Die kontinuierliche Weiterentwicklung des medizinischen Wissens und die Verbesserung der Behandlungsmethoden sind für die Versorgung von Patienten mit komplexen Erkrankungen wie der Parkinson-Krankheit von entscheidender Bedeutung. Dieser Artikel beleuchtet aktuelle Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte und medizinische Fachangestellte sowie innovative Forschungsprojekte und Kongresse im Bereich der Neuromedizin, wobei ein besonderer Fokus auf der Parkinson-Krankheit liegt.
Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte und Medizinische Fachangestellte
Ärzte und medizinische Fachangestellte müssen sich kontinuierlich fortbilden, um auf dem neuesten Stand der medizinischen Forschung und Behandlungsmethoden zu bleiben. Im Folgenden werden einige Fortbildungsveranstaltungen der letzten Jahre aufgeführt, die von Ärzten und Mitarbeitern besucht wurden:
- Linzer Reisemedizinische Tagung: Fortbildung für Ärzte vom 26.4.-28.4.2019 in Linz.
- Geriatrische Grundversorgung: Fortbildung für Ärzte vom 22.2.-24.2. und 22.-24.3.2019 in Regensburg.
- Praxis Update: Fortbildung für Ärzte vom 5.4.-6.4.2019 in München.
- Mehr Sicherheit bei der Leichenschau: Fortbildung für Ärzte am 27.3.2019 in Straubing.
- 8. Novartis Pneumologentage: Fortbildung für Ärzte vom 1.2. bis 3.2.19 in Berlin.
- 5. Bad Füssinger Sportkongress - Brennpunkt Hüfte: Fortbildung für Ärzte am 2.2.19 in Bad Füssing.
- Seminartage Allgemeinmedizin - Brennen beim Wasserlassen u.a. Tabus: Fortbildung für Ärzte am 30.1.19 in Regensburg.
- Allgemeinmedizin kompakt (Teil2) - Vorbereitung auf die Facharztprüfung: Fortbildung für Ärzte am 7.12. und 8.12.2018 in München.
- Leberzirrhose - Update der Therapie: Fortbildung für Ärzte am 2.12.2018 in Weiden.
- Pharmako-Qualitätszirkel chronische Diarrhoe interdisziplinär: Fortbildung für Ärzte am 1.12.2018 in Weiden.
- Notfallrefresher für Nichtärztliche Praxisassistentin: Online-Fortbildung für VERAH/ NäPa am 30.11.2018.
- Psychosomatische Grundversorgung: Fortbildung für Ärzte vom 16.11.-18.11.2018 in Nürnberg.
- Antikoagulation - Thrombose-Bridging: Fortbildung für Ärzte am 7.11.2018 in Straubing.
- Notfallrefresher für Verah/ NäPa: Online-Fortbildung für MfA am 3.11.2018.
- Pille und Thromboseprophylaxe: Fortbildung für Ärzte am 27.10.2018 in Bad Orb im Rahmen des Hausärztekongresses "Practica".
- Gicht und Hyperurikämie: Fortbildung für Ärzte am 27.10.2018 in Bad Orb im Rahmen des Hausärztekongresses "Practica".
- Parkinson Update: Fortbildung für Ärzte am 26.10.2018 in Bad Orb im Rahmen des Hausärztekongresses "Practica".
- Alzheimer Demenz: Diagnostik und Therapie: Fortbildung für Ärzte am 26.10.2018 in Bad Orb im Rahmen des Hausärztekongresses "Practica".
- Cannabis Seminar - Aktuelles zu Verordnung und Indikationen: Fortbildung für Ärzte am 26.10.2018 in Bad Orb im Rahmen des Hausärztekongresses "Practica".
- Update Pneumologie für Hausärzte - Neue Therapierichtlinien: Fortbildung für Ärzte am 26.10.2018 in Bad Orb im Rahmen des Hausärztekongresses "Practica".
- Pädiatrie: Kindervorsorgeunteruchungen U6 bis U9 und U10 bis J2: Fortbildung für Ärzte am 26.10.2018 in Bad Orb im Rahmen des Hausärztekongresses "Practica".
- EKG-Update für Hausärzte / DMP KHK: Fortbildung für Ärzte am 25.10.2018 in Bad Orb im Rahmen des Hausärztekongresses "Practica".
- Hands on Training ! Die obere Extremität: Fortbildung für Ärzte am 25.10.2018 in Bad Orb im Rahmen des Hausärztekongresses "Practica".
- Problem Polypharmazie - Auswege aus dem Dilemma: Fortbildung für Ärzte am 25.10.2018 in Bad Orb im Rahmen des Hausärztekongresses "Practica".
- Hautinfektionen bei Diabetikern und älteren Menschen: Fortbildung für Ärzte am 24.10.2018 in Bad Orb im Rahmen des Hausärztekongresses "Practica".
- Refresher Workshop Abdomen-Sonographie in der Praxis - ein Streifzug durch internistische Krankheitsbilder: Fortbildung für Ärzte am 6.10.2018 in München.
- Datenschutz in der Arztpraxis nach der DSGV: Fortbildung für Ärzte und Medizinische Fachangestellte am 24.7.2018 durch den Datenschutzbeauftragten der Praxis Herrn Buchner.
- QEP Einführungsseminar: Fortbildung für Medizinische Fachangestellte vom 13.7. bis 14.7.2018 bei der KVB Regensburg.
- Praktischer Reanimationsworkshop für Ärztinnen und Ärzte: Ärzte Fortbildung am 11.7.2018 beim Ärztlichen Kreisverband Straubing.
- Highlights vom amerikanischen Krebskongress 2018: Ärzte Fortbildung am 4.7.2018 am Universitätsklinikum Regensburg.
- Arzneimittel Verordnungen: Fortbildung für Medizinische Fachangestellte am 4.7.2018 bei der Kassenärztlichen Vereinigung Straubing.
- Grundlagen zum Hygienemanagement in Praxen: Fortbildung für Medizinische Fachangestellte am 20.6.2018 bei der Kassenärztlichen Vereinigung Regenbsurg.
- Doppler-Duplex Sonographie (Carotis/ Beinvenen/ Beinarterien): Ärzte Fortbildung am 9.6.2018 in München.
- Praxis Update München: Ärzte Fortbildung am 27.04 - 28.04.2018 in der Alten Kongresshalle in München.
- 29. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik: Ärzte Fortbildung vom 14.3. bis 16.3.
Diese Veranstaltungen decken ein breites Spektrum an medizinischen Themen ab, von der Reisemedizin über die Geriatrie bis hin zu spezifischen Erkrankungen wie Leberzirrhose und Parkinson. Die Teilnahme an solchen Fortbildungen ermöglicht es den medizinischen Fachkräften, ihr Wissen zu erweitern und ihre Fähigkeiten zu verbessern, was letztendlich den Patienten zugutekommt.
Innovative Technologien in der Neurochirurgie: Das MEDUSA-Projekt
Ein vielversprechendes Forschungsfeld ist die Entwicklung von Simulatoren für neurochirurgische Eingriffe. Das Forschungsprojekt MEDUSA ("Medical EDUcation in Surgical Aneurysm clipping") zielt darauf ab, einen hybriden medizinischen Simulator für Neurochirurgen zu entwickeln, der verschiedene chirurgische Vorgänge umfasst.
Ziele und Aufbau des MEDUSA-Simulators
Das Ziel von MEDUSA ist es, die gesamte Kette der Operationsschritte während der Clipping-Operation erfolgreich zu simulieren und zur Verbesserung der Ausbildung und Operationsplanung für vaskuläre Neurochirurgen beizutragen. Der Simulator soll die Eingriffsplanung (Navigation, Kraniotomie), Lagerung und Trepanation (Kopflagerung, Zugangstrajektorie) sowie das Aneurysmen-Clipping simulieren. Letzteres beinhaltet den Test des optimalen Clips und der Clipping-Strategie sowie das Absetzen des Clips unter Berücksichtigung der Zugangstrajektorie.
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Der hybride Simulator besteht aus zwei Komponenten:
- Real gefertigte Bereiche: Bereiche, bei denen das Fühlen und Empfinden relevant sind, werden real gefertigt, beispielsweise durch 3D-Druck oder spezielle Gussverfahren.
- Virtuelle Modelle: Virtuelle Modelle ermöglichen Simulationen, wie etwa den Blutfluss.
Durch die Verschmelzung der virtuellen und der realen Welt wird dem Chirurgen ein Einblick in den chirurgischen Vorgang und dessen Ergebnisse ermöglicht.
Funktionsweise und Vorteile
Der MEDUSA-Simulator basiert auf einem 3D-gedruckten Schädel mit künstlichem Gehirngewebe und virtuell überlagerten Bildern, die die Simulationsumgebung in Echtzeit erweitern. Neurochirurgen können die künstlich hergestellten Patientenmodelle (Gehirn, Gehirnhäute inkl. Arachnoidea, Blutgefäße inkl. Aneurysma, Schädel, Haut) haptisch ertasten und innere, sonst nicht sichtbare anatomische Strukturen als virtuell erzeugte Hologramme sehen.
Ein hochpräzises multimodales Positionserfassungssystem ermöglicht die Verwendung von echten chirurgischen Instrumenten für die Simulation, ganz ohne Kabel und Computereingabegeräte. Dadurch wird eine natürliche Benutzerschnittstelle geschaffen, wodurch der Chirurg mit jenen Instrumenten trainieren kann, mit denen auch im OP gearbeitet wird.
Nutzen für die Ausbildung und Operationsplanung
Der MEDUSA-Simulator bietet ein umfassendes Curriculum, das sowohl grundlegende als auch komplexe chirurgische Fertigkeiten trainiert. Durch den modularen Aufbau lassen sich die Trainings isoliert oder im Zuge der Simulation des gesamten chirurgischen Eingriffes ausführen.
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Basierend auf realen medizinischen Bilddaten, die in nur wenigen Minuten von einer künstlichen Intelligenz verarbeitet werden, ermöglicht MEDUSA in der finalen Version eine patientenspezifische präoperative Planung, d.h. die Simulation des operativen Eingriffes an „tomorrow’s patient“ − dem Patienten von morgen. Neurochirurgen können sich so optimal auf die bevorstehende Aneurysma-Clipping-Operation vorbereiten und komplexe chirurgische Eingriffe vorab in einer sicheren Simulationsumgebung trainieren.
Hintergrund und Ausblick
Das Forschungsprojekt MEDUSA ist aus vier Einreichungen des vom Land Oberösterreich ausgeschriebenen „Leitprojekts Medizintechnik“ hervorgegangen. Seit Mitte 2019 läuft das Projekt und wird voraussichtlich Mitte 2024 abgeschlossen. Mittelfristig soll MEDUSA zur Etablierung eines Simulations- und Kooperationszentrums in Oberösterreich führen.
Nach rund zwei Jahren Projektlaufzeit hat das Konsortium des Forschungsprojekts MEDUSA den ersten Prototyp „Stheno v1.0“ erfolgreich fertiggestellt. Diese erste Version des neurochirurgischen Simulators dient nun als Test- und Entwicklungsplattform für die darauf aufbauenden Aktivitäten. Auf Basis des ersten Prototyps „Stheno v1.0“ wird in der zweiten Projekthälfte an der Entwicklung von „Euryale v2.0“ sowie schließlich an der finalen Version „Medusa v3.0“ motiviert weitergearbeitet. Letztere umfasst auch das Modul „tomorrow’s patient“. Durch den Import personenbezogener Patientendaten und die individuelle präoperative Planung können sich Neurochirurgen bestmöglich auf eine patientenbezogene Aneurysma-Clipping-Operation vorbereiten. So können komplexe Fälle in einer simulierten Umgebung bereits im Vorhinein gefahrlos trainiert werden.
Kongresse und Tagungen im Bereich Neuromedizin
Neben Fortbildungsveranstaltungen spielen Kongresse und Tagungen eine wichtige Rolle für den Austausch von Wissen und Erfahrungen im Bereich der Neuromedizin. Im Folgenden werden einige relevante Veranstaltungen der kommenden Jahre aufgeführt:
- Forum Wirbelsäulenchirurgie der Akademie der DWG gGmbH 15.-17. Januar 2026 in St.
- Symposium Wirbelsäule Halle 2026
- Radiologiekongress Nord 2026 - Gemeinsame Jahrestagung der Röntgengesellschaft von Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt e.V. und der Norddeutschen Röntgengesellschaft e.V. 22.-24. Januar 2026
- ANIM 2026 - Arbeitstagung Neurointensivmedizin 43. Jahrestagung der DGNI und DSG 5.-7. Februar 2026
- DGKN26 - Kongress für Klinische Neurowissenschaften mit Fortbildungsakademie 25.-27. Februar 2026
- Tagung des bundesweiten Behandlungsnetzwerks HIT 13.-14. März 2026
- Sektionstage Frühjahr 2026 der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie 26.-27. März 2026
- Deutscher Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG 2026) 16.-18. April 2026
- Deutscher Chirurgie Kongress 22.- 24. April 2026
- Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP 2026) 07.-09. Mai 2026
- Jahrestagung der Deutschsprachigen medizinischen Gesellschaft für Paraplegiologie 10.-12. Juni 2026
- Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie DGfE 10.-13. Juni 2026
- Süd- und Mitteldeutscher Röntgenkongress. Gemeinsame Jahrestagung der Bayerischen Röntgengesellschaft e.V., Sächsischen Radiologischen Gesellschaft e.V. und Thüringischen Gesellschaft für Radiologie und Nuklearmedizin e.V. 29.-31. Oktober 2026
Diese Kongresse und Tagungen bieten eine Plattform für den Austausch von Forschungsergebnissen, klinischen Erfahrungen und neuen Behandlungsmethoden. Sie tragen dazu bei, die Qualität der Versorgung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen kontinuierlich zu verbessern.
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Parkinson-Netzwerke und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Die Parkinson-Krankheit ist eine komplexe neurologische Erkrankung, die eine interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen erfordert. Parkinson-Netzwerke spielen eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Versorgung von Parkinson-Patienten.
Das Projekt ParkNetz
Das Projekt ParkNetz zielt auf die Entwicklung eines bedürfnis- und bedarfsorientierten Konzeptes für ein Parkinson-Netzwerk in Südniedersachsen ab. Durch die Partizipation von Menschen mit der Parkinson-Krankheit und ihren Angehörigen sollen die Perspektiven der Betroffenen in die Entwicklung des Netzwerkes einfließen.
ADNANI - Interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft Neuromedizin
Die ADNANI (Interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft Neuromedizin) ist ein weiteres Beispiel für die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit im Bereich der Neuromedizin. Die ADNANI bietet regelmäßig Webinare zu verschiedenen Themen der Neuromedizin an, wie beispielsweise das perioperative Management der Parkinson-Erkrankung oder die Mikrodialyse auf der Intensivstation.