Parkinson und Alkoholmissbrauch: Eine Untersuchung des Zusammenhangs

Parkinson ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die hauptsächlich motorische Fähigkeiten beeinträchtigt. Die Suche nach Risikofaktoren für diese Krankheit war bisher nicht sehr erfolgreich. In diesem Artikel werden wir den möglichen Zusammenhang zwischen Alkoholmissbrauch und Parkinson untersuchen und die Auswirkungen von Alkohol auf das Gehirn und das Risiko, an dieser Krankheit zu erkranken, genauer betrachten.

Überblick über Parkinson

Die Parkinson-Krankheit, auch bekannt als Schüttellähmung, ist durch einen fortschreitenden Verlust von Nervenzellen gekennzeichnet, insbesondere in den Bereichen des Gehirns, die für die Motorik verantwortlich sind. Die Krankheit tritt meist im sechsten Lebensjahrzehnt auf und betrifft weltweit etwa ein Prozent der über 60-Jährigen. Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung nach der Alzheimer-Krankheit.

Da die verfügbaren Medikamente nur lindernd und aufschiebend wirken, konzentriert sich die Forschung auch auf Lebensstilfaktoren, die das Krankheitsrisiko beeinflussen können, einschliesslich des Konsums alkoholischer Getränke.

Symptome von Parkinson

Die Parkinson-Krankheit manifestiert sich durch eine Reihe von motorischen und nicht-motorischen Symptomen. Zu den Hauptsymptomen gehören:

  • Muskelsteifheit (Rigor): Erhöhter Muskeltonus, der zu Steifheit und Bewegungseinschränkungen führt.
  • Zittern im Ruhezustand (Ruhetremor): Unwillkürliches Zittern, das auftritt, wenn der Körper ruht.
  • Verlangsamung der Bewegung (Bradykinese): Schwierigkeiten, Bewegungen zu initiieren und auszuführen.
  • Haltungsinstabilität: Beeinträchtigung des Gleichgewichts und der Körperhaltung, was zu Stürzen führen kann.

Darüber hinaus können weitere Symptome auftreten, darunter:

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  • Vergesslichkeit
  • Starkes Schwitzen
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Inkontinenz
  • Impotenz
  • Verstopfungen
  • Depressionen
  • Psychosen
  • Halluzinationen
  • Demenz

Ursachen von Parkinson

Die Ursachen des idiopathischen Parkinsonsyndroms sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischen und Umweltfaktoren eine Rolle spielt. Im Mittelpunkt steht die Veränderung eines Proteins namens α-Synuclein, das verklumpt und sich von Nervenzelle zu Nervenzelle ausbreitet, wodurch die Funktion verschiedener Hirnregionen gestört wird. Dies führt zu einem Dopaminmangel, der die charakteristischen motorischen Symptome verursacht.

Alkohol und neurodegenerative Erkrankungen

Eine aktuelle Studie hat untersucht, wie Alkohol, Kokain und Crystal Meth zur Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen beitragen können.

Die Rolle der Blut-Hirn-Schranke

Die Blut-Hirn-Schranke ist eine Schutzbarriere, die das Gehirn vor schädlichen Substanzen schützt. Drogen, einschliesslich Alkohol, können diese Barriere jedoch durchlässiger machen, wodurch schädliche Partikel und Metalle wie Eisen ins Gehirn gelangen können.

Ferroptose und Zelltod

Eisen, das sich in Nervenzellen anreichert, kann die Produktion freier Radikale fördern. Diese Moleküle können Zellmembranen und andere wichtige Zellbestandteile schädigen, was zu einer Form des Zelltods führt, die als Ferroptose bezeichnet wird. Die Forschung hat gezeigt, dass Ferroptose wahrscheinlich an der Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen beteiligt ist.

Alkoholmissbrauch und erhöhtes Risiko

Es gibt Hinweise darauf, dass Menschen, die in der Vergangenheit Drogen konsumiert haben, ein höheres Risiko haben, an neurodegenerativen Erkrankungen zu erkranken. Die genauen Mechanismen sind komplex und noch nicht vollständig verstanden, aber die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Drogenkonsum das Risiko erhöhen kann.

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Alkohol und Parkinson: Aktuelle Forschungsergebnisse

Die Forschung zu den Auswirkungen des Alkoholkonsums auf das Parkinson-Risiko hat widersprüchliche Ergebnisse gezeigt. Einige Studien fanden keinen Zusammenhang, während andere ein erhöhtes oder verringertes Risiko mit steigendem Konsum feststellten.

Die "Million Women Study"

Eine grosse Studie namens "Million Women Study" untersuchte den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Parkinson-Risiko bei 1,3 Millionen britischen Frauen. Die Studie ergab, dass der Konsum von alkoholischen Getränken das Risiko, an Parkinson zu erkranken, nicht beeinflusst. Dies wurde durch eine zweite Befragung zum Trinkverhalten nach 14 Jahren Studiendauer bestätigt.

Meta-Analyse prospektiver Studien

Eine Meta-Analyse von elf prospektiven Studien untersuchte ebenfalls den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Parkinson-Risiko. Die Analyse ergab, dass der Konsum von alkoholischen Getränken im Vergleich zur Abstinenz zu Studienbeginn mit einem signifikant um 19 % verringerten Parkinson-Risiko verbunden war. Das geringste relative Risiko zeigte sich bei einem Konsum zwischen 26 und 36 g Alkohol täglich, was etwa einem Viertel bis einem Drittel Liter Wein entspricht.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Ergebnisse nicht dazu verwendet werden sollten, Abstinente zum Alkoholkonsum aufzufordern, da die Studien nicht zwischen lebenslanger Abstinenz und Abstinenz bei Studieneintritt unterschieden.

Getränkeart und Parkinson-Risiko

Frühere Studien hatten Hinweise auf einen günstigen Einfluss von Bier gefunden, aber dies konnte in der "Million Women Study" nicht bestätigt werden. Es gab keine Zusammenhänge mit der Getränkeart.

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Moderate Mengen Alkohol und Parkinson

Nach dem aktuellen Stand der Forschung zeigt ein moderater Konsum von einem bis zwei Gläsern Wein (oder anderen alkoholischen Getränken) keine positiven, aber auch keine nachteiligen Effekte, wenn es um das Risiko einer Parkinsonerkrankung geht.

Leichter bis mässiger Genuss und Sterberisiko

Eine grosse Studie in Südkorea ergab, dass leichter bis mässiger Genuss von alkoholischen Getränken mit einem geringeren Sterberisiko bei Menschen mit Parkinson-Krankheit verbunden ist. Im Vergleich zu Abstinenzlern hatten Menschen ein um 22 Prozent geringeres Sterberisiko, wenn sie moderate Mengen alkoholischer Getränke wie Wein tranken. Bei mässigen Konsumenten lag es sogar um 31 Prozent niedriger.

Die Studienautoren vermuten, dass Alkohol neuroprotektive Wirkungen zeigt, die das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen. Dies deckt sich mit früheren Beobachtungen, die mässigen Konsum, insbesondere von Bier und Rotwein, mit einem geringeren Parkinson-Risiko in Verbindung brachten.

Weitere Faktoren, die das Parkinson-Risiko beeinflussen

Neben dem Alkoholkonsum gibt es weitere Faktoren, die das Parkinson-Risiko beeinflussen können:

  • Nikotinabusus und Koffeinkonsum: Diese korrelieren negativ mit dem Risiko für eine Parkinson-Erkrankung.
  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit Milchprodukten, Fisch und begrenztem Fleischkonsum kann die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen unterstützen.
  • Umweltgifte: Häufiger Umgang mit Giften wie Kohlenstoffmonoxid, Mangan, Herbiziden und Pestiziden kann das Risiko erhöhen.
  • Genetische Faktoren: In seltenen Fällen können genetische Defekte zu Parkinson führen.

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