Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Kreisklinikum bietet an verschiedenen Standorten in Deutschland eine umfassende neurologische und radiologische Versorgung. Dabei wird großer Wert auf modernste Technik, interdisziplinäre Zusammenarbeit und patientenzentrierte Betreuung gelegt. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte des MVZ, seine Standorte, Schwerpunkte und Leistungen.
Einleitung
Die Neurologie und Radiologie sind zwei sich ergänzende Fachbereiche, die eine entscheidende Rolle bei der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen spielen. Das MVZ Kreisklinikum hat sich zum Ziel gesetzt, Patienten eine umfassende Versorgung in beiden Bereichen zu bieten, wobei modernste Technologien und interdisziplinäre Zusammenarbeit im Vordergrund stehen.
Neurologie im MVZ Kreisklinikum
Die neurologische Abteilung des MVZ Kreisklinikum bietet Behandlungen für das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen an. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen innerhalb des Hauses und der medius Kliniken. Zu den Schwerpunkten der Klinik gehören die Schlaganfallversorgung sowie die Diagnostik und Behandlung allgemein-neurologischer Erkrankungen.
Behandlungsschwerpunkt Multiple Sklerose
Ein besonderer Schwerpunkt des MVZ liegt in der Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose (MS). Bei Verdacht auf MS bietet das MVZ in Kooperation mit umliegenden radiologischen Praxen, der Klinik für Neurologie des Helios-Klinikums Schleswig und des Universitätsklinikums Kiel eine umfassende diagnostische Abklärung und Therapie auf hohem fachlichem Niveau an. Nach der Erstdiagnose und bei Bedarf im Verlauf erfolgt eine individuelle Beratung hinsichtlich krankheitsmodifizierender Umweltfaktoren, verfügbarer Immuntherapien und symptombezogener Therapien. Dabei wird das gesamte Spektrum moderner Schub- und Immuntherapien angeboten. Darüber hinaus bietet das MVZ eine Beratung in speziellen Therapiesituationen an.
Informationsveranstaltungen für Patienten
Die neurologische Abteilung bietet regelmäßige Informationsveranstaltungen für Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige zu den wichtigsten neurologischen Erkrankungen an. Diese Veranstaltungen dienen dazu, das Wissen über neurologische Erkrankungen zu erweitern und den Austausch zwischen Betroffenen und Experten zu fördern.
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Radiologie im MVZ Kreisklinikum
Die Radiologie gehört aufgrund der rasanten technischen Entwicklung zu den sich am schnellsten entwickelnden Fächern der Medizin. Sie trägt in vielen Fällen einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Diagnose und Behandlung von Krankheiten. Das MVZ Kreisklinikum führt verschiedene bildgebende Verfahren und bildgesteuerte Therapien durch, um Krankheiten sichtbar zu machen, Symptome zu erkennen und zu therapieren. Es werden sämtliche Verfahren angeboten, die zur Diagnostik, Feststellung eines Schweregrades oder der Überwachung von Patient:innen dienen. Das Innere des Körpers wird für Kolleg:innen anderer Fachkliniken sichtbar gemacht, wodurch das MVZ sämtliche Krankheitsbilder vom einfachen Knochenbruch bis hin zur komplexen Tumorbehandlung begleitet.
Computertomographie (CT)
Die Computertomographie (CT) ist ein modernes, bildgebendes Verfahren, das einen detaillierten Blick in den menschlichen Körper ermöglicht. Eine Röntgenröhre umkreist den Patienten und sendet gleichzeitig ein dünnes Röntgenstrahlenbündel aus. Der Röhre gegenüber umkreist ein Detektorsystem den Patienten. Dadurch können Körperorgane in jeder Schicht aus nahezu eintausend Richtungen aufgenommen werden. Dies summiert sich auf hunderttausende von Messwerten, die ein Computer weiter verarbeitet. Das Ergebnis sind überlagerungsfreie Querschnittsbilder der untersuchten Körperregion. Die Messzeit jeder Körperregion beträgt dabei nur wenige Sekunden.
Die Untersuchung ist schmerzfrei und für den Patienten unkompliziert. Der besondere Vorteil gegenüber dem konventionellen Röntgen ist die bessere Darstellung der Weichteile, d.h. der inneren Organe. Man kann in kürzester Zeit große Körperabschnitte untersuchen. Durch die besondere Aufnahmetechnik vermeidet man die Überlagerungen von Organen, wie sie im Röntgenbild (Summationsbild) entstehen können und kommt dadurch zu klareren Diagnosen. Durch Nachverarbeitung der gemessenen Daten ist es möglich, dreidimensionale Darstellungen des untersuchten Bereiches zu erzeugen. Außerdem kann man durch Dichtemessungen feststellen, ob es sich z.B. um ein Fettgewebe, Flüssigkeit oder eine feste Gewebsstruktur handelt.
Die Computertomographie hat heutzutage ein sehr breites Einsatzspektrum. Bei Untersuchungen der Lunge, vielen Fragestellungen im Bauchraum (Abdomen) und der schnellen Untersuchung des Kopfes (z. B.) bei der Suche nach Blutungen und Verletzungen kann keine andere Methode so schnell und präzise entscheidende Information liefern. Gerade bei Unfällen und Schlaganfällen ist die Computertomographie unverzichtbar.
Lungenkrebsscreening
In Deutschland erkranken jedes Jahr ca. 57.000 Menschen an Lungenkrebs. Mit einer CT-Untersuchung der Lunge kann die Erkrankung sehr früh erkannt werden, auch bekannt als Lungenkrebsscreening.
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Vorbereitung auf die CT-Untersuchung
Untersuchungen des Kopfes (Schädel und Gehirn) sowie der Bandscheiben und Skelettanteile bedürfen keiner besonderen Vorbereitung. Etwa 2 Stunden vor der Untersuchung des Bauches und Beckens werden meist 1-2 Liter Kontrastmittel zum Trinken gereicht, um den Magen-Darm-Trakt abgrenzen zu können. Diese Art des Kontrastmittels ist normalerweise nicht jodhaltig, sondern besteht aus einer Bariumverbindung. Patienten müssen in der Regel nicht nüchtern kommen, eine leichte Kost ist sogar empfehlenswert.
Während der CT-Untersuchung
Während der Untersuchung liegen die Patienten meist in Rückenlage auf einer schmalen Liege, die sich langsam in die ringförmige Öffnung des Gerätes hineinbewegt. Diese ist mit ca. 70 cm relativ weit und das Gerät eher ein Ring als eine „Röhre", weshalb sich die Patienten nicht eingeengt fühlen und keine Platzangst haben müssen. Während der Untersuchung können die Patienten über eine Wechselsprechanlage jederzeit mit dem Arzt bzw. der Röntgenassistentin sprechen.
Die Untersuchung selbst ist völlig schmerzfrei und dauert je nach Aufwand 2 bis 10 Minuten. Die Patienten sollten während der Untersuchung so entspannt und ruhig wie möglich liegen. Möglicherweise wird eine automatische Stimme genaue Anweisungen für die Atmung geben. Es ist wichtig, sich daran zu halten, denn bei jeder Atmung können sich inneren Organe anders darstellen.
Kontrastmittel bei CT-Untersuchungen
Bei vielen CT-Untersuchungen ist die Gabe von Kontrastmitteln nötig. Kontrastmittel dienen dazu, Blutgefäße, stark durchblutete Tumoren oder Entzündungen besser darzustellen. Sie werden in die Armvene gespritzt und erzeugen besser beurteilbare Bilder. Bei Untersuchungen des Bauchraums kann es auch sein, dass Kontrastmittel getrunken werden muss. In der Regel sind alle Kontrastmittel gut verträglich und werden nach kurzer Zeit wieder über die Nieren ausgeschieden. Wenige Menschen reagieren auf jodhaltige Kontrastmittel allergisch.
Interventionelle Radiologie
Bei der interventionellen Radiologie handelt es sich um einen Teilbereich der Radiologie, bei dem durch ein bildgebendes Verfahren (CT, MRT, Angiographie/Durchleuchtung, Ultraschall) kontrolliert und gesteuert minimalinvasive Diagnostik und Therapie sicher durchgeführt wird. Dazu zählen folgende Behandlungsmethoden: Therapeutische Eingriffe bei eingeengten oder verschlossenen Gefäßen der Becken-, Bein- oder Visceralarterien.
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Neuroradiologie
Die Neuroradiologie umfasst die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen des Zentralen Nervensystems, von Gehirn und Rückenmark, und stellt somit eine interdisziplinäre Verbindung zwischen Radiologie, Neurologie und Neurochirurgie dar. Im Fokus stehen hierbei die Darstellung des Nervensystems mit bildgebenden Verfahren wie z.B. MRT oder CT, aber auch die Katheter-Behandlung verschlossener Gefäße beim akuten Schlaganfall oder der Aneurysmaverschluss bei akuten Blutungen im Kopf.
Folgende diagnostische und therapeutische Leistungen umfasst die Neuroradiologie:
- Computertomographie von Gehirn und Wirbelsäule samt Gefäßdarstellung (CT-Angiographie)
- Magnetresonanz von Gehirn und Rückenmark samt Gefäßdarstellung (MR-Angiographie)
- Katheter-Untersuchungen der Blutgefäße im Kopf und Rückenmarkskanal (DSA)
- Akutbehandlung verschlossener Gefäße als Ursache des ischämischen Schlaganfalls (Thrombektomie)
- Verschluss blutender Aneurysmen der Arterien im Kopf, geplant oder bei akuter Subarachnoidalblutung
- Verschluss von Gefäßfehlbildungen und arteriovenöser Fisteln im Kopf und Rücken
- Spezialverfahren zur OP-Planung und -Erfolgskontrolle einschl.
Magnetresonanztomographie (MRT)
Die Kernspintomographie setzt keine Röntgenstrahlen ein, sondern ein starkes Magnetfeld und Radiowellen. Das Herz des Kernspintomographen bildet ein tonnenschwerer Elektromagnet mit einer röhrenförmigen Öffnung, in welche die Patientenliege eingefahren wird. In kurzer Zeit lassen sich Schichtaufnahmen jeder Körperregion anfertigen. Ein Computer errechnet aus den digitalen Daten Ansichten der untersuchten Körperregion, die der Radiologe dann befundet.
Besonders gut sind Gehirn und Rückenmark, innere Organe (mit Ausnahme der Lunge), aber auch Muskeln oder Gelenke zu erkennen. Mittlerweile können sogar Organe, die sich bewegen, etwa das schlagende Herz, auf Bilder gebannt werden. Wichtige weitere Einsatzgebiete der Kernspintomographie sind die präzise Darstellung von Blutgefäßen, die Früherkennung von Tumoren sowie Einblicke in den Körperstoffwechsel. Virtuelle Bildanalyseverfahren veranschaulichen den überweisenden Kollegen und den Patienten Vorgänge im Körperinneren.
Der Vorteil der Kernspintomographie liegt darin, dass es sich um ein schonendes, praktisch risikoloses Untersuchungsverfahren handelt. Aufgrund der fehlenden Strahlenbelastung können auch Kinder und Schwangere untersucht werden. Und wenn ein Patient kein jodhaltiges Kontrastmittel vertragen sollte, wie es z. B. in der Computertomographie zum Einsatz kommt, kann der Radiologe oft auf eine Kernspinuntersuchung ausweichen.
Vorbereitung auf die MRT-Untersuchung
Vor Beginn der Untersuchung müssen alle metallischen Gegenstände abgegeben werden. Dazu zählen auch Uhren, Hörgeräte sowie Scheck- oder Kreditkarten. Metallteile im Körper, wie zum Beispiel fester Zahnersatz, Gelenkprothesen oder Metallplatten nach Operation eines Knochenbruchs, stellen in der Regel kein Problem dar. Patienten müssen angeben, wenn sie evtl. metallhaltige Teile tragen, insbesondere Gefäßstützen wie Stents, Gefäßclipse, eine künstliche Herzklappe, eine Insulinpumpe, Metallsplitter oder großflächige Tätowierungen.
Da es im Magnetfeld zu Fehlfunktionen kommen kann, sind Patienten mit Herzschrittmachern von der Untersuchung ausgeschlossen, ebenso Patienten mit Innenohrprothesen (Cochleaimplantaten).
Während der MRT-Untersuchung
Während der Untersuchung liegen die Patienten auf einer Liege, die sich anfangs langsam in die Öffnung des Geräts, also in Richtung Magnet, bewegt. Sie befinden sich dann ganz oder - etwa bei einer Untersuchung des Kniegelenks - teilweise im Gerät. An- und abschaltende Magnetfelder erzeugen relativ laute, klopfende Geräusche, die manche Patienten als störend empfinden. Sie erhalten daher Ohrstöpsel oder einen geschlossenen Ohrschutz; häufig können Sie während der Untersuchung auch Musik hören. Die Untersuchung dauert je nach untersuchter Körperregion und Fragestellung wenige Minuten bis zu einer halben Stunde.
Kontrastmittel bei MRT-Untersuchungen
Während einer Untersuchung im Kernspintomographen kann es notwendig sein, den Patienten ein spezielles Kontrastmittel zu spritzen. Die Injektion erfolgt in eine Körpervene. Der Zugang wird entsprechend vor der Untersuchung gelegt.
Umgang mit Platzangst
Generell können die Patienten davon ausgehen, dass der Kopf bei der Untersuchung der unteren Körperhälfte außerhalb des Gerätes liegt. Selten kann eine kurze Narkose notwendig werden. In diesem Fall müssen die Patienten in Begleitung zur Untersuchung kommen, da sie nach der Untersuchung für einen Tag kein Fahrzeug fahren dürfen. Manche Patienten leiden unter der relativen Enge des Geräts ("Platzangst"). Sollte dies für die Patienten zutreffen, sollten sie bitte mit ihrem Hausarzt vorab oder mit dem Radiologen sprechen. Im Zweifel sollten sie sich probeweise in das Gerät legen.
Mammographie
Die Mammographie ist die spezielle Röntgenuntersuchung der Brust. Ziel ist die Früherkennung von Brustkrebs. Speziell noch nicht tastbare Tumoren können durch eine Mammographie aufgespürt werden. Schon winzige Verkalkungen können im Brustgewebe nachgewiesen werden. Diese sogenannten Mikroverkalkungen sind häufig Hinweise auf Brustkrebs. Kleine Tumore sind ab 5 Millimeter Durchmesser zu erkennen. In diesem frühen Stadium ist die Aussicht auf Heilung ausgesprochen gut.
Ob ein Befund gutartig oder bösartig ist, kann in der Regel nicht sofort entschieden werden. Dann sind ergänzende Untersuchungen erforderlich - wie z.B. Sonographie (Ultraschall), eine Kernspinuntersuchung (MR-Mammo) oder eine Biopsie. Erst dann kann eindeutig festgestellt werden, ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelt.
Indikationen für eine Mammographie
Eine abklärende (kurative) Mammographie ist erforderlich bei:
- einem Knoten oder einer Verhärtung
- ungewöhnlichen Schmerzen oder Hautveränderungen
- Ausfluss aus der Brustwarze
- Lymphknoten in der Achselhöhle
- Kontrolluntersuchungen nach Brustkrebs
- starker familiärer Belastung
Gesunde Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden im Rahmen des bundesweiten Mammographie-Screenings alle zwei Jahre zu einer Mammographie eingeladen. In diesem Alter ist das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, relativ hoch.
Mammographie-Screening
Brustkrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Frauen. Mit mehr als 58.000 Neuerkrankungen jährlich in Deutschland ist die Zahl der Brustkrebsfälle in den letzten 25 Jahren um mehr als 20 % gestiegen. Kein anderes Krebsleiden hat sich in den letzten Jahren so dramatisch verbreitet. Je früher Brustkrebs diagnostiziert wird, desto größer sind die Heilungschancen.
Der Deutsche Bundestag hat daher die Einführung eines bundesweiten qualitätsgesicherten Mammographie-Screenings für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren beschlossen. Das heißt, dass aufgrund amtlicher Meldedaten alle Frauen dieser Altersgruppe alle zwei Jahre zu einer für sie kostenlosen Mammographie eingeladen werden.
Das Mammographie-Screening ergänzt Tastbefunde, da noch nicht tastbare Kleinstbefunde durch die digitalen Aufnahmen sichtbar gemacht werden. Die Screening-Praxen wurden sorgfältig ausgesucht und zertifiziert. Die Qualität des Programms zeigt sich u.a. durch:
- die Vorgabe von Mindestuntersuchungszahlen für die beteiligten Ärzte (5000 Frauen jährlich)
- eine obligatorische Doppelbefundung
- die Trennung zwischen Diagnose (durch den Radiologen) und Behandlung (durch weiterbehandelnde Ärzte, z.B. Gynäkologen, Chirurgen)
- regelmäßige Fortbildung und Überprüfung der Radiologen durch Referenzzentren
Vorbereitung auf die Mammographie
Die Mammographie sollte in der ersten Hälfte des Zyklus, etwa 1 Woche nach der Regelblutung, durchgeführt werden. In dieser Zyklusphase ist das Drüsengewebe etwas aufgelockert, so dass einerseits die Qualität der Aufnahmen verbessert wird und andererseits die Brust nicht so druckempfindlich ist. Patientinnen sollten keine Cremes und Puder verwenden! Falls in der Vergangenheit schon eine Mammographie durchgeführt wurde, sollten die Voraufnahmen mitgebracht werden. Da es sich bei der Mammographie um eine Röntgenaufnahme handelt, sollte eine Schwangerschaft ausgeschlossen sein.
Während der Mammographie
Bei der Mammographie steht die Patientin vor dem Untersuchungsgerät. Die Medizinisch-Technische Röntgen-Assistentin (MTRA) bespricht mit der Frau den Ablauf. Diese soll das Ausmaß des Druckes auf die Brust selbst bestimmen. Mit einer Plexiglasplatte wird die Brust dann vorsichtig zusammengedrückt. Bevor der Druck zu stark wird, stoppt das Gerät und die Aufnahme wird ausgelöst. Sofort anschließend lässt der Druck automatisch nach.
Wichtig zu wissen ist, dass die Kompression für eine gute Bildqualität wichtig ist. Die Strahlendosis bei einer komprimierten Brust ist deutlich geringer. Es werden zwei Aufnahmen angefertigt: Eine von oben nach unten sowie eine schräg-seitliche Aufnahme. Danach werden die Aufnahmen nachverarbeitet und an die Befundungsstation übertragen. Das dauert wenige Minuten. Der Arzt führt eine Tastuntersuchung durch und bespricht dann das Ergebnis mit der Patientin. Falls erforderlich, werden zusätzliche Untersuchungen veranlasst, z.B.
Mammographie während der Schwangerschaft
Nein, das Röntgen während der Schwangerschaft sollte auf lebensbedrohliche oder akute Notfälle beschränkt bleiben. Patientinnen müssen vor der Untersuchung in jedem Fall auf eine bestehende oder mögliche Schwangerschaft hinweisen.
Sind Röntgenstrahlen gefährlich?
Röntgenaufnahmen sind nur bei häufiger Anwendung oder sehr hohen Dosen gesundheitlich bedenklich. Moderne Mammographiegeräte wie die in den Praxen des MVZ Kreisklinikums besitzen mehrere Anoden-Filter-Kombinationen, so dass abhängig von der Dichte und Dicke der Brust immer mit geringster Röntgendosis gearbeitet werden kann. Bei digitalen Aufnahmetechniken hilft die sofortige Qualitätskontrolle, Aufnahmewiederholungen zu vermeiden.
Ist die Untersuchung schmerzhaft?
Die mammographische Röntgenuntersuchung an sich ist absolut schmerzfrei. Lediglich die Kompression der Brust zwischen Plexiglasscheiben empfinden manche Frauen als unangenehm.
Konventionelles Röntgen
Die Röntgendiagnostik ist noch immer eine der tragenden Säulen der radiologischen Diagnostik. Die häufigste Untersuchung im Konventionellen Röntgen ist nach wie vor die Thoraxaufnahme, d.h. die Röntgenuntersuchung der Brustorgane. Das Skelett wird ebenfalls häufig untersucht, zunehmend seltener der Magen-Darm-Trakt. Eine weitere wichtige Untersuchung ist die des harnableitenden Systems (Nieren, Harnleiter, Harnblase).
Durchführung der Untersuchung
Röntgen ist ein schmerzloses Verfahren. Röntgenstrahlen durchdringen unbemerkt den Körper und werden dahinter mit Detektoren wieder messbar aufgefangen. Es handelt sich in allen Fällen um statische Aufnahmen, die eine Momentaufnahme des Skeletts oder der inneren Organe abbilden. Müssen Bewegungs- und Verlaufsvorgänge dargestellt werden, kommen Durchleuchtungsgeräte zum Einsatz. Der Arzt kann hierbei die Organbewegung oder den Fluss eines Kontrastmittels quasi in Echtzeit mitverfolgen.
Vorbereitung auf die Untersuchung
Die Vorbereitung im Konventionellen Röntgen ist in Abhängigkeit von der bevorstehenden Untersuchung sehr unterschiedlich. Patienten sollten auf jeden Fall ihre alten Röntgenaufnahmen und ihren Röntgenpass zur Untersuchung mitbringen. Bei den meisten Untersuchungen, gerade im Skelettbereich oder bei der Thoraxaufnahme sind keine Vorbereitungen notwendig. Anders sieht das bei der Diagnostik von Nieren, Galle und Magen-Darm-Trakt aus. Hier muss der Patient einige Stunden zuvor nüchtern sein, häufig werden die Untersuchungen daher auch direkt am Morgen durchgeführt. Gelegentlich ist es sogar notwendig, Kontrastmittel schon zuhause einzunehmen.
Ultraschall (Sonographie)
Eine Untersuchung mit Hilfe des Ultraschalls (Sonographie) ist ein vollkommen ungefährliches Verfahren, das gänzlich ohne Strahlenbelastung auskommt und dadurch sogar bei Schwangerschaft gefahrlos angewendet werden kann. Das Prinzip der Sonographie beruht auf der Anwendung von Ultraschallwellen im nicht hörbaren Bereich. Der untersuchende Arzt erhält zweidimensionale Live-Bilder, die ihm über einen Monitor eine Vorstellung von Größe, Form und Struktur des untersuchten Bereiches vermitteln. Die Ultraschall-Untersuchung benötigt einen erfahrenen Diagnostiker, da die Qualität der Untersuchungsergebnisse in starkem Maße vom untersuchenden Arzt abhängt.
Standorte des MVZ DRZ
Das MVZ DRZ (Radiologisches Zentrum) verfügt über mehrere Standorte in Deutschland, die eine umfassende radiologische Versorgung anbieten.
MVZ DRZ Sinsheim
Das Radiologische Zentrum eröffnete 2001 den ersten Standort in Sinsheim. Moderne Ausstattung und der fachliche Austausch mit niedergelassenen und stationären Fachärzten des angebundenen GRN Klinikum ermöglichen eine Diagnostik und Befunderstellung auf hohem Niveau. Das Zentrum befindet sich direkt im Röntgenpavillion (Gebäude Z) des Krankenhauses in zentraler Lage von Sinsheim.
MVZ DRZ Eberbach
Im Jahr 2006 folgte neben dem Standort Sinsheim der Standort Eberbach. Die Praxis mit MRT, CT und Röntgen befindet sich seit Anfang 2021 im Neubau direkt neben dem Krankenhaus Eberbach. Die Praxis verfügt über eine Kooperation mit GRN Klinik Eberbach zur Versorgung von stationären Patienten. Das CT steht dabei für die Notfallversorgung in der Nacht und am Wochenende und an Feiertagen zur Verfügung.
MVZ DRZ Erbach
Im Jahr 2009 wurde mit der Erweiterung auf den Standort Erbach (Hessen) die bundeslandübergreifende radiologische Berufsausübungsgemeinschaft gegründet. Das Zentrum liegt in den Räumen des Gesundheitszentrums Odenwaldkreis GmbH (GZO).
MVZ DRZ Walldorf
Die Radiologische Praxis Walldorf wurde 2011 als Teil der bundeslandübergreifenden Gemeinschaftspraxis mit den Standorten Sinsheim-Eberbach-Erbach-Heidelberg gegründet und befindet sich seit Dezember 2013 in den neuen modernen Räumen im Ärztehaus an der Drehscheibe Walldorf. Die Patienten profitieren von der engen interdisziplinären Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Fachärzten im neuen Ärztehaus und der Umgebung. Die digitale Vernetzung aller Standorte sowie enge Kooperation u.a.
MVZ DRZ Heidelberg
Die Radiologische Praxis Heidelberg wurde im Jahr 2013 als fünfter Standort des Radiologischen Zentrums gegründet und liegt im Herzen Heidelbergs. In Kooperation mit dem AGAPLESION Bethanien Krankenhaus werden modernste radiologische- und nuklearmedizinische Diagnoseverfahren vorgehalten. Als deutschlandweit erstes niedergelassenes Facharztzentrum für Radiologie, nahm im Jahr 2014 „Das Radiologische Zentrum Sinsheim-Eberbach-Erbach-Walldorf-Heidelberg“ im AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS HEIDELBERG einen Dual-Source-Computertomographen (CT) der neuesten Generation - den Siemens SOMATOM Force - in Betrieb. Dieses High-End Gerät ist ein diagnostisches Werkzeug für fast jede radiologische Fragestellung. Kurze Untersuchungszeiten bei geringster Strahlendosis und deutlich reduzierter Kontrastmittelkonzentration, ermöglichen es insbesondere sensiblen Patientengruppen, unter anderem sehr jungen Patienten, mehrfach Erkrankten und älteren Menschen, adipösen Personen und Patienten mit einer Niereninsuffizienz, Zugang zu sehr schonender Diagnostik. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die nicht-invasive Bildgebung des Herzens, insbesondere der Herzkranzgefäße, der so genannten Kardio-CT-Diagnostik.
Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem (MUL - CT)
Die Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem (MUL - CT) ist eine junge und innovative Universität, die sich der Forschung, Lehre und Patientenversorgung widmet. Die MUL - CT wurde am 1. Juli 2024 mit dem Wechsel des Carl-Thiem-Klinikums von der kommunalen in die Landesträgerschaft gegründet. Die staatliche Universitätsmedizin wird den Kern eines digital unterstützten Netzwerks von Akteuren aus Gesundheit und Pflege in der Modellregion Gesundheit Lausitz bilden. Neben der Stärkung der Gesundheitsversorgung in der Lausitz und der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten für Brandenburg soll mit der Forschung rund um die Schwerpunkte Gesundheitssystemforschung und Digitalisierung des Gesundheitswesens ein Beitrag zur Modernisierung des Gesundheitssystems in ganz Deutschland geleistet werden.
Bereits im kommenden Jahr werden die ersten Studierenden starten. Im Vollausbau sind perspektivisch jährlich 200 Erstsemester-Studienplätze, 80 Professuren und rund 1.300 zusätzliche Stellen für Forschung und Lehre geplant. Die Gesamtkosten für den Aufbau der Universitätsmedizin bis 2038 betragen rund 3,7 Milliarden Euro - mehr als die Hälfte davon trägt der Bund im Rahmen des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen.
Schwerpunkte der MUL - CT
Die MUL - CT setzt auf modernste Technik und innovative Lehrkonzepte. Ein zentraler Bestandteil ist die Einführung der Primärpflege (Primary Nursing) als Ganzhausansatz. Ein Modell, das Pflegefachpersonen stärkt, Prozesse strukturiert und die Qualität im gesamten Versorgungssystem verbessert.
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