Parkinson: 10 Stunden im Off – Forschung, Therapie und Prävention

Die Parkinson-Krankheit ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die durch den Verlust von Dopamin-produzierenden Nervenzellen im Gehirn gekennzeichnet ist. Obwohl es derzeit keine Heilung gibt, haben Fortschritte in der Forschung und Therapie die Lebensqualität von Betroffenen deutlich verbessert. Dieser Artikel beleuchtet aktuelle Forschungsergebnisse, innovative Therapieansätze und präventive Maßnahmen im Umgang mit Parkinson.

Schlaf als aktive Parkinson-Prävention

Neueste Forschungsergebnisse heben die Bedeutung des Schlafs für die Prävention neurodegenerativer Erkrankungen hervor. Eine in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichte Studie zeigt, dass das glymphatische System, ein erst vor etwa 10 Jahren entdecktes „Entsorgungssystem“ für zelluläre Abfallprodukte im Gehirn, während des Schlafs aktiv ist.

Die Rolle des glymphatischen Systems

Das glymphatische System spült Metaboliten und Zellabfälle, hauptsächlich lösliche Proteine wie α-Synuclein, aus dem Gehirn. Die Ablagerung von fehlgefalteten Proteinen spielt bei der Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen wie Parkinson eine entscheidende Rolle. Eine gestörte Reinigungsfunktion des glymphatischen Systems, die hauptsächlich während des Non-REM-Schlafs aktiv ist, wird mit verschiedenen neurodegenerativen Erkrankungen in Verbindung gebracht.

Neuronale Wellen und Gehirnreinigung

Die Studie in „Nature“ [1] konnte zeigen, dass neuronale Netze während des Schlafs einzelne Aktionspotentiale synchronisieren und bündeln. Dadurch entstehen rhythmische, sich selbst verstärkende hochenergetische Ionenwellen, die den glymphatischen Fluss anregen. Die experimentelle Störung dieser Wellen beeinträchtigte die Reinigung des Gehirnparenchyms erheblich. Umgekehrt konnte durch transkranielle Stimulation (mit Optogenetik) die Wellenbewegung und der Fluss interstitieller Flüssigkeit verstärkt werden.

Implikationen für Prävention und Therapie

Diese Erkenntnisse könnten zukünftig neue prophylaktische und therapeutische Ansatzpunkte eröffnen. „Schlaf ist ein wichtiger, aber oftmals unterschätzter Faktor, um Gehirn und Nerven gesund zu halten. Durchschnittlich werden 7-8 Stunden Schlaf empfohlen - und dieses Präventionspotenzial sollten wir nutzen“, erklärt Prof. Dr.

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Neue Therapieansätze bei Parkinson

Auch in der Therapie von Parkinson gibt es vielversprechende Neuigkeiten, insbesondere im Umgang mit motorischen Fluktuationen und der kontinuierlichen Gabe von Medikamenten.

Pumpentherapie mit Levodopa-Carbidopa

Bei der medikamentösen Behandlung von Parkinson mit Levodopa kommt es nach etwa 5 bis 8 Jahren häufig zu starken motorischen Fluktuationen, den sogenannten „On-Off“-Phasen. Diese Schwankungen entstehen, weil die Wirkung des Medikaments nachlässt, Dopamin nicht mehr ausreichend gespeichert werden kann und die Dosierung nicht weiter erhöht werden kann, ohne überschießende Dopamin-Konzentrationen und unangenehme Nebenwirkungen (z. B. Dyskinesien) zu verursachen.

Eine Pumpentherapie kann in dieser Situation helfen. Bisher konnte das wirksamste Parkinson-Medikament L-Dopa nur über eine Sonde durch die Bauchdecke in den Magen kontinuierlich verabreicht werden. Eine neue Option ist nun in Deutschland verfügbar: Eine multizentrische, internationale Phase-3-Studie [2] untersuchte randomisiert, doppelblind und kontrolliert die Wirksamkeit der kontinuierlichen subkutanen Gabe (n=128) von Levodopa-Carbidopa (ND0612) im Vergleich zur oralen Gabe (n=131) bei Parkinson-Patienten mit motorischen Fluktuationen (mittlere „On“-Zeit 9,4 h/Tag und Off-Phasen ≥2,5 h/Tag).

Ergebnisse der Studie

Die Therapieeinstellung wurde durch die Pumpe mit subkutanem L-Dopa signifikant verbessert. Gegenüber der oralen Behandlung konnte eine zusätzliche tägliche „On“-Zeit von 1,72 Stunden (p<0,0001) gewonnen werden. Die Off-Phasen wurden vermindert (-1,40 h/Tag) und auch weitere sekundäre Endpunkte (klinische Scores, z. B. MDS-UPDRS-II) verbesserten sich - bei insgesamt günstigem Nebenwirkungsprofil.

Tiefe Hirnstimulation

Wenn die medikamentöse Therapie versagt, ist die Tiefe Hirnstimulation (THS) ein etabliertes invasives Behandlungsverfahren. Dabei werden Elektroden in bestimmte Gehirnareale implantiert. Ein individuell programmierter Impulsgenerator gibt elektrische Stimuli ab, ähnlich wie bei einem Herzschrittmacher. Dies verbessert in Kombination mit Medikamenten die Parkinson-Symptomatik und Lebensqualität deutlich.

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Langzeitergebnisse der Tiefen Hirnstimulation

Eine aktuelle, prospektive Studie an drei europäischen Zentren [3] zeigt erstmals Langzeitergebnisse über mehr als drei Jahre. Sie verglich die Tiefe Hirnstimulation plus Standardmedikation mit der alleinigen Standardtherapie. Nach fünf Jahren hatte sich die Lebensqualität gemessen am Parkinson-Fragebogen (PDQ-8) und die Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) in der Vergleichsgruppe signifikant verschlechtert (PDQ-8: -10,9; p=0,01 und ADL: -2,0; p=0,002), während sie in der Gruppe, die die Tiefe Hirnstimulation erhalten hatte, stabil blieben (PDQ-8: -4,3; p=0,34 und ADL: -0,8; p=0,38). Diese Unterschiede ergaben sich hauptsächlich durch die bessere Wirkung der Tiefen Hirnstimulation auf die Mobilität.

Expertenmeinung

„Noch können wir die Parkinson-Erkrankung nicht heilen, aber die Forschung trägt zusehends dazu bei, dass die Symptome der Erkrankung über eine lange Zeit zurückgedrängt werden können“, so Prof. Dr. med. Lars Timmermann, Mitautor der aktuellen Studie zur Tiefen Hirnstimulation [3] und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. „Am Welt-Parkinson-Tag liegt uns aber vor allem die Prävention am Herzen. Die Deutsche Hirnstiftung ist hier ein wichtiger Partner der DGN. Hier finden Betroffene und Interessierte umfassende Informationen zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil, mit dem sich neurodegenerative Krankheiten wie M.

Fallbeispiel: Thomas Winter - Wieder im Spiel dank Hirnschrittmacher

Thomas Winter, ein erfolgreicher Polospieler, erhielt 2013 die Diagnose Parkinson. Stück für Stück verlor er die Kontrolle über seine Bewegungen. Dank eines Hirnschrittmachers konnte er jedoch wieder aktiv am Leben teilnehmen.

Die Diagnose und ihre Folgen

„Die ersten Anzeichen, dass irgendwas mit mir nicht stimmte, bemerkte ich hier in dieser Halle“, erinnert sich Winter. „Ich war plötzlich zu spät am Ball, mir fehlte die Kraft und ein paar Mal fiel ich sogar vom Pferd.“ Mit der Zeit kamen Gleichgewichtsstörungen und ein gebeugter Gang hinzu.

Hoffnung durch die Tiefe Hirnstimulation

Nachdem die medikamentöse Therapie nicht mehr ausreichend wirkte, entschied sich Winter für eine Tiefe Hirnstimulation. „Ich hatte von einem Parkinson-Patienten gehört, der wieder Gitarre spielte, nachdem man ihm einen Hirnschrittmacher eingesetzt hatte.“ Im UKE erfuhr er, dass es für ihn genau der richtige Zeitpunkt sei, um maximal von dieser Hirn-OP zu profitieren.

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Der Eingriff und seine Auswirkungen

Während der rund zehnstündigen Operation wurden Stimulationselektroden in bestimmte Hirngebiete eingesetzt. „Ich habe die Verbesserung direkt gespürt, da war das Gerät noch nicht mal eingeschaltet.“ Bereits am zweiten Tag lief er aufrecht und ohne zu stocken über den Krankenhausflur.

Lebensqualität zurückgewonnen

Heute nimmt Winter nur noch zwei Mal am Tag Tabletten. „Durch die Tiefe Hirnstimulation habe ich zehn wertvolle Jahre gewonnen. Jahre, in denen ich auf ganz normalem Niveau leben darf. Das ist einfach fantastisch“, freut er sich. Sogar an Turnieren hat er im letzten Jahr wieder teilgenommen und eines davon als Vizemeister abgeschlossen.

Parkinson erkennen und behandeln

Die Parkinson-Krankheit ist nicht immer leicht zu erkennen. Erste Symptome können eine zunehmend starre Mimik oder Gleichgewichtsstörungen sein. Spezielle Tests, wie etwa ein Geruchstest oder Untersuchungen mittels bildgebender Verfahren, können die Diagnose unterstützen.

Ursachen und Symptome

Bei Parkinson sterben bestimmte Nervenzellen in bestimmten Hirnarealen, wie der schwarzen Substanz, vorzeitig ab. Dadurch fehlt der Botenstoff Dopamin, was die typischen Parkinson-Symptome verursacht. Anfangs lässt sich die Erkrankung meist gut mit Medikamenten behandeln, die das fehlende Dopamin kompensieren.

Therapieoptionen

Neben Medikamenten und der Tiefen Hirnstimulation gibt es weitere Therapieoptionen, um die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Dazu gehören aktivierende Therapien wie Physio- und Sprechtherapie sowie neue Entwicklungen mit Krafttraining, Tanzen, Tai Chi und Laufbandtraining.

Medikamentöse Behandlung im Detail

  • Levodopa: Gilt als Goldstandard, jedoch treten nach etwa fünf Behandlungsjahren Wirkungsschwankungen auf.
  • Dopaminrezeptor-Agonisten: Apomorphin kann bei On-Off-Dyskinesien helfen, muss aber subkutan injiziert werden.
  • COMT-Hemmer: Blockieren den Abbau von L-Dopa und verlängern die Wirkdauer.
  • MAO-B-Hemmer: Hemmen den Abbau von körpereigenem Dopamin.

Alternative Therapien

Apomorphin kann intermittierend mittels Pen verabreicht werden, um schmerzhafte Off-period-Dystonien und End-of-dose-Phänomene zu beherrschen. Die subkutane Dauerbehandlung mit der Pumpe ist vor allem für Patienten mit komplexen Fluktuationsmustern und/oder Dyskinesien geeignet.

Nebenwirkungen und Einschränkungen

Bei der Behandlung mit Apomorphin können Hautreizungen an der Einstichstelle auftreten. Übelkeit ist ein häufiger systemischer Nebeneffekt, der durch das Antiemetikum Domperidon behandelt werden kann. Halluzinationen können ebenfalls auftreten und den Einsatz von Apomorphin begrenzen.

Parkinson-Syndrome

Unter Parkinson-Syndrom versteht man eine Vielzahl von ähnlichen Erkrankungen, die sich auf gemeinsame Symptome beziehen. Morbus Parkinson bezeichnet die Erkrankung im engeren Sinne. Das idiopathische Parkinson-Syndrom (IPS) führt zu einer Störung der Übertragung von Reizen im Hirn, indem die Botenstoff Dopamin-produzierenden Nervenzellen (Neurone) im Gehirn zugrunde gehen lässt.

Symptome und Diagnose

Das Hauptsymptom ist die Bewegungsverarmung (Akinese), die gekennzeichnet ist durch eine Bewegungsverlangsamung (Bradykinese) und kleinräumiger werdende Bewegungen (Hypokinese). Muskelsteife (Rigor), Ruhezittern (Tremor) oder Gleichgewichtsstörungen (posturale Instabilität) können hinzukommen. Auch nichtmotorische Symptome wie häufiger Harndrang und Depression können auftreten.

Selbstcheck zur Früherkennung

Die deutsche Parkinson-Vereinigung e.V. (DPV) bietet einen Selbstcheck zur Früherkennung an, der Fragen zu Zittern, Armhaltung, Körperhaltung, Gang, Antriebsmangel, Schmerzen, sozialem Rückzug, Stimmveränderungen, Schriftverkleinerung, innerem Zittern und Schlafstörungen umfasst.

Diagnostische Verfahren

Die Diagnose erfolgt klinisch anhand der Krankengeschichte und der körperlichen Untersuchung. Apparative Zusatzuntersuchungen wie bildgebende Verfahren (PET, DaTSCAN, MRT) dienen zur Ausschlussdiagnose von Erkrankungen, die mit einem atypischen Parkinson-Syndrom einhergehen.

Krankheitsverlauf und Langzeitprobleme

Der Verlauf der Krankheit wird häufig nach 5 bis 15 Jahren durch Wirkungsschwankungen im Tagesverlauf der Medikamente geprägt. Wirkungsschwankungen beinhalten Probleme wie „Wearing-Off“ und „End-of-Dose-Akinesie“. Im weiteren Verlauf können rasche Wechsel von Symptomen innerhalb kurzer Zeit auftreten (On-Off-Phänomen).

Nichtmotorische Symptome

In späten Stadien der Krankheit dominieren häufig Symptome wie Sturzneigung, Sprech- und Schluckstörungen sowie nichtmotorische Symptome wie vermehrter Harndrang, Kreislaufschwindel, Depression, Apathie, Halluzinationen, Orientierungs- und Gedächtnisstörungen.

Dyskinesien

Betroffene beschreiben Dyskinesien mit Begriffen wie Überbewegungen, Bewegungsunruhe, Überfunktion, Zappeln, Wackeln, Wellen, Überstimulation, Tänzeln und Nervosität. Diese sogenannten Peak-Dose-Dyskinesien treten typischerweise auf, wenn die L-Dopa-Spiegel im Blut nach Einnahme einer Dosis ihren Höchstwert erreichen.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Parkinson-Krankheit betrifft vor allem ältere Menschen zwischen 60 und 70 Jahren. Als Ursachen sind vor allem vermehrter Umgang mit Pestiziden und Herbiziden sowie wiederholte Kopfverletzungen bekannt. Genetische Ursachen sind in schätzungsweise 15-20 % der Fälle beteiligt. Auch ein Diabetes mellitus und andere Gefäßrisikofaktoren können eine Parkinson-Krankheit triggern. Zudem gibt es zunehmend Hinweise darauf, dass Virusinfektionen mit für das Auslösen von Parkinson verantwortlich sein können.

Prodromale Symptome

Zu den ersten Symptomen gehören Störungen des Magen-Darm-Traktes wie die Verstopfung (Obstipation), ein Verlust des Geruchssinnes (Hyposmie) und die Störungen des REM-Schlafs. Einseitige rheumaähnliche Schulterschmerzen und Depressionen sind auch typisch. Diese Symptome können der Krankheit vorausgehen und werden als prodromale oder präklinische Symptome bezeichnet.

Atypische Parkinson-Syndrome

Neben der Parkinson-Krankheit gibt es auch atypische Parkinsonsyndrome, die sich durch ein schlechteres Ansprechen auf dopaminerge Präparate, einen schnelleren Verlauf und das klinische Auftreten von „Red Flags“ auszeichnen.

Multisystematrophie (MSA)

Die Multisystematrophie (MSA) ist ebenfalls durch α-Synuklein-Aggregation verursacht, allerdings in den Gliazellen und nicht wie bei der Parkinson-Krankheit in den Neuronen. Patienten mit einer MSA werden eingeteilt in MSA-P (vorwiegend Parkinsontyp) oder MSA-C (Überwiegen von zerebellären Anteilen).

Demenz mit Lewy-Körpern (DLB)

Die Demenz mit Lewy-Körpern (DLB) geht vor oder spätestens ein Jahr nach dem Auftreten der motorischen Parkinsonsymptome mit einer demenziellen Entwicklung einher.

Progressive supranukleäre Blickparese (PSP)

Die progressive supranukleäre Blickparese (PSP) zeichnet sich durch frühe Stürze und eine supranukleäre Blickparese (typischerweise nach unten) aus, ist oft mit kognitiven Defiziten einhergehend und reagiert kaum auf Parkinsonmedikation.

Kortikobasale Degeneration (CBD)

Die kortikobasale Degeneration (CBD) zeigt typischerweise einen einseitigen Beginn mit dystonen, apraktischen Elementen einer Extremitätenseite, teilweise mit Myoklonien und ebenso früh kognitiven Defiziten.

Zusatzuntersuchungen zur Differenzialdiagnose

Zur Differenzialdiagnose von Parkinson-Syndromen können verschiedene Zusatzuntersuchungen eingesetzt werden.

Magnetresonanztomographie (MRT)

Eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Kopfes sollte erfolgen, um andere Ursachen wie vaskuläre Enzephalopathie, Normaldruckhydrozephalus oder Tumore auszuschließen.

Dopamintransporter-Szintigraphie

Eine Dopamintransporter-Szintigraphie hilft nicht bei der Differenzierung zwischen Parkinsonkrankheit und atypischen Parkinsonsyndromen, kann aber bei frühen Parkinsonsyndromen sinnvoll sein, wenn die Klinik und das Ansprechen auf dopaminerge Medikamente nicht eindeutig sind.

Weitere Untersuchungen

Weitere hilfreiche Untersuchungen sind die Objektivierung der Riechstörung mittels speziellen Riechtests, die Objektivierung der REM-Schlaf-Verhaltensstörung mittels video-gestützter Polysomnographie (PSG), ein standardisierter Levodopatest, der Schellong-Test mit Blutdruckmessung im Liegen und Stehen sowie eine Restharnsonographie und eine fiberendoskopische Schluckdiagnostik (FEES).

Therapie der motorischen Symptome

Gegen die motorischen Symptome steht eine große Auswahl an dopaminergen Substanzen zur Verfügung, die je nach Stadium, Alter der Patienten, Komorbiditäten und Komedikation individuell angepasst werden können.

Präparategruppen

  • Levodopa: Steht oral immer in fester Kombination mit einem Decarboxylasehemmer (Carbidopa oder Benserazid) zur Verfügung.
  • Dopaminagonisten: Pramipexol und Ropinirol liegen in retardierter und unretardierter Form vor.
  • COMT-Hemmer: Entacapon (kurzwirksam) und Opicapon (länger wirksam) hemmen den Abbau von Levodopa und sollten bei Auftreten von motorischen Wirkfluktuationen zum Einsatz kommen.
  • MAO-B-Hemmer: Rasagilin oder Selegilin hemmen den Abbau von körpereigenem Dopamin.
  • NMDA-Rezeptor-Antagonist: Amantadin kann bei speziellen Problemen wie Dyskinesien zum Einsatz kommen.

Fazit

Die Parkinson-Forschung hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht, die zu neuen Therapieansätzen und einem besseren Verständnis der Krankheitsmechanismen geführt haben. Innovative Therapien wie die Pumpentherapie und die Tiefe Hirnstimulation können die Lebensqualität von Parkinson-Patienten deutlich verbessern. Zudem wird die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen wie ausreichend Schlaf und einem gesunden Lebensstil immer deutlicher. Trotz der Herausforderungen, die mit dieser fortschreitenden Erkrankung verbunden sind, gibt es Hoffnung auf weitere Fortschritte in der Forschung und Therapie, die das Leben von Betroffenen positiv beeinflussen können.

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