Das St. Johannes Krankenhaus in Troisdorf hat einen neuen Chefarzt für die Abteilung für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie bekommen. Dieser Wechsel markiert einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung der neurologischen Versorgung in der Region. Die GFO Kliniken Troisdorf setzen auf moderne, wohnortnahe ambulante und stationäre Therapiemöglichkeiten, die individuell auf die Bedürfnisse der Patient:innen abgestimmt sind. Dabei wird ein ganzheitlicher Behandlungsansatz verfolgt, der die persönlichen körperlichen, mentalen und sozialen Gegebenheiten berücksichtigt.
Umfassendes Behandlungsspektrum der Neurologie in Troisdorf
Die Fachabteilung Neurologie im St. Johannes Krankenhaus Sieglar bietet seit 2007 zusammen mit dem MVZ Rhein-Sieg • Sieglar eine umfassende ambulante und stationäre Versorgung auf dem gesamten Gebiet der Neurologie an. Das Leistungsspektrum umfasst die Diagnostik und Behandlung des gesamten Spektrums neurologischer Erkrankungen.
Die Klinik für Neurologie bietet eine spezialisierte Schlaganfallstation (Stroke Unit). Nach einem Schlaganfall rettet die schnelle, adäquate Behandlung Leben und senkt den Anteil der Betroffenen mit bleibenden Schäden. Ursächliche gefäßverstopfende Blutgerinnsel (Thromben) können medikamentös aufgelöst werden (i. v.
Ein wesentlicher Bestandteil des Angebots sind spezialisierte Sprechstunden, darunter eine Botulinumtoxin-Sprechstunde.
Diagnostische Verfahren
Die Abteilung bietet eine umfangreiche Palette diagnostischer Verfahren an, um alle psychiatrischen Erkrankungen präzise zu erkennen und zu beurteilen. Zu Beginn jeder Behandlung werden eine ausführliche Anamnese und eine umfassende klinische Untersuchung durchgeführt. Fachärzt:innen und Psycholog:innen nutzen standardisierte Interviews und diagnostische Instrumente, um ein genaues Bild des psychischen Zustands der Patient:innen zu erhalten.
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Es werden verschiedene psychologische Tests und Fragebögen eingesetzt, um spezifische Diagnosen zu stellen und die Schwere der Erkrankung zu bewerten. Dazu gehören Tests für Depression, Angststörungen, Schizophrenie, bipolare Störungen und viele andere psychiatrische Krankheitsbilder.
Labortests sind ein integraler Bestandteil der diagnostischen Abklärung. Sie helfen, organische Ursachen psychischer Symptome auszuschließen und den allgemeinen Gesundheitszustand der Patient:innen zu überprüfen. Typische Untersuchungen umfassen Blutbild, Leber- und Nierenwerte, Schilddrüsenfunktion und toxikologische Screenings.
Ein Elektrokardiogramm (EKG) wird routinemäßig durchgeführt, um kardiovaskuläre Risikofaktoren und mögliche Nebenwirkungen von Psychopharmaka zu überwachen. Bei Bedarf werden bildgebende Verfahren wie MRT (Magnetresonanztomografie) und CT (Computertomografie) eingesetzt, um strukturelle Veränderungen im Gehirn zu erkennen, die mit psychiatrischen Erkrankungen assoziiert sein könnten. Bei spezifischen Fragestellungen arbeitet das Team eng mit anderen Fachdisziplinen zusammen.
Therapeutisches Angebot
Das therapeutische Angebot ist vielfältig und wird individuell auf die Bedürfnisse jeder Patientin / jedes Patienten zugeschnitten. Fachärzte verschreiben und überwachen Psychopharmaka, die zur Linderung der Symptome und Stabilisierung des psychischen Zustands beitragen. Dazu gehören Antidepressiva, Antipsychotika, Stimmungsstabilisierer und Anxiolytika.
Psychotherapeutische Gespräche bilden das Herzstück der Behandlung. In der Einzeltherapie kann gezielt auf individuelle Probleme eingegangen werden, während in der Gruppentherapie der Austausch mit anderen Betroffenen unterstützt wird. Es werden verschiedene Ansätze angeboten, darunter kognitive Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und systemische Therapie.
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Kreativität spielt eine wichtige Rolle in der psychischen Heilung. Es werden Ergo-, Kunst-, Musik-, Drama- und Theatertherapie angeboten, die den Patient:innen helfen, ihre Gefühle auszudrücken und neue Wege der Selbstwahrnehmung zu finden. Körperliche Aktivität ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapieprogramme. Bewegungstherapien unterstützen nicht nur die physische Gesundheit, sondern auch die psychische Stabilität und das allgemeine Wohlbefinden.
Sozialarbeiter:innen unterstützen die Patient:innen bei der Wiedereingliederung in das soziale und berufliche Leben. Dies umfasst Hilfe bei der Arbeitsplatzsuche, der Wohnsituation und dem Aufbau eines unterstützenden sozialen Netzwerks.
Schwerpunkte der Behandlung
In der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie wird ein breites Spektrum psychiatrischer Erkrankungen behandelt. Zu den Schwerpunkten gehören:
- Alkoholabhängigkeit: Eine chronische Erkrankung, die sich durch ein starkes Verlangen nach Alkohol, Verlust der Kontrolle über den Alkoholkonsum und Entzugserscheinungen äußert.
- Angststörungen: Umfassen verschiedene Störungen wie generalisierte Angststörung, Panikstörung und spezifische Phobien.
- Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS): Eine neurobiologische Störung, die durch Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität gekennzeichnet ist.
- Autismus-Spektrum-Störungen (ASS): Umfassen eine Reihe von Entwicklungsstörungen, die durch Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion, Kommunikation und durch repetitive Verhaltensmuster gekennzeichnet sind.
- Belastungsstörungen: Entstehen nach extremen Stress- oder Traumasituationen.
- Bipolare Störungen: Sind durch extreme Stimmungsschwankungen gekennzeichnet, die von manischen Phasen bis zu depressiven Episoden reichen.
- Demenz: Eine neurodegenerative Erkrankung, die zu einem fortschreitenden Verlust der kognitiven Funktionen wie Gedächtnis, Denken und Orientierung führt.
- Depressionen: Weit verbreitete psychische Erkrankungen, die durch anhaltende Niedergeschlagenheit, Interessenverlust und verminderte Energie gekennzeichnet sind.
- Drogenabhängigkeit: Umfasst den missbräuchlichen Konsum von illegalen Substanzen sowie den Missbrauch von verschreibungspflichtigen Medikamenten.
- Essstörungen: Umfassen Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Binge-Eating-Störung.
- Persönlichkeitsstörungen: Sind durch stabile, aber unflexible und maladaptive Verhaltensmuster gekennzeichnet.
- Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis: Schwere psychische Störungen, die durch Symptome wie Halluzinationen, Wahnvorstellungen und desorganisiertes Denken gekennzeichnet sind.
- Schizoaffektive Störungen: Kombinieren Symptome von Schizophrenie mit affektiven Störungen wie Depressionen oder Manie.
- Somatoforme Störungen: Zeichnen sich durch körperliche Beschwerden aus, die keine ausreichende medizinische Erklärung haben.
Für viele dieser Erkrankungen werden spezialisierte Behandlungsprogramme angeboten, die individuell auf die Bedürfnisse der Patient:innen abgestimmt sind. Der Ansatz ist ganzheitlich und patient:innenzentriert, mit dem Ziel, die bestmögliche psychische und physische Gesundheit der Patientinnen und Patienten zu fördern.
Patient:innenzentrierte Versorgung und zusätzliche Angebote
Die GFO Kliniken Troisdorf unterstützen Patient:innen und deren Angehörige auf Wunsch und je nach Bedarf mit weiteren hausinternen Angeboten:
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- Familiale Pflege: Bietet Informationsgespräche, Pflegetrainings am Krankenbett, Pflegetrainings in häuslicher Umgebung und kostenlose Pflegekurse für Angehörige sowie Gesprächskreise an.
- Seelsorge: Im Haus stehen Seelsorger:innen zu Gesprächen bereit. In der Kapelle können Patient:innen und Angehörige in Ruhe verweilen, beten und ihren Gedanken freien Lauf lassen.
- Sozialdienst: In der psychosozialen Betreuung finden Patient:innen ein offenes Ohr für ihre Probleme und Sorgen und erarbeiten mit professioneller Hilfe Lösungsmöglichkeiten der weiteren Versorgung nach dem Krankenhausaufenthalt. Im Rahmen der Pflegeüberleitung finden Patient:innen und deren Angehörige Unterstützung für eine bestmögliche, individuelle und lückenlose Weiterversorgung nach dem Krankenhausaufenthalt. Dieses umfasst zum Beispiel die Versorgung mit notwendigen Hilfsmitteln oder die Beantragung einer Rehabilitationsmaßnahme als Vorbereitung für ein weiterhin selbstständiges Leben zu Hause.
Informationsveranstaltung zum Thema Schlaganfall
Die GFO Kliniken Troisdorf laden regelmäßig zu Patientenveranstaltungen ein, um über wichtige Gesundheitsthemen zu informieren. Am 15. Januar 2025 findet eine Veranstaltung zum Thema Schlaganfall im St. Johannes Krankenhaus (Sieglar) statt. Experten der GFO Kliniken Troisdorf werden in einer informativen Patientenveranstaltung am 15. Januar 2025 antworten.
Professor Dr. med. Sebastian Paus (Chefarzt der Neurologie) wird in diesem Rahmen gemeinsam mit dem leitenden Oberarzt, Herrn Dr. med. Frederic Mack und Oberärztin Fabiane Schuch erläutern, wie ein Schlaganfall genau entsteht, was in den ersten Stunden unbedingt passieren sollte und welche Therapiemöglichkeiten es - bspw. auf der hochmodernen Schlaganfallstation („Stroke Unit“) am St. Johannes Krankenhaus (Sieglar) - gibt.
Kontinuität und Expertise in der neurologischen Versorgung
Die GFO Kliniken Troisdorf setzen auf Kontinuität und Expertise in der neurologischen Versorgung. Mit der Ernennung von Dr. Carsten Ziske zum stellvertretenden Ärztlichen Direktor wird die Krankenhausleitung verstärkt. Dr. Ziske hat als Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin in den vergangenen zwei Jahren vor allem die Modernisierung und Fokussierung der Abteilung vorangetrieben.
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