Der Titel mag an einen reißerischen Unterhaltungsfilm erinnern, doch er steht hier sinnbildlich für die oft unerwarteten und intensiven Erfahrungen, die Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen in einer Welt voller Barrieren machen. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte von Inklusion, Teilhabe und den Herausforderungen, mit denen Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Lebensbereichen konfrontiert sind.
Die Welt durch andere Augen sehen: Inklusion in Film und Festival
Der Film "Sorda - Der Klang der Welt" erzählt die Geschichte von Ángela und Héctor, einem jungen, gehörlos-hörenden Paar, das ein Kind erwartet. Der Film thematisiert aufmerksam und ungeschönt die Herausforderungen, die sich für eine gehörlose Frau bei der Betreuung eines Kindes in einer nicht inklusiven Welt ergeben. Fragen nach der Hörfähigkeit des Kindes und die Risse in der kleinen, beschützten Welt des Paares werden thematisiert.
Das All-Inclusive Festival Rostock ist ein weiteres Beispiel für gelebte Inklusion. Vom 4. bis 7. September verwandelt sich die Stadt in eine Bühne, die zeigt, wie Barrieren durch gemeinsames Tanzen, Spielen und Feiern abgebaut werden können. Das Festival bietet ein vielfältiges Programm aus Kultur, Sport, Wissenschaft und Gesellschaft und lädt alle ein, mitzumachen und mitzufeiern.
Kulturelle Teilhabe: Ein Kampf gegen Sparmaßnahmen
Die geplante Streichung von Kulturförderungen in Berlin gefährdet die kulturelle Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Der Berliner Spielplan Audiodeskription veranstaltete deshalb am 27. November eine Online-Demonstration, um auf die Notwendigkeit kultureller Teilhabe auch in Zeiten des Sparens aufmerksam zu machen. Denn sogenannte "Extrawürste" wie Audiodeskription sollen ausgedünnt oder sogar ganz verschwinden. Die Demonstration soll zeigen, dass Inklusion auch dann noch Pflicht ist, wenn jedes Theater nur noch ein Stück pro Spielzeit aufführen könnte.
Demokratie und Inklusion: Ein Zeichen gegen Ausgrenzung
Initiativen, Einrichtungen und Verbände, die sich für Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung oder psychischer Beeinträchtigung einsetzen, wenden sich gegen jegliche Form von Ausgrenzung und Diskriminierung. Sie stehen für Millionen Menschen in Deutschland, die das Auftreten und die Ziele von Parteien wie der Alternative für Deutschland (AfD) und anderer rechter Bewegungen entschieden ablehnen. Diese Entwicklung bereitet große Sorgen, da die AfD vielfach gezeigt hat, dass sie in ihren Reihen Menschen- und Lebensfeindlichkeit duldet. Es wird ein Zeichen gegen jegliche Ideologie der Ungleichwertigkeit von Menschen gesetzt.
Lesen Sie auch: Gehirn, Manner und Patriarchat: Eine Kritik
Junge Selbsthilfe: Gemeinsam Herausforderungen meistern
Das Projekt der LAG Selbsthilfe NRW zeigt, was Selbsthilfe von jungen Menschen für junge Menschen bewegen kann. Ein eintägiger Projektparcours mit Projektstationen zu den Themen Vielfalt, Leben mit und ohne Einschränkung, junge Selbsthilfe und Inklusion speziell für junge Menschen wurde konzipiert. Die Junge Retina hilft jungen Menschen in einer extrem schwierigen Situation. Die Mitglieder helfen sich gegenseitig, wenn es um Schule, Studium, Ausbildung oder Beruf geht.
Pride Parade: "Behindert und verrückt - auf die Straße zurück!"
Unter dem Motto „Behindert und verrückt - auf die Straße zurück!“ demonstrierten am 9. September behinderte Menschen, Menschen mit und ohne psychiatrische Diagnosen und deren Unterstützer*innen gegen Diskriminierung. Denn obwohl seit 29 Jahren im Grundgesetz steht, dass niemand wegen seiner Behinderungen benachteiligt werden darf, sieht der Alltag von behinderten Menschen oft noch ganz anders aus.
Tag der Begegnung: Europas größtes inklusives Festival
Der „Tag der Begegnung“, Europas größtes inklusives Festival, fand am 17. statt. Menschen mit und ohne Behinderung feierten gemeinsam und setzten ein lautstarkes Zeichen für ein besseres Miteinander. Auf einer Bühne erlebten die Besucher*innen ein hochkarätiges Programm mit Musik, Tanz, Akrobatik, Comedy und verschiedenen Show-Acts. In der großen Ausstellung stellten sich Einrichtungen des LVR vor, aber auch Verbände, Vereine und Initiativen aus den Bereichen Sport, Kultur, Gesundheit, Selbsthilfe und Freizeit.
Persönliche Erfahrungen: Leben mit MS und Epidermolysis Bullosa
Die junge Studentin Marine Barnérias erhielt mit 21 Jahren die Diagnose Multiple Sklerose (MS). Allein unternahm sie eine Reise um die halbe Erdkugel, um positive Kräfte zu sammeln und zu sich selbst zu finden. Die Erkrankung Epidermolysis Bullosa, auch Schmetterlingskrankheit genannt, führt bei den betroffenen Menschen zu einer Blasenbildung in den Hautschichten. Das Mädchen Lily erzählt, wie sie mit dieser Krankheit lebt und wie das mit dem Verbandswechsel, der Schmerztherapie und dem Vorbeugen von Wunden geht.
"Down The Road": Ein Roadtrip zur Selbstständigkeit
„Down The Road“ ist ein Roadtrip mit sechs jungen Menschen mit Down-Syndrom, die ohne ihre Familien und fern ihres sonst durchstrukturierten Alltags unterwegs sind. Sie wollen Freiheit und Unabhängigkeit. Gemeinsam starten sie in das Abenteuer ihres Lebens. Auf ihrer Reise will die bunte Truppe gemeinsam Herausforderungen bestehen, Ängste überwinden, Träume wahr machen.
Lesen Sie auch: Was bedeutet "Ich bin nichts für schwache Nerven"?
Depression: "Damn Happy" - Ein Lied gegen die Dunkelheit
Renard und Alphaville-Sänger Marian Gold haben den gefühlvollen Song "Damn Happy" zum Thema Depression veröffentlicht und dazu ein beeindruckendes Video gedreht, das allerdings nichts für schwache Nerven ist. Das Video soll menschliches Leid wie Depression durch die Protagonisten in all seinen Facetten greif- und sichtbar machen und dient gleichzeitig dazu, die Arbeit der DepressionsLiga e.V. zu unterstützen. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 5,3 Millionen Menschen an Depression.
Alternative Behandlungsmethoden: Neue Wege zur Genesung
Seit ihrer Kindheit leidet Yasmin an Epilepsie. Gegen den Willen ihrer Familie versucht sie, neue alternative Behandlungsmethoden für ihre Krankheit zu finden. Auf ihrem Weg begegnet sie Menschen aus der ganzen Welt, die durch alternative Methoden neue Wege gefunden haben, mit ihren Krankheiten wie Parkinson, Krebs, Multipler Sklerose und anderem umzugehen.
Körperwahrnehmungen und Selbstidentifikation: "Journey Through A Body"
Die Ausstellung „Journey Through A Body“ in der Kunsthalle Düsseldorf untersuchte Körperwahrnehmungen und -verständnisse im Kontext von Geschlechtsidentitäten und Selbstidentifikation.
Engagement in der Kommunalpolitik: Barrieren abbauen
Es ist wichtig, dass sich Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen in der Kommunalpolitik engagieren, denn noch gibt es nämlich in der Kommunalpolitik wenig aktive Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen. Dabei sollten gerade sie als Expert*innen in eigener Sache mitdenken, mitreden, mitentscheiden und ihre Perspektiven in die Politik einbringen.
"CONTOURS": Glamouröse Inszenierung nicht normierter Körper
Bei MusikerIinnen, die für die Liberalität des Pop stehen, wie Madonna, Beyoncé, Miley Cyrus, Missy Elliott oder Peaches, finden sich in Musikvideos haufenweise junge, gesunde Körper. Körper mit Behinderungen und ihre Bewegungen erscheinen weiterhin als Abweichungen von der Norm. “CONTOURS” ist ein Musikvideo mit TänzerIinnen mit und ohne Behinderungs-erfahrung, also mit Körpern, die in solchen Formaten eigentlich nicht auftauchen und setzt sich mit diesen extrem genormten Bewegungsmustern in Popvideos auseinander. “CONTOURS” nimmt sich vor, sie durch die glamouröse Inszenierung von nicht normierten Körpern zu durchkreuzen. Hier gehören Asymmetrie genauso zum Bild wie die zelebrierte Langsamkeit.
Lesen Sie auch: Überblick über Manner Gehirn Nichts
Kaffeetrinken weltweit: Eine Reise durch die Kaffee-Hauptstädte
Der Artikel über Kaffee-Hauptstädte der Welt mag auf den ersten Blick thematisch fremd erscheinen, doch er verdeutlicht, wie unterschiedlich Kulturen mit Genuss, Tradition und sozialer Interaktion umgehen. So wie der türkische Mokka "nichts für schwache Nerven" ist, so erfordert auch die Auseinandersetzung mit Inklusion und Vielfalt Mut und Offenheit.
Istanbul: Magischer Mokka
Türkischer Mokka ist nichts für schwache Nerven: fein gemahlenes Pulver von kräftig gerösteten Kaffeebohnen, mehrmals mit Wasser und Zucker aufgekocht und MIT dem Kaffeesatz serviert. Wer am liebsten „Cappu Hafer“ schlürft, wird Mokka gewöhnungsbedürftig finden! Wenn du nach Istanbul reist, solltest du ihn aber unbedingt probieren: Denn dort, so wie in der ganzen Türkei, ist Mokka ein Lebensgefühl.
Buchvorstellungen: Vielfalt in der Kinder- und Jugendliteratur
Die Vorstellung von Kinder- und Jugendbüchern aus Italien zeigt die Vielfalt der Themen und Perspektiven, die in der Literatur für junge Menschen behandelt werden. Von Klassikern wie Pinocchio bis hin zu Bilderbüchern über Freundschaft, Träume und den Umgang mit Andersartigkeit - die vorgestellten Bücher bieten vielfältige Anregungen zum Nachdenken und Reflektieren.
Schimpfwörter: Einblicke in die englische Sprache
Der Exkurs über englische Schimpfwörter mag überraschen, doch er verdeutlicht, wie Sprache Tabus und kulturelle Normen widerspiegelt. So wie bestimmte Wörter in einer Kultur als "nichts für schwache Nerven" gelten, so können auch bestimmte Themen und Erfahrungen im Zusammenhang mit Behinderung und Diskriminierung emotional herausfordernd sein.
Buchempfehlungen: Romane, Biografien und Sachbücher
Die Buchempfehlungen am Ende des Artikels bieten eine breite Palette an Themen und Perspektiven. Von Romanen über Freundschaft und Liebe bis hin zu Biografien über Menschen, die ihren eigenen Weg gehen - die vorgestellten Bücher laden zum Lesen, Nachdenken und Reflektieren ein.
tags: #nichts #fur #schwache #nerven #italienisch