Parkinson Aktuell Newsletter: Aktuelle Informationen und Fortschritte

Einleitung

Der "Parkinson Aktuell Newsletter" bietet regelmäßige Informationen, Orientierung und Impulse für den Alltag mit Parkinson. Ziel ist es, Betroffene, Angehörige und Fachleute besser zu vernetzen, Wissen zu teilen und so die Versorgung nachhaltig zu verbessern. Der Newsletter greift viele Facetten der Parkinson-Erkrankung auf - von Therapieformen und Forschungsergebnissen bis zu praktischen Alltagstipps.

Neue Patienten-Leitlinie Parkinson - leicht verständlich erklärt

Die Diagnose Parkinson ist für Betroffene und deren Umfeld häufig ein einschneidender Moment. Umso wichtiger ist es, verlässliche Informationen in verständlicher Sprache zu erhalten. Die neue Patienten-Leitlinie Parkinson, entwickelt und finanziert von der Deutschen Hirnstiftung, der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen, beantwortet zahlreiche Fragen, die im Alltag auftreten können.

Warum lohnt sich ein Blick in die Leitlinie?

Für Menschen mit Parkinson gibt es heute sehr gut wirksame und verträgliche Therapien, die eine hohe Lebensqualität über viele Jahre ermöglichen können. Die Leitlinie hilft Ihnen, gut informiert zu sein und gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt selbstbestimmt Entscheidungen zu treffen. Die Leitlinie ist kostenfrei verfügbar und kann heruntergeladen werden. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Erstellung weiterer Patienten-Leitlinien für neurologische Erkrankungen.

Ausblick: Was Sie von unserem Newsletter erwarten können

Der PARKLINK-Newsletter wird künftig monatlich erscheinen. Wir greifen dabei viele Facetten der Parkinson-Erkrankung auf - von Therapieformen und Forschungsergebnissen bis zu praktischen Alltagstipps. Besonders wichtig ist uns, auch Ihre Anregungen aufzunehmen: Welche Themen bewegen Sie? Welche Fragen sollten wir aufgreifen? Entdecken Sie spannende Nachrichten zu Forschungsergebnissen, innovativen Therapien und wichtigen Veranstaltungen. Bleiben Sie informiert über Fortschritte im Kampf gegen Parkinson.

Parkinson Stiftung: Aktuelle Nachrichten und Initiativen

Die Parkinson Stiftung engagiert sich in vielfältigen Bereichen, um die Lebensqualität von Menschen mit Parkinson zu verbessern und die Forschung voranzutreiben. Hier ein Überblick über aktuelle Nachrichten und Initiativen:

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Forschung und Förderung

  • Innovationspreise: Die Parkinson Stiftung schreibt regelmäßig Innovationspreise aus, um wegweisende Forschung in den Bereichen Neuroinflammation, digitale Diagnostik und Präventionsforschung zu fördern. Die Preise sind mit jeweils 100.000 € sowie mit 50.000 € dotiert und dienen als Starthilfe für die Verwirklichung von Schlüssel-Experimenten und Konzeptideen in einem frühen Projektstadium.
  • Leuchtturm-Projekte: Die Stiftung fördert innovative Forschungsprojekte im Rahmen von Leuchtturm-Projektverbünden, um die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern zu stärken und neue Therapieansätze zu entwickeln.
  • Progredienzangst: Die Stiftung widmet sich dem Thema Progredienzangst bei Parkinson-Krankheit und fördert Forschungsprojekte, die darauf abzielen, die Angst vor dem Fortschreiten der Erkrankung zu reduzieren.
  • Ausschreibung von drei Innovationspreisen 2025: Die Parkinson Stiftung freut sich, die Ausschreibung für die diesjährigen Innovationspreise bekannt zu geben. Mit diesen Preisen möchte die Stiftung herausragende Forschungsprojekte und innovative Ansätze zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Parkinson würdigen und fördern.
  • Mehr als 2 Millionen Euro für die Parkinson-Forschung: Parkinson Stiftung fördert Fortschritt der Wissenschaft aus privaten Spenden.

Bildung und Information

  • Chatbot jAImes: Die Parkinson Stiftung hat den Chatbot jAImes entwickelt, der wissenschaftlich fundiertes Wissen jederzeit und für alle zugänglich macht.
  • Webinare: Die Stiftung bietet regelmäßig Webinare zu verschiedenen Themen rund um Parkinson an, wie z.B. "Adaptive Hirnstimulation".
  • Nachlassbroschüre: Die Parkinson Stiftung hat eine neue Nachlassbroschüre veröffentlicht, die bei wichtigen Entscheidungen rund um Testament und Nachlass unterstützt.
  • Parkinson Online-Akademie: Spannende Themen rund um die Parkinson-Krankheit werden von Expert*Innen in Webinaren allgemeinverständlich aufbereitet und sollen insbesondere Betroffenen und Interessierten ein tieferes Verständnis der Parkinson-Krankheit und deren Behandlung vermitteln. Seien Sie kostenfrei dabei.
  • Infofilme für den Alltag mit Parkinson: Die Parkinson-Krankheit geht mit vielen Symptomen einher, die den Alltag deutlich schwerer machen. Gangunsicherheiten, das sogenannte „Freezing“ mitten in der Bewegung, Probleme beim Sprechen oder Schlucken bis hin zu Schwierigkeiten in der Feinmotorik sind nur einige der möglichen Auswirkungen der Krankheit. In kurzen Informationsfilmen zeigen wir Ihnen in Zukunft, wie Sie gezielt bestimmte Abläufe trainieren können. In drei bis vier Minuten stellen wir Ihnen konkrete Übungen vor, die in jeden Alltag passen.

Sport und Bewegung

  • Parkinson-Boxen: Die Stiftung unterstützt Parkinson-Boxen als Sportart, um mehr Beweglichkeit, Kraft und Stabilität in den Alltag der Patienten zu integrieren. Sie veranstaltet Trainer-Workshops im Parkinson-Boxen.
  • Telefonsprechstunde: Anlässlich des Welt-Parkinson-Tags 2025 beantworten Expertinnen und Experten der Parkinson Stiftung in einer kostenfreien Telefonsprechstunde alle Fragen rund um das Thema Parkinson und Bewegung.
  • Boxen für Parkinson-Patienten: Trainer-Workshop der Parkinson Stiftung. Bewegung ist für Menschen mit Parkinson besonders wichtig, denn zahlreiche Studien der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Bewegung und Sport effektive Möglichkeiten sind, um den Verlauf der Parkinson-Krankheit positiv zu beeinflussen.

Weitere Initiativen

  • Geschäftsstelle in Berlin: Die Parkinson Stiftung hat eine neue Geschäftsstelle im Herzen Berlins eröffnet, um ihre Arbeit weiter zu stärken und die Patientenvertretung zu fördern.
  • Kunst und Engagement: Die Stiftung engagiert sich im Bereich Kunst und Engagement und unterstützt Künstler mit Parkinson.
  • Aktionsspenden: Die Stiftung ruft zu Aktionsspenden auf, bei denen Menschen ihre Aktivitäten nutzen, um gleichzeitig Gutes zu bewirken.
  • Teilnahme an der Berliner Stiftungswoche: Lernen Sie die Arbeit der Parkinson Stiftung kennen und besuchen Sie uns in unseren neuen Geschäftsräumen.

Welt-Parkinson-Tag

Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag. Die beste Gelegenheit, sich über die Erkrankung zu informieren. Parkinson ist eine Erkrankung, die immer mehr Menschen betrifft und es ist wichtig, dass darüber gesprochen und Parkinson in die Mitte der Gesellschaft getragen wird. Gemeinsam machen wir den Welt-Parkinson-Tag zu einer starken Bewegung.

DPG News: Informationen der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG)

Die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) e.V. ist eine wichtige Anlaufstelle für Fachleute und Betroffene. Sie fördert die Forschung, die Aus- und Weiterbildung und die multidisziplinäre Versorgung von Parkinson-Patienten.

Aktuelle Schwerpunkte der DPG

  • Multidisziplinäre Versorgung: Die DPG unterstützt gezielt Initiativen, welche die multidisziplinäre Versorgung stärken. Hierzu gehören der Parkinson Netzwerke Deutschland (PND) e. V.
  • Wissenschafts- und Nachwuchsförderung: Die DPG startet eine neue Runde ihrer Wissenschafts- und Nachwuchsförderung.
  • Genetik und Biomarker: Die Parkinson-Erkrankung ist durch das Absterben dopaminerger Nervenzellen gekennzeichnet. Als Ursache steht neben Umwelt- und Altersfaktoren die Genetik im Fokus der Forschung, insbesondere Mutationen in den Genen SNCA, LRRK2, Parkin, PINK1 und GBA1. Die Identifikation genetischer Risikofaktoren ermöglicht die Entwicklung von Biomarkern zur Früherkennung und ebnet den Weg für innovative gentherapeutische Ansätze.
  • Deutscher Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen: Der Deutsche Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen findet vom 16.-18. April 2026 in Leipzig statt. Drei Tage mit vielen interessanten Vorträgen, kollegialem Austausch und neuen Ideen.
  • Anmeldung zum Fach-Newsletter: Die Parkinson-Forschung und -Therapie machen spannende Fortschritte - mit unserem Newsletter für Professionals bleiben Sie auf dem Laufenden über die neuesten Entwicklungen. Sie erhalten regelmäßig Informationen aus der DPG, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, Ausschreibungen, Veranstaltungshinweise und Stellenanzeigen direkt in Ihr Postfach.

Forschungsergebnisse und Fortschritte

  • Alpha-Synuclein als Biomarker: Alpha-Synuclein in der Rückenmarksflüssigkeit ist ein zuverlässiger früher Biomarker für Parkinson (PD), der über das Fortschreiten der Erkrankung und die Wirkung einer Therapie Aufschluss geben kann.
  • Neue Hinweise auf Langzeitwirkung von Prasinezumab: Bei Morbus Parkinson kommt es zu Aggregationen und Ablagerungen von alpha-Synuclein im Gehirn - deren Reduktion ist ein wichtiger Ansatzpunkt für mögliche Therapien.
  • Parkinson als Berufskrankheit in der Landwirtschaft anerkannt: Bereits vor über 30 Jahren gab es erste Berichte über Pflanzenschutzmittel (Pestizide), die bei Mäusen Symptome verursachten, die jenen der Parkinson-Krankheit ähnelten.
  • KI und Wattestäbchen - Früherkennung durch Biomarker: Die Parkinson Stiftung hat die Innovationspreise in den Kategorien Grundlagenforschung und Versorgung verliehen.

Parkinson-Geschichte(n): Ein Blick in die Vergangenheit

James Parkinson wurde 1755 in die Zeit der Aufklärung hinein geboren und durchlebte in seinem langen Leben bis 1824 die großen Umbrüche der Zeit von der französischen Revolution über die napoleonischen Kriege bis zur beginnenden Epoche der Romantik. Ein Bild von ihm gibt es nicht, oder es hat sich nicht erhalten. James Parkinson war neben seiner praktischen Tätigkeit ein produktiver Autor und die Themen seiner Veröffentlichungen waren vielfältig. Er war politisch sehr aktiv und verfasste mehrere Broschüren zu sozialen und staatlichen Themen. Unter seinem eigenen Namen verfasste er zudem eine Reihe sehr erfolgreicher und angesehener Bücher zu verschiedenen gesundheitlichen Themen.Nichts in seinem Lebenslauf deutete also darauf hin, dass James Parkinson im Mai 1817 mit der Publikation von „An Essay on the Shaking Palsy“ in die Geschichte der Medizin und besonders der Neurologie eingehen sollte. Es sollten allerdings noch Jahrzehnte vergehen, bis die in diesem Text beschriebene Erkrankung den Namen „Parkinson-Krankheit“ erhielt. James Parkinson war selbst zu bescheiden, um dem von ihm beobachteten Symptomkomplex seinen eigenen Namen zu geben.

Unsere Vorsätze für das Jahr 2026

Für das neue Jahr wünschen wir Erfolg, ein soziales Miteinander und Zuversicht. Die Parkinson-Krankheit ist bis heute nicht heilbar. Unsere Wünsche für 2026 sind daher Durchbrüche in der Parkinson-Forschung, mehr Sichtbarkeit für die Parkinson-Krankheit und Optimismus und Zuversicht für alle Betroffenen und Angehörige.

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