Nerve: Die Gefahren und Reize eines Online-Thrillers und die Suche nach neuen Wegen des Hörens

Der Film "Nerve" von Henry Joost und Ariel Schulman, der am Sonntag, den 20. April 2025, auf Pro7 ausgestrahlt wurde, wirft ein Schlaglicht auf die dunkle Seite von Social Media Games. Der Artikel beleuchtet die Thematik des Films, die Risiken, die mit solchen Spielen verbunden sind, und gibt einen Einblick in die technologischen Fortschritte, die Menschen mit Hörschäden Hoffnung geben. Darüber hinaus wird die Bedeutung der objektiven Information und der kritischen Auseinandersetzung mit medialen Inhalten hervorgehoben.

Inhalt von "Nerve": Ein Spiel um Leben und Tod

"Nerve" ist ein Social-Media-Game, bei dem Teilnehmer, sogenannte "Player", in der Öffentlichkeit peinliche oder riskante Aufgaben bewältigen müssen. Im Gegenzug winken hohe Geldprämien, die besonders für die Protagonistin Vee verlockend sind. Was als harmloser Kuss mit einem Fremden beginnt, entwickelt sich jedoch schnell zu einem gefährlichen Spiel um Leben und Tod.

Vee, gespielt von Emma Roberts, ist ein eher introvertiertes Highschool-Mädchen, das von ihren Freunden zu der Teilnahme an "Nerve" überredet wird. Anfangs scheint alles aufregend und harmlos zu sein, doch mit jeder neuen Aufgabe steigen die Risiken. Vee muss ihre Komfortzone verlassen und sich ihren Ängsten stellen. Die Arbeit an dem Film war für Emma Roberts ein gutes Beispiel dafür, wie man aus seiner Komfortzone ausbrechen kann. Früher hätte sie sich beispielsweise nicht getraut, morgens um 4 Uhr auf einem Motorrad die Madison Avenue in Manhattan entlang zu rasen. Mittlerweile macht es Emma aber Spaß, Risiken einzugehen: "Heute merke ich, wie gut es mir mitunter tut, aus meiner so genannten Komfortzone auszubrechen. Die Routine hinter sich zu lassen und Neues auszuprobieren verleiht einem doch immer neuen Schwung."

Emma Roberts beschreibt ihre Rolle als eine Möglichkeit, aus ihrer Komfortzone auszubrechen. Sie selbst gibt an, früher ein "Angsthase" gewesen zu sein. Durch die Dreharbeiten habe sie jedoch gelernt, Risiken einzugehen und ihre Ängste zu überwinden.

Die Faszination und die Gefahren von "Nerve"

Der Film "Nerve" spiegelt die Faszination wider, die Social Media Games auf viele Menschen ausüben. Der Reiz des Nervenkitzels, die Aussicht auf schnelles Geld und die Anerkennung durch andere Nutzer können dazu verleiten, Risiken einzugehen und moralische Grenzen zu überschreiten.

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Die Anonymität des Internets und die Möglichkeit, sich hinter einem Pseudonym zu verstecken, verstärken diese Effekte noch zusätzlich. "Watcher", die Zuschauer des Spiels, bezahlen dafür, dass die "Player" Mutproben absolvieren. Dadurch entsteht ein perverses System, in dem die Sensationsgier der Zuschauer die Handlungen der Teilnehmer beeinflusst.

"Nerve" ist ein fiktives Beispiel, aber es zeigt auf, wie gefährlich Social Media Games sein können. Die Grenzen zwischen Realität und Spiel verschwimmen, und die Teilnehmer verlieren die Kontrolle über ihr Handeln. Im schlimmsten Fall kann dies zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod führen.

Nerve in der Pro7-Mediathek

Wer den Film "Nerve" verpasst hat oder ihn noch einmal sehen möchte, kann in der Pro7-Mediathek fündig werden. Hier finden sich zahlreiche Fernsehsendungen nach ihrer Ausstrahlung online als Video on Demand zum Streamen. In der Regel sind die Sendungen kurz nach der TV-Ausstrahlung online verfügbar.

Die Renaissance des traditionellen Fernsehens

In Zeiten von Streamingdiensten erlebt das traditionelle Fernsehen eine kleine Renaissance. Obwohl Streamingdienste eine große Auswahl an Filmen und Serien bieten, kann die schiere Menge an Inhalten auch überfordernd sein. Hinzu kommt, dass die Algorithmen der Streamingdienste oft nicht in der Lage sind, ein wirklich vielfältiges und interessantes Programm zusammenzustellen.

Das lineare Fernsehen bietet hingegen eine kuratierte Auswahl an Filmen und Sendungen, die von Redakteuren zusammengestellt werden. Dies kann eine willkommene Abwechslung zu der algorithmusgesteuerten Welt der Streamingdienste sein.

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Hoffnung für Menschen mit Hörschäden: Fortschritte bei Cochlea-Implantaten

Ein ganz anderes Thema, das jedoch ebenfalls mit der Wahrnehmung der Realität und der Überwindung von Einschränkungen zu tun hat, ist die Entwicklung von Cochlea-Implantaten. Diese technologischen Hilfsmittel ermöglichen es Menschen mit Hörschäden, wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Weltweit sind etwa 360 Millionen Menschen von Hörverlust betroffen, der von leichter Schwerhörigkeit bis hin zu völliger Taubheit reichen kann. In Deutschland sind etwa 15 Millionen Menschen schwerhörig. Für viele von ihnen ist ein Cochlea-Implantat (CI) eine wertvolle Hilfe.

Ein Cochlea-Implantat ist ein elektronisches Gerät, das die Funktion des beschädigten Innenohrs übernimmt. Es wandelt Schallwellen in elektrische Signale um, die direkt an den Hörnerv weitergeleitet werden. Dadurch können Menschen mit Hörschäden wieder Töne und Geräusche wahrnehmen.

Optogenetische Cochlea-Implantate: Licht als Hoffnungsträger

Die Forschung im Bereich der Cochlea-Implantate schreitet stetig voran. Ein vielversprechender Ansatz ist die Entwicklung von optogenetischen Cochlea-Implantaten. Bei dieser Technologie werden die Nervenzellen im Ohr genetisch so verändert, dass sie auf Licht reagieren. Anschließend werden Mikro-LEDs in die Hörschnecke implantiert, die die Nervenzellen punktgenau stimulieren.

Optogenetische Cochlea-Implantate könnten einen besseren Höreindruck erzeugen als bisherige elektrische Implantate. Durch die präzisere Stimulation der Nervenzellen könnte eine natürlichere Klangwahrnehmung ermöglicht werden.

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An der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) wird intensiv an der Entwicklung von optogenetischen Cochlea-Implantaten geforscht. In Zusammenarbeit mit Audiologen und Künstlern aus Film und Musik wurde ein Video produziert, das das Klangerlebnis mit einem optogenetischen Cochlea-Implantat in Bild und Ton überführt. Das Video ist handanimiert und umfasst rund 2.500 einzelne Bilder.

Herausforderungen und Chancen

Die Entwicklung von optogenetischen Cochlea-Implantaten steht noch am Anfang, aber die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Es gibt jedoch noch einige Herausforderungen zu bewältigen, bevor diese Technologie in der klinischen Praxis eingesetzt werden kann.

Eine Herausforderung ist die genetische Veränderung der Nervenzellen im Ohr. Es muss sichergestellt werden, dass diese Veränderung keine schädlichen Auswirkungen auf den Körper hat. Eine weitere Herausforderung ist die Entwicklung von Mikro-LEDs, die klein genug sind, um in die Hörschnecke implantiert zu werden, und gleichzeitig eine ausreichend hohe Lichtintensität erzeugen.

Trotz dieser Herausforderungen sind die Chancen, die optogenetische Cochlea-Implantate bieten, enorm. Sie könnten die Lebensqualität von Menschen mit Hörschäden deutlich verbessern und ihnen eine neue Welt des Hörens eröffnen.

Metallische Zahnersatzmaterialien und ihre Auswirkungen auf den Organismus

Ein weiteres Thema, das die Gesundheit betrifft, ist die Verwendung von metallischen Zahnersatzmaterialien. Diese Materialien können durch Abrieb und Korrosion Metalle in den Speichel und das umliegende Gewebe abgeben. In Einzelfällen kann dies zu lokalen oder generalisierten Entzündungen des Zahnfleisches führen. Da die Metalle des Speichels verschluckt werden und in den Magen-Darm-Trakt gelangen, ist auch eine Reizung der Schleimhäute des Magendarmtraktes möglich. Eine dauerhaft erhöhte intestinale Metallexposition kann das Risiko für eine systemische Belastung des Organismus steigern und als Triggerfaktor für die Entwicklung von chronisch entzündlichen Erkrankungen diskutiert werden. Gut belegt ist der Zusammenhang u.a. für Erschöpfungszustände, Bluthochdruck und neurologische Störungen.

Einflussfaktoren auf die Metallfreisetzung

Die Art und der Umfang der Symptomatik hängen neben dem Ausmaß der Metallbelastung auch von der individuellen Suszeptibilität des Patienten ab. Studien zeigen, dass die Metallfreisetzung in den Speichel auch aus Lotstellen (Silber, Kupfer), Dentalzementen (Aluminium, Antimon, Zink) und sogar (meist unterbrannten) Keramiken (Aluminium, Barium, Zink) stattfinden kann. Wie für die Freisetzung aus Legierungen stellt auch hier der pH-Wert in der Mundhöhle eine wichtige Einflussgröße dar. Darüber hinaus ist zu beachten, dass Rückstände aus Zahnpflegeprodukten (Titan, Zinn) und aus Lebensmitteln und Getränken (z.B. Barium aus dem Trinkwasser) gerade im Morgenspeichel messbar sein können. Ferner sind manche Legierungsmetalle als physiologische Elektrolyte im Speichel enthalten (Kupfer, Mangan, Zink). Daher können Verschiebungen im Elektrolythaushalt die Belastung aus dem Zahnersatz überlagern.

Untersuchungsmöglichkeiten der Metallbelastung

Um die Metallbelastung im Speichel zu untersuchen, können verschiedene Speichelproben genommen werden:

  • Morgenspeichel: Abgabe unmittelbar nach dem Erwachen, vor Frühstück und Zahnpflege
  • Kaugummispeichel: Abgabe nach 10-minütigem Kaugummikauen
  • Kombinierter Speichel: Abgabe von Morgenspeichel und Kaugummispeichel in dasselbe Röhrchen

Die Analyse des kombinierten Speichels stellt eine aussagefähige und kosteneffektive Alternative dar, da die Abrechnung pro Material erfolgt.

Systemische Metallbelastung

Von der Exposition im Mundraum ist die systemische Belastung des Organismus zu unterscheiden, da der Darm nur einen Teil der Metalle aus dem verschluckten Speichel resorbiert. Die Frage nach der systemischen Metallbelastung durch den Zahnersatz stellt sich insbesondere dann, wenn ein kausaler Zusammenhang zu systemischen Symptomatiken vermutet wird. Da korrodierender oder stark abreibender Zahnersatz eine permanente Expositionsquelle darstellt, ist die systemische Aufnahme der freigesetzten Metalle sehr gut mittels Multielementanalyse im Morgenurin oder im EDTA-Blut messbar. Dabei ist zu beachten, dass die systemische Belastung neben dem Zahnersatz aus zahlreichen weiteren Quellen stammt, wie z.B. aus der Nahrung, dem Trinkwasser, der Atemluft sowie möglichen endogenen Quellen.

Identifizierung von Expositionsquellen und biologische Effekte

Um die individuell relevanten Expositionsquellen zu identifizieren und mögliche biologische Effekte der nachgewiesenen Metallbelastungen darzustellen, können verschiedene Analysen durchgeführt werden. Ein Beispiel ist die Analyse auf Nickel, wobei wichtige Expositionsquellen Nüsse, Bananen, Kaffee, Kakao, Schokolade und Trinkwasser sein können. Systemische biochemische Effekte bei Belastung können eine verminderte Entgiftungsleistung, mitochondriale Dysfunktion, oxidativer Stress und die Induktion allergischer Sensibilisierungen sein.

Multielementanalyse im Urin nach Gabe von Chelatbildnern

Vor allem bei chronischer Belastung wird von entsprechend ausgebildeten Umweltmedizinern der basalen Urinanalyse oft die Multielementanalyse im Urin nach Gabe von Chelatbildnern (z.B. DMPS, DMSA, EDTA) vorgezogen. Chelatbildner binden im Gewebe gespeicherte Schwermetalle und führen sie der renalen Ausscheidung zu. Eine nachfolgende Multielementanalyse des Urins gibt Auskunft über die kumulative Gesamtbelastung des Organismus. Die Ausleitung wird damit gleichzeitig diagnostisch und - durch Minderung der Schwermetalllast des Patienten - kurativ genutzt.

Nicht-allergische Effekte von Metallbelastungen

Auch wenn keine Metall-Sensibilisierung besteht, können Metallbelastungen den Organismus schädigen. Umweltmediziner können einige dieser nicht-allergischen Effekte mittels geeigneter Laborparameter untersuchen und quantifizieren. Metalle können eine chronische Immunaktivierung triggern, oxidativen Stress auslösen und die Darmpermeabilität steigern.

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