Migräne Elektro Handgelenk Erfahrungen: Eine umfassende Betrachtung

Migräne ist eine weit verbreitete neurologische Erkrankung, von der allein in Deutschland schätzungsweise bis zu 18 Millionen Menschen betroffen sind. Sie zeichnet sich durch intensive Kopfschmerzen, Übelkeit, Überempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen und in einigen Fällen sogar durch Sehstörungen aus. Die Betroffenen leiden oft unter einem erheblichen Verlust an Lebensqualität.

Ursachen und Auslöser von Migräne

Migräne ist eine genetisch bedingte Kopfschmerzerkrankung und in dieser Form nicht heilbar. Stress kann ein Trigger sein, der diesen Mechanismus der Migräneentstehung immer wieder neu auslösen kann. Im Hirnstamm von Migränikern befinden sich Migräne-Generatoren, Zellpopulationen, in denen ständig ein erhöhter Serotonin-Stoffwechsel abläuft. Dies führt dazu, dass das Nervensystem des Migränikers ständig auf einem erhöhten Level agiert. Migräniker sind oft Menschen mit einem überaktiven Gehirn, das nicht mehr richtig entspannen kann.

Konventionelle Behandlungsmethoden

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Migräne zu behandeln, darunter medikamentöse und nicht-medikamentöse Ansätze. Zu den medikamentösen Behandlungen gehören Schmerzmittel und Migränemittel, die während einer akuten Attacke eingenommen werden, sowie Medikamente zur Vorbeugung von Migräneattacken. Nicht-medikamentöse Behandlungen umfassen Biofeedback, Entspannungstechniken und Akupunktur.

Elektrotherapie als alternative Behandlungsmethode

In den letzten Jahren hat die Elektrotherapie als alternative Behandlungsmethode für Migräne zunehmend an Bedeutung gewonnen. Bei der Elektrotherapie werden spezielle Stromformen genutzt, um gezielt am menschlichen Organismus eine Erwärmung des Gewebes zu erreichen, Schmerzen zu reduzieren, Nerven zu reizen, Abbau von Schwellungen im Gewebe zu fördern oder Muskulatur zu aktivieren. Die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) ist eine Form der Elektrotherapie, bei der über Hautelektroden geleiteter Strom zur Schmerzlinderung eingesetzt wird.

Wie funktioniert TENS?

Bei der TENS-Therapie werden niedrigintensive elektrische Impulse durch die Haut an die Nervenfasern in der Schmerzzone geleitet. Die elektrische Stimulation der Nerven hat eine unmittelbare Wirkung. Der Stimulationsstrom blockiert die Übertragung des Schmerzsignals an das Gehirn, wodurch Kopfschmerzen gelindert werden. Es wird angenommen, dass TENS auf zwei Wegen wirkt:

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  1. Schmerzblockade: Nerven können jeweils nur einen Reiz zum Gehirn übertragen - entweder das Kribbeln oder den Schmerz. Werden sie durch den Strom erregt, wird der Schmerzreiz damit blockiert.
  2. Endorphinausschüttung: Durch den Stromimpuls werden körpereigene Schmerzmittel, die Endorphine, ausgeschüttet, was das Schmerzempfinden lindert.

Anwendung von TENS bei Migräne

Für die Anwendung bei Migräne werden kleine, runde Elektroden mit einem Durchmesser von etwa 3 cm empfohlen. Die Intensität sollte so eingestellt werden, dass sie als angenehmes Kribbeln empfunden wird. Die Anwendungsdauer sollte etwa 40 Minuten betragen, um eine nachhaltige Schmerzlinderung zu erzielen.

Supraorbitale transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)

Eine spezielle Form der TENS-Therapie bei Migräne ist die supraorbitale transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS). Dabei wird ein Gerät verwendet, das ähnlich einer Brille getragen wird und elektrische Impulse auf der Stirn abgibt, genau an der Stelle, unter der sich der Nervus frontalis in den Nervus supratrochlearis und den Nervus supraorbitalis aufspaltet. Der Nervus frontalis ist ein Arm des Nervus ophthalmicus, dem oberen Ast des Trigeminusnerven. Diesem fünften Hirnnerven wird in der sogenannten vaskulären Hypothese der Migräne eine zentrale pathogenetische Bedeutung zugeschrieben.

Eine randomisierte klinische Studie in Neurology (2013, doi: 10.1212/WNL.0b013e3182825055) hat gezeigt, dass die elektrische Reizung des Trigeminusnerven auf der Stirn die Häufigkeit der monatlichen Kopfschmerzattacken senken kann.

Globale versus lokale Applikation

Bei der Anwendung von Mikrostrom zur Behandlung von Migräne ist es aus Erfahrung geeigneter, dem Patienten eine rundum Regenerationsentspannungstechnik zu vermitteln. Hierbei werden Ganzkörper-Stimulationspunkte genutzt, wobei die Stimulationselektroden kreuz und quer vom rechten Handgelenk zum linken Fußgelenk und umgekehrt entlang der Wirbelsäule appliziert werden. Lichtsensoren oder Lichtquellen können zusätzlich an der Schläfe appliziert werden, um die Elastizität der Blutgefäße zu stabilisieren.

Erfahrungen mit Elektrotherapie am Handgelenk

Die Akupressur des Handrückens kann Kopfschmerzen auf der linken Seite lindern, indem man den Daumen der einen Hand zwischen dem kleinen und dem Ringfinger der anderen Hand ansetzt und von dort aus bis zum Handgelenk fährt. An der Stelle, wo man eine Armbanduhr trägt, befindet sich ein Knöchel. Kurz davor befindet sich eine kleine Vertiefung - diese Stelle muss man sehr fest pressen.

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Weitere TENS-Geräte im Test

Es gibt eine Vielzahl von TENS-Geräten auf dem Markt, die sich in Preis, Ausstattung und Bedienbarkeit unterscheiden. Zu den empfehlenswerten Geräten gehören:

  • Beurer EM 59 Heat: Bietet 70 TENS-, EMS- und Massageprogramme, vier langlebige Gel-Pads, eine verständliche Anleitung und einen zuschaltbaren Wärmemodus.
  • Orthomechanik OrthoTens: Verfügt über ein Touchdisplay, eine ausführliche Anleitung und eine Vielzahl an praktischem Zubehör.
  • Omron HeatTens: Bietet einen angenehmen Wärmemodus, jedoch nur wenige, nicht besonders intensive Programme.
  • Bluetens Classic 2: Bietet über hundert Programme in der zugehörigen App zur Auswahl und eine einfache Bedienung.
  • Comfytemp K6106: Bietet vier individualisierbare Programme und jeweils zehn voreingestellte TENS- und EMS-Modi zu einem sehr günstigen Preis.

Risiken und Kontraindikationen

Die Behandlung mit TENS-Geräten wird allgemein als ungefährlich angesehen, da die verwendete Stromstärke nicht ausreicht, um gravierende Schäden zu verursachen. Dennoch gibt es einige Kontraindikationen, bei denen auf die TENS-Therapie verzichtet werden sollte:

  • Metalle im Körper des Patienten (z. B. Gelenkprothesen)
  • Akute Entzündungen
  • Blutgerinnsel (Thrombose)
  • Offene Hautstellen
  • Schwere Durchblutungsstörungen der Arterien (Arteriosklerose)
  • Herzrhythmusstörungen oder vorhandener Herzschrittmacher
  • Bösartige Tumorerkrankungen
  • Fieberhafte Krankheitsprozesse
  • Erhöhte Blutungsneigung
  • Epilepsie
  • Schwangerschaft

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