Horrorfilme sind ein Genre, das polarisiert. Während manche den Nervenkitzel und die Adrenalinausschüttung lieben, sind sie für andere ein absolutes No-Go. Doch was macht einen guten Horrorfilm aus? Und warum üben sie eine solche Faszination auf uns aus? Dieser Artikel nimmt Sie mit auf eine Reise durch die Welt des Horrorfilms, von blutigen Klassikern bis hin zu verstörenden Body-Horror-Meisterwerken.
Die Psychologie des Grauens: Warum wir uns gerne gruseln
Es ist für das Gehirn etwas Besonderes, wenn es nicht genau versteht, was gerade vor sich geht. Die Filme, bei denen der Tod permanent dabei ist, sind nicht mal die, die am gruseligsten sind. Das sind eher die mit den verstörenden und subtilen Plots, bei denen die Spannung langsam aufgebaut wird und auf einem gewissen Level bleibt. Das Gehirn kommt aus dem Überlegen nicht mehr raus. Diese Momente sind dermaßen aufregend, dass sie süchtig machen können. Was Sie in dem Film sehen, versuchen Sie die ganze Zeit mit der Realität abzugleichen. In einem Horrorfilm ist nichts real. Manche mögen das, andere nicht. Die meiste Panik haben sie aufgrund Ihres Gefühls bei diesen Filmen. Die ganze Zeit fragen Sie sich, ob nicht gleich etwas passieren wird. Die Spannung ist da, auch wenn nichts passiert. Sie haben eine bestimmte Erwartungshaltung, welche sie nur begrenzt kontrollieren können. Das Gefühl reagiert, nicht die Vernunft. Persönliche Erlebnisse spielen eine Rolle. Haben Sie mit Gruselfilmen keine guten Erfahrungen gemacht und verbinden diese mit schlechten Vorkommnissen, dann verbinden Sie sie mit etwas Negativem. Das nennt sich Konditionierung. Sie mögen es einfach nicht, sich zu gruseln. Viele Menschen, die sich gerne gruseln, die suchen auch häufig online Casinos auf. Hier gibt es tolle Spiele mit gewaltigem Gruselfaktor. Es ist ganz einfach, wie man eben auch mobil in Online Casinos spielen kann. Es gibt auch Menschen, für die solche Filme ein Ventil darstellen, damit sie mit der Angst und dem Stress, in einem Raum, der geschützt ist, umgehen können. So brauchen Sie keine Konsequenzen zu befürchten. Doch nicht bei jedem funktioniert dies. Der Mensch muss den Willen haben sich erschrecken zu lassen und er muss etwas erwarten. Stehen Sie eine gruselige Situation durch, dann schenkt Ihnen das Selbstbewusstsein und Sie spüren Kompetenz. Das Gehirn macht keinen Unterschied, ob es sich um Fiktion handelt oder die Realität. Das, was es durchlebt hat, bedeutet für es immer einen Erfolg. Für Ihr Selbstbewusstsein kann das einen enormen Boost darstellen. Sind Sie ein Mensch, der generell schnell Angst hat, sind Filme mit Kettensägen und Monstern nicht ideal für Sie, da Sie dadurch noch mehr Stress und Angst bekommen. Andere Menschen, die mit Angst gut umgehen können, können den Stress sogar mit solchen Filmen abbauen und fühlen sich nach dem Anschauen eines solchen Films sogar besser, als zuvor.
Schauen Sie als Paar einen Horrorfilm an, kann es helfen, die Hand desjenigen zu halten, der mehr zur Angst neigt. In einem Experiment schauten sich 83 Paare einen Horrorfilm an. Bevor Sie den Film schauten, sollte das Paar angeben, wie unterstützend für sie ihre Beziehung zueinander ist. Danach wurden die Paare in Gruppen aufgeteilt, abhängig von der Stärke der Beziehung zueinander. Wissenschaftler nahmen währenddessen Messungen der Pupillen bei den Paaren vor. Erweiterte Pupillen sind ein Anzeichen für vermehrten Stress. Die Filmausschnitte, die die Paare sahen, waren 30 Sekunden, bis eine Minute lang. Jedes Mal war ein „Jump Scare“ erhalten oder ein erschreckender Moment. Damit die Wissenschaftler einen Vergleich hatten, schauten sich die Paare auch Ausschnitte einer Naturdokumentation an. Die Pupillen waren bei den Horrorfilmen um einiges weiter geöffnet als es bei den Naturdokumentationen der Fall war. Der Stress bei manchen Teilnehmern ließ sich lindern, indem der Partner seine Hand hielt. Hielt der Partner zusätzlich noch das Händchen, wurde der beruhigende Effekt noch größer. Dies trifft aber nur auf die Paare zu, welche vorher auch angaben, ihre Beziehung sei sehr stark ausgeprägt. Die Reaktion auf einen solchen Film hängt also davon ab, welche Hand gehalten wird. Selbst wenn Sie recht angstfrei durchs Leben gehen, kann dennoch das Anschauen von Horrorfilmen sich negativ auswirken. Während Sie sich den Film anschauen kommt es zur Ausschüttung von Dopamin und der Puls steigt sowie der Druck. Ist zu viel Adrenalin im Blut, ist das nicht gut für Ihre Gesundheit. Adrenalin ist wichtig, damit Sie rennen und sich verteidigen können, wenn es nötig ist. Das gilt nicht für die Zeit, in der Sie auf dem Sofa sitzen und sich einen Film anschauen. Zudem laufen Sie Gefahr, abhängig vom Adrenalin zu werden und süchtig zu sein nach künstlichen Stresssituationen. Personen, die mit Horrorfilmen quasi aufgewachsen sind, laufen zudem Gefahr, auf bestimmte Gefahren, die ihnen im wirklichen Leben widerfahren, nicht angemessen zu reagieren. Männer schauen lieber Horrorfilme, als Frauen. Es hängt von Ihrer Persönlichkeit sowie Ihrer Erfahrung ab, ob Sie ein Fan von solchen Filmen sind oder nicht. Bei Kindern und Jugendlichen stieg die Angstreaktion bis auf das dreifache, im Vergleich zu Erwachsenen, die Horrorfilme schauen. Unter anderem liegt es daran, dass Kinder und Jugendliche weniger Erfahrungen mit Horrorfilmen haben und im Allgemeinen mit Darstellungen von Gewalt und Momenten des Schreckens nicht umgehen können. Erwachsene wissen, dass das, was im Gruselfilm gezeigt wird, nicht der Wahrheit entspricht, und können die Szenen besser verarbeiten. Bei Kindern und Menschen, die sehr ängstlich sind, ist diese Fähigkeit weniger ausgeprägt. Es kann zu Albträumen kommen. Menschen, welche dazu gezwungen werden einen Horrorfilm anzuschauen, können sogar ein Trauma entwickeln. Sind Sie jemand, der Horrorfilme gar nicht mag, dann sollten Sie sie auch nicht anschauen. Ansonsten verfolgt der Film Sie eventuell noch tagelang oder wochenlang, besonders nachts. Manche Personen können durch diese Filme auch aggressiver werden.
Klassiker des Grauens: Von Hitchcock bis Halloween
An Halloween darf der perfekte Horrorfilm nicht fehlen. Egal ob Blut, Verschwörung oder übernatürliche Kräfte - Hauptsache ein Schauer läuft den Rücken hinunter.
Halloween - Die Nacht des Grauens (1978): Der sechsjährige Michael Myers tötet in der Halloweennacht seine Schwester Judith. Daraufhin wird er ins Smith's Grove Sanitarium verbannt, wo er die nächsten 15 Jahre seines Lebens verbringt. Eines Tages bricht er von dort aus - und Michael Myers macht sich auf den Weg in seine Heimat Haddonfield.
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Hannibal (2001): Zehn Jahre nach seiner Flucht aus einem US-Gefängnis treibt der Schwerverbrecher in der Fortsetzung des Grusel-Klassikers in Italien sein Unwesen. Doch auf der anderen Seite des Ozeans wartet der Millionen-Erbe Verger, der einst durch den Psychopathen furchtbar verstümmelt worden war, sehnsüchtig auf Rache.
Shining (1980): Wer den Film Shining gesehen hat, der wird vermutlich das grausige und psychopathische Gesicht von Jack Nickelson, der den Schriftsteller Jack Torrance spielt, nicht so schnell vergessen. Dort geschehen seltsame Dinge, und er verliert langsam den Verstand. Am Ende versucht er, seine Frau und seinen Sohn zu ermorden. Stephen Kings Klassiker: Albträume versprochen.
Psycho (1960): Nichts für schwache Nerven ist auch der Klassiker Psycho aus dem Jahr 1960 von Alfred Hitchcock. Hitchcock ist der Erfinder von der Spannung und wie diese richtig im Film umgesetzt wird. Der Schwarzweißfilm handelt davon, dass die Sekretärin Marion Crane eine große Summe Geld unterschlägt. Sie flüchtet und landet in einem abgelegenen Motel, das der eigentümliche Norman Bates leitet, der mit seiner Mutter im Haus neben dem Motel lebt. Als Marion sich frisch machen will, wird sie während des Duschens erstochen, eine der bekanntesten Szenen, wenn man an die Arbeiten von Hitchcock denkt.
Die Vögel (1963): Ein weiterer Hitchcock-Klassiker sind die Vögel von 1963. Die Millionärstochter Melanie Daniels lernt den Anwalt Mitch Brenner kennen. Mitch überrascht später Mitch in seinem Heimatort Bodega Bay. Dort wird sie von einer Möwe attackiert und verletzt. Aber das ist nur der Anfang einer Reihe von unerklärlichen, immer aggressiver werdenden Angriffen durch Horden von Vögeln. Ein brutaler und gruseliger Film, der eine ganz neue Angst vor Vögeln freischaltet.
Blair Witch Project (1999): Der Horrorfilm Blair Witch Project ist ein Film der anderen Sorte. Der Horrorfilm aus dem Jahr 1999 verfügt nämlich über eine eher untypische Perspektive. Im Black Hill Forest, einer abgeschiedenen Waldgegend in Maryland, soll die sogenannte Blair-Hexe ihr Unwesen treiben. Um einen Dokumentarfilm über die Legende zu drehen, begeben sich die drei Filmstudenten in den besagten Wald. Die Geschehnisse rund um die drei Studenten wurden angeblich auf Filmspulen gefunden, verarbeitet und sind für den Film verwendet worden. Auch die Leichen der in diesen Filmrollen angeführten Figuren wurden fünf Jahre nach deren Tod von einem Forscherteam gefunden.
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Der Exorzist (1973): Jetzt wird es übernatürlich. In den früheren Jahrhunderten wurde, wenn jemand im Dorf von einem Dämon besessen war, ein Exorzismus, meist von einem Priester, durchgeführt. In dem Film Exorzist - das Bekenntnis von 1973 geht es genau um eine solche Handlung. Ein Vater muss sich dem übernatürlichen Bösen stellen, nachdem er bemerkt, dass seine Tochter besessen ist.
Saw (Filmreihe): Ein blutiger Klassiker. Die Filmreihe Saw ist nicht nur körperlich extrem brutal, sondern auch psychisch unglaublich gruselig. Nicht unbegründet sind diese Filme ab 18 Jahren. Im ersten Teil wachen zwei Männer in einem schmutzigen Badezimmer auf und sind an Rohren festgekettet. Zwischen ihnen liegt eine Leiche und ein Tonband, auf dem ihr Entführer Anweisungen gibt. Langsam realisieren die beiden, dass sie in die Hände des Serienkillers Jigsaw gefallen sind und sein perverses Spiel mitspielen müssen, um zu überleben.
Scream - Schrei! (Filmreihe): Hier treibt sich mal wieder ein Serienmörder umher. In der Filmreihe Scream - Schrei! geht es um die Kleinstadt Woodsboro, in der sich der maskierte Killer umhertreibt. Und ihm fallen immer Teenager zum Opfer. Die Highschool-Schülerin Sidney muss sich nicht nur mit dem Tod ihrer Mitschüler und Freunde auseinandersetzen, sondern auch mit dem Jahrestag der Ermordung ihrer Mutter. Als Sidney plötzlich selbst ins Visier des Killers gerät, machen sich Paranoia und Misstrauen in der Stadt breit.
Es (2017): Ein echter Horrorclown. Die Neuverfilmung von 2017 des Steven King-Klassikers Es lässt die Albträume des Horrorclowns wahr werden. Alle 27 Jahre kommt das personifizierte Böse aus der Kanalisation und terrorisiert die Kinder der Stadt. Eine Gruppe von Kindern muss sich seinen Ängsten stellen, um den Clown zu besiegen.
Conjuring 2 (2016): Auch hier wird es wieder übernatürlich. In dem zweiten Teil der Conjuring-Reihe aus dem Jahr 2016 reisen die angesehenen amerikanischen Dämonologen Ed und Lorraine Warren 1977 nach Europa, um einen Fall im Londoner Stadtteil Enfield zu untersuchen. Im Haus der alleinerziehenden Mutter Peggy Hodgson und ihrer vier Kinder geht es nicht mit rechten Dingen zu. Das wirklich gruselige an diesem Film: Ed und Lorraine gab es wirklich und die Filme beruhen auf wahren Begebenheiten.
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Annabelle (2014): Eine Puppe treibt ihr Unwesen. Annabelle - eine Puppe, vor der jedes Kind Angst hat. Sie wirkt so niedlich, aber in Wirklichkeit tötet sie Menschen. Auch bei diesem Film aus dem Jahr 2014 beruht die Geschichte angeblich auf wahren Begebenheiten.
Body-Horror: Wenn der Körper zum Schlachtfeld wird
Horror ist nicht gleich Horror. Da gibt es die Slasherfilme, den Psycho-Horror und eben den Body-Horror. Es ist faszinierend zu sehen, welch beunruhigende Dinge mit dem menschlichen Körper passieren können. Kein Wunder, dass einige diese Art von Filmen für grotesk halten oder sich beim Zusehen der Magen umdrehen. Die besten Body-Horror-Filme sind im Wesentlichen Charakterstudien, bei denen wir die Schichten des menschlichen Fleisches (oft buchstäblich) zurückschälen, um ans Innere zu gelangen. Der Body-Horror setzt vollkommen auf deformierte Körper, auf monströse Wesen und auf die Furcht vor Infektion und Mutation.
Titane (2021): Die französische Regisseurin Julia Ducournau hat einige Filme gemacht, die für Tumulte im Kinosaal sorgten. Titane ist so ein Film, der für Kopfschütteln und Ekel sorgte. Der Body-Horror-Film gewann die Goldene Palme in Cannes und wird für eine groteske Auto-Sex Szene in die Geschichte eingehen. Um das klarzustellen: Nicht Sex auf oder in einem Auto. Sondern mit einem Auto! Nach einem schweren Unfall werden der jungen Alexia Platten aus Titan in den Kopf implantiert. Fortan spürt sie eine körperlich-sinnliche Liebe für Fahrzeuge. Jahre später arbeitet sie deshalb als Erotik-Tänzerin bei verschiedenen Auto-Vorführungen. Menschen, die sich ihr in den Weg stellen oder nähern, tötet sie radikal. Als Alexia die Flucht ergreift, schlüpft sie dafür in eine neue Identität: die von Adrien. Der echte Adrien ist seit 10 Jahren verschwunden und der Sohn des hochrangigen Feuerwehrmannes Vincent. Papa akzeptiert die Rückkehr und untersagt sogar seiner Truppe, das wundersame Wiederauftauchen zu hinterfragen. Alexia mag ihre Erscheinung ändern, aber ihren Drang für Sex und Töten kann die Serienmörderin nicht so leicht abschütteln.
Possessor (2020): Der Regisseur Brandon Cronenberg ist der Sohn von Body-Horror-Legende David Cronenberg. Das Gen der Horrorfilme wird also an die nächste Generation weitergetragen. Tasya Vos ist eine Agentin einer Firma, die mit Hilfe der Hirnimplantat-Technologie in die Körper anderer Menschen eindringt und sie zu Morden zum Wohle der Auftraggeber treibt. Die Arbeit geht nicht ohne dramatische Veränderung bei ihr vonstatten. Sie muss gewalttätige Erinnerungen und Triebe unterdrücken. Aber langsam verliert sie die Kontrolle und der nächste Auftrag läuft nicht wie geplant.
Teeth (2007): Dawn ist eine überzeugte Jungfrau. Sie hält Vorträge zu dem Thema und natürlich ist Sex vor der Ehe ein Tabu. Aber dann verliebt sich Dawn in einen Mitschüler. Man fährt zu einem romantischen Wasserfall, kommt sich näher - und dann geht der Typ zu weit und fällt über Dawn her, um sie zu vergewaltigen. Aber Dawn hat ein Geheimnis und das bekommt der Dreckskerl zu spüren. Denn ihre Vagina hat Zähne, die immer dann zuschlagen, wenn Dawn Gefahr droht. Sie weiß sich das zunutze zu machen. Und Männer verlieren mehr als nur den Kopf.
Die Fliege (1986): Wenn jemand Body-Horror-Filme kann, dann David Cronenberg. Wir können keine Liste von Body-Horror-Filmen erstellen, ohne Die Fliege aufzuführen. Der Film baut sich langsam auf und endet in grandiosem Ekel. Der exzentrische Wissenschaftler Seth arbeitet an einem Experiment, leider krabbelt ihm eine gewöhnliche Hausfliege in das Gerät und so wird aus Mensch und Tier ein seltsamer Hybrid. Die Fliege ist nur was mit starkem Magen. Die kleinen Insekten wird man nie wieder mit dem gleichen Blick betrachten.
Border (2018): Der Body-Horror-Film Border ist ein bisschen nordische Folklore, Noir und übernatürlicher Body-Horror in einem. Bizarr, animalisch, grotesk und bei Zeiten schlicht pervers. Tina war schon immer unsicher, da sie fast tierähnliche, körperliche Eigenschaften besitzt. Aber sie hat auch eine geheime Superkraft: Sie kann menschliche Emotionen riechen, insbesondere Angst und Schuldgefühle, was ihr als Zollagentin hilft. Als sie in Vore einen verwandten Geist trifft, der auch ähnliche entstellte Gesichtszüge besitzt, wird alles, was Tina dachte, über sich selbst zu wissen, in Frage gestellt.
Videodrome (1983): Ebenfalls von David Cronenberg. Max Renn betreibt einen Kabelsender und stößt bei seiner Suche nach gewalttätigen und pornografischen Sendungen auf den Piratensender "Videodrome". Max ist derartig fasziniert, dass er mit den Machern dahinter Kontakt aufnehmen will. Dabei hilft ihm seine Bekannte Masha, die ihm aber explizit davon abrät, tiefer in die Materie einzusteigen. Denn hinter dem Projekt Videodrome steckt viel mehr, als man ahnen könnte. Max will nicht hören und gerät immer tiefer in den Einflussbereich einer Macht, die seine Wahrnehmung und seine Identität unwiederbringlich verändert.
Hellraiser (1987): Fans von Body-Horror-Filmen muss man die Hellraiser Filme nicht mehr ans Herz legen. Alle anderen sollten diese Filme als den beunruhigenden Einstieg in das Genre sehen. Frank bringt aus dem Orient ein uraltes Artefakt mit, das angeblich Zauberkräfte besitzt und ihm völlige sinnliche Erfahrung verspricht. Zu Hause angekommen schafft er es, mit dem Würfel ein Tor in die Welt der Zenobiten zu öffnen, die ihn zu sich in eine andere Dimension ziehen. In das leere Haus zieht wenig später sein Bruder Larry mit seiner Frau Julia ein. Durch einen Tropfen Blut schafft es Frank, sich langsam wieder zu materialisieren, doch er braucht mehr Blut, um wieder ein Mensch zu werden. Julia, mit der er mal was hatte, soll ihm dabei helfen. Sie lockt ahnungslose Männer auf den Dachboden. Doch dann geschieht ein Missgeschick und der Würfel gerät in die falschen Hände. Plötzlich haben die Zenobiten wieder Zugang zur Erde.
The Autopsy of Jane Doe (2016): Zeigt, dass ein Body-Horror-Film verschiedene Facetten haben kann. In einem Haus werden fünf Leichen gefunden. Vier sind grausam entstellt, aber die fünfte Leiche ist nahezu unangetastet. Das Vater-Sohn-Duo Tommy und Austin, deren Familie schon seit Generationen die Leichenschau übernimmt, kommen am Seziertisch zusammen. Ein Kammerspiel über der Leiche beginnt, denn bei der Autopsie stoßen sie nach und nach auf Umstände, die sie ratlos machen.
Slither (2006): Bevor James Gunn das DC-Studio übernahm und mit Superhelden-Filmen Kinoknaller produzierte, verdiente er sich seine Sporen mit einem Body-Horror-Filmen. Als einer Kleinstadt ein Meteorit einschlägt, ist der reiche Mr. Grant zur falschen Zeit am falschen Ort. Die außerirdischen Parasiten infizieren ihn und verwandeln den Mann in einen Seuchenherd mit Tentakeln, dessen Brut nun die Stadt terrorisiert.
Possession (1981): Ist so extrem, dass er für jeden Body-Horror-Film-Fans unverzichtbar ist. West-Berlin zu Beginn der 1980er. Der Geheimagent Mark kehrt nach Hause zurück und will sich endlich seiner Frau Anna widmen. Doch die hat genug und schon länger einen Geliebten. Sie verlangt nach der Scheidung. Der eifersüchtige Mark kann seine Gattin nicht loslassen und lässt sie von einem Privatdetektiv beschatten. Dabei kommt ein grausiges Geheimnis ans Licht, das besser im Dunkeln hätte verborgen bleiben sollen. U-Bahnen gehören zum Stadtbild von Berlin, aber nachdem man sieht, wie Anna durch die Waggons randaliert, überlegt man sich das Mitfahren vielleicht noch einmal. Ein ultrabrutaler Horror-Klassiker.
Genre-Mix: Wenn Horror auf Western trifft
Noch nie war der wilde Westen so hart: Dieser Horrorfilm liefert einen Genre-Mix, wie ihr ihn noch nie gesehen habt. Zartbesaitete sollten lieber nicht einschalten! Der Wilde Westen war vielfältig und eine wichtige Epoche in der Geschichte der USA. Zahlreiche Epen der Filmgeschichte widmeten sich daher Geschichten über Cowboys, Stämmen amerikanischer Ureinwohner und dem Überleben in der amerikanischen Wildnis.
- Bone Tomahawk (2015): Auf Amazon Prime Video findet ihr den Western-Horror-Film "Bone Tomahawk". Der Film ist eine blutige Mischung aus Horror und Western, das durch seinen wilden Genre-Mix und eine hervorragende Besetzung überzeugen kann. 1890 in der kleinen Westernstadt Bright Hope: Ein Fremder taucht im örtlichen Saloon auf und verhält sich verdächtig. Sheriff Franklin Hunt (Kurt Russell) befördert ihn mit einer Verletzung ins Gefängnis und beauftragt die Ärztin Samantha O'Dwyer dafür zu sorgen, dass dieser nicht stirbt. Doch am nächsten Tag sind sowohl Samantha als auch der Fremde spurlos verschwunden. Eine verzweifelte Rettungsaktion führt in die verlassene Wildnis. Denn alles weist auf die Taten eines grausamen Kannibalen-Stammes hin. "Bone Tomahawk" schafft es, dem verstaubten Western Genre mit blutroten Saft neues Leben einzuhauchen. Die Rettungsmission, auf die sich die verschiedenen Charaktere begeben, bietet in der ersten Hälfte spannende Thriller Momente mit cleveren Dialogen und dreht in der zweiten Hälfte komplett in puren Horror ab. Vor allem das brutale Finale wird Vielen im Gedächtnis bleiben. Regisseur S. Craig Zahler ("Dragged across Concrete") erschafft hier ein absolutes Albtraum Szenario mit krassen Gewaltspitzen, die sich so etwa auch bei Kult-Regisseur Quentin Tarantino finden lassen. "Bone Tomahawk" überzeugt zudem durch die spannend geschriebenen Charaktere. Wenn diese sich auf ihrer Reise gegenseitig an die Gurgel gehen wollen, dann ist das ebenso spannend wie der lauernde Schrecken in der Dunkelheit. Vor allem Kurt Russell ("Monarch: Legacy of Monsters") als Sheriff spielt sich mit seiner typischen Coolness in die Herzen der Genre-Fans. Aber auch Patrick Wilson ("The Conjuring") und David Arquette ("Scream") geben ihren Cowboys eine erfrischende Tiefe. Fans des blutigen Horrors werden mit "Bone Tomahawk" auf jeden Fall glücklich.
Schwarzer Humor im Horror: Wenn Lachen und Grauen sich vermischen
- Veganer schmecken besser (2021): Nicht nur Evil Dead hat Horror mit Comedy kombiniert. Veganer schmecken besser versucht das auch und erzählt die Geschichte einer Metzgerei, die durch Umwege auf den Geschmack von Menschenfleisch kommt. Im Kern beschäftigt sich der Film aber mit Veganismus, Billigfleisch und Umwelt. Er spricht damit viele heutzutage relevante Themen an.
Hostel: Ein Splatterfilm, der verstört
Als Regisseur Eli Roth 2005 mit seinem blutgetränkten Splatterfilm "Hostel" auf die Leinwand losgelassen wurde, war schnell klar: Das hier ist kein Film für Zartbesaitete. Die Reaktionen fielen extremer kaum aus - manche feierten ihn als neuen Horror-Meilenstein, andere verließen schockiert das Kino. Kein Wunder: Produziert wurde das Ganze von Quentin Tarantino, dem Meister der stilisierten Gewalt, was dem Projekt zusätzlich popkulturellen Glanz (und Kontroverse) verlieh.
Doch "Hostel" will nicht schockieren, er will verstören - und das gnadenlos. Statt auf billige Jumpscares setzt Roth auf knallharte, explizite Grausamkeit - das Ergebnis: ein Paradebeispiel des berüchtigten Torture-Porn-Genres, zu dem auch die "Saw"-Filme zählen.
In "Hostel" reisen die Freunde Paxton (Jay Hernandez) und Josh (Derek Richardson) aus den USA durch Europa - auf der Suche nach Party, Drogen und Abenteuern. Als sie in der Slowakei auf ein mysteriöses Hostel stoßen, scheint ihr Traumurlaub in Erfüllung zu gehen: schöne Frauen, exzessive Nächte und totale Freiheit.
Doch was als feuchtfröhliche Reise beginnt, entwickelt sich schnell zu einem albtraumhaften Überlebenskampf - denn in dem Hostel werden Touristinnen gezielt angelockt, um von zahlenden Kundinnen auf grausame Weise gefoltert zu werden.
Das Publikum zu "Hostel" ist gespalten:
- "Ich mochte die intensiven, blutigen Kills, die originelle Handlungsidee und die witzigen Zwischeneinlagen. Der Cast war solide, die schauspielerischen Leistungen ebenfalls. Würde den Film als starken Low-Budget-Streifen der A-Kategorie empfehlen - er wird euch definitiv fesseln."
- "Wenn ihr extrem blutige Horrorfilme verkraftet, dann schaut diesen! Laut dem Regisseur geht es in dem ganzen Film um das Thema Ausbeutung. Es ist faszinierend zu sehen, wie diese Trottel sich wie absolute Arschlöcher verhalten - und dann empfindet man plötzlich echtes Mitleid mit einem von ihnen. Man hofft wirklich, dass dieser Typ überlebt. Großartiger Film…"
- "Die erste Hälfte ist wie ein schlechter Porno, die zweite ein brutales Gemetzel - und insgesamt wird 'Hostel' den Erwartungen einfach nicht gerecht."