Panikattacken und Nerventabletten: Ein umfassender Leitfaden

In unserer schnelllebigen und stressigen Welt sind Panikattacken und Nervosität weit verbreitete Probleme. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über Panikattacken, ihre Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten, einschließlich der Verwendung von Nerventabletten und natürlichen Alternativen.

Was sind Panikattacken?

Panikattacken sind plötzliche Anfälle intensiver Angst oder Furcht, die von körperlichen und psychischen Symptomen begleitet werden. Sie können ohne Vorwarnung auftreten und das Gefühl vermitteln, die Kontrolle zu verlieren oder sogar zu sterben.

Symptome von Panikattacken

Die Symptome einer Panikattacke können vielfältig sein und von Person zu Person variieren. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Herzrasen oder Herzklopfen
  • Schweißausbrüche
  • Zittern oder Beben
  • Atemnot oder Erstickungsgefühl
  • Schmerzen oder Beklemmungsgefühl in der Brust
  • Übelkeit oder Bauchbeschwerden
  • Schwindel oder Benommenheit
  • Gefühl der Derealisation (Gefühl, nicht real zu sein) oder Depersonalisation (Gefühl, sich selbst fremd zu sein)
  • Angst, die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden
  • Todesangst

Ursachen von Panikattacken

Die genauen Ursachen von Panikattacken sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischen, biologischen und umweltbedingten Faktoren eine Rolle spielt. Zu den Risikofaktoren für Panikattacken gehören:

  • Familiäre Vorbelastung mit Angststörungen
  • Traumatische Erlebnisse in der Vergangenheit
  • Chronischer Stress
  • Bestimmte medizinische Erkrankungen, wie z.B. Schilddrüsenüberfunktion
  • Missbrauch von Substanzen wie Alkohol oder Drogen

Nerventabletten: Eine mögliche Behandlungsoption

Nerventabletten können eine wirksame Option zur Behandlung von Panikattacken und Nervosität sein, insbesondere wenn diese das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen. Es ist jedoch wichtig, die verschiedenen Arten von Nerventabletten zu verstehen und die potenziellen Risiken und Vorteile mit einem Arzt zu besprechen.

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Arten von Nerventabletten

Es gibt verschiedene Arten von Nerventabletten, die zur Behandlung von Panikattacken und Nervosität eingesetzt werden können:

  • Antidepressiva: Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) und Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRIs) werden häufig zur Behandlung von Panikattacken eingesetzt. Sie helfen, das Gleichgewicht der Neurotransmitter im Gehirn zu regulieren und können die Häufigkeit und Schwere von Panikattacken reduzieren. Beispiele hierfür sind Fluoxetin und Fluvoxamin. Bei schweren depressiven Erkrankungen oder Angststörungen kommen oft Antidepressiva zum Einsatz. Diese Medikamente wirken auf das Gehirn, um die Symptome zu verbessern. Antidepressiva sind verschreibungspflichtig.
  • Angstlösende Medikamente (Anxiolytika): Benzodiazepine sind eine weitere Art von Medikamenten, die zur Behandlung von Panikattacken eingesetzt werden können. Sie wirken schnell und können die Symptome einer Panikattacke innerhalb kurzer Zeit lindern. Benzodiazepine haben jedoch ein hohes Suchtpotenzial und sollten nur kurzfristig eingenommen werden.
  • Pregabalin: Pregabalin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antiepileptika. Es wird zur Therapie von Epilepsie, Neuralgien und generalisierten Angststörungen eingesetzt. Es senkt im zentralen Nervensystem die neuronale Erregbarkeit und wirkt zugleich analgetisch, antiepileptisch, anxiolytisch und sedierend.

Mögliche Nebenwirkungen von Nerventabletten

Wie alle Medikamente können auch Nerventabletten Nebenwirkungen verursachen. Die Art und Schwere der Nebenwirkungen variieren je nach Art des Medikaments und der individuellen Reaktion des Patienten. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören:

  • Schläfrigkeit
  • Benommenheit
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Mundtrockenheit
  • Verstopfung
  • Gewichtszunahme
  • Sexuelle Funktionsstörungen

Es ist wichtig, alle Nebenwirkungen mit Ihrem Arzt zu besprechen, um die bestmögliche Behandlungsstrategie zu entwickeln.

Pregabalin: Details zu Anwendung und Nebenwirkungen

Pregabalin ist ein Gamma-Aminobuttersäure-Analogon, das die Erregbarkeit der Neuronen im zentralen Nervensystem senkt. Es bindet an eine Untereinheit spannungsabhängiger Calciumkanäle und hemmt so die Freisetzung von Neurotransmittern wie Glutamat, Noradrenalin und des Neuropeptids Substanz P.

Anwendung:

Pregabalin kommt bei Erwachsenen bei Epilepsie ohne sekundäre Generalisierung, peripheren und zentralen neuropathischen Schmerzen sowie generalisierten Angststörungen zum Einsatz.

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Dosierung:

Kapseln oder Lösung mit Pregabalin werden normalerweise zwei- bis dreimal täglich eingenommen. Dies kann unabhängig zu den Mahlzeiten erfolgen. Je nach Indikation liegt die empfohlene Dosis zwischen 150 und 600 mg.

Nebenwirkungen:

Zu den häufigsten Nebenwirkungen unter Pregabalin-Therapie zählen Benommenheit, Schläfrigkeit und Kopfschmerzen. Im Folgenden sind die Nebenwirkungen nach Ihrer Häufigkeit aufgelistet:

  • Sehr häufig: Benommenheit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen
  • Häufig: Nasopharyngitis, gesteigerter Appetit, Euphorie, Verwirrung, Reizbarkeit, Desorientierung, Schlaflosigkeit, Libidoverlust, Ataxie, Koordinationsstörungen, Tremor, Dysarthrie, Amnesie, Gedächtnisstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Parästhesie, Hypästhesie, Sedierung, Gleichgewichtsstörungen, Lethargie, verschwommenes Sehen, Diplopie, Vertigo, Erbrechen, Übelkeit, Verstopfung, Diarrhoe, Flatulenz, aufgeblähter Bauch, Mundtrockenheit, Muskelkrämpfe, Arthralgie, Rückenschmerzen, Schmerzen in den Extremitäten, zervikale Spasmen, erektile Dysfunktion, (periphere) Ödeme, Gangstörungen, Stürze, Trunkenheitsgefühl, Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit, Gewichtszunahme
  • Weitere Hinweise: Überempfindlichkeitsreaktionen, Benommenheit und geistige Beeinträchtigung, Sehstörungen, Nierenversagen, Entzugssymptome, Herzinsuffizienz, Suizidale Gedanken und suizidales Verhalten, Verringerte Funktionalität des unteren Gastrointestinaltrakts, Nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch und Missbrauchspotenzial

Wechselwirkungen:

Pregabalin zeigt Wechselwirkungen mit folgenden Wirkstoffen: Lorazepam, anderen zentral dämpfenden Wirkstoffen, Opioide. Unter Einnahme von Pregabalin sollte auf den Konsum von Alkohol verzichtet werden.

Kontraindikation:

Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Pregabalin dürfen Arzneimittel mit dem Wirkstoff nicht eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit:

Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Therapie mit Pregabalin auf eine sichere Verhütung achten. Während der Schwangerschaft darf der Wirkstoff nicht eingenommen werden, da aus Tierversuchen eine Reproduktionstoxizität bekannt ist. Da Pregabalin in die Muttermilch übergeht, muss sorgfältig entschieden werden, ob das Stillen oder die Therapie mit dem Arzneimittel unterbrochen werden.

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Verkehrstüchtigkeit:

Pregabalin kann zu Schläfrigkeit und Benommenheit führen, weshalb während der Therapie auf die Teilnahme am Straßenverkehr und das Bedienen von Maschinen verzichtet werden sollte.

Natürliche Alternativen zu Nerventabletten

Für Menschen, die eine natürlichere Herangehensweise bevorzugen, gibt es eine Reihe von pflanzlichen Mitteln und Entspannungstechniken, die bei Panikattacken und Nervosität helfen können.

Pflanzliche Mittel

  • Johanniskraut: Wird häufig zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt.
  • Lavendel: Hat beruhigende Eigenschaften und kann Angstzustände und Stress reduzieren.
  • Baldrian: Wird oft zur Linderung von Angstzuständen, Nervosität und Schlafstörungen eingesetzt.
  • Melisse: Wird oft zur Beruhigung und zur Linderung von Angstzuständen verwendet.
  • Hopfen: Wird oft zur Behandlung von Schlafstörungen und zur Förderung der Entspannung verwendet.
  • Passionsblume: Hat beruhigende und angstlösende Eigenschaften.
  • Hafer: Kräftigt und stärkt den Organismus, wirkt bei Überforderung sowie Schlafstörungen.
  • Neurexan®: Ein natürliches Arzneimittel, das bei innerer Unruhe und Schlafstörungen helfen kann. Es enthält eine einzigartige Wirkstoffkombination, die zur Entspannung beiträgt und die innere Balance zurückbringt.

Es ist wichtig zu beachten, dass auch pflanzliche Mittel Nebenwirkungen haben können und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten verursachen können. Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie pflanzliche Mittel einnehmen.

Entspannungstechniken

  • Achtsamkeit: Achtsamkeitspraxis kann helfen, sich auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren und negative Gedanken und Gefühle zu reduzieren.
  • Meditation: Meditation kann helfen, den Geist zu beruhigen und Stress abzubauen.
  • Yoga: Yoga kombiniert körperliche Übungen, Atemtechniken und Meditation, um Entspannung und Wohlbefinden zu fördern.
  • Progressive Muskelentspannung: Diese Technik beinhaltet das Anspannen und Entspannen verschiedener Muskelgruppen im Körper, um Verspannungen abzubauen.
  • Atemübungen: Tiefe, langsame Atemzüge können helfen, den Körper zu beruhigen und Angstzustände zu reduzieren.

Weitere Tipps zur Bewältigung von Panikattacken und Nervosität

  • Regelmäßige Bewegung: Sport kann helfen, Stress abzubauen und die Stimmung zu verbessern.
  • Ausreichend Schlaf: Schlafmangel kann Angstzustände und Nervosität verschlimmern.
  • Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, den Körper und den Geist zu stärken.
  • Vermeidung von Koffein und Alkohol: Diese Substanzen können Angstzustände und Nervosität verstärken.
  • Unterstützung suchen: Sprechen Sie mit Freunden, Familie oder einem Therapeuten über Ihre Probleme.

Neurodoron® Tabletten: Eine natürliche Hilfe bei Stress und Erschöpfung

Neurodoron® Tabletten von Weleda sind eine natürliche Hilfe zur Stärkung der Nerven bei Stress und Erschöpfung. Sie lindern Stress-Symptome wie Nervosität, Reizbarkeit und Erschöpfung und verbessern die Belastbarkeit in stressigen Phasen.

Wirkstoffe und Anwendung

Neurodoron® Tabletten enthalten eine Wirkstoffkomposition, die den Organismus seelisch und körperlich stärkt. Sie können Überlastungssymptome wie Nervosität, Reizbarkeit, Erschöpfung sowie depressive Verstimmung lindern und somit neue Energie fördern, ohne müde oder abhängig zu machen.

Die empfohlene Dosis für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren beträgt 3- bis 4-mal täglich 1 Tablette. Neurodoron® kann bei akuten Beschwerden bis zu 2 Wochen lang angewendet werden.

Pflichtangaben

Neurodoron® Tabletten enthalten Lactose und Weizenstärke, bitte Packungsbeilage beachten. Gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis harmonisieren und stabilisieren sie das Wesensgliedergefüge bei nervöser Erschöpfung und Stoffwechselschwäche, z.B. Nervosität, Angst- und Unruhezustände, depressive Verstimmung, Rekonvaleszenz, Kopfschmerzen.

Opipramol: Ein weiteres Medikament zur Behandlung von Angststörungen

Opipramol ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Sedativa/Anxiolytika (Mittel zur Behandlung von Angst-, Erregungs- und Spannungszuständen). Es wirkt sedierend, angstlösend und geringgradig stimmungsaufhellend.

Anwendungsgebiete

Opipramol wird angewendet bei:

  • generalisierter Angststörung
  • somatoformen (nicht auf organische Erkrankungen zurückführbaren) Störungen

Gegenanzeigen

Opipramol darf nicht eingenommen werden, wenn Sie:

  • überempfindlich (allergisch) sind gegenüber Opipramol oder einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sowie gegenüber trizyklischen Antidepressiva
  • bereits MAO-Hemmer einnehmen
  • akute Alkohol-, Schlafmittel-, Analgetika- oder Psychopharmakavergiftungen haben
  • akute Delirien haben
  • unter akutem Harnverhalten leiden
  • eine Prostatahyperplasie (Prostatavergrößerung) mit Restharnbildung haben
  • einen paralytischen Ileus (Darmverschluss) haben
  • ein unbehandeltes Engwinkelglaukom (grüner Star) haben
  • bestimmte Schädigungen des Herzens haben

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann Opipramol Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören:

  • Müdigkeit
  • Benommenheit
  • Mundtrockenheit
  • Verstopfung
  • Sehstörungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Suizidgedanken

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Es ist wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn:

  • Panikattacken häufig auftreten oder das tägliche Leben beeinträchtigen
  • Angstzustände oder Nervosität anhalten oder sich verschlimmern
  • Selbstmordgedanken auftreten
  • Die Behandlung mit Nerventabletten oder natürlichen Alternativen keine Besserung bringt

Ein Arzt kann eine genaue Diagnose stellen, die Ursachen der Panikattacken oder Nervosität ermitteln und eine geeignete Behandlungsstrategie entwickeln.

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