Die SLK-Klinik Löwenstein bietet ein breites Spektrum an neurologischen Leistungen, um Patienten eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Dabei wird großer Wert auf interdisziplinäre Zusammenarbeit und individuelle Therapiepläne gelegt.
Interdisziplinäre Patientenversorgung
Die Patienten werden von einem gemeinsamen Team aus Spezialisten in Arztpraxen und Krankenhäusern versorgt. Jedes Team besteht aus einer fachärztlichen Teamleitung, einem Kernteam und einem erweiterten Kreis, aus dem bei Bedarf weitere Experten hinzugezogen werden können. Für jede Krankheit ist genau festgelegt, welche Fachärzte Teil des Teams sein müssen. Behandelt wird jeweils nur die Erkrankung, für die das ASV-Team gegründet ist. Wenn Sie parallel zu Ihrer ASV-Versorgung eine andere Erkrankung haben oder bekommen - zum Beispiel Bluthochdruck oder eine Grippe - lassen Sie diese bitte von Ihren bisherigen, regulären Ärzten behandeln. Um Ihnen als Patient die Teilnahme zu erleichtern, praktizieren die Ärzte eines ASV-Teams jeweils in angemessener Nähe zueinander.
Die Behandlungsdauer kann stark variieren. In manchen Fällen wird nur eine genauere Diagnose gestellt; in anderen Fällen geht die Betreuung im Team weiter und kann Monate oder Jahre dauern.
Therapieangebote im Überblick
Die SLK-Klinik Löwenstein bietet ein vielfältiges Spektrum an Therapieangeboten, um den individuellen Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden. Hierzu gehören unter anderem:
Physiotherapie und Krankengymnastik
Physiotherapie bildet den Oberbegriff für die Krankengymnastik. Als natürliches Heilverfahren unterstützt sie körperliche Funktionsstörungen mit speziellen Behandlungstechniken/methoden. Zudem kann Physiotherapie auch als präventive Maßnahme im Bereich der Gesundheitsvorsorge angewandt werden.
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Die Krankengymnastik (KG) umfasst eine Vielzahl an mobilisierenden und stabilisierenden Behandlungsmethoden und -techniken, die sich insbesondere dem Haltungs- und Bewegungsapparat widmen. Hierbei werden Erkrankungen, Verletzungen, Verletzungsfolgen und Funktionsstörungen behandelt. Ferner befasst sich die Krankengymnastik auch mit den inneren Organen / dem Organsystem.
Eine spezielle Art der Krankengymnastik dient der Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems (KG-ZNS) bzw. des Rückenmarks unter Einsatz von neurologischen Techniken wie Bobath, Vojta oder PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation). Zudem werden die natürlich vorhandenen Bahnungs- und Hemmungsmechanismen des Nervensystems hierfür ausgenutzt.
Manuelle Therapie
Die Manuelle Therapie (MT) behandelt primär durch impulslose Mobilisation oder durch Weihteiltechniken eine Vielzahl an Funktionsstörungen. Hierzu zählen beispielsweise die Widerherstellung oder Minderung von Muskel- und Funktionsstörungen, Mobilisation von Bewegungssegmenten der Wirbelsäule aber auch die Schmerzlinderung.
Atemtherapie
Sie fördert die bewusste Körperwahrnehmung und erleichtert die Atmung. Sie wird hauptsächlich bei Patienten mit obstruktiven (z.B. Asthma oder COPD) oder restriktiven (z.B. Lungenfibrose) Atemerkrankungen angewandt. So soll sich z.B. Sekret besser lösen oder Atemnot gelindert werden. Der Patient erlernt Übungen zur Kräftigung der Atemmuskulatur, Verbesserung der Beweglichkeit des Oberkörpers, zum Reinigen und Weithalten der Atemwege sowie Verhalten im Notfall.
Sporttherapie
Bei der Sporttherapie handelt es sich um eine bewegungstherapeutische Maßnahme, die mit geeigneten Mitteln des Sports gestörte körperliche, psychische und soziale Funktionen kompensiert, regeneriert, Sekundärschäden vorbeugt und gesundheitlich orientiertes Verhalten fördert.
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Extensionsbehandlung
Bei der Schlingentischtherapie werden der Körper oder einzelne Körperteile in weichen Schlingen aufgehängt und die Gelenke sowie die Wirbelsäule gezielt entlastet.
Cranio-Mandibuläre Dysfunktion (CMD) Therapie
CMD steht für “Cranio-Mandibuläre Dysfunktion“ und beschreibt die Funktionsstörung des Kausystems, die in einer komplexen Kieferfehlstellung einmünden kann. Die Therapie verbindet manuelle Techniken mit physiotherapeutischen Maßnahmen um eine Fehlfunktion im cranio-mandibulären Bereich ( Schädel-Kiefer) zu erkennen und zu behandeln. Anwendung findet die CMD z.B. bei Kiefergelenkserkrankungen, Tinnitus, Zähneknirschen oder nach langwierigen Zahnbehandlungen.
Gerätegestützte Krankengymnastik
Die gerätegestützte Krankengymnastik (KGG) bedient sich dem Wissen der allgemeinen Trainingslehre und ist umfangreicher als die allgemeine Krankengymnastik. Nach der Erstellung eines individuellen Trainingsplanes, inklusive Auf- und Abwärmprogramm, werden Bewegungsabläufe eingeübt und verbessert. Das Training findet in der Regel unter Aufsicht eines Trainers in kleinen Gruppen statt.
Klassische Massagetherapie
Die klassische Massagetherapie (KMT) ist eine in Ruhe ausgeführte Maßnahme, die aktive körperliche Reaktionen insbesondere zur Schmerzlinderung und Regulation des Muskeltonus bewirkt.
Manuelle Lymphdrainage
Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine manuelle Massagetechnik mit rhythmischen und systematischem Griffanforderungen. Neben dem Abfluss interstitieller Flüssigkeit über das Lymph- und Venengefäßsystem wird u.a. auch die Gewebsspaltengefördert.
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Bindegewebsmassage
Die Bindegewebsmassage (BGM) ist eine Reflexzonenmassage. Sie zielt auf die Lösung von Verklebungen und Verhärtungen in bestimmten Bindegewebsregionen. Durch die damit verbesserte Durchblutung und Sauerstoffversorgung werden auf reflektorischem Wege bestimmte Organe positiv beeinflusst. Für jedes Beschwerdebild gibt es eine spezielle Strichführung. Üblicherweise beginnen die ersten Behandlungen immer in der Kreuzbeinregion („kleiner Aufbau“), da sich die meisten Beschwerdebilder schon hier reflektorisch mit Bindegewebseinziehungen oder -quellungen präsentieren.
Marnitz-Therapie
Schlüsselzonenmassage nach Dr. Marnitz ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode. Durch die gezielte Tiefenmassage wird die Durchblutung lokal erhöht und verbessert, eine Steigerung der Stoffwechselaktivität, sowie die Anregung der Reparaturmechanismen zur Heilungsförderung und Dehn- und Mobilisationstechniken verkürzter Strukturen.
Elektrotherapie
Die Maßnahmen der Elektrotherapie (ET) wenden galvanischen Strom, niederfrequente Reizströme oder mittelfrequente Wechselströme mit individuell eingestellten Stromstärken und Frequenzen an und haben u.a. einen positiven Effekt bei der Schmerzlinderung, Durchblutungsförderung sowie der Tonisierung bzw. Detonisierung der Muskulatur.
Wärme- und Kältetherapie
Sowohl Wärme- als auch Kälteanwendungen wirken je nach Indikation schmerzlindernd, beeinflussen den Muskeltonus und wirken reflektorisch auf die inneren Organe. Zudem wirken Naturmoor und Kälteanwendungen zusätzlich noch entzündungshemmend.
Vierzellenbad
Ein Vierzellenbad (VZB) ist ein hydroelektrisches Teilbad. Bei der Behandlung im Vierzellenbad befinden sich die Extremitäten des Patienten in je zwei Arm- und Beinwannen. In allen vier Wannen oder auch Zellen befinden sich zwei Elektroden, die einzeln oder gemeinsam eingeschaltet werden können. Dies macht die großflächige Einwirkung des galvanischen Stroms (Gleichstrom) möglich. Hierbei kann man wahlweise eine Quer- u. Längsdurchflutung nutzen. In der Physiotherapie findet das Vierzellenbad beispielsweise bei Neuralgien (Nervenschmerzen) und Radikulärsyndromen (schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates) Anwendung.
Ergotherapie
Ergotherapie unterstützt und fördert Menschen mit vielseitigen Krankheitsbildern, die in ihren alltäglichen Handlungsfähigkeiten eingeschränkt sind. Nach einem sorgfältigen Aufnahmegespräch und der ergotherapeutischen Befunderhebung werden Sie und bei Bedarf Ihre Angehörigen in die Planung Ihrer Therapie einbezogen. In unserem Therapiezentrum gibt es für Sie die Möglichkeit auch unsere weiteren Therapieangebote zu nutzen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit bringt Ihnen als Patient den Vorteil, dass die einzelnen Therapien jederzeit aufeinander abgestimmt werden.
Logopädie
Die SLK-Klinik Löwenstein bietet auch logopädische Behandlungen für verschiedene Störungsbilder an, darunter:
- Schluckstörungen (Dysphagien)
- bei strukturellen Veränderungen im Mund-, Kiefer-, Rachen und/oder Kehlkopfbereich (z.B. nach tumorchirurgischen Eingriffen)
- bei Patienten mit Trachealkanüle
- aufgrund neurologischer Erkrankungen (z.B. nach Schlaganfall) und neurodegenerativen Erkrankungen (M. Parkinson, MS, ALS, Myasthenie und Chorea Huntington)
- Lähmungen des Gesichtsnervs, des Gaumensegels und der Zunge
- aufgrund psychogener Erkrankungen
- Sprachstörungen im Erwachsenenalter
- Aphasien (hirnorganisch bedingte Sprachstörungen, z.B. nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Traumata)
- Stimmstörungen (Dysphonien)
- Funktionell bedingte Stimmstörungen (Heiserkeit durch Fehlbelastung)
- Organisch bedingte Stimmstörungen z.B. bei Lähmungen der Stimmlippen (Recurrensparese) oder Traumata im Bereich des Kehlkopfes
- Sprechstörungen im Erwachsenenalter
- Dysarthrien und Dysarthrophonien (organisch oder neurologisch bedingte Sprech-, Stimm- und/ oder Atemkoordinationsstörungen, z.B. bei M.
Erweiterte Ambulante Physiotherapie (EAP)
Die EAP ist die ambulante Rehabilitation der Berufsgenossenschaften und der Privatversicherungen. Bei der EAP werden verschiedene Behandlungsformen, die in der Standardtherapie normalerweise isoliert angewendet werden, gezielt miteinander kombiniert und damit die Wirkung vergrößert. Zum Beispiel: Physiotherapie, Massage, Lymphdrainage, physikalische Therapie wie Elektrotherapie, Kälte- oder Wärmeanwendungen. Zusätzlich wird dieses Programm mit der medizinischen Trainingstherapie ergänzt. Durch die Kombination dieser unterschiedlichen Behandlungsformen entsteht ein individuell auf die Diagnose zugeschnittenes, ganzheitliches Therapieprogramm. Hier werden Sie optimal von unseren Therapeuten begleitet und unterstützt. Ziel ist es, die Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit nach Unfallverletzungen zügig wiederherzustellen.
Arbeitsplatzbezogene Muskuloskeletale Rehabilitation (ABMR)
Die Arbeitsplatzbezogene Muskuloskeletale Rehabilitation (ABMR) ist ein medizinisches Rehabilitationsverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung. Die ABMR kann bei speziellen Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates oder Berufskrankheiten erforderlich werden, wenn sich konkret für die Arbeit relevante Aktivitäten in die Therapie integrieren lassen. So werden spezifische Arbeitsabläufe in die Therapie integriert, um eine ausreichende funktionelle Belastbarkeit für die möglichst unmittelbar anschließende Arbeitsfähigkeit der Patientinnen und Patienten zu erreichen und deren Rückkehr an den (bisherigen) Arbeitsplatz zu ermöglichen. Folgende Elemente werden in die Therapie integriert:
- Work hardening
- Ergotherapie mit Schwerpunkt Arbeitsplatztherapie
- Arbeitssimulation
- Praxistraining
Dabei werden nicht nur die verletzten Strukturen trainiert, sondern der ganze Körper wird in die Maßnahmen einbezogen. Das Erlernen und Einüben von Bewegungsabläufen kompensiert verbleibende Defizite.
Aqua-Kurse
Die Aquafitness-Kurse kombinieren Gymnastik-, Konditions-, Koordinations-, Entspannungsübungen und verbessern damit die allgemeine Fitness. Und dies gelenkschonend.
- Aqua-Fit: Stärken Sie die Muskulatur, die Leistungsfähigkeit und fühlen sich dabei im Wasser schwerelos. Neben rhythmischen Bewegungen zur Musik sind auch Laufeinheiten im Wasser Bestandteil der Aqua-Fit Kurse. Aqua-Fit ist gelenkschonend….geniessen Sie Ihre Schwerelosigkeit im Wasser.
- Aqua-Baby: In unseren Aqua-Baby-Kursen werden die unterschiedlichsten Fähigkeiten und Bedürfnisse der Kinder gefördert und unterstützt. Vom Baby- bis über das Kleinkindalter hinaus, wird bei unseren Aqua-Kursen für Kinder auf die vielfältige Wirkungsweise des Wassers gesetzt. So wird die motorische, geistige, seelische und soziale Entwicklung der Kinder gefördert. Die Eltern lernen in der Gruppe Griffe, Lockerungsübungen und Bewegungsanregungen und bekommen in der freien Phase individuelle Anleitung. Folgekurse sind möglich und sinnvoll.
- Aqua-Bike: Aqua-Bike ist ein sehr effektives Fitnesstraining für den ganzen Körper. Einfach aufsitzen, losfahren und schon wird trainiert. Aqua-Bike verbessert u.a. die Ausdauer, hilft abzunehmen und formt Schenkel und Gesäß dank der massierenden Wirkung des Wassers. Bestens geeignet auch für Menschen mit Knie-, Hüft- und Gelenkerkrankungen und verkürzt verletzungsbedingte Pausen nach Operationen. Auch ältere oder übergewichtige Menschen kommen schneller und sanfter wieder in Form.
- Aqua-Zumba: Aqua-Zumba ist Tanzen im Wasser zu Lateinamerikanischer Musik mit sehr hohem Trainingseffekt und viel Spaß bei der Bewegung. Neben der Verbesserung der Ausdauer, werden Kalorien verbrannt und die Muskulatur effektiv trainiert und gestärkt.
- Lernschwimmkurse: Ein Ganzkörpertraining zur Schulung der Koordination, der Körperwahrnehmung, der Konzentration und der Beweglichkeit. Mit viel Spaß erlernen die Kinder am Anfang des Kurses Grundkenntnisse wie Tauchen, Springen und Hüpfen. So wird ganz spielerisch das Selbstvertrauen gestärkt.
Kinesiotape
Beim Kinesiotape handelt es sich um ein elastisch, textiles und elastisches Klebeband und findet seine Anwendung in der Alternativmedizin und im Leistungssport.
Galileo Therapie
Das Prinzip der Galileo-Plattform beruht auf dem natürlichen Bewegungsablauf des Menschen beim Gehen. Die Plattform ist eine Art „Wippe“ die sich durch Einstellungen unterschiedlicher Frequenzen mal mehr mal weniger schnell bewegt.
Therapeutisches Klettern
Grundsätzlich nutzt therapeutisches Klettern vor allem die Tatsache, dass sowohl statische als auch dynamische Muskelarbeit sowie Koordination und Gleichgewicht zum Klettern nötig sind. So können motorische und posturale Kontrolle miteinander verbunden werden. Außerdem ist der hohe Motivationscharakter des Kletterns an sich ein wichtiger Grundbaustein für therapeutisches Klettern. Über die Muskelarbeit für den gesamten Bewegungsapparat hinaus stimuliert therapeutisches Klettern zusätzlich auch die Psyche, stärkt damit das Selbstvertrauen der Patienten in die eigenen Fähigkeiten und fördert durch Erfolgserlebnisse auch die Motivation. Die Übungen im therapeutischen Klettern sind in der Regel modular aufgebaut und variabel einsetzbar. Sie unterscheiden sich in Umfang und Komplexität von einzelnen Zügen bis hin zu komplizierten Bewegungsabläufen.
Behandlungsschwerpunkte
Die SLK-Klinik Löwenstein behandelt ein breites Spektrum an neurologischen Erkrankungen, darunter:
- Orthopädische Erkrankungen: Arthrose, Carpaltunnelsyndrom
- Rheumatische Erkrankungen: Polyarthrose, Morbus Bechterew, Fibromyalgie
- Neurologische Erkrankungen: Z.n.
Nach einer umfassenden Untersuchung wird ein individueller Therapieplan erstellt, der die Gesamtsituation des Patienten berücksichtigt. Die Klinik bietet die Möglichkeit, gerade in Akutphasen oder Übergangssituationen, hochfrequente Therapie bis zu vier Mal wöchentlich in Anspruch zu nehmen. Aber auch bei chronischen Störungen oder neurodegenerativen Erkrankungen steht die Klinik gerne zur Seite und betreut die Patienten langfristig. Dabei arbeiten die Therapeuten bei Bedarf eng mit Physio- und Ergotherapeuten zusammen.
Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)
AMTS ist die Gesamtheit der Maßnahmen zur Gewährleistung eines optimalen Medikationsprozesses mit dem Ziel, Medikationsfehler und damit vermeidbare Risiken für Patientinnen und Patienten bei der Arzneimitteltherapie zu verringern. Die Instrumente und Maßnahmen zur Förderung der Arzneimitteltherapiesicherheit werden mit Fokus auf den typischen Ablauf des Medikationsprozesses bei der stationären Patientenversorgung dargestellt. Eine Besonderheit des Medikationsprozesses im stationären Umfeld stellt das Überleitungsmanagement bei Aufnahme und Entlassung dar.
Die im Folgenden gelisteten Instrumente und Maßnahmen adressieren Strukturelemente, z.B. besondere EDV-Ausstattung und Arbeitsmaterialien, sowie Prozessaspekte, wie Arbeitsbeschreibungen für besonders risikobehaftete Prozessschritte bzw. Konzepte zur Sicherung typischer Risikosituationen. Zusätzlich können bewährte Maßnahmen zur Vermeidung von bzw. zum Lernen aus Medikationsfehlern angegeben werden. Das Krankenhaus stellt hier dar, mit welchen Aspekten es sich bereits auseinandergesetzt bzw. welche Maßnahmen es konkret umgesetzt hat.
Die folgenden Aspekte können, gegebenenfalls unter Verwendung von Freitextfeldern, dargestellt werden:
- Aufnahme ins Krankenhaus, inklusive Anamnese: Dargestellt werden können Instrumente und Maßnahmen zur Ermittlung der bisherigen Medikation (Arzneimittelanamnese), der anschließenden klinischen Bewertung und der Umstellung auf die im Krankenhaus verfügbare Medikation (Hausliste), sowie zur Dokumentation, sowohl der ursprünglichen Medikation der Patientin oder des Patienten als auch der für die Krankenhausbehandlung angepassten Medikation. Elektronische Unterstützung des Aufnahme- und Anamnese-Prozesses (z. B. Möglichkeit einer elektronischen Verordnung, d. h. strukturierte Eingabe von Wirkstoff (oder Präparatename), Form, Dosis, Dosisfrequenz.
- Medikationsprozess im Krankenhaus: Im vorliegenden Rahmen wird beispielhaft von folgenden Teilprozessen ausgegangen: Arzneimittelanamnese - Verordnung - Patienteninformation - Arzneimittelabgabe - Arzneimittelanwendung - Dokumentation - Therapieüberwachung - Ergebnisbewertung. Dargestellt werden können hierzu Instrumente und Maßnahmen zur sicheren Arzneimittelverordnung, z. B. bezüglich Leserlichkeit, Eindeutigkeit und Vollständigkeit der Dokumentation, aber auch bezüglich Anwendungsgebiet, Wirksamkeit, Nutzen-Risiko-Verhältnis, Verträglichkeit (inklusive potentieller Kontraindikationen, Wechselwirkungen u. Ä.) und Ressourcenabwägungen. Außerdem können Angaben zur Unterstützung einer zuverlässigen Arzneimittelbestellung, -abgabe und -anwendung bzw. -verabreichung gemacht werden.Bereitstellung eines oder mehrerer elektronischer Arzneimittelinformationssysteme (z. B. Anwendung von gebrauchsfertigen Arzneimitteln bzw. Vorhandensein von elektronischen Systemen zur Entscheidungsunterstützung (z.B. Meona®, Rpdoc®, AIDKlinik®, ID Medics® bzw. Spezielle AMTS-Visiten.
- Entlassung: Dargestellt werden können insbesondere die Maßnahmen der Krankenhäuser, die sicherstellen, dass eine strukturierte und sichere Weitergabe von Informationen zur Arzneimitteltherapie an weiterbehandelnde Ärztinnen und Ärzte sowie die angemessene Ausstattung der Patientinnen und Patienten mit Arzneimittelinformationen, Medikationsplan und Medikamenten bzw. Aushändigung von arzneimittelbezogenen Informationen für die Weiterbehandlung und Anschlussversorgung der Patientin oder des Patienten im Rahmen eines (ggf.
Prävention von Gewalt und Missbrauch
Gemäß § 4 Absatz 2 der Qualitätsmanagement-Richtlinie haben Einrichtungen die Prävention von und Intervention bei Gewalt und Missbrauch als Teil des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements vorzusehen. Ziel ist es, Missbrauch und Gewalt insbesondere gegenüber vulnerablen Patientengruppen, wie beispielsweise Kindern und Jugendlichen oder hilfsbedürftigen Personen, vorzubeugen, zu erkennen, adäquat darauf zu reagieren und auch innerhalb der Einrichtung zu verhindern. Das jeweilige Vorgehen wird an Einrichtungsgröße, Leistungsspektrum und den Patientinnen und Patienten ausgerichtet, um so passgenaue Lösungen zur Sensibilisierung der Teams sowie weitere geeignete vorbeugende und intervenierende Maßnahmen festzulegen. Dies können u. a. Gemäß § 4 Absatz 2 in Verbindung mit Teil B Abschnitt I § 1 der Qualitätsmanagement-Richtlinie haben sich Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche versorgen, gezielt mit der Prävention von und Intervention bei (sexueller) Gewalt und Missbrauch bei Kindern und Jugendlichen zu befassen (Risiko- und Gefährdungsanalyse) und - der Größe und Organisationsform der Einrichtung entsprechend - konkrete Schritte und Maßnahmen abzuleiten (Schutzkonzept).
Weitere Informationen
Die SLK-Klinik Löwenstein ist Teil eines großen Netzwerks von Gesundheitseinrichtungen in der Region. Dazu gehören unter anderem:
- Neckar-Odenwald-Kliniken gGmbH mit 2 Standorten: Kreiskrankenhaus Buchen, Kreiskrankenhaus Mosbach
- GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH mit 4 Standorten: GRN-Klinik Eberbach, GRN-Klinik Schwetzingen, GRN-Klinik Sinsheim, GRN-Klinik Weinheim
- Kliniken des Landkreises Karlsruhe gGmbH mit 2 Standorten: Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal, Rechbergklinik Bretten
- Klinikum Mittelbaden gGmbH mit 4 Standorten: Stadtklinik Baden-Baden, Kreiskrankenhaus Bühl, Kreiskrankenhaus Forbach, Kreiskrankenhaus Rastatt
- Hohenloher Krankenhaus gGmbH mit 2 Standorten: Krankenhaus Künzelsau, Krankenhaus Öhringen
- Klinikum Stuttgart mit 4 Standorten: Bürgerhospital, Olgahospital, Katharinenhospital, Krankenhaus Bad Cannstatt
Die Klinik arbeitet zudem mit zahlreichen weiteren Krankenhäusern, radiologischen Einrichtungen und niedergelassenen Ärzten in der Region zusammen.
Teleradiologie
Insgesamt werden über 30 Heimarbeitsplätze von Oberärzten und Chefärzten der Radiologie, Neurochirurgie, Neurologie und Urologie genutzt. Neben dem Teleradiologie-Projekt Rhein-Neckar-Dreieck wurden weitere Teleradiologie-Projekte im Rahmen der Zukunftsoffensive III vom Sozialministerium Baden-Württemberg gefördert. An diesen Projekten nehmen insgesamt über 100 weitere Krankenhäuser aus Baden-Württemberg teil. Manche Kliniken sind an mehreren Projekten beteiligt.
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