Neurologie Siloah Pforzheim: Umfassende Versorgung und Expertise

Das Siloah St. Trudpert Klinikum in Pforzheim bietet ein breites Spektrum an neurologischen Leistungen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Neurologie am Siloah Klinikum, von den angebotenen Behandlungen und diagnostischen Verfahren bis hin zu den Kooperationen und Spezialsprechstunden. Das Klinikum hat elf Kliniken und ein Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie.

Neurologische Klinik: Behandlungsspektrum

Die Neurologische Klinik des Siloah St. Trudpert Klinikums (mit 60 Betten) behandelt ein breites Spektrum an Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der peripheren Nerven und der Muskeln.

Zum Behandlungsspektrum gehören unter anderem:

  • Schlaganfallbehandlung und -diagnostik
  • Periphere Nervenerkrankungen (Nervenverletzungen, -entzündungen, Engpasssyndrome wie z.B. Karpaltunnelsyndrom)
  • Multiple Sklerose und andere neurologische Autoimmunerkrankungen

Darüber hinaus werden auch Angsterkrankungen, depressive Störungen, psychosomatische Störungen, Anpassungsstörungen, posttraumatische Störungen und seelische Beeinträchtigungen als Folge chronischer körperlicher Erkrankungen behandelt. In der Behandlung werden mit den Patientinnen und Patienten persönliche Therapieziele vereinbart und die jeweiligen Denkweisen und lebensgeschichtlichen Erfahrungen einbezogen.

Diagnostische Verfahren in der Neurologie

Die Neurologische Klinik bietet ein umfassendes Spektrum an diagnostischen Verfahren, um neurologische Erkrankungen präzise zu erkennen und zu behandeln. Dazu gehören:

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Elektroenzephalographie (EEG)

Die Elektroenzephalographie (EEG) ist die wichtigste Untersuchung in der Diagnosestellung der Epilepsien. Normalerweise werden für ein EEG 21 Elektroden verwendet. Um das Anbringen zu erleichtern, sind sie meist samt Kabeln in einer Haube zum Aufsetzen auf den Kopf befestigt. Eine Rasur ist nicht nötig. Gemessen wird in entspannter, möglichst ruhiger Haltung im Liegen oder Sitzen. Während der Untersuchung gibt eine medizinische Fachkraft Anweisungen, zum Beispiel die Augen zu öffnen oder heftig ein- und auszuatmen.

Elektromyographie (EMG)

Das Elektromyogramm (EMG) misst die elektrische Aktivität der Muskeln. Das elektromyographisch gemessene Aktivitätsmuster hilft bei der Unterscheidung und Zuordnung von muskulär und nervlich bedingten Erkrankungen. Bei einigen Erkrankungen lässt die Methode auch prognostische Aussagen über den Heilungsverlauf zu, so zum Beispiel bei Nervenverletzungen nach einem Unfall oder einer druckbedingten Nervenschädigung oder auch bei bestimmten Formen von Muskelentzündungen. Ernsthafte Komplikationen treten im Allgemeinen nicht auf. Die verwendeten Nadelelektroden sind wesentlich dünner als Injektionsnadeln zur Blutentnahme. Die Einstiche sind mit denen einer Akupunktur vergleichbar. Eine elektromyographische Untersuchung kann nicht durchgeführt werden, wenn eine Störung der Blutgerinnung vorliegt, zum Beispiel bei Bluterkrankungen oder unter einer medikamentösen Blutverdünnung mit Heparin, Cumarinen oder modernen Antikoagulanzien (z. B. Dabigatran / Rivaroxaban).

Elektroneurographie (ENG)

Die Elektroneurographie hilft bei der Untersuchung, Zuordnung und Verlaufsbeobachtung von verschiedenen Nerven- und Muskelerkrankungen. Dabei wird sie im Bedarfsfall mit der Elektromyographie kombiniert. Hierdurch wird es möglich, Art und Ausmaß struktureller Schädigungen der betreffenden Nerven- und Muskelzellen zu beschreiben. Bei stoffwechselbedingten Nervenerkrankungen (z. B. Bei der Untersuchung ist die Reizung mit schwachen Stromimpulsen notwendig. Diese Impulse können in Abhängigkeit von der zugrundeliegenden Nervenerkrankung als unangenehm empfunden werden. Die elektrische Reizung ist indessen für die Patient*innen im Allgemeinen harmlos.

Evozierte Potentiale (VEP, AEP, SEP)

  • VEP - Visuell evozierte Potentiale: ermöglichen eine Beurteilung des Sehnerven und der Sehbahn, vor allem in der Diagnostik der Optikusneuritis bei Multipler Sklerose. Bei der Untersuchung betrachtet der Patient auf einem Bildschirm ein digitales Schachbrettmuster, das in Sekundenabständen seine Farben wechselt (schwarz wird zu weiß und umgekehrt).
  • (F)AEP - (Frühe) akustisch evozierte Potentiale: ermöglichen eine Beurteilung der zentralen und peripheren Hörbahn und werden bei Erkrankungen des Hörnerven sowie des Hirnstamms eingesetzt. Den Patient*innen werden über einen Kopfhörer Töne vorgespielt.
  • SEP - Somatisch evozierte Potentiale (SSEP = Somatosensibel evozierte Potentiale): ermöglichen eine Beurteilung der zentralen somatosensiblen Leitungsbahn und peripherer sensibler Nerven. Über eine Stimulationselektrode in der Nähe eines sensiblen Nervs werden wiederholte elektrische Reize gesetzt. Typische Reizorte sind der Nervus tibialis am Bein oder der Nervus medianus an der Hand, aber auch der Gesichtsnerv. Gemessen wird die Geschwindigkeit der Reizübertragung bis zum Gehirn oder Rückenmark. Im Rahmen der Diagnostik neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen sowie im Rahmen von Routineuntersuchungen, um z.B.

Ultraschalldiagnostik (Sonographie)

Die Ultraschalldiagnostik (Sonographie) in der Neurologie beinhaltet die Beurteilung der den Kopf und das Gehirn versorgenden Schlagadern (Arterien) mit der sogenannten Doppler- bzw. In der neurologischen Gefäßultraschalldiagnostik werden hauptsächlich Verengungen (Stenosen), Verschlüsse, aber auch Umgehungskreisläufe beurteilt. Die gesamte Untersuchung dauert im Allgemeinen ca. 15 Minuten. In Ergänzung zur Elektroneurographie und Elektromyographie lassen sich mit diesem Verfahren Zusatzinformationen erlangen. Besonders ist dies bei der Frage nach einem Karpaltunnelsyndrom und bei der Diagnose entzündlicher Neuropathien (z. B.

Spezialsprechstunden für spezifische Erkrankungen

Um eine optimale Betreuung von Patient*innen mit spezifischen neurologischen Erkrankungen zu gewährleisten, bietet das Siloah St. Trudpert Klinikum spezielle Sprechstunden an:

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Multiple Sklerose (MS)-Sprechstunde

Für Patientinnen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, gibt es eine spezielle Sprechstunde bei einer speziell ausgebildeten MS-Nurse. Hier können zusätzlich zum Arzt-Patientinnen Gespräch spezifische Fragen, z.B. zu Nebenwirkungen der oralen Medikation, der Spritzen- oder Infusionsbehandlung oder auch allgemeine Fragestellungen zum alltäglichen Umgang mit der Erkrankung ausführlich erörtert werden. Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems, von der allein in Deutschland mehr als 250.000 Menschen betroffen sind. Wir bieten das komplette Spektrum der Diagnostik und Therapie bei neurologischen Autoimmunerkrankungen (z.B.

Parkinson-Sprechstunde

Für Patientinnen mit Parkinsonerkrankungen gibt es eine spezielle Sprechstunde bei einer speziell ausgebildeten Parkinson-Nurse. Hier können zusätzlich zum Arzt-Patientinnen-Gespräch spezifische Fragen, z.B. zu Nebenwirkungen der oralen Medikation, der Pflaster- und Pumpenbehandlung oder auch allgemeine Fragestellungen zum alltäglichen Umgang mit der Erkrankung ausführlich erörtert werden.

Kooperationen und Erweiterungen des Siloah St. Trudpert Klinikums

Das Siloah St. Trudpert Klinikum hat seine Kompetenzen durch Kooperationen und Übernahmen erweitert, um eine noch umfassendere Versorgung der Patient*innen zu gewährleisten.

Übernahme der Rommel-Klinik in Bad Wildbad

Der Evangelische Diakonissenverein Siloah ist als Mehrheitsgesellschafter in die Rommel-Klinik GmbH in Bad Wildbad eingestiegen. Sowohl die medizinische Ausrichtung und die Schwerpunkte des Fachkrankenhauses für Orthopädie, Neurologie und Schmerzmedizin wie auch der Standort am Kurpark in Bad Wildbad sollen erhalten bleiben. Eine Anbindung an das Siloah St. Trudpert Klinikum in Pforzheim ermöglicht der Rommel-Klinik zukünftig den Zugriff auf breite medizinische Kompetenzen und Ausstattung.

PD Dr. Oliver Rommel, Leiter der neurologischen Abteilung der Rommel-Klinik, blickt positiv in die Zukunft: „Unsere konservativ orthopädische und neurologische Fachklinik erhält durch die Anbindung an das Siloah St. Trudpert Klinikum in Pforzheim eine starke medizinische Basis, die die Versorgung unserer gemeinsamen Patient*innen weiter verbessern wird.“

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Vorteile der Kooperation

Durch die Kooperation profitieren beide Kliniken:

  • Die Rommel-Klinik erhält Zugang zu breiteren medizinischen Kompetenzen und Ausstattung des Siloah St. Trudpert Klinikums.
  • Das Siloah St. Trudpert Klinikum erweitert sein Spektrum und profitiert von der Expertise der Rommel-Klinik in der konservativen Behandlung orthopädischer und neurologischer Erkrankungen.
  • Patient*innen beider Standorte profitieren von der fachlichen Zusammenarbeit und einer optimalen Patientenversorgung.

Weitere Informationen und Services

Ausstattung und Services des Siloah St. Trudpert Klinikums

Das Siloah St. Trudpert Klinikum bietet seinen Patient*innen eine komfortable Ausstattung und vielfältige Services:

  • Zimmerausstattung: Einzelzimmer mit eigenem Bad, Premium- und Komfortzimmer, Zwei-Bett-Zimmer mit Bad, Premium- und Komfortzimmer.
  • Barrierefreiheit: Zimmerausstattung mit rollstuhlgerechten Sanitäranlagen, rollstuhlgerechter Zugang zu Serviceeinrichtungen.
  • Service für Patienten aus dem Ausland.
  • Unterbringung von Begleitpersonen: bei Begleitpersonen von Kindern bis 6 Jahre kostenfrei; bei schwerkranken Patienten im Zimmer (wenn medizinisch begründet) kostenfrei.

Zertifizierte Zentren

Das Siloah St. Trudpert Klinikum verfügt über zertifizierte Zentren, die eine hohe Qualität in der Behandlung bestimmter Erkrankungen gewährleisten:

  • Onkologische Zentren: Zertifiziert durch die Deutsche Krebsgesellschaft
  • Brustzentrum Siloah St. Trudpert Klinikum Pforzheim

Wichtige Hinweise für Patient*innen

  • Bitte planen Sie genügend Zeit für die Parkplatzsuche ein.
  • Alle relevanten Vorbefunde wie z.B. Unsere Mitarbeiterinnen werden alle relevanten Befunde in Ihre elektronische Karteikarte scannen und Ihnen die Unterlagen am Ende Ihres Besuchs zurückgeben.
  • Ab Herbst 2025 startet die neue elektronische Patientenakte, die ePA für alle.

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