Parkinson Selbsthilfegruppe Karlsruhe: Gemeinsam die Herausforderungen meistern

Einführung

Die Parkinson-Krankheit ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen erheblich beeinträchtigen kann. In Karlsruhe und Umgebung gibt es eine aktive Selbsthilfegruppe, die sich PaStaKa nennt, die Menschen mit Morbus Parkinson und ihre Familien unterstützt. Diese unabhängige Gruppe bietet einen Raum für Austausch, Information, gegenseitige Hilfe und gemeinsame Aktivitäten, um die Bewältigung der Erkrankung zu erleichtern.

Ziele und Aktivitäten der Selbsthilfegruppe

Die Parkinson Selbsthilfegruppe Karlsruhe, PaStaKa, versteht sich als eine Gemeinschaft, die sich der gemeinsamen Bewältigung der Parkinson-Krankheit widmet. Die Aktivitäten der Gruppe sind vielfältig und zielen darauf ab, den Betroffenen und ihren Angehörigen in verschiedenen Bereichen zu helfen:

  • Austausch und Information: Regelmäßige Gruppentreffen dienen dem offenen Austausch von Erfahrungen, Informationen und Tipps im Umgang mit der Krankheit.
  • Gegenseitige Unterstützung: Die Mitglieder unterstützen sich gegenseitig durch Gespräche, praktische Ratschläge und emotionale Unterstützung.
  • Gemeinsame Aktivitäten: Die Gruppe organisiert verschiedene Aktivitäten, die den Zusammenhalt stärken und den Alltag der Betroffenen bereichern.
  • Fachvorträge: Experten werden zu Fachvorträgen eingeladen, um über aktuelle Themen rund um Morbus Parkinson zu informieren.
  • Stützender Zusammenhalt: In den Gruppentreffen entsteht ein starker Zusammenhalt, der Verständnis, Trost und Mut gibt.

Das Team hinter PaStaKa

Die Selbsthilfearbeit von PaStaKa wird von einem ehrenamtlichen Organisationsteam geleistet. Engagierte Personen setzen sich mit viel Herzblut für die Belange der Gruppe ein. Zu den aktiven Mitgliedern gehören:

  • Armin: Armin leitet die Selbsthilfegruppe PaStaKa seit 2018. Er arbeitet in Teilzeit im Vertriebsmanagement einer Genossenschaftsbank. Die Bewältigung komplexer betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge und organisatorischer Aufgaben fordert ihn täglich heraus. In seiner Freizeit koordiniert und organisiert er die Gruppenaktivitäten.
  • Ruth: Ruth ist seit vielen Jahren in der Selbsthilfe aktiv. Sie ist verheiratet, hat Kinder und Enkelkinder. Von Beruf ist sie Arzthelferin und war zuletzt in der Pflege tätig. Von 2007 bis 2021 leitete sie den PaStaKa-Stammtisch und unterstützt nun das Organisationsteam.
  • Claudia: Claudia unterstützt Armin bei der Organisation von PaStaKa und der Kommunikation mit Teilnehmenden und Interessenten. Sie moderiert den Podcast „Bewegte Angelegenheiten“ für die Parkinson Stiftung in Berlin, in dem Experten Fragen rund um die Parkinson-Krankheit beantworten. Zudem ist sie Co-Autorin des Buches „Jetzt erst Recht!“.
  • Katja: Katja lebt in Rheinstetten und erhielt im Juli 2012 ihre Parkinson-Diagnose. Seit Ende 2016 ist sie aufgrund starker Wirkungsfluktuationen arbeitsunfähig. Sie unterstützt Armin und Claudia bei der Bewegten Parkinson-Gruppe, die sich jeden Sonntag online über Zoom trifft.

Treffen und Veranstaltungen

Die Parkinson Selbsthilfegruppe Karlsruhe bietet eine Vielzahl von Treffen und Veranstaltungen an verschiedenen Orten in Karlsruhe und Umgebung an. Die Termine und Orte variieren, daher ist es ratsam, sich vorab zu informieren. Einige Beispiele für regelmäßige Treffen sind:

  • Caritas-Tagesstätte 'Der Treffpunkt', Stadtgraben Str.
  • Städt. Diakonisches Werk Bretten, Hermann-Beuttenmüllerstr.
  • Hardtwaldzentrum, Kanalweg 42, 76149 Karlsruhe.
  • Haus der Begegnung, Tunnelstr.
  • AWO, Kaiserstr. 76139 Karlsruhe, Schäferstr.
  • Frohsinnheim Kirrlach, Jurastr.
  • AGJ_Tagesklinik, Gritznerstr.
  • AWO Begegnungsstätte, Schönfeldstr. 1 - Ecke Parkstr.
  • Gemeindehaus der Kirchgemeinde St.
  • Bürgerzentrum Mühlburg - Weinbrennerstr.
  • Caritas-Haus, Goethestr.
  • Liebigstr.
  • Seniorenclub, Rappenstr.
  • Augartenstr.
  • Ettlinger Frauen- und Familienzentrum e.V., Middelkerker-Str.
  • Evang. Gemeindezentrum, Bilfinger Str.
  • Prinz-Wilhelm-Str.
  • Alte Weingartener Str.
  • Hildastr. 1, 76646 Bruchsal, Eingang Luisenstr.
  • Lebenshilfehaus, Steinhäuserstr.
  • Gästehaus Kloster Waghäusel, Bischof von Rammungstr.
  • bwlv Fachstelle Sucht Bruchsal, Hildastr.
  • Caritashaus Sophienstr.
  • Evang. Matthäusgemeinde Vorholzstr.
  • Vereinsheim der Freien Narrenzunft "Die Geesen", Güterhallenstr.
  • Putlitzstr.
  • Sophienstr.

Die Treffen finden in der Regel ein- bis mehrmals monatlich statt, oft an festen Wochentagen. Die genauen Termine und Orte können auf der Webseite der Selbsthilfegruppe oder beim Selbsthilfebüro Karlsruhe erfragt werden.

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Vernetzung und Austausch über regionale Treffen hinaus

Neben den regelmäßigen Gruppentreffen in Karlsruhe und Umgebung gibt es auch überregionale Treffen und Veranstaltungen, die von Parkinson-Betroffenen und ihren Angehörigen besucht werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • PAoLi-Community Treffen: Mehrmals im Jahr treffen sich Mitglieder der PAoLi-Community (Parkinsonline) an verschiedenen Orten, um sich kennenzulernen, auszutauschen und zu feiern. Bei Bedarf findet dann auch die Mitgliederversammlung statt.
  • Regionale Treffen: Es gibt verschiedene regionale Treffen, wie das „Nordlichtertreffen“ in Norddeutschland oder der Dasinger Bauernmarkt in Süddeutschland, bei denen sich Betroffene und Angehörige austauschen können.
  • Frühstückstreffen und Stammtische: In kleineren Gruppen treffen sich Betroffene und Angehörige zu Frühstückstreffen oder Stammtischen, bei denen Parkinson nur eines von vielen Themen ist.

Die Termine für diese Treffen werden in der Regel in Foren und auf Webseiten bekannt gegeben.

Das Selbsthilfebüro Karlsruhe

Das Selbsthilfebüro Karlsruhe unterstützt und vernetzt Selbsthilfegruppen in der Region. Es ist Ansprechpartner für Menschen, die eine Selbsthilfegruppe suchen oder gründen möchten. Das Selbsthilfebüro ist zuständig für mehr als 150 Selbsthilfegruppen in Stadt- und Landkreis Karlsruhe, die zu vielfältigen gesundheitlichen, psychischen und sozialen Themen tätig sind.

Das Projekt „Das neue Selbsthilfebüro“ wurde mit dem German Design Award in der Kategorie „Excellent Communications Design - Web“ ausgezeichnet.

Betrieb und Förderung des Selbsthilfebüros erfolgen mit freundlicher Unterstützung der Fördergemeinschaft der Gesetzlichen Krankenkassen Mittlerer Oberrhein, des Ministeriums für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg sowie der Stadt Karlsruhe. Die digitale Umsetzung des Gruppenverzeichnisses des Selbsthilfebüros Karlsruhe wird gefördert durch die AOK Baden-Württemberg. Das Selbsthilfebüro ist ein Angebot der Paritätischen Sozialdienste gGmbH Karlsruhe.

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Bedeutung der Selbsthilfe bei Parkinson

Selbsthilfegruppen spielen eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Parkinson-Krankheit. Sie bieten den Betroffenen und ihren Angehörigen einen Raum, in dem sie sich austauschen, gegenseitig unterstützen und voneinander lernen können. Die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe kann dazu beitragen, die Lebensqualität zu verbessern, Ängste und Unsicherheiten abzubauen und neue Perspektiven zu gewinnen.

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