Neurologie Privatklinik Döbling: Leistungen und Schwerpunkte

Die Privatklinik Döbling bietet im Bereich der Neurologie ein umfassendes Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen für Erkrankungen des Nervensystems an. Dabei werden sowohl ambulante als auch stationäre Patienten individuell und umfassend betreut.

Diagnostik und Behandlungsspektrum

Die Neurologie in der Privatklinik Döbling deckt das gesamte Spektrum der nicht-operativen Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems ab. Zu den Schwerpunkten gehören:

  • Morbus Parkinson: Diagnostik und Therapie von Parkinson-Erkrankungen.
  • Multiple Sklerose (MS): Umfassende Betreuung von MS-Patienten.
  • Demenzen: Abklärung und Behandlung verschiedener Demenzformen.
  • Polyneuropathien: Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der peripheren Nerven.
  • Tremor-Erkrankungen: Behandlung von Patienten mit verschiedenen Formen von Tremor.
  • Weitere neurologische Beschwerdebilder: Abklärung und Behandlung eines breiten Spektrums neurologischer Erkrankungen.

Moderne Untersuchungsverfahren, präzise klinische Diagnostik und die Erfahrung des Ärzteteams ermöglichen eine klare Diagnose, auch wenn die Symptome unspezifisch sind oder mehrere Ursachen in Frage kommen.

Ambulante neurologische Praxis

Die ambulante neurologische Praxis der Privatklinik Döbling bietet eine umfassende und individuelle Betreuung, die vom ersten Verdacht über die gesicherte Diagnose bis zur kontinuierlichen Therapieplanung reicht. Durch die wohnortnahe Versorgung, kurze Wege und ein eng vernetztes Team ist eine langfristige Begleitung der Patienten möglich. Entwicklungen können frühzeitig erkannt und Behandlungen laufend optimiert werden.

Genetische Ursachen neurologischer Erkrankungen

In den letzten Jahren hat die genetische Forschung wichtige Erkenntnisse über die Ursachen verschiedener neurologischer Erkrankungen geliefert. So wurden beispielsweise Mutationen im Gen PRRT2 mit verschiedenen neurologischen Phänotypen in Verbindung gebracht, darunter:

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  • Benigne familiäre infantile Epilepsie (BFIE): Anfälle treten meist zwischen dem 4. und 12. Lebensmonat auf. Die psychomotorische Entwicklung ist in der Regel unauffällig, und die Anfälle sistieren meist spontan um das zweite Lebensjahr.
  • Paroxysmale kinesigene Dyskinesie (PKD): Eine Bewegungsstörung, bei der es zu anfallsartigen, unwillkürlichen Bewegungen kommt, die durch plötzliche Bewegungen nach körperlicher Ruhe, Aufstehen aus dem Sitzen, Geschwindigkeitswechsel beim Gehen oder Erschrecken ausgelöst werden können.
  • Infantile Convulsionen mit paroxysmaler Choreoathetose (ICCA): Das gemeinsame Auftreten von BFIE und PKD bei einem Patienten.
  • Familiäre Migräne: In einzelnen Familien wurden PRRT2-Mutationen auch als Ursache einer familiären hemiplegischen Migräne (FHM) bzw. einer episodischen Ataxie oder einer Migräne mit Aura identifiziert.

Das Gen PRRT2 kodiert für ein Protein, das im Gehirn exprimiert wird und dort in die Neurotransmitterfreisetzung der präsynaptischen Membran involviert ist. Die Erkrankung folgt einem autosomal dominanten Erbgang mit unvollständiger Penetranz. Neumutationen sind mehrfach beschrieben und erklären sporadisch auftretende Fälle.

Forschungsschwerpunkte

Die Neurologie der Privatklinik Döbling engagiert sich auch in der Forschung. Zu den Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem:

  • Genetische Ursachen von Bewegungsstörungen: Identifizierung von Genen, die an der Entstehung von Dystonie und anderen Bewegungsstörungen beteiligt sind.
  • Immuntherapie bei neurologischen Erkrankungen: Untersuchung der Wirksamkeit von Immuntherapien bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen, wie z.B. der Anti-IgLON5-Krankheit.
  • Cerebelläre Funktion bei neurologischen Erkrankungen: Untersuchung der Rolle des Kleinhirns bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen, wie z.B. Dystonie und Schlaganfall.
  • Tiefe Hirnstimulation (THS) bei Bewegungsstörungen: Optimierung der THS-Behandlung bei Dystonie und anderen Bewegungsstörungen.
  • Nicht-motorische Symptome bei Parkinson-Erkrankung: Untersuchung der Häufigkeit und des Einflusses von nicht-motorischen Symptomen bei Parkinson-Patienten.

Ausgewählte Publikationen

Die wissenschaftliche Arbeit der Neurologie der Privatklinik Döbling spiegelt sich in zahlreichen Publikationen in renommierten Fachzeitschriften wider. Einige ausgewählte Publikationen sind:

  • Early Treatment With Intravenous Immunoglobulins and Outcomes of Patients With Anti-IgLON5 Disease: Untersucht die Wirksamkeit einer frühen Behandlung mit intravenösen Immunglobulinen bei Patienten mit Anti-IgLON5-Krankheit.

  • Cerebellar Modulation of Sensorimotor Associative Plasticity Is Impaired in Cervical Dystonia: Untersucht die Beeinträchtigung der cerebellären Modulation der sensomotorischen assoziativen Plastizität bei zervikaler Dystonie.

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  • Relevance of genetic testing in the gene-targeted trial era: the Rostock Parkinson's disease study: Untersucht die Relevanz genetischer Tests im Zeitalter zielgerichteter Gentherapien am Beispiel der Rostocker Parkinson-Studie.

  • HbA1c and Motor Outcome in Parkinson's Disease in the Mark-PD Study: Untersucht den Zusammenhang zwischen HbA1c-Wert und motorischem Outcome bei Parkinson-Patienten im Rahmen der Mark-PD-Studie.

  • Pallidal lead placement in dystonia: leads of non-responders are contained within an anatomical range defined by responders: Untersucht die Platzierung von Pallidum-Elektroden bei Dystonie und zeigt, dass die Elektroden von Non-Respondern innerhalb eines anatomischen Bereichs liegen, der durch Responder definiert wird.

Diese Publikationen zeigen die Expertise und das Engagement der Neurologie der Privatklinik Döbling in der Forschung und Behandlung neurologischer Erkrankungen.

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