Einführung
Nikola Tesla, ein Name, der für Innovation und Erfindungsreichtum steht, war nicht nur ein brillanter Wissenschaftler, sondern auch ein Visionär. Seine Fähigkeit, sich zukünftige Technologien vorzustellen und zu entwickeln, fasziniert bis heute. Dieser Artikel untersucht die Methoden, mit denen Tesla sein Gehirn trainierte, um seine außergewöhnlichen Fähigkeiten zu entwickeln, und wie diese Techniken auch heute noch angewendet werden können, um Kreativität und Problemlösungsfähigkeiten zu fördern.
Die Bedeutung der rechten Gehirnhälfte
Es ist bekannt, dass viele Erfindungen und Entdeckungen dank der rechten Hemisphäre das Licht der Welt erblickt haben. Nikola Tesla, Einstein oder Mendeleev waren nicht nur grosse Wissenschaftler, sondern auch grosse Entdecker und Visionäre. Für Ihre grossartigen Entdeckungen war neben den Experimenten auch die ausgeprägte Vorstellungskraft verantwortlich, dank welcher sie in der Lage waren, durch kreatives Denken und Vorstellen mögliche Lösungen zu schaffen.
Die kritische Phase der Gehirnentwicklung im Kindesalter
Eine der wichtigsten Momente in der Entwicklung des Gehirns ist der Zeitraum zwischen 4 bis 12 Jahren. Es ist ein Lebensabschnitt, in dem das Gehirn des Kindes einer dramatischen Bühne gleicht, auf deren Brettern enorme und ständige Reize spielen. Diese Reize stellen auf der Ebene der Nervenimpulse ein regelrechtes “elektrisches Gewitter” dar, in dem die Funktionen der Gehirnsphären ständig aufeinanderprallen. In diesem Lebensabschnitt befinden sich die beiden Hemisphären in einem Kampf um die Überlegenheit, aus dem am Ende leider nur eine als endgültiger Sieger hervorgeht und die dominierende Hemisphäre unseres Gehirns wird. So kommt es zu einer endgültigen Aufteilung der Funktionen zwischen der linken und der rechten Gehirnhälfte.
Die Zeigarnik-Effekt und seine Auswirkungen auf das Gehirn
Wer kennt es nicht: Der Tag war lang, man liegt im Bett, abgespannt, schlafbereit - und doch kommt der Geist nicht zur Ruhe, beginnt sich das Gedankenkarussell zu drehen. Die Steuererklärung, die noch nicht beendet ist. Ein Anruf, den man seit Tagen aufschiebt. Es ist, als blinkten die offenen Aufgaben wie Neonlichter durch den Kopf. Was nach einem modernen Zivilisationsleiden klingt, nach einer Folge heutiger Hektik, ist in Wahrheit ein uralter Mechanismus menschlichen Denkens. Schon in den 1920er-Jahren entdeckte die litauische Psychologin Bluma Zeigarnik, dass unerledigte Aufgaben unser Gehirn nicht loslassen, wohingegen erledigte Arbeiten rasch verblassen.
Bluma Zeigarnik fiel auf, dass sich Kellner mit erstaunlicher Präzision an alle offenen Bestellungen erinnern konnten. Doch sobald die Gäste bezahlt hatten, schienen die Details wie ausgelöscht - als wären sie nie dagewesen. Die Psychologin wurde stutzig. Sie begann zu forschen, ließ Versuchspersonen kleine Herausforderungen lösen - etwa handwerkliche Arbeiten. Die Probanden durften manche Tätigkeit beenden, bei anderen wurden sie unterbrochen. Das Ergebnis: An jene Aufgaben, die sie nicht fertiggestellt hatten, konnten sich die Teilnehmenden deutlich besser erinnern als an die abgeschlossenen Aufgaben. Gerade so, als schiebe das Gehirn unvollendete Dinge in eine Art inneres Alarmfach. Zeigarnik folgerte daraus, dass eine begonnene, aber nicht beendete Handlung im Geist eine Art Spannung erzeugt. Erst mit dem Abschluss entlädt sich diese Spannung, erst dann kann das mentale System zur Ruhe kommen. Das menschliche Denken, so die These, strebe nach kognitiver Geschlossenheit - nach Ordnung, Struktur, einem Ende.
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Eine zentrale Rolle bei dem Phänomen übernimmt dabei das Arbeitsgedächtnis. Es befähigt uns, verschiedene Informationen kurzfristig zu speichern, verknüpfen und verfügbar zu halten. Begonnenes aktiviert neuronale Netzwerke, die so lange in Bereitschaft bleiben, bis ein Abschlusssignal erfolgt. Bleibt es aus, hängt die Aufgabe weiterhin im System - als mentale "offene Schleife". Gleichzeitig erzeugt ein unerledigter Handlungsimpuls eine Art kognitive Spannung, eine innere Unruhe. Man kann das Ganze mit einem Lied vergleichen, das auf halber Strecke abbricht - unser Gehirn verlangt nach Auflösung, nach einem Ausklang, einem finalen Akkord.
Strategien zur Bewältigung der Informationsflut und Fragmentierung
In einer Welt des Immer-Mehr, der immer schnelleren Reize, können daraus Probleme erwachsen. Denn naturgemäß wird immer mehr unterbrochen: Gespräche, Arbeitsvorgänge, Nachrichtenströme. Jedes nicht geschlossene Fenster im Kopf bleibt ein Stück weit geöffnet - zugig, störend, latent aktiv. Es poppt von Zeit zu Zeit in unser Bewusstsein. Und meldet: Ich muss noch bearbeitet werden. Die Informationsflut, die uns tagtäglich überschwemmt, sorgt dafür, dass wir immer mehr beginnen, und immer weniger beenden. Zig Messenger-Nachrichten, die wir nur rasch überfliegen. Vor allem Multitasking trägt zur Fragmentierung unseres Denkens bei. Wer ständig zwischen Aufgaben wechselt, braucht mehr Zeit und ist unzufriedener. Gefühlt findet nichts einen Abschluss, ein einziges Schwirren und Surren durchdringt den mentalen Raum. Und das Gehirn? Bekommt selten, wonach es verlangt: Ruhe durch Vollendung.
Der erste Schritt, seinen Kopf wieder in den Entspannungsmodus zu versetzen, besteht darin, sich des Prinzipes überhaupt bewusst zu werden: Unerledigte Dinge verschwinden nicht - sie bleiben im Kopf. Wer die geistige Last mindern möchte, sollte daher nicht bloß die großen Projekte im Blick behalten, sondern auch die vermeintlich unwichtigen Tasks. Hilfreich dabei kann sein, anstehende Erledigungen konsequent zu notieren - zum Beispiel in einer klassischen To-do-Liste oder in einer digitalen Aufgabenverwaltung. Allein das Aufschreiben kann unser Gehirn entlasten: Das Vorhaben ist aus dem Kopf ausgelagert, aber nicht vergessen. Auch Mini-Abschlüsse können helfen: Lieber eine kleine Aufgabe vollständig abschließen, als fünf gleichzeitig offenlassen. Und für größere Vorhaben: realistische Teilschritte definieren. Jeder abgehakte Punkt signalisiert dem Gehirn: erledigt! Wer will, kann auch mit Abschlussritualen experimentieren - etwa einem abendlichen Journaleintrag, bei dem man bewusst Revue passieren lässt, was man geschafft hat. Oder man definiert am Ende des Arbeitstags eine "letzte Handlung": Laptop zuklappen, Notizbuch schließen, Fenster lüften. Vielleicht ist es kein Zufall, dass gerade in Klöstern und Meditationszentren das Schließen eine zentrale Rolle spielt. Türen werden langsam geschlossen, Rituale beendet, Tage planvoll abgerundet. Manchmal genügt dafür schon ein einziger Haken hinter einer Angelegenheit. Ein letzter Gedanke, der nicht weitergedacht werden muss. Ein bewusst gesetzter Punkt.
Die Ur-Intelligenz: Mehr als nur Logik
Was macht menschliche Genialität aus? Was hebt Persönlichkeiten wie Steve Jobs, Marie Curie oder Nikola Tesla von der Masse ab? Der Gehirnforscher Angus Fletcher zeigt, dass deren außergewöhnlichen Fähigkeiten nicht allein auf rationaler Logik beruhen, sondern auch auf einer unbewussten, ursprünglichen Kraft: der Ur-Intelligenz.Diese vereint Intuition, Vorstellungskraft, Emotionen und gesunden Menschenverstand - Fähigkeiten, die tief in uns verwurzelt sind und die wir einer künstlichen Intelligenz voraushaben. Anhand von Beispielen aus Kunst, Wissenschaft, Militär und Wirtschaft sowie mithilfe praktischer Übungen zeigt Fletcher, wie sich diese Potenziale gezielt fördern lassen, ob durch das bewusste Erkennen von Ausnahmen, kreative Perspektivwechsel oder gezieltes Training von Widerstandsfähigkeit. Angus Fletcher ist Professor of Story Science am Project Narrative der Ohio University und beschäftigt sich mit der Fähigkeit des Gehirns in Geschichten zu denken. Er wurde bereits für Unternehmen wie Disney, Sony und Amazon engagiert, um sie mit seinen Methoden zum Thema »Storythinking« zu beraten.
Luzides Träumen als Werkzeug zur Gehirnschulung
Willkommen in der faszinierenden Welt des luziden Träumens. Was steckt hinter diesem Phänomen? Ist es ein ernstzunehmendes psychologisches Werkzeug? Laut einem wissenschaftlichen Artikel sind im luziden Träumen bestimmte Hirnareale aktiver sind als in normalen Träumen (Voss et al., 2009).
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Die gute Nachricht: luzid zu träumen, ist trainierbar. Manche Menschen haben ein natürliches Talent dafür, andere brauchen Geduld und Übung. Hier sind einige Techniken, die helfen können:
- Realitätschecks im Alltag: Überprüfen Sie im Alltag, um zu prüfen, ob man träumt oder wach ist. Vorteil: Das Gehirn wird sensibilisiert, Träume bewusster wahrzunehmen.
- Traumtagebuch: Schreiben Sie Ihre Träume auf. Dies hilft, sich besser an sie zu erinnern und Muster zu erkennen.
- MILD (Mnemonic Induction of Lucid Dreams): Vor dem Einschlafen wiederholt man eine Absicht, z. B. "Ich werde heute Nacht luzid träumen".
- WBTB (Wake Back to Bed): Nach einigen Stunden Schlaf aufwachen und für kurze Zeit aktiv sein, bevor man wieder einschläft. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, in einen luziden Traum einzutreten.
- Visualisierung: Stellen Sie sich vor dem Einschlafen vor, wie Sie in einem Traum die Kontrolle übernehmen und Dinge ändern können - z. B. fliegen.
Obwohl luzides Träumen bereits in den 1960er und 70er Jahren populär wurde, wurde es von vielen Forschern belächelt. Erst im 20. Jahrhundert wurde der Begriff „luzides Träumen“ wissenschaftlich etabliert. Doch die Wurzeln reichen viel weiter zurück. In Philosophie und Heilkunst nutzten Menschen Träume bewusst, um Erleuchtung zu suchen. Verschiedene Völker nutzen Träume bewusst, um Kontakt zur Geisterwelt aufzunehmen. Schamanen sahen Träume als Portale zu Wissen und Heilung.
Die Auswirkungen von Substanzen auf das Träumen
Träume haben eine komplexe Verbindung zu unserem Körper und Geist. Studien von Gillin, Wyatt, Fram, und Snyder, 1973 und DiMascio, 1973 zeigen, dass THC den REM-Schlafanteil verringern kann. Auf der anderen Seite gibt es Berichte über „THC Dreams“ - extrem lebhaften und intensiven Träumen, die nach dem Absetzen von Cannabis auftreten können.
Die Potenziale des luziden Träumens
Klarträumen ermöglichen eine Form von Selbstreflexion auf einer tiefen Ebene und können zur Problemlösung genutzt werden. Sie können auch verwendet werden, um Ängste zu überwinden oder traumatische Erlebnisse zu untersuchen. Viele Anfänger wachen auf, sobald sie klarträumen. Es hilft, sich vor dem Einschlafen ein bestimmtes Thema zu visualisieren (z. B. eine bestimmte Umgebung oder eine Handlung). So kann man die Kontrolle über den Traum behalten und die Potenziale des luziden Träumens voll ausschöpfen, um eine neue Welt zu erleben.
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