhöhten Risiko für eine Alkoholabhängigkeit, Depressionen und anderen psychische Störungen korreliert.

tags: #migrane #durch #bier