Die neurologische Versorgung in Schweinfurt und Umgebung ist vielfältig und umfasst verschiedene Angebote, von der ambulanten Akutversorgung bis hin zur spezialisierten Beratung und Unterstützung für Menschen mit Nerven- und Muskelerkrankungen. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die wichtigsten Anlaufstellen und Leistungen.
Umzug der Bereitschaftspraxis Schweinfurt
Ab dem 1. April 2025 befindet sich die Bereitschaftspraxis Schweinfurt der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) im Leopoldina-Krankenhaus. Bisher war sie im Krankenhaus St. Josef untergebracht. Patientinnen und Patienten werden gebeten, den Haupteingang des Leopoldina-Krankenhauses zu nutzen. Der Weg zur Praxis im Hauptgebäude B, 4. OG auf Station 41, ist ausgeschildert.
Die Öffnungszeiten der Bereitschaftspraxis bleiben unverändert:
- Mo, Di, Do: 18:00 - 21:00 Uhr
- Mi und Fr: 16:00 - 21:00 Uhr
- Sa, So, FT: 09:00 - 21:00 Uhr
Die Bereitschaftspraxen der KVB sind bayernweit zentrale Anlaufstellen für Patienten, die außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten akut eine ambulante medizinische Versorgung benötigen.
Hausbesuche durch den Fahrdienst
Sollten Hilfesuchende nicht in der Lage sein, die Praxis selbst aufzusuchen, führt ein Fahrdienst bei medizinischer Notwendigkeit Hausbesuche durch. Dies stellt sicher, dass auch immobile Patienten die notwendige medizinische Versorgung erhalten können.
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Ärztlicher Bereitschaftsdienst und Notarzt
Es ist wichtig, den Ärztlichen Bereitschaftsdienst von der notärztlichen Versorgung zu unterscheiden. Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen ist stets der Notarzt unter der kostenfreien Rufnummer 112 zu verständigen. Der Ärztliche Bereitschaftsdienst ist kostenlos und vorwahlfrei unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116 117 erreichbar. Die aktuellen Öffnungszeiten aller Bereitschaftspraxen in Bayern sind auf der Internetseite www.bereitschaftsdienst-bayern.de zu finden.
Diagnostische Verfahren in der Neurologie
In der neurologischen Diagnostik kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz, um die Funktion von Nerven und Gehirn zu untersuchen. Zu den gängigen Methoden gehören:
- Nervenmessungen: Hierbei werden die motorischen Nerven (die Impulse vom Gehirn zu den Muskeln übertragen) und die sensiblen Nerven (die Informationen über Temperatur, Schmerzen etc. vom Fuß oder der Hand zum Gehirn leiten) untersucht.
- EMG (Elektromyogramm): Bei dieser Untersuchung werden mit einer feinen Nadel ein oder mehrere Muskeln untersucht, um beispielsweise Muskelerkrankungen zu diagnostizieren.
- EEG ("Hirnstrommessung"): Das EEG wird eingesetzt, um Funktionsstörungen des Gehirns zu überprüfen, beispielsweise bei Patienten mit Epilepsie.
Alle diese Untersuchungen sind ungefährlich.
Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke (DGM)
Die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) ist die größte Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Nerven- und Muskelerkrankungen. Die neurologischen Kliniken in Schweinfurt arbeiten intensiv mit der DGM zusammen, um die bestmögliche Behandlung und Unterstützung für ihre Patientinnen und Patienten zu gewährleisten.
Leistungen der DGM
Die DGM leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität von Muskelkranken durch:
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- Aufklärung der Öffentlichkeit
- Beratung der Betroffenen zur Lebensbewältigung
- Förderung der Erforschung neuromuskulärer Erkrankungen
- Politische Interessenvertretung
Ziel ist die Selbstbestimmung, Integration und Gleichstellung sowie die stetige Verbesserung der Lebensqualität von Muskelkranken.
Beratungsangebot der DGM
Die DGM bietet eine psychosoziale Beratung an, die unter anderem umfasst:
- Weitergabe von umfassendem Infomaterial für Muskelkranke
- Seelische Begleitung bei der Krankheitsbewältigung
- Kontaktvermittlung zu Selbsthilfegruppen
- Sozialrechtliche Beratung (Umgang mit Behörden etc.)
- Beratung zur Bewältigung des Alltags (Beruf, Wohnsituation etc.)
- Beratung zur Auswahl und Finanzierung von Hilfsmitteln
Ansprechpartner und Kontakt
Beratungsgespräche im Raum Unter- und Oberfranken sind telefonisch, in der Beratungsstelle, in der Ambulanz der Klinik oder bei den Betroffenen zu Hause möglich. Eine spezialisierte Ergotherapeutin der DGM Bayern bietet in den Kliniken kostenlose Beratungen an. Ansprechpartnerin ist Angelika Eiler (Dipl. ).
Fortbildungen und Wissenstransfer
Regelmäßige Fortbildungen sind ein wichtiger Bestandteil der neurologischen Versorgung. Hier werden beispielsweise wichtige Krankheiten besprochen, Untersuchungstechniken geübt und neue Behandlungsmöglichkeiten erklärt. Dies dient dazu, das Wissen der Ärzte und Therapeuten auf dem neuesten Stand zu halten und die Qualität der Behandlung kontinuierlich zu verbessern. Dr. Dr. sind Beispiele für engagierte Fachkräfte in diesem Bereich.
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