KELTICAN forte: Behandlung von Neuropathien und Unterstützung der Nervenfunktion

Polyneuropathie, Wirbelsäulen-Syndrome und Neuralgien können erhebliche Beeinträchtigungen der Lebensqualität verursachen. KELTICAN forte ist ein diätetisches Lebensmittel, das speziell zur diätetischen Behandlung dieser Erkrankungen entwickelt wurde. Dieser Artikel beleuchtet die Zusammensetzung, Anwendung und Wirkungsweise von KELTICAN forte und gibt einen Überblick über Polyneuropathie, ihre Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.

Was ist KELTICAN forte?

KELTICAN forte ist ein diätetisches Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät). Es dient zur diätetischen Behandlung von Wirbelsäulen-Syndromen, Neuralgien und Polyneuropathien. Es enthält eine Kombination aus Uridinmonophosphat (UMP), Vitamin B12 (Cobalamin) und Folsäure. Diese Inhaltsstoffe sollen die Nervenfunktion unterstützen und den Aufbau von Nervenzellen fördern.

Inhaltsstoffe und ihre Bedeutung

Die Zusammensetzung von KELTICAN forte ist auf die Bedürfnisse von Menschen mit Nervenschädigungen abgestimmt. Die Hauptwirkstoffe sind:

  • Uridinmonophosphat (UMP): UMP ist ein Nukleotid, das als wichtiger Baustein für die Bildung neuer Zellkomponenten dient. Es wird bei Reparatur- und Regenerationsprozessen von Nerven in erhöhter Menge benötigt. UMP unterstützt die körpereigene Regeneration der peripheren Nerven.
  • Vitamin B12 (Cobalamin): Dieses Vitamin ist an vielen Stoffwechselreaktionen beteiligt und trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Eine ausreichende Einnahme ist wichtig für eine effektive Nervenregeneration. Vitamin B12 trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
  • Folsäure: Folsäure ist ein weiteres wichtiges Vitamin, das für Zellwachstum und die Entwicklung des Nervensystems unerlässlich ist.

Diese Stoffe sind wichtig für die Nervengesundheit und können bei einem Mangel zu Nervenbeschwerden führen.

Anwendung und Dosierung

KELTICAN forte Kapseln werden in der Regel einmal täglich unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen. Die genaue Dosierung und Dauer der Anwendung sollte individuell nach den Empfehlungen des behandelnden Arztes oder des Herstellers erfolgen. Es ist ratsam, vor der Einnahme die Packungsbeilage sorgfältig zu lesen. Nehmen Sie täglich eine Kapsel Keltican® forte mit etwas Flüssigkeit ein.

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Mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Wie alle Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke kann auch KELTICAN forte Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Mögliche Nebenwirkungen können allergische Reaktionen sein. Bei Auftreten von Nebenwirkungen sollte ein Arzt konsultiert werden.

Grundsätzlich sollte vor der Einnahme von KELTICAN forte in Kombination mit anderen Medikamenten Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker gehalten werden, um mögliche Wechselwirkungen zu vermeiden. Insbesondere bei der Einnahme von Folsäure kann es zu Wechselwirkungen mit bestimmten Arzneimitteln kommen.

Polyneuropathie: Ursachen, Symptome und Behandlung

Polyneuropathie ist eine Erkrankung, die durch Schädigung der peripheren Nerven verursacht wird. Diese Nerven bilden ein weites Netzwerk, welches den Körper durchzieht. Das Nervensystem ist ein weites Netzwerk, welches den Körper auf ca. durchzieht. Sie sind für die Übertragung von Informationen zwischen dem Gehirn und dem Rest des Körpers verantwortlich. Die peripheren Nerven umfassen:

  • Die sensiblen Nerven: Sie leiten Reize wie Wärme, Kälte oder Schmerz zum Gehirn. Sind diese Nerven betroffen, können Nervenschmerzen und Empfindungsstörungen auftreten, so z. B. Kribbelnde Füße und Hände, Taubheitsgefühle und brennende Nervenschmerzen. Erhöhte Berührungsempfindlichkeit.
  • Die motorischen Nerven: Sie übermitteln Befehle vom Gehirn an die Muskeln und ermöglichen so willentliche Bewegungen (z. B. Bein anheben). Eine Schädigung der motorischen Nervenfasern kann u. a. zu Muskelschwäche und Lähmungen führen.
  • Die autonomen Nerven: Sie steuern unwillkürliche Körperfunktionen wie Herzschlag, Atmung, Verdauung und Blasenfunktion. Kommt es hier zu Schädigungen, können verschiedene Beschwerden ausgelöst werden, so z. B. Störungen der Herzfrequenz, des Blutdrucks oder der Verdauung. Herz, Atmung, Verdauungstrakt und Blase - unsere inneren Organe werden durch autonome Nerven gesteuert.

Unsere Nerven sind von einer isolierenden Schicht umgeben.

Ursachen von Polyneuropathie

Mögliche Ursachen für die Krankheit Polyneuropathie sind vielfältig:

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  • Diabetes mellitus (diabetesbedingte Polyneuropathie): Hohe Blutzuckerspiegel können die Nerven schädigen.
  • Alkoholmissbrauch (alkoholbedingte Polyneuropathie): Alkohol ist ein Nervengift und greift die Nerven an. Zudem kommt bei alkoholkranken Menschen ein Vitamin-B-Mangel häufiger vor. Chronischer Alkoholmissbrauch (alkoholbedingte Polyneuropathie): Alkohol ist ein Nervengift und greift die Nerven an. Zudem kommt bei alkoholkranken Menschen ein Vitamin-B-Mangel häufiger vor.
  • Vitaminmangel: Insbesondere ein Mangel an Vitamin B12 kann zu Nervenschäden führen. Gut zu wissen: Bei vollständigem Verzicht auf tierische Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Milch und Eier passiert es besonders leicht, dass zu wenig Vitamin B12 auf den Tisch kommt.
  • Infektionen: Infektionen mit Viren oder Bakterien (z. B. Borreliose, HIV) können Polyneuropathie verursachen.
  • Gifte: Bestimmte Gifte (z. B. Schwermetalle, Lösungsmittel) können die Nerven schädigen.
  • Medikamente: Einige Medikamente (z. B. Chemotherapeutika) können als Nebenwirkung Polyneuropathie verursachen.
  • Genetische Faktoren: Genetische Faktoren können ebenfalls eine Rolle spielen.
  • Unbekannte Ursache: Bei einem Fünftel der Betroffenen kann keine Ursache für die Nervenerkrankung gefunden werden.

Symptome von Polyneuropathie

Die Symptome einer Polyneuropathie können vielfältig sein und hängen davon ab, welche Nervenfasern betroffen sind. Häufige Symptome sind:

  • Empfindungsstörungen: Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Brennen in den Füßen und Händen. Neben Empfindungsstörungen und Taubheitsgefühlen kommt es oft auch zu Schmerzen, die von den Nerven ausgehen (Nervenschmerzen).
  • Nervenschmerzen: Stechende, brennende oder bohrende Schmerzen in den betroffenen Bereichen.
  • Muskelschwäche: Schwierigkeiten beim Gehen, Heben von Gegenständen oder anderen Bewegungen.
  • Koordinationsstörungen: Unsicherheit beim Gehen oder Stehen.
  • Störungen der Organfunktionen: Verdauungsprobleme, Herzrhythmusstörungen, Blasenfunktionsstörungen. Schlussendlich können auch die inneren Organe betroffen sein. Dies äußert sich dann z. B. in Verdauungsstörungen, Herzrhythmusstörungen oder Blasenfunktionsstörungen.

Daher sollten Sie erste Anzeichen wie etwa Kribbeln in den Füßen oder Taubheitsgefühle nicht auf die leichte Schulter nehmen und ärztlich abklären lassen.

Diagnose von Polyneuropathie

Bei Verdacht auf eine Polyneuropathie veranlasst der Arzt im Anschluss an ein ausführliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung verschiedene Laboruntersuchungen. Zusätzlich kann durch elektrophysiologische Tests beim Neurologen geklärt werden, ob die Symptome auf beiden Körperseiten oder nur auf einer auftreten und ob z. B. das Schmerz- und Temperaturempfinden beeinträchtigt ist. Falls nötig, können darüber hinaus noch verschiedene weitere Untersuchungen (z. B. Nervenbiopsie, MRT) durchgeführt werden, um die Ursache der Polyneuropathie zu finden.

Behandlung von Polyneuropathie

Die Therapie bei Polyneuropathie umfasst neben der Behandlung der individuellen Grunderkrankung (ursächliche Therapie) ggf. auch eine symptomatische Behandlung zur Linderung der Beschwerden. In Abhängigkeit davon, welche Grunderkrankung vorliegt, muss diese gezielt und konsequent behandelt werden. Das bedeutet z. B.:

  • Bei diabetesbedingter Polyneuropathie: Die ursächliche Behandlung besteht hier in der optimalen Einstellung des Blutzuckerspiegels.
  • Bei alkoholbedingter Polyneuropathie: Durch den Verzicht auf Alkohol wird oft eine Rückbildung der Nervenschädigungen erreicht. Dabei können spezielle Medikamente gegen Alkoholabhängigkeit zum Einsatz kommen, die der Arzt verordnen kann.
  • Bei Vitaminmangel: Die Zufuhr des fehlenden Vitamins kann die Nervenfunktion verbessern.

Zur symptomatischen Behandlung von Nervenschmerzen werden verschiedene Medikamente eingesetzt:

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  • Schmerzmittel: Bei Nervenschmerzen sind die klassischen Schmerzmittel wie z. B. Ibuprofen oder Paracetamol oft nicht ausreichend wirksam. Spezielle Schmerzmittel, die auf die Nerven wirken (z. B. Antidepressiva, Antikonvulsiva), können jedoch helfen.
  • Lokale Schmerztherapie: Darüber kann bei örtlich begrenzten Nervenschmerzen auch eine lokale Schmerztherapie mit wirkstoffhaltigen Salben oder Pflastern (z. B. Capsaicin) versucht werden.

Zusätzlich können physikalische Therapien (z. B. Krankengymnastik, Ergotherapie) und Entspannungstechniken helfen, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.

Was Sie selbst tun können

Neben der ärztlichen Behandlung können Sie selbst einiges tun, um die Nervenfunktion zu unterstützen:

  • Gesunde Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.
  • Regelmäßige Bewegung: Bewegung fördert die Durchblutung und kann die Nervenfunktion verbessern.
  • Verzicht auf Alkohol und Nikotin: Alkohol und Nikotin sind Nervengifte. Verzichten Sie daher auf Alkohol und hören Sie mit dem Rauchen auf. Holen Sie sich Hilfe und lassen Sie sich von fachkundiger Seite beraten, wenn Sie merken, dass sie es nicht allein schaffen.
  • Vermeidung von Druck und Reibung: Tragen Sie bequeme Schuhe und vermeiden Sie langes Sitzen oder Stehen in ungünstigen Positionen.
  • Regelmäßige Fußpflege: Achten Sie auf eine gute Fußpflege, um Verletzungen und Infektionen zu vermeiden.

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