Epilepsie bei Hunden und Katzen: Ursachen, Symptome, Behandlung und Ernährung

Epilepsie ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen bei Hunden und Katzen. Sie ist durch wiederholte Anfälle gekennzeichnet. Die Anfälle können unterschiedlich stark sein und sich in verschiedenen Symptomen äußern. Eine sorgfältige Behandlung ist entscheidend, um die Lebensqualität der betroffenen Tiere zu verbessern.

Was ist Epilepsie?

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch eine abnorme elektrische Aktivität im Gehirn verursacht wird. Diese Aktivität führt zu Anfällen, die sich in verschiedenen Formen äußern können. Man unterscheidet zwischen idiopathischer (genetisch bedingter) Epilepsie und symptomatischer Epilepsie, bei der die Anfälle durch eine andere Grunderkrankung verursacht werden.

Symptome von Epilepsie bei Hunden und Katzen

Die Symptome eines epileptischen Anfalls können bei Hunden und Katzen variieren. Einige der häufigsten Symptome sind:

  • Zittern
  • Muskelkrämpfe
  • Verwirrung
  • Bewusstlosigkeit
  • Erbrechen
  • Urinieren

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Anfälle gleich aussehen. Einige Tiere zeigen nur leichte Symptome, während andere schwere Anfälle mit Bewusstlosigkeit haben.

Ursachen von Epilepsie

Die Ursachen von Epilepsie können vielfältig sein. Bei der idiopathischen Epilepsie, die häufiger bei Hunden vorkommt, ist die Ursache genetisch bedingt. Symptomatische Epilepsie kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, darunter:

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  • Gehirntumore
  • Entzündungen des Gehirns (Enzephalitis)
  • Verletzungen des Gehirns
  • Stoffwechselstörungen
  • Vergiftungen

Diagnose von Epilepsie

Die Diagnose von Epilepsie basiert in der Regel auf der Anamnese (Krankengeschichte) des Tieres, der Beschreibung der Anfälle durch den Besitzer und einer neurologischen Untersuchung. Um andere Ursachen für die Anfälle auszuschließen, können weitere Untersuchungen erforderlich sein, wie z.B.:

  • Blutuntersuchungen
  • Urinuntersuchungen
  • MRT oder CT des Gehirns
  • Liquoruntersuchung (Untersuchung des Nervenwassers)

Behandlung von Epilepsie

Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Epilepsie bei Hunden und Katzen. Die Behandlung zielt darauf ab, die Häufigkeit und Schwere der Anfälle zu reduzieren und die Lebensqualität des Tieres zu verbessern.

Medikamentöse Behandlung

Die medikamentöse Behandlung ist die häufigste Methode zur Kontrolle von Epilepsie. Der Tierarzt kann Antiepileptika verschreiben, um die Anfälle zu kontrollieren. Die Dosierung und das Medikament werden individuell auf das Tier abgestimmt. Es ist wichtig, die Medikamente regelmäßig und gemäß den Anweisungen des Tierarztes zu verabreichen.

Natürliche Behandlungen und Ernährung

Neben der medikamentösen Behandlung gibt es auch eine Reihe von natürlichen Behandlungen, die helfen können, die Anfälle zu reduzieren. Dazu gehören:

  • Ernährungsumstellung: Eine spezielle Diät kann helfen, die Anfälle zu reduzieren. Es gibt Hinweise darauf, dass eine ketogene oder hypoallergene Ernährung positive Effekte haben könnte.
  • MCT-Öl: Die Fütterung mit mittelkettigen Fettsäuren (MCT), die beispielsweise in Kokosfett oder speziellen MCT-Ölen enthalten sind, kann die Anzahl der Anfälle reduzieren.
  • Akupunktur: Einige Tierärzte bieten Akupunktur als alternative Behandlungsmethode für Epilepsie an.

Es ist wichtig zu beachten, dass natürliche Behandlungen nicht immer wirksam sind und nicht als Ersatz für eine tierärztliche Behandlung angesehen werden sollten.

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Ernährungstipps für Hunde mit Epilepsie

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Epilepsie bei Hunden. Hier sind einige Tipps, die helfen können, die Anfälle zu reduzieren:

  • Hochwertiges Futter: Wählen Sie ein hochwertiges Hundefutter, das frei von künstlichen Zusätzen, Farb- und Konservierungsstoffen ist. Einige Hundehalter bevorzugen getreidefreies Futter.
  • Regelmäßige Fütterungszeiten: Füttern Sie Ihren Hund zu regelmäßigen Zeiten, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
  • MCT-Öl: Ergänzen Sie die Ernährung Ihres Hundes mit MCT-Öl. Studien haben gezeigt, dass MCT-Öl die Anzahl der Anfälle reduzieren kann.
  • Ketogene Diät: Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über eine ketogene Diät. Diese Diät ist reich an Fett und arm an Kohlenhydraten und kann bei einigen Hunden die Anfälle reduzieren.
  • Hypoallergene Diät: Wenn Ihr Hund Allergien hat, kann eine hypoallergene Diät helfen, die Anfälle zu reduzieren.

Fallbeispiele und Erfahrungen von Hundehaltern

Viele Hundehalter haben positive Erfahrungen mit einer Ernährungsumstellung bei ihren Hunden mit Epilepsie gemacht. Ein Hundehalter berichtet, dass sein Hund seit der Umstellung auf Schonkost (Hühnchen, Möhrchen, Reis, Hüttenkäse und Gemüsebrühe) weniger Verdauungsprobleme hat, ruhiger schläft und insgesamt fitter wirkt. Ein anderer Hundehalter berichtet, dass die Fütterung mit Platinum Trockenfutter zu Durchfall geführt hat, während Schonkost positive Veränderungen bewirkt hat.

Wichtige Hinweise

  • Die beschriebenen beobachteten Wirkungen der Hundeernährung bei Epilepsie ersetzen keinesfalls eine tierärztliche Betreuung und Medikation.
  • Sollten Sie eine Diät für Ihren Hund für interessant halten, ist eine Abstimmung mit Ihrem Tierarzt unumgänglich, um Ihren Vierbeiner nicht zu gefährden.
  • Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar.
  • Tierhaltende sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat fragen.

Umgang mit Medikamenten und Futter

Es ist wichtig, die Medikamente regelmäßig und gemäß den Anweisungen des Tierarztes zu verabreichen. Einige Hundehalter haben Schwierigkeiten, ihren Hunden Tabletten zu geben. Hier sind einige Tipps:

  • Leberwurst: Mischen Sie die Tablette mit einem kleinen Stück Leberwurst. Achten Sie jedoch darauf, dass die Menge der Leberwurst gering ist, um die Diät nicht zu beeinträchtigen.
  • Tabletteneingeber: Verwenden Sie einen Tabletteneingeber, um die Tablette tief in den Rachen des Hundes zu schieben.
  • Verstecken: Verstecken Sie die Tablette in einem kleinen Stück Käse oder Fleisch.

Wenn Ihr Hund die Tabletten verweigert, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über alternative Darreichungsformen oder Medikamente.

Einige Hundehalter haben spezielle Fragen zur Fütterung ihrer Hunde mit Epilepsie. Hier sind einige Antworten auf häufig gestellte Fragen:

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  • Leckerlies: Sind Leckerlies erlaubt? Es ist wichtig, die Menge der Leckerlies zu begrenzen und gesunde Alternativen zu wählen, wie z.B. selbst gedörrte Hühnerbrust.
  • Salz: Wie viel Salz ist erlaubt? Halten Sie sich an den Plan Ihres Tierarztes.
  • Eigelb: Können Eigelb eingefroren werden? Ja, Eigelb kann eingefroren werden, um eine täglich gleiche Zusammensetzung des Futters zu gewährleisten.
  • Buttermilch: Kann Buttermilch durch Naturjoghurt ersetzt werden? Ja, Naturjoghurt kann eine gute Alternative zu Buttermilch sein, da er einen geringeren Natriumgehalt hat.
  • Innereien: Welche Innereien sind geeignet? Herz und Leber vom Huhn sind gute Alternativen zu Rinderinnereien.

Zahnsteinentfernung bei Hunden mit Epilepsie

Einige Hundehalter haben Bedenken hinsichtlich der Zahnsteinentfernung bei Hunden mit Epilepsie. Es ist wichtig, die Risiken und Vorteile der Narkose mit dem Tierarzt zu besprechen.

Narkoserisiko

Hunde mit Epilepsie haben ein erhöhtes Narkoserisiko. Es ist wichtig, dass der Tierarzt über die Epilepsie des Hundes informiert ist, damit er die Narkose entsprechend anpassen kann. Einige Tierärzte empfehlen eine Inhalationsnarkose, da diese schonender sein soll.

Alternativen zur Narkose

Es gibt auch alternative Methoden zur Zahnsteinentfernung ohne Narkose, wie z.B. die Verwendung von PlaqueOff oder Platinum Gel. Diese Methoden sind jedoch nicht immer wirksam und können bei Hunden mit starkem Zahnstein nicht ausreichend sein.

Erfahrungen von Hundehaltern

Einige Hundehalter haben positive Erfahrungen mit der Zahnsteinentfernung unter Narkose bei ihren Hunden mit Epilepsie gemacht. Ein Hundehalter berichtet, dass die Narkose gut verlaufen ist und die Zahnsteinentfernung erfolgreich war. Es ist jedoch wichtig, sich vor dem Eingriff gründlich zu informieren und die Risiken und Vorteile mit dem Tierarzt zu besprechen.

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