Periostmassage bei Migräne: Eine umfassende Betrachtung

Die Periostmassage ist eine spezielle Form der Reflexzonenmassage, bei der durch gezielte Druckausübung auf die Knochenhaut (Periost) reflektorische Wirkungen auf andere Körperbereiche und Organe erzielt werden sollen. Sie wird unter anderem bei chronischen Kopfschmerzen und Migräne angewandt.

Einführung in die Massage

Das Massieren ist eine jahrtausendealte Technik zur Vorbeugung und Behandlung von Beschwerden und Erkrankungen im Bereich des Bewegungsapparats. Die Praxis des Massierens kommt ursprünglich aus dem fernen Osten. Die "Kunst der Berührung", wie die Massage auch genannt wird, gehört zu den Behandlungsformen, mit denen dem Menschen Kraft und Vitalität zurückgegeben werden sollen.

Grundlagen der Periostmassage

Die Periostmassage ist eine Form der Reflexzonenmassage. Sie wirkt nicht nur lokal am Ort der Massage, sondern hat darüber hinaus Einflüsse auf weiter entfernt liegende Organe. Bei dieser Massage wird ein starker, direkter Druck auf die Knochenhaut (Periost) ausgeübt, während die darüberliegende Muskulatur wenig beeinflusst wird.

Was ist das Periost?

Das Periost (Knochenhaut) ist eine bindegewebsartige Hülle, die den Knochen umgibt. Sie ist sehr schmerzempfindlich und besteht aus zwei Schichten: Einer äußeren faserreichen und einer inneren Schicht, die von Nerven und Blutgefäßen durchzogen ist. Das Periost schützt und ernährt die Knochensubstanz. Hinter dem vor allem im medizinischen Umfeld gebräuchlichen lateinischen Begriff Periost verbirgt sich die Knochenhaut. Bei der Knochenhaut handelt es sich um eine bindegewebige Hülle, die die inneren Knochenoberflächen umschließt und dabei nur die Gelenkflächen ausspart. Die Knochenhaut selbst setzt sich aus einer elastischen Kollagenschicht zusammen, unter der sich eine zellreiche innere Schicht verbirgt, die von Nerven und Blutgefäßen durchzogen ist. Dieses besonders dichte Netz aus Blutgefäßen und Nervenbahnen dient unter anderem der Reizübertragung sowie der Nährstoffversorgung des Knochengewebes.

Wie funktioniert die Periostmassage?

Bei einer Massage drückt der Therapeut mit den Fingerkuppen rhythmisch auf bestimmte Punkte des Periosts. Die Behandlung eines Punktes kann ein bis zwei Minuten in Anspruch nehmen. Die Wahl der Punkte richtet sich nach den Beschwerden, die behandelt werden sollen.

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Die sogenannte Periost-Massage ist eine Reflexzonenmassage, bei der der Therapeut durch gezielte Griffe spezielle Druckpunkte (Reflexzonen) auf und unter der Haut aktiviert, die sich reflektorisch auf andere Bereiche und Organe im Körper auswirken. Bei der Periost-Massage erfolgt die Druckausübung auf die Knochenhaut. Die Technik lockert Muskelverspannungen und lindert Schmerzen. Bei der Periost-Massage handelt es sich im Gegensatz zu anderen Massagetechniken um eine Therapie, die nicht großflächig, sondern punktuell eingesetzt wird. Charakteristisch ist dabei der Einsatz von starkem und direktem Druck auf die Knochenhaut. Die oberhalb der Knochenhaut liegenden Muskel- und Hautschichten werden nur gering beeinflusst. Wie jede Reflexzonenmassage beruht auch die Periosten-Massage auf dem Konzept der Reflexbögen.

Die Rolle der Nervenbahnen

Es versteht sich von selbst, dass nicht jede beliebige Stelle des Körpers als Druckpunkt infrage kommt, denn die Stellen richten sich explizit nach dem Verlauf der Nervenbahnen, die mit den Körpersegmenten gekoppelt sind. Um die Periost-Massage ausführen zu können, bedarf es der Kenntnis dieser speziellen Punkte. In der Praxis werden die Druckpunkte bei der Periost-Massage-Therapie mit den Fingerknöcheln oder mit der sogenannten Fingerbeere durchgeführt, wodurch eine sehr sensible Steuerung des ausgeübten Drucks möglich ist. Es handelt sich dabei allerdings nicht um einen beständigen Druck, sondern um eine wiederkehrende Druckbelastung der jeweiligen Reflexzone, die einem definierten Rhythmus folgt. Welche Druckpunkte im Einzelfall bearbeitet werden, hängt von den individuellen Beschwerden des Patienten ab. Typischerweise dauert die Bearbeitung jedes einzelnen Druckpunkts dabei zwischen einer und zwei Minuten, bevor zum nächsten Punkt gewechselt wird.

Anwendung der Periostmassage bei Migräne

Die Periost Massage wird unter anderem bei chronischem Kopfschmerz und Migräne sowie bei chronischen Atemwegserkrankungen angewandt. Sie wirkt krampflösend bei den inneren Organen und weiter entfernten Gefäßgebieten und regt sowohl die Durchblutung als auch die Zellgeneration an. Die Periost Massage reizt die Schmerzrezeptoren der Knochenhaut, wodurch ein Ausschütten körpereigener Stoffe in Gang gesetzt wird, welche die Schmerzschwelle des gesamten Körpers erhöhen.

Anleitung zur Periostmassage

Bei der Anleitung zur Periost Massage wird wie folgt vorgegangen. Es werden die Muskeln mit den Fingerspitzen ganz vorsichtig mit wiegenden Bewegungen unter leichtem Druck beiseite geschoben bis die Härte des Knochens spürbar ist. Dann wird direkter Druck auf die Knochenhaut ausgeübt. Es ist ebenfalls wirksam, diese Punkte kurz zu halten, bis das Halten für den zu Massierenden richtig angenehm wird. Jeder Punkt sollte einmal gefunden und gehalten werden. Danach wird empfohlen zu einer anderen Massagetechnik bzw. einem anderen Handgriff, wie der Effleurage, überzugehen. Anfänglich kann diese Massagetechnik mit Schmerz verbunden sein. Lässt der Schmerz aber sofort nach, ist dies ein Zeichen für die korrekte Anwendung. Dieser Schmerz wird als Wohlschmerz bezeichnet, weil sich das Wohlbefinden bei diesem Handgriff direkt nach dem Schmerz einstellt. Es ist ratsam sich eine umfassende Anleitung zur Periost Massage von einem Experten anzueignen.

Reflektorische Wirkung

Man spricht von einer reflektorische Wirkung, da die Wirkung über die Nerven-Reflexe erzielt wird. Die Periost Massage wird unter anderem bei chronischem Kopfschmerz und Migräne sowie bei chronischen Atemwegserkrankungen angewandt. Sie wirkt krampflösend bei den inneren Organen und weiter entfernten Gefäßgebieten und regt sowohl die Durchblutung als auch die Zellgeneration an. Die Periost Massage reizt die Schmerzrezeptoren der Knochenhaut, wodurch ein Ausschütten körpereigener Stoffe in Gang gesetzt wird, welche die Schmerzschwelle des gesamten Körpers erhöhen.

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Weitere Massagearten und ihre Wirkungen

Neben der Periostmassage gibt es noch weitere Massagearten, die bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt werden können. Hier eine kurze Übersicht:

Klassische Massage

Die Klassische Massage ist eine seit dem Altertum gebräuchliche Massage, die mit den klassischen Grifftechniken wie Streichungen, Knetungen, Rollungen, Reibungen, Zirkelungen u.a. arbeitet. Die Klassische Massage ist eine Behandlungsform, die sich aus Berührungen zusammensetzt und vorrangig der Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit dient. Klassische Massage: Regulation des Muskeltonus, Schmerzlinderung, Lokale und reflektorische Verbesserung der Durchblutung. Effekt: Verbesserung der Beweglichkeit durch Schmerzlinderung, Entspannung der Muskulatur. Regelbehandlungszeit 15-20min.

Segmentmassage

Segmentmassage: Durch die Behandlung im Segment, zB. Herz oder Kopf, wird eine Linderung vorhandener Beschwerden erreicht. Effekt: Durchblutungsverbesserung und dadurch Schmerzlinderung, z.B. bei Kopfschmerz, Migräne. Regelbehandlungszeit 15-20min. Ein Segment ist die Bezeichnung für einen speziellen Rückenmarksabschnitt. Von einem Spinalnerv wird ein bestimmtes Gebiet bestehend aus Haut-, Muskel-, Knochen-, Knochenhaut-, Organ- und Gefäßzone und den Nerven selbst versorgt. Eine Sonderform der Reflexzonenmassage ist die sogenannte Segmentmassage, bei der einzelne Körpersegmente mit Haut-, Unterhaut- oder Faszientechnik bearbeitet werden. Diese Griffe werden vom Patienten als helles Schneidegefühl wahrgenommen. Die therapeutische Bedeutung der Segmentmassage besteht in der Möglichkeit, Einfluss auf vegetative Regulationsmechanismen zu nehmen. Im Behandlungsbereich erfolgt über die Detonisierung der peripheren Blutgefäße zunächst eine lokale Durchblutungssteigerung. Diese Hyperämie stellt die erste Reaktion da. Im behandelten Hautareal kommt es im Behandlungsverlauf zu einer Normalisierung der Gewebeelastizität. Über den Reflexbogen werden zudem Organfunktionen im Sinne von Vasomotorik, Sekretion und Motilität normalisiert. Während der Behandlung sollte der Patient ein helles, klares Schneidegefühl in dem behandelten Gewebsbereich verspüren. Dabei gilt: je höher die Gewebsspannung, desto größer das Schneidegefühl.

Bindegewebsmassage

Bindegewebsmassage: Massagetechnik zur Diagnostik und Behandlung von krankhaft veränderten Bindegwebszonen, Normalisierung des Muskeltonus im Bereich innerer Organe, Normalisierung des vegetativen Nervensystems. Effekt: Wirkung auf segmental zugeordnete Eingeweideorgane und Verbesserung der peripheren arteiellen Durchblutung. Regelbehandlungszeit: 15-20min. Die therapeutische Bedeutung der Bindegewebsmassage besteht in der Möglichkeit, Einfluss auf vegetative Regulationsmechanismen zu nehmen. Über den Reflexbogen erfolgt eine Tonusnormalisierung sowohl der Bindegewebsspannung, als auch der inneren Organe, der Muskulatur, Nerven und Gefäße. Es werden hierbei Haut-, Unterhaut und Faszientechniken zur Behandlung der Bindegewebszonen eingesetzt.

Kolonbehandlung

Die Kolonbehandlung stellt eine sehr ruhige Massage dar, bei der sich der Therapeut an der Atmung des Patienten orientiert, um an genau festgelegten Punkten die Peristaltik des Darms durch Druck und Streichungen im Darmverlauf anzuregen.

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Unterwasser(druckstrahl)massage

Die Unterwasser(druckstrahl)massage, auch als UWM abgekürzt, wird in einer speziellen Wanne durchgeführt. Diese Wanne besitzt einen Schlauch mit Düse und eine Pumpvorrichtung, die Drucke bis cirka 4 Atmosphären- Überdruck, bekannt unter der Abkürzung ATÜ, erzeugt. Das Wasser soll dabei eine Temperatur von 36° nicht übersteigen. Je nach Gewebetyp und Muskel wird in der Regel ein Druck von circa 1-3 ATÜ angewandt. Der Therapeut führt dabei eine streichende oder kreisende Bewegung mit der Therapiedüse über den betroffenen Muskel aus. Der Strahl wird dabei immer in einem schrägen Winkel von etwa 45 Grad angesetzt und in langsamen Bewegungen geführt. Dabei entsteht einerseits eine Massagewirkung durch den Druckstrahl und zum anderen eine intensivere Wärmewirkung als Folge des bewegten Wassers.

Fußreflexzonenmassage

Die Fußreflexzonenmassage ist eine Druckbehandlung, bei der auf ganz bestimmte Bereiche des Fußes Druck ausgeübt wird und somit werden Akupressur-Punkte bedient, die in einer Fußreflexzonen-Tabelle stehen. Die Fußsohle ist bei der Fußreflexzonenmassage mit der Landkarte des Körpers gleichzusetzen. Über die sogenannten Reflexzonen an den Füßen (Fußsohlen, Fußinnen- und Außenseiten sowie Fußrücken) stehen diese in Verbindung mit jedem Muskel, jedem Knochen sowie jedem Organ unseres Körpers. Therapeuten sind in der Lage Verhärtungen und Widerstände im Gewebe zu lokalisieren und deren Verknüpfung zu bestimmten Organen zu erkennen. in die sich Störungen verschiedener Organe projizieren. Die Zonen dienen unter anderem der Diagnostik. Durch spezifische manuelle Techniken können entstandene Verspannungen normalisiert, das heißt, dem übrigen Gewebszustand angeglichen werden.

Schröpfmassage

Schröpfen ist ein traditionelles Therapieverfahren. Es wird in der Alternativmedizin oft eingesetzt und zählt dort zu den ausleitenden Verfahren. Dabei wird in sogenannten Schröpfgläsern oder Schröpfköpfen ein Unterdruck erzeugt. Diese Schröpfgläser werden direkt auf die Haut gesetzt, mit der Idee, durch den Unterdruck eine Ab- bzw. Ausleitung von Schadstoffen über die Haut zu erreichen. Der Unterdruck wird üblicherweise dadurch erreicht, dass die Luft im Schröpfkopf erhitzt und sofort auf die Rückenhaut des Patienten gesetzt wird. Als Massage angewandt wird der Schröpfkopf im angesaugten Zustand über das betroffene Gewebe geführt. Diese Methode eignet sich ideal zum Lösen von bindegewebigen Verklebungen. Oft entsteht der Kopfschmerz durch Stress und Anspannung. Sie ist deshalb auch für andere Krankheitsbilder interessant. Bei akutem Kopfschmerz kann der Schmerz durch diese Massage um 50-60 % gesenkt werden. Die Schröpfmassage ist eine jahrtausende alte chinesische Heilmethode. Dabei wird in sogenannten Schröpfgläsern oder Schröpfköpfen ein Unterdruck erzeugt. Die Schröpfgläser werden direkt auf die Haut aufgesetzt, mit der Idee, durch den Unterdruck eine Ab- bzw.

Breuß-Massage

Die Breuß-Massage soll Menschen mit Rückenproblemen helfen. Es handelt sich um eine energetische Massage des Rückens entlang der Wirbelsäule unter besonderer Berücksichtigung der Meridiane mit Johanniskraut-Öl und abschließender Auflage einer Schicht Papier. Es soll zu einer Streckung der Wirbelsäule kommen, die den Bandscheiben mehr Raum verschaffe und sie zu einer Regeneration anrege. Außerdem wirkt das Johanniskraut-Öl beruhigend auf die Nerven. Diese Massage wird sanft, langsam und mit relativ wenig Druck aufgeführt und führt zu einer ungewöhnlich tiefen und sofortigen Entspannung.

Kontraindikationen der Periostmassage

Da bei dieser Massageform mit hohem Druck gearbeitet wird, darf sie bei vielen Patienten aus medizinischen Gründen nicht oder nicht überall angewendet werden. Das betrifft beispielsweise das unmittelbare Umfeld von Tumoren, weil diese durch die Stimulation zum Wachsen angeregt werden könnten.

Allgemeine Kontraindikationen für Massagen sind:

  • Akute Entzündungen
  • Akuter Asthmaanfall
  • Herzerkrankungen
  • Tumore
  • Akutes Fieber
  • Akute Verletzungen

Weitere Therapieangebote

Die Gesamtheit unserer Leistungen umfasst mehrere Methoden. Teilweise erfolgt die Therapie mittels gezielter Handgriffe durch uns. Darüber hinaus bieten wir Leistungen an, die auf professioneller Ausstattung und Ihrer selbstständigen Durchführung von Übungen beruhen.

Liebscher und Bracht Schmerztherapie

In unserem Alleinstellungsmerkmal im Leistungsangebot, der Liebscher und Bracht Schmerztherapie, sind mehrere Ansätze kombiniert: Zum einen therapieren wir anhand ausgewählter Handgriffe. Zum anderen führen Sie Übungen durch, die Sie unter unserer Anleitung erlernen und dann selbstständig jederzeit praktizieren können.

Die Liebscher und Bracht Schmerztherapie ist eine neue und eigenständige Methode zur Behandlung von Schmerzen. Sie beruht auf der über 30-jährigen Forschung und Entwicklung von Frau Dr. Anamnese: Genaue Untersuchung Ihrer Beschwerden. Osteopressur: Durch Druck auf spezielle Knochenrezeptoren wird der Alarm-Schmerz gelöscht. Engpassdehnung: Sie erlernen Ihre individuellen Übungen und führen diese regelmäßig durch. Durchschnittlich umfasst eine Therapie 3 abgeschlossene Sitzungen. Die regelmäßig durchgeführten Engpassdehnungen des Patienten nach der Therapie bilden die Voraussetzungen für ein schmerzfreies Bewegen bzw. Leben.

Krankengymnastik

Krankengymnastik Ziel der Krankengymnastik ist es, die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers wiederherzustellen, zu erhalten oder gar zu verbessern. Krankengymnastik ist vielseitig einsetzbar und richtet sich nach den individuellen Diagnosen bzw. Beschwerden der Patienten. Planmäßige, gezielte Anwendung gymnastischer Übungen zur Wiederherstellung und Förderung des Bewegungssystems. Darüber hinaus werden Erkrankungen im chirurgischen und neurologischen Bereich sowie in der Inneren Medizin und der Gynäkologie behandelt. Sie wird als Behandlungsmethode zur Verhinderung bzw. Abschwächung spastischer Lähmungserscheinungen und als Training zur Herstellung des normalen Bewegungsablaufes angewandt, z.B.

Manuelle Therapie

Manuelle Therapie Die manuelle Therapie dient dazu, Bewegungs- und Funktionsstörungen am menschlichen Körper genau zu untersuchen und zu behandeln. Mittels spezieller Handgriffe und Mobilisationstechniken können Beschwerden bzw. Schmerzen im Gelenk-, Muskel- und Nervensystem behandelt werden. Die erlernten Handgriffe bzw. Sie dient der gezielten Behandlung von Funktionsstörungen im Bewegungsapparat (Gelenke, Muskeln und Nerven) mit weichen Mobilisationstechniken. So eignet sich ihre Anwendung bei akuten und chronischen funktionellen Schmerzsysndromen der Wirbelsäule und der Extremitätengelenke. Sie ist Bestandteil und Erweiterung der Manuellen Medizin, dient ebenfalls der Erkennung und Behandlung von Funktionsstörungen und wird manuell ausgeführt. Die befunderhebenden und therapeutischen Techniken entsprechen der Erhebung und Analyse von Befund- und Symptomkonstellationen auf der Ebene der Körperfunktionen und -strukturen, wobei die palpatorische (durch Tasten ausgeführte) Befunderhebung im Vordergrund steht. Es handelt sich dabei um keine Krankheitsdiagnose.

Manuelle Lymphdrainage

Manuelle Lymphdrainage Die manuelle Lymphdrainage wird auch Ödem- oder Entstauungstherapie genannt. Mit gezielten Grifftechniken unterstützt der Therapeut das Lymphsystem des Patienten, um Beschwerden zu lindern. Das Lymphsystem ist Teil des Gefäßsystems, d.h. Organ der Zirkulation, gleichzeitig aber auch Teil des Immunapparates. Die manuelle Lymphdrainage ist eine Sonderform der Massage. Ihre Grifftechnik zeichnet sich durch Großflächigkeit aus. Ziel der Maßnahme ist die Entstauung des Gewebes. Stauungen im sogenannten Zwischengewebe können z.B. nach Unfällen oder Operationen entstehen. Der ausgeprägte sedierende und vagotonisierende Effekt ist seit langem bekannt. Bei der Manuellen Lymphdrainage lässt sich regelmäßig eine parasympathische Umschaltung beobachten. Darüber hinaus führt aber auch die Beseitigung ödematöser Gewebsflüssigkeit zum Rückgang von Spannungskopfschmerzen, besonders wenn es sich um entzündliche Prozesse im Gewebe handelt.

Kinesio-Taping

Kinesio-Taping Der Begriff Kinesio-Taping leitet sich von der Kinesiologie und dem Tape ab. „Kinesiologie“ steht für „Bewegungslehre“ und „Tape“ ist das englische Wort für „Klebeband“. Entwickelt wurde das aus 100 % Baumwolle und Acrylkleber bestehende Material gegen Ende 1970 von Dr. Kenzo Kase, einem japanischen Chiropraktiker. Die erstmalige Versorgung der japanischen Volleyballmannschaft Ende des letztens Jahrhunderts war ein wichtiger Faktor dafür, dass das Kinesio-Tape Einzug in die Breiten der japanischen Sportwelt erhalten konnte.

Wie funktioniert Kinesio-Taping? Grundlegend kann man das Tape als eine „zweite Haut“ bezeichnen. Es hebt die Strukturen unter der Haut an, sodass Blut und Lymphe schneller fließen können. Je nach Indikation gibt es verschiedene Anlagetechniken. Das klassische Taping ist im Gegensatz zum Kinesio-Tape nicht flexibel bzw. elastisch. Durch das Applizieren von elastischen Bändern (Tapes) auf Schmerz- punkte, Gelenke und Narben werden Schmerzen reduziert, Muskel- funktionen verbessert, Gelenke unterstützt und das Lymphsystem aktiviert.

Sportphysiotherapie

Sportphysio­therapie Die Sportphysiotherapie richtet sich oftmals an Profi- und Hobbysportler. Sie beinhaltet die Rehabilitation nach Verletzungen oder Operationen. Als Sportphysiotherapeut erarbeitet man mit dem Patienten einen Rehabilitationsplan, indem sowohl aktive als auch passive Formen der Physiotherapie vorkommen können.

Krankengymnastik am Gerät

Krankengymnastik am Gerät Bei Krankengymnastik am Gerät handelt es sich um eine aktive Trainingstherapie unter Anleitung bzw. Beaufsichtigung eines dafür ausgebildeten Therapeuten. Die Therapie erfolgt an speziellen Geräten (z. B. Seilzug, Funktionsstemme/Beinpresse). Der Therapeut erstellt zusammen mit dem Patienten auf Grundlage des Befundes einen individuellen Trainingsplan, der jederzeit an den Fortschritt bzw.

Physikalische Kopfschmerz- & Migränetherapie

Physikalische Kopfschmerz- & Migränetherapie Durch die mechanische Beeinflussung der Halswirbelsäule kann diese Therapie die Häufigkeit und Intensität von „Migräneattacken“ reduzieren. In Zusammenarbeit wird die Migräne auf ein Minimum reduziert und die Lebensqualität stark gesteigert. Ausgangspunkt für diese Therapie ist die Tatsache, daß sich Migräne- beschwerden in den meisten Fällen am Körper lokalisieren und ertasten lassen. Die manuelle Behandlung setzt Berührungsreize, die bei oder nach der Anwendung Entspannung auslösen. Für Patienten, die gelegentlich unter Kopfschmerzen leiden, könnte eine Behandlungsserie von 3 bis 6 Behandlungen (einmal pro Woche) ausreichen.

Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos

Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos FDM ist eine neue Schmerztherapie - Methode in der Medizin und stellt eine Weiterentwicklung der Osteopathie dar. Diese Therapiemethode erfolgt manuelle an den Regionen, wo die Schmerzen auftreten. Im Wesentlichen beruht die Diagnostik auf Anamnese, Körpersprache (wesentliches Diagnostikum) und Klinik, durch die Traumata in sechs typische fasziale Störungen/Distorsionen unterteilt werden. Verdrehung der Faltfaszien an Gelenken, intermuskulären Septen und interossären Membranen durch Zug- oder Kompressionskräfte in Verbindung mit einer Rotation. Überlappungen bzw.

CMD - Craniomandibuläre Dysfunktion

CMD - Craniomandibuläre Dysfunktion Als CMD oder craniomandibuläre Dysfunktionen bezeichnet der CMD-Zahnarzt Kaufunktionsstörungen, welche die Zähne, Kiefergelenke und Kaumuskulatur sowie die neurophysiologische Steuerung des Kausystems betreffen können. Es handelt sich um eine Fehlfunktion (Dysfunktion) zwischen Schädel (Cranium) und Unterkiefer (Mandibula) mit krankmachenden Auswirkungen auch auf die Allgemeingesundheit.Die Beschwerden können durch manuelles Einwirken des Therapeuten auf das Kiefergelenk bzw. Dabei werden manualtherapeutische Techniken zur Gelenk- und Muskelbehandlung angewandt, um z.B. die Bewegung des Kiefergelenkes zu verbessern, Fehlstellungen zu korrigieren oder die erhöhte Muskelspannung zu reduzieren. Häufig werden Funktionseinschränkungen und Schmerzen im Kiefergelenk bis in die Halswirbelsäule und den Schultergürtel übertragen.

Elektrotherapie

Sie umfaßt Verfahren zur Therapie und Rehabilitation von Krankheiten, Funktionsstörungen und Verletzungsfolgen mit Hilfe der Wirkungen elektrischer Ströme.

Narbenbehandlung

Sie erfolgt bei frischen und lange bestehenden Narben mit einer spezifischen Massagetechnik. Bereits wenige Tage nachdem sich die Wunde geschlossen hat, kann die Behandlung beginnen, um Verklebungen der Narbe vorzubeugen. Bei länger bestehenden Narben kann die Narbenmassage eine intensive Durchblutung im Narbengebiet und die Lösung bzw. Es werden muskuläre Verhärtungen, Verspannungen im Hautgewebe oder Narben behandelt.

Stoßwellentherapie

Die „Radiale Stoßwellentherapie“ (RSWT) ist eine der fortschrittlichsten Methoden der Schmerztherapie. Hochfrequente, pneumatische Stoßwellen werden mit einem Applikator (Handstück ähnlich wie beim Ultraschallgerät) in das Gewebe eingebracht. · destruktiv (zerstörend), z.B. · regenerierend (wiederherstellend), z.B. · analgetisierend (schmerzlindernd), z.B. · prophylaktisch (vorbeugend), z.B. · anregend (Förderung der Wundheilung)Mit dieser Methode können auch sehr alte Bewegungseinschränkungen wieder behoben werden.

Rotierende GewebeStimulation

Die rotierende GewebeStimulation (RGS) ist ein biomechanisches Verfahren. Sie beruht auf der Übertragung gleichbleibender rotierender Schwingungen durch das Aufsetzen eines variablen Handstückes auf das zu behandelnde Körperareal. Die RGS erreicht eine großflächige und auch lokale Stimulation des Gewebes mit sehr hoher Intensität und Tiefenwirkung.

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