Tinnitus, das allgegenwärtige Rauschen im Ohr, ist mehr als nur ein lästiges Geräusch. Es ist ein komplexes Phänomen, das das Nervensystem auf vielfältige Weise beeinflusst. Dieser Artikel beleuchtet die Entstehung von Tinnitus, seine Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und die Auswirkungen auf die Lebensqualität.
Was ist Tinnitus?
Tinnitus, auch bekannt als Ohrensausen, bezeichnet die Wahrnehmung von Geräuschen wie Pfeifen, Summen, Brummen oder Klingeln, ohne dass eine externe Schallquelle vorhanden ist. Diese Geräusche können im Ohr oder im Kopf wahrgenommen werden und variieren in Lautstärke und Frequenz.
Es gibt zwei Haupttypen von Tinnitus:
- Subjektiver Tinnitus: Nur die betroffene Person kann die Geräusche hören. Dies ist die häufigste Form.
- Objektiver Tinnitus: Selten und kann auch von anderen gehört werden, da er durch körpereigene Geräusche wie Strömungsgeräusche verengter Blutgefäße verursacht wird.
Wie entstehen Ohrgeräusche im Gehirn?
Tinnitus entsteht, wenn das Gehirn auf eine Störung im Hörsystem reagiert. Dies kann durch Schäden an den Hörzellen im Innenohr oder durch Probleme im Gehirn selbst verursacht werden. Stell dir vor, dein Gehirn versucht, fehlende Signale zu kompensieren, und dabei entstehen die störenden Geräusche. Das Gehirn versucht, die Hörstörung auszugleichen und sorgt dabei für verstärkte Aktivität in der Hörbahn.
Prof. Dr. erklärt, dass das Innenohr die Tonhöhe codiert, indem unterschiedliche Frequenzen die Sinneszellen an unterschiedlichen Orten anregen. Dieses Ortsprinzip (Tonotopie) findet sich auch anderswo in der Hörbahn. Höhere Lautstärke wirkt sich aus, indem die beteiligten Neuronen in schnellerer Folge feuern und mehr Neuronen aktiv sind. Richtungsinformation gewinnt das Gehirn durch Lautstärken- und Laufzeitunterschiede an den beiden Ohren sowie durch Veränderungen im Klangbild, die durch die räumlichen Verhältnisse sowie durch die Geometrie des Kopfes und den Ohrmuscheln entstehen. An den verschiedenen Stationen der Verarbeitung auditorischer Signale im Gehirn sind Neuronen mit höchst unterschiedlicher Spezialisierung beteiligt. Dabei sind viele Zusammenhänge noch nicht erforscht.
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Ursachen für Rauschen im Ohr
Es gibt viele mögliche Ursachen für Tinnitus, der oft als Symptom für andere gesundheitliche Probleme wie Hörsturz oder Bluthochdruck auftritt. Die Ursachen von Tinnitus sind so individuell wie die Geräusche selbst.
Hier sind einige der häufigsten:
- Lärmbelastung und Hörverlust: Lauter Lärm, wie laute Musik oder Maschinen, kann die Hörzellen im Ohr schädigen. Dies führt oft zu Hörverlust und Tinnitus. Ob Lärm dem Gehör schadet, hängt insbesondere mit der Belastungsdauer zusammen. Als normal gelten im Alltag Pegel bis zu 60 dB. In Diskotheken, auf Konzerten oder Partys liegt der Lärmpegel verschiedenen Messungen zufolge beständig zwischen 90 und 110 dB; Metal-Bands schaffen es sogar bis zu 140 dB. Unsere Hörzellen sind allgemein großen Lautstärken nicht gewachsen und reagieren daher mit Überlastung.
- Stress und psychische Belastungen: Stress kann die Symptome von Tinnitus verschlimmern. Psychische Belastungen beeinflussen die Art und Weise, wie das Gehirn auf Ohrgeräusche reagiert. Etwa 50 % der Betroffenen, die an chronischem Tinnitus leiden, waren oder sind erheblichem Stress ausgesetzt. Da die Intensität des Tinnitus sich mit dem Stressniveau verändert, sind die Chancen groß, dass stressbedingter Tinnitus wieder aufhört, sobald der Stress weniger wird.
- Blutdruckprobleme und Herzerkrankungen: Ein hoher Blutdruck oder Herzprobleme können Tinnitus verursachen. Der Herzschlag kann die Ohrgeräusche verstärken. Herz- und Blutdruckprobleme, die oft mit Medikamenten behandelt werden, können ebenfalls Ohrenrauschen verursachen.
- Nackenverspannungen und Kiefergelenksprobleme (CMD): Nackenverspannungen und craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) können die Muskeln im Kopf- und Nackenbereich beeinflussen und Tinnitus auslösen. Kiefergelenk und Ohr sind sowohl anatomisch als auch über Nervenverbindungen und Funktion mit der Halswirbelsäule eng miteinander verbunden.
- Erkrankungen wie Morbus Menière: Morbus Menière ist eine Erkrankung des Innenohrs, die zu Tinnitus, Schwindel und Hörverlust führen kann.
- Hörsturz: Ein Hörsturz kann ebenfalls plötzlichen Hörverlust verursachen und zu Tinnitus führen.
- Weitere Ursachen:
- Als Folge einer verschleppten oder nicht behandelten Mittelohrentzündung kann es zu einem Tinnitus kommen. Die Ursache dafür liegt darin, dass die im Mittelohr gelegenen Gehörknöchelchen den Schall nicht unbeeinträchtigt weiterleiten können, wenn eine Entzündung vorliegt. Als Folge entsteht ein Geräusch.
- Als Weisheitszähne werden die, von der Kiefermitte aus gezählt, jeweils achten Zähne genannt, die meist erst ab dem 16. Lebensjahr in Erscheinung treten. Sie sind mit einem feinen Nervengeflecht mit dem Ohr verbunden. Schon die kleinste Fehlstellung kann in diesem Bereich zu Beschwerden führen, die von Ohrensausen bis zu Tinnitus reichen können.
Ist Rauschen im Ohr gefährlich?
In den meisten Fällen ist Tinnitus nicht gefährlich. Allerdings kann er ein Symptom für ernsthafte Erkrankungen sein und die Lebensqualität der betroffenen Personen erheblich beeinträchtigen. Stressbedingte Folgeerkrankungen können gerade beim chronischen Tinnitus auftreten. Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose und Reaktion auf die Krankheit wichtig.
Es ist wichtig, die Warnsignale zu erkennen:
- Plötzliches, starkes Rauschen
- Begleitet von Schwindel oder Hörverlust
- Nach einem Schlaganfall
Ohne Behandlung kann Tinnitus zu Folgeerkrankungen wie Depressionen oder Schlafstörungen führen.
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Wie lange darf es im Ohr rauschen?
Tinnitus kann akut oder chronisch sein:
- Akuter Tinnitus: Dauer von wenigen Stunden bis Wochen, oft nach Lärmbelastung oder Stress.
- Chronischer Tinnitus: Langfristig, kann Monate oder Jahre andauern. Hält der Tinnitus länger als drei Monate an, gilt er als chronisch.
Die Heilungschancen sind unterschiedlich. Spontanremission ist möglich, besonders bei akutem Tinnitus. Frühes Eingreifen und eine geeignete Behandlung erhöhen die Chancen auf Besserung.
Wann sollte man bei Ohrgeräuschen zum Arzt?
Es gibt bestimmte Anzeichen, die einen Arztbesuch erfordern:
- Plötzliches Auftreten von Tinnitus
- Starker Hörverlust
- Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen
- Schmerzen im Ohr
Ein Hals-Nasen-Ohrenarzt (HNO-Arzt) kann die Ursache feststellen und die richtige Behandlung empfehlen. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen.
Was macht der HNO-Arzt bei Rauschen im Ohr?
Der HNO-Arzt führt verschiedene Untersuchungen durch, um die Ursache deines Tinnitus zu bestimmen:
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- Anamnese: Er fragt nach deinen Symptomen und deiner Krankengeschichte. Mittels einer Orthoskopie, also der Untersuchung des Ohrkanals mit starker Vergrößerung und Beleuchtung, versucht er, mögliche Schäden oder Infektionen im Ohr zu erkennen.
- Hörtest: Um den Grad des Hörverlusts zu bestimmen.
- Bildgebung: In einigen Fällen wird ein MRT oder CT durchgeführt.
Nach der Diagnose bietet der Arzt verschiedene Behandlungsansätze:
- Medikamentöse Therapie
- Hörgeräte
- Tinnitus-Retraining-Therapie
Falls notwendig, überweist der HNO-Arzt dich zu Spezialisten oder Therapeuten.
Behandlungsmöglichkeiten für Rauschen im Ohr
Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Tinnitus. Die Wahl der Methode hängt von der Ursache und den individuellen Bedürfnissen ab. Die Behandlung von Ohrgeräuschen richtet sich nach der Ursache des Tinnitus. So vielfältig die Ursachen sind, so vielfältig sind auch die Behandlungsmöglichkeiten.
- Medikamentöse Therapien: Einige Medikamente können die Symptome von Tinnitus lindern, insbesondere wenn er durch eine zugrunde liegende Erkrankung verursacht wird. Oft wird eine Behandlung mit Medikamenten wie Kortison, Vitamin-E-Präparaten oder Lokalanästhetika wie Procain durchgeführt. Es ist allerdings nicht nachgewiesen, dass diese den chronischen, subjektiven Tinnitus tatsächlich heilen.
- Physiotherapie und manuelle Therapie: Bei Tinnitus, der durch Nackenverspannungen oder CMD verursacht wird, kann Physiotherapie helfen. Durch gezielte Übungen werden die Muskeln entspannt und die Durchblutung verbessert. Unsere Physiotherapeuten bei MHP Bonn bieten gezielte Behandlungen an, um Nackenverspannungen zu lösen. Durch manuelle Therapie und spezielle Übungen kannst du die Muskelspannung reduzieren und die Symptome von Tinnitus lindern.
- Tinnitus-Retraining-Therapie und Hörgeräte: Die Tinnitus-Retraining-Therapie hilft deinem Gehirn, die Ohrgeräusche zu ignorieren. Diese Methoden zielen in der Regel darauf ab, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und können ergänzend zur medizinischen Behandlung eingesetzt werden. Das Gehirn soll durch einen Fokus auf alternative Geräusche so trainiert werden, dass der Tinnitus „ignoriert“ oder gemindert wird. Diese Therapie erfolgt oft mit der Unterstützung technischer Hilfsmittel wie Tinnitus-Noiser oder Tinnitus-Masker. Hörgeräte mit Noiser oder Masker-Funktion können als Bestandteil der Retraining-Therapie helfen. Zudem könnten Hörgeräte helfen, durch besseres Hören und Verstehen, Fehlinterpretationen von Signalen im Hirn zu vermeiden, welche dann als störendes Ohrensausen verarbeitet werden.
- CRANii®: CRANii® bietet einen funktionell-therapeutischen Ansatz, der muskuläre Spannungen im Kiefer-, Nacken- oder Schädelbereich behandelt.
Was kann man selbst gegen Ohrrauschen tun?
Neben professionellen Behandlungen gibt es auch Maßnahmen, die du selbst ergreifen kannst, um deine Symptome zu lindern:
- Stressreduktion und Entspannungstechniken: Stress verschlimmert Tinnitus oft. Techniken wie Yoga, Meditation oder Atemübungen können helfen, Stress abzubauen und die Symptome zu lindern.
- Veränderungen im Lebensstil: Eine gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung können das allgemeine Wohlbefinden verbessern und Tinnitus reduzieren.
- Vermeidung von Lärm und Ohrenschutz: Schütze deine Ohren vor lauten Geräuschen, indem du Ohrstöpsel trägst oder laute Umgebungen meidest. Wer ein Konzert oder eine Diskothek besucht, sollte ebenfalls einen Ohrenschutz tragen. Dies kann helfen, Symptome wie Tinnitus und Ohrensausen, die durch Lärmbelastung verursacht werden, zu verhindern. Das verhindert weitere Schäden und kann die Symptome verbessern.
- Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme: Es gibt tatsächlich Patienten, die durch eine vermehrte Flüssigkeitsaufnahme eine Verbesserung des Tinnitus - oder gar ein völliges Verschwinden - wahrnehmen. Dies könnte daran liegen, dass mit der erhöhten Flüssigkeitszufuhr auch die Fließeigenschaften des Blutes positiv beeinflusst werden und das Areal im Ohr nun wieder besser durchblutet und mit Nährstoffen versorgt wird.
- Gute Körperhaltung und Bewegung: Eine gute Körperhaltung und regelmäßige Bewegung sind wichtig, um Nackenverspannungen vorzubeugen. Ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz und gezielte Dehnübungen können helfen, Verspannungen zu vermeiden.
Können Nackenverspannungen Ohrgeräusche auslösen?
Ja, Nackenverspannungen können Ohrgeräusche auslösen oder verstärken. Die Muskeln im Nacken und Kiefer sind eng mit den Strukturen des Ohres verbunden. Verspannte Muskeln können den Blutfluss beeinträchtigen und die Nerven im Ohrbereich reizen, was zu Tinnitus führt. Orthopäden bringen zwei kleine, tiefliegende Muskeln im Nacken mit dem Auftreten von Tinnitus in Verbindung. Bei Verspannungen könnten diese die eng an der Halswirbelsäule entlang verlaufenden Blutgefäße, die die Hirnnerven versorgen, einengen. Eine andere Erklärung ist, dass verspannte Muskeln auf die Nerven drücken, die aus der Wirbelsäule austreten. Die irritierten Nerven führen zu einer Überreaktion im Stammhirn im Bereich des Nucleus cochlearis, einem Hirnnervenkern, der für das Hören zuständig ist.
Bedeutung von Haltung und Bewegung
Eine gute Körperhaltung und regelmäßige Bewegung sind wichtig, um Nackenverspannungen vorzubeugen. Ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz und gezielte Dehnübungen können helfen, Verspannungen zu vermeiden.
Wie MHP Bonn dir helfen kann
Bei MHP Bonn stehen deine individuellen Bedürfnisse im Mittelpunkt. Wir bieten eine umfassende Betreuung, um Tinnitus effektiv zu behandeln und deine Lebensqualität zu verbessern.
- Individuelle Therapiepläne und ganzheitliche Ansätze: Wir erstellen für dich einen maßgeschneiderten Therapieplan, der auf deine spezifischen Symptome und Ursachen abgestimmt ist. Unser ganzheitlicher Ansatz kombiniert verschiedene Behandlungsformen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
- Kombination von klassischer Physiotherapie mit innovativen Technologien: Unsere Physiotherapeuten nutzen sowohl klassische Methoden als auch innovative Technologien wie bioelektrische Impulse. Diese Methoden unterstützen die Regeneration und fördern den Muskelaufbau, was zur Linderung von Tinnitus beitragen kann.
- Erfahrenes Team aus Physiotherapeuten und Präventionsberatern: Unser Team besteht aus qualifizierten Physiotherapeuten, medizinischen Fitnesstrainern und Präventionsberatern, die eng mit Fachärzten zusammenarbeiten. So erhältst du eine umfassende Betreuung aus verschiedenen Fachrichtungen.
- Standorte in Bonn und Terminvereinbarung: Mit Standorten in Duisdorf, Zentrum und Bad Godesberg sind wir leicht erreichbar. Wir bemühen uns, auch für Kassenpatienten schnell einen Termin zu finden.
Die Rolle der Audiologie am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS)
Die Audiologie der HNO-Klinik am UKS befasst sich mit der Diagnose und Behandlung von Hörstörungen. Mit modernster Technik und einem erfahrenen Team bieten wir individuelle Lösungen, um das Hörvermögen unserer Patientinnen und Patienten zu verbessern und ihre Lebensqualität zu steigern.
- Früherkennung kindlicher Hörstörungen: Die frühzeitige Erkennung von Hörstörungen bei Kindern ist entscheidend. Das menschliche Gehirn kann Sprache nur dann richtig lernen, wenn es von Geburt an Töne und Sprache verarbeiten kann. Um dies zu unterstützen, wurde 2009 das universelle Neugeborenen-Hörscreening (UNHS) eingeführt.
- Diagnostische Verfahren: Die Audiologie am UKS bietet ein breites Spektrum an diagnostischen Verfahren, darunter:
- Subjektive Hörtests (Tonschwellenaudiometrie, Sprachaudiometrie)
- Objektive Hörtests (Impedanzaudiometrie, Ableitung reizkorrelierter EEG Potentiale, Elektrocochleographie, Messung otoakustischer Emissionen)
- Behandlungsmöglichkeiten: Je nach Ursache der Hörstörung bietet die Audiologie am UKS verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, darunter:
- Konventionelle Hörgeräte
- Cochlea-Implantate
- Behandlung bei Tinnitus (technische Hilfsmittel, psychologische Unterstützung)
Tinnitus und Medikamente
- Schilddrüsenmedikamente: Als typische Nebenwirkung von Schilddrüsentabletten ist das Auftreten von Tinnitus nicht bekannt. Tinnitus wird auch nicht durch eine behandlungsbedürftige Schilddrüsenerkrankung ausgelöst.
- Antidepressiva: Das Entstehen von Tinnitus durch Medikamente zur Behandlung von Depressionen, insbesondere mit trizyklischen Antidepressiva, wird nicht ausgeschlossen.
- Blutdrucksenker: Blutdrucksenker können bei dauerhafter Einnahme den Stoffwechsel im Innenohr beeinflussen und werden daher auch mit Tinnitus in Verbindung gebracht.
- Antibiotika: Einige Antibiotika wie Gentamicin oder Aminoglykoside können unter Umständen das Innenohr angreifen.
Tinnitus und Mangelerscheinungen
- Vitamin-D-Mangel: Für Vitamin-D-Mangel als Ursache für Tinnitus liegen keine Informationen vor. Daher wird empfohlen, Vitamin D mit den passenden Mitteln zu supplementieren.
- Vitamin-B12-Mangel: Studien zufolge kann bei Vitamin-B12-Mangel die Weiterleitung von Tönen aus dem Ohr zum Gehirn gestört sein.
- Eisenmangel: Eisenmangel hat zur Folge, dass weniger Sauerstoff im Blut transportiert wird. Dies kann zu Tinnitus führen. Als wissenschaftlich erwiesen gilt dieser Zusammenhang jedoch nicht.
Prävention von Tinnitus
- Gehörschutz: Wer lange Schall über 70dB ausgesetzt ist, erhöht das Risiko eines Tinnitus. Professioneller Gehörschutz in einem lauten Arbeitsumfeld ist daher ein Muss. Wer ein Konzert oder eine Diskothek besucht, sollte ebenfalls einen Ohrenschutz tragen.
- Stressmanagement: Ein Leben mit weniger Stress ist sicherlich unabhängig von der Tinnitus-Prävention. Nach starken Belastungen kann temporär ein Pfeifen im Ohr auftauchen. Merkt man dies häufiger, sollte man gegensteuern!
- Hörgeräte: Wer einen Hörverlust hat, sollte ein Hörgerät tragen. Schlecht verstehen erzeugt Stress und sozialen Druck, es beansprucht das Gehirn überproportional und mindert die Lebensqualität.
- Früherkennung und Behandlung von Ohrerkrankungen: Wer schnell auf Erkrankungen wie eine Mittelohrentzündung reagiert, sich regelmäßig untersuchen lässt und Ohrenschmerzen nicht einfach ignoriert, vermeidet Schädigungen im Innenohr, die einen Tinnitus verursachen können.
Was tun bei Rauschen im Ohr?
Tinnitus kann eine herausfordernde Erkrankung sein, aber du bist nicht allein. Mit den richtigen Informationen und einer passenden Behandlung kannst du die Symptome lindern und deine Lebensqualität zurückgewinnen. Bei MHP Bonn stehen wir dir mit unserer Expertise und unserem engagierten Team zur Seite.
Wer einen Tinnitus hat, ist nicht alleine. Es gibt mehrere Organisationen, die sich der Unterstützung von Betroffenen widmen, wie z.B. die Deutsche Tinnitus-Liga e.V. Auch Selbsthilfe-Gruppen werden hier vermittelt.