Mops-Enzephalitis: Ursachen, Symptome und Behandlungsansätze

Die Mops-Enzephalitis, auch bekannt als nekrotisierende Meningoenzephalitis (NME) oder Pug Dog Encephalitis (PDE), ist eine schwerwiegende entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die vor allem Möpse betrifft, aber auch bei anderen kleinen Hunderassen vorkommen kann. Diese Autoimmunerkrankung führt zu einer Schädigung des Gehirns und der Hirnhäute.

Was ist Mops-Enzephalitis?

Die nekrotisierende Meningoenzephalitis ist eine entzündliche Erkrankung des Gehirns und der Hirnhäute, die zu einer Zerstörung des Hirngewebes führt. Die Erkrankung wurde ursprünglich als "rasse spezifische" Enzephalitis bezeichnet, da sie zunächst beim Mops, dann beim Yorkshire Terrier und Malteser beschrieben wurde. Neben dem Mops und den oben beschriebenen Rassen können durchaus auch andere (eher kleine) Hunde­rassen an dieser Erkrankung ­leiden (Pekinese, Französische Bulldogge, Chihuahua, Shi-Tzu, Papillon und Boston Terrier).

Der Name nekrotisierende Meningoenzephalitis beschreibt das histopathologische Erscheinungsbild. Es handelt sich nämlich um eine Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten. Im Zentrum der entzündlichen Läsionen stirbt das Hirngewebe ab (nekrotisiert). Malazische Herde können in der Bildgebung wie dem MRT entdeckt werden. Histopathologisch fallen besonders viele MHC-Klasse II- und CD3 Antigen-positive T-Lymphozyten auf, was für den verzögerten Typ einer allergischen Reaktion spricht.

Ursachen der Mops-Enzephalitis

Die genauen Ursachen der NME sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass genetische Faktoren eine bedeutende Rolle spielen. Die Häufung der Erkrankung beim Mops und die Untersuchung von Stammbäumen lassen auf eine genetische Ursache schließen. Eine mögliche Theorie zur Entstehung der Krankheit ist, dass ein Umweltfaktor oder ein unbekannter Auslöser das Immunsystem aktiviert und eine Autoimmunreaktion auslöst. Neuere Untersuchungen konnten tatsächlich verschiedene Autoantikörper im Liquor von erkrankten Hunden nachweisen, was die Vermutung einer immunbedingten Pathogenese stärkt.

Die Tatsache, dass in den entzündlichen Läsionen keine Infektions­erreger nachgewiesen werden können, bedeutet nicht zwingend, dass keine Erreger an der Entstehung der Krankheit beteiligt sind. Wenn sich zum Beispiel ein Virus kurz nach der Infektion massiv vermehrt und im Organismus verbreitet, hat dies ­eine starke Aktivierung des Immunsystems zur Folge. Dadurch kann der Erreger zwar aus dem Organismus entfernt werden, aber es gehen auch viele körpereigene Zellen zu Grunde und die ­Immunantwort kann entgleisen.

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Symptome der Mops-Enzephalitis

Die Symptome der nekrotisierenden Meningoenzephalitis sind vielfältig und können sich je nach Schweregrad der Erkrankung unterscheiden. Erste Symptome treten im jungen Erwachsenenalter auf. Der ­Beginn der Krankheit kann aber zeitlich stark variieren. Weibliche Tiere sind häufiger betroffen als männliche.

Häufige Anzeichen sind:

  • Krampfanfälle
  • Verhaltensänderungen (z.B. Orientierungslosigkeit, Unruhe, Aggressivität, Angst)
  • Desorientierung
  • Gleichgewichtsstörungen (Ataxie)
  • Lethargie
  • Appetitlosigkeit
  • Blindheit
  • Drangwandern oder Kreislaufen
  • Schmerzhaftigkeit im Kopf- oder Halsbereich

In schweren Fällen kann es zu Koma kommen.

Die Tiere erkranken oftmals plötzlich und zeigen Großhirnsymptomatik. Je nachdem, wo sich die entzündlichen Herde befinden, können dies zum Beispiel Krampfanfälle, Drangwandern oder Kreislaufen, Blindheit oder Gangprobleme durch Koordinationsstörungen und eine Schmerzhaftigkeit im Kopf- oder Halsbereich sein. Die Allgemeinunter­suchung ist oftmals bis auf ein leicht- bis schwergradig gestörtes Allgemeinbefinden unauffällig. Die neurologische Untersuchung führt zur Großhirn- und manchmal auch Hirnstammlokalisation (Letztere ist allerdings beim Yorkshire-Terrier mit nekrotisierender Leuken­zephalitis deutlich ausgeprägter als beim Mops).

Diagnose der Mops-Enzephalitis

Die Diagnose der nekrotisierenden Enzephalitis wird schlussendlich aufgrund der MRT vom Gehirn und der Untersuchung der Hirnflüssigkeit gestellt. Die MRT-Bilder zeigen meist multifokale, entzündliche Großhirnveränderungen mit nekrotisierendem Zentrum und unterschiedlicher Kontrastmittelanreicherung. Die Analyse der Hirnflüssigkeit ergibt einen erhöhten Eiweißgehalt und zeigt vermehrt Entzündungszellen (mononukleäre Pleozytose).

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Die Diagnose der nekrotisierenden Meningoenzephalitis erfordert eine sorgfältige klinische Untersuchung und die Berücksichtigung der Krankengeschichte des Hundes. Da die Symptome mit anderen neurologischen Erkrankungen übereinstimmen können, ist eine genaue Differenzialdiagnose erforderlich. Einige der genannten Differenzialdiagnosen führen zu abnormalen Befunden in der Blutuntersuchung, in Röntgenbildern oder können durch Ultraschalluntersuchungen ausgeschlossen werden.

Differenzialdiagnostisch kommen Missbildungen (z.B. des Gehirns wie ein Tumor oder Infarkt vor. oder Meningitis unbekannter Ursache diagnostiziert. oder Meningitis. Meningitis unbekannter Ursache. mögliche infektiöse Ätiologie.

Behandlung der Mops-Enzephalitis

Nach Diagnosestellung soll unmittelbar eine entsprechende Therapie begonnen werden. Diese besteht vor allem aus Immuno­suppression und bei Anfällen zusätzlich aus antiepileptischen Medikamenten. Die Behandlung der nekrotisierenden Meningoenzephalitis ist komplex und zielt darauf ab, die Entzündung zu reduzieren und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.

Das Medikament erster Wahl für die Immunosuppression ist oft Prednisolon, welches bei unzureichender Wirkung auch mit anderen Medikamenten wie z.B. Azathioprin, Mycophenolat- Mofetil, Leflunomid oder Ciclosporin ergänzt werden kann. Für die antiepileptische Therapie sind für den Hund in Deutschland Phenobarbital, Kaliumbromid und Imepitoin zugelassen. Sobald sich der klinische Zustand des Patienten gebessert hat, sollte die medikamentöse Therapie angepasst werden, um Nebenwirkungen möglichst gering zu halten.

Zusätzlich zu Kortikosteroiden können andere immunsuppressive Medikamente eingesetzt werden, um die Autoimmunreaktion weiter zu kontrollieren. Begleitende Therapien, wie Physiotherapie und unterstützende Pflege, sind ebenfalls wichtig, um die Lebensqualität des betroffenen Hundes zu verbessern.

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Wenn eine steril-eitrige Meningitis festgestellt wird, sollte sofort mit einer entzündungshemmenden Behandlung mit Kortikosteroiden begonnen werden. Auch wenn die steril-eitrige Meningitis beim Hund häufig ist, sollte ausgeschlossen sein dass beispielsweise Bakterien am Entzündungsgeschehen beteiligt sind. Sonst kann die Therapie, die das Immunsystem Ihres Hundes schwächt, sogar zu einer Verschlechterung führen. Zum einen wird Ihr Tierarzt oder Ihre Tierärztin daher vermutlich vor der Behandlung bestimmte Proben nehmen. Wenn die Erkrankung in akuter Form vorliegt, schnell diagnostiziert und die beschriebene Behandlung angewandt wird, ist die Prognose vor allem bei jungen Tieren meist gut. Damit es nicht zu einem Rückfall kommt, dürfen Sie die Therapie auf keinen Fall zu früh beenden. Bei einem Rückfall muss die Dosis der Korstikosteroide erhöht werden und die Behandlungsdauer verlängert sich entsprechend.

Prognose und Nachsorge

Die Mops-Enzephalitis ist eine ernsthafte Erkrankung mit vorsichtiger Prog­nose. Die Lebenserwartung wird in der Literatur sehr unterschiedlich beschrieben. Die Prognose für Hunde mit nekrotisierender Meningoenzephalitis ist in der Regel vorsichtig bis schlecht. Die Krankheit verläuft oft schnell und aggressiv, was die Überlebenschancen erheblich beeinträchtigt. Die langfristige Prognose hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich des Ansprechens auf die Behandlung und dem Schweregrad der neurologischen Ausfälle. Einige Hunde können mit einer gut abgestimmten Therapie überleben, während andere trotz intensiver Behandlung sterben.

Ein frühzeitiges Erkennen der Symptome und eine sofortige Behandlung sind entscheidend, um die Lebensqualität zu verbessern und die Überlebenszeit zu verlängern. Langfristige Überwachung und Anpassung der Therapie sind notwendig, um Rückfälle zu verhindern und die bestmögliche Lebensqualität zu gewährleisten.

Prävention

Da die genauen Ursachen der nekrotisierenden Meningoenzephalitis nicht vollständig bekannt sind, gibt es keine spezifischen Präventionsmaßnahmen. Züchter sollten darauf achten, nur Hunde zu paaren, die frei von genetischen Markern sind, die mit der Krankheit in Verbindung gebracht werden. Eine gesunde Lebensweise, einschließlich einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung, kann dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken.

Nekrotisierende Meningoenzephalitis (NME) beim Mops: Fragen und Antworten

  • Was ist nekrotisierende Meningoenzephalitis (NME) beim Mops?

    NME ist eine entzündliche Erkrankung des Gehirns und der Hirnhäute, die hauptsächlich bei Möpsen auftritt. Sie führt zu einer Zerstörung des Hirngewebes (Nekrose).

  • Welche Symptome zeigt ein Hund mit NME?

    Zu den Symptomen gehören Krampfanfälle, Verhaltensänderungen, Lethargie, Blindheit, Desorientierung und Ataxie (Koordinationsstörungen).

  • Wie wird NME diagnostiziert?

    Die Diagnose erfolgt meist durch den Ausschluss anderer Erkrankungen. Bildgebende Verfahren wie die MRT und die Analyse von Gehirnflüssigkeit durch eine Lumbalpunktion sind wichtige diagnostische Werkzeuge.

  • Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für NME?

    Die Behandlung konzentriert sich auf die Unterdrückung der Immunreaktion mit Medikamenten wie Kortikosteroiden und anderen Immunsuppressiva.

  • Ist NME heilbar?

    Derzeit gibt es keine Heilung für NME. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu kontrollieren und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.

  • Wie lange kann ein Hund mit NME leben?

    Die Lebenserwartung eines Hundes mit NME variiert stark und hängt von der Schwere der Symptome und dem Ansprechen auf die Behandlung ab.

  • Gibt es eine Möglichkeit, NME zu verhindern?

    Da genetische Faktoren eine Rolle spielen, kann die Vermeidung der Zucht betroffener Tiere das Risiko reduzieren. Eine frühe Diagnose und der Beginn einer geeigneten Therapie können helfen, die Lebensqualität zu verbessern.

  • Welche Hunderassen sind am häufigsten von NME betroffen?

    NME tritt hauptsächlich bei Möpsen auf, kann aber auch bei anderen kleinen Rassen wie dem Yorkshire Terrier und dem Malteser vorkommen.

  • Können Umweltfaktoren NME auslösen?

    Derzeit gibt es keine Beweise dafür, dass Umweltfaktoren eine direkte Rolle bei der Auslösung von NME spielen.

  • Was sollte ich tun, wenn ich vermute, dass mein Hund NME hat?

    Wenn Sie Symptome von NME bei Ihrem Hund bemerken, sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Eine frühzeitige Diagnose und der Beginn einer geeigneten Therapie sind entscheidend.

Steril-eitrige Meningitis-Arteriitis (SRMA)

Bei der steril-eitrigen Meningitis-Arteriitis (SRMA) handelt es sich um eine Erkrankung des Zentralnervensystems. Die Erkrankung betrifft besonders häufig jüngere Hunde, kann jedoch in jedem Alter auftreten. Als steril-eitrige Meningitis-Arteriitis, auch Steroid-Responsive Meningitis-Arteriitis oder SRMA aus dem Englischen, wird eine entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems eines Hundes bezeichnet und ist darum auch als Hirnhautentzündung bekannt. Sie zählt zu den häufigsten entzündlichen Erkrankungen, die das Zentralnervensystem von Hunden betreffen und geht meist mit starken Schmerzen und Fieber einher.

Die Ursache für diese Krankheit ist nicht bekannt. Typisch für sie ist jedoch eine erhöhte Menge an Immunglobulin-A (einem Antikörper und damit einer wichtigen Abwehrbarriere gegen Krankheitserreger) im Blutserum und in der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit. Bei Letzterem wird auch von Gehirnwasser oder Liquor gesprochen. Für das Auftreten der Meningitis beim Hund werden Infektionserreger oder Toxine vermutet - nachweisen lassen sich diese jedoch nicht. Es kommt dabei zu einer Entzündung der Rückenmarkshäute (Meningen) und Blutgefäße (Arterien).

Symptome der SRMA

Eine Meningitis Ihres Hundes kann sowohl in akuter als auch in chronischer Form vorliegen. Die akute Form zeigt sich durch wiederkehrende starke Schmerzen, verbunden mit Fressunlust und Appetitlosigkeit (Anorexie), einem steifen Bewegungsablauf, der Vermeidung von Bewegungen und Fieber beim Hund. Typisch für diese Form sind daher die gesenkte Haltung von Kopf und Hals sowie eine stark ausgeprägte Empfindlichkeit im Bereich der Halswirbelsäule. Betroffene Tiere weisen bei einer Untersuchung des Blutes eine erhöhte Zahl an Entzündungszellen (Leukozytose) und eine beschleunigte Blutsenkung auf. Mittels einer Liquorpunktion, bei der das Gehirnwasser untersucht wird, werden üblicherweise massenhaft Entzündungszellen festgestellt. Außerdem sollten mit einem Röntgenbild Wirbelsäulenveränderungen ausgeschlossen werden. Bei chronischem Verlauf der Krankheit und bei alten Tieren kann die Meningitis auch zu neurologischen Ausfällen führen, zum Beispiel zu unvollständigen Lähmungen (Paresen), Störungen der Bewegungskoordination (Ataxie), unterschiedlichem Pupillendurchmesser zwischen beiden Augen (Anisokorie) oder Schielen.

Behandlung der SRMA

Wenn eine steril-eitrige Meningitis festgestellt wird, sollte sofort mit einer entzündungshemmenden Behandlung mit Kortikosteroiden begonnen werden. Auch wenn die steril-eitrige Meningitis beim Hund häufig ist, sollte ausgeschlossen sein dass beispielsweise Bakterien am Entzündungsgeschehen beteiligt sind. Sonst kann die Therapie, die das Immunsystem Ihres Hundes schwächt, sogar zu einer Verschlechterung führen. Zum einen wird Ihr Tierarzt oder Ihre Tierärztin daher vermutlich vor der Behandlung bestimmte Proben nehmen. Wenn die Erkrankung in akuter Form vorliegt, schnell diagnostiziert und die beschriebene Behandlung angewandt wird, ist die Prognose vor allem bei jungen Tieren meist gut. Damit es nicht zu einem Rückfall kommt, dürfen Sie die Therapie auf keinen Fall zu früh beenden. Bei einem Rückfall muss die Dosis der Korstikosteroide erhöht werden und die Behandlungsdauer verlängert sich entsprechend.

Die Tierarztkosten für Meningitis beim Hund setzen sich aus der anfänglichen Therapie, der Diagnostik und der nachfolgend langfristigen Therapie über Medikamente zusammen. Unter Diagnostik fallen dabei allgemeine und neurologische Untersuchungen, üblicherweise Röntgen sowie die Probenahme und Laboruntersuchung von Blut und Gehirnflüssigkeit. Bei der nachfolgenden, meist mehrere Monate andauernden Therapie bietet sich das Medikament Prednisolon als preiswert und effektiv an, manchmal reicht das jedoch nicht aus.

Die genannten Informationen stellen keine Anleitung zur Selbstdiagnose und Behandlung von Tierkrankheiten dar. Tierhaltende sollten bei gesundheitlichen Problemen ihres Tieres in jedem Fall eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat fragen.

Enzephalitis beim Hund: Ein Überblick

Enzephalitis ist eine Entzündung des Gehirns, die durch das Eindringen oder die Aktivierung von Immunzellen verursacht wird. Diese Entzündung kann durch Viren, Bakterien, Pilze oder Autoimmunerkrankungen ausgelöst werden, bei denen das Immunsystem gesundes Gehirngewebe angreift.

Ursachen der Enzephalitis

Enzephalitis ist eine entzündliche Reaktion im Gehirn, die durch das Eindringen oder die Aktivierung von Immunzellen verursacht wird. Diese Entzündungsreaktion kann zu einer Schädigung der Nervenzellen und des umgebenden Gewebes führen, was die normale Funktion des Gehirns beeinträchtigt. Die Entzündung kann durch verschiedene Erreger wie Viren, Bakterien und Pilze verursacht werden, aber auch durch Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem körpereigene Zellen angreift.

Ein häufiger Erreger, der Enzephalitis verursachen kann, ist das Staupevirus, das neben anderen Symptomen auch neurologische Störungen hervorrufen kann. Auch das Tollwutvirus ist bekannt dafür, Enzephalitis zu verursachen, allerdings ist diese Infektion durch effektive Impfprogramme selten geworden. Bakterielle Infektionen, die zu einer Enzephalitis führen können, entstehen häufig sekundär zu anderen Erkrankungen, die das Immunsystem oder die Blut-Hirn-Schranke schwächen.

Autoimmunbedingte Enzephalitis tritt auf, wenn das Immunsystem des Hundes gesunde Gehirnzellen als fremd erkennt und angreift. Diese Form der Enzephalitis ist oft idiopathisch, was bedeutet, dass die genaue Ursache unbekannt ist. Bei bestimmten Rassen scheinen genetische Faktoren eine Rolle zu spielen, was darauf hindeutet, dass eine genetische Prädisposition für diese Art von Enzephalitis besteht.

Symptome der Enzephalitis

Die Symptome einer Enzephalitis bei Hunden können sehr unterschiedlich sein und hängen stark davon ab, welche Bereiche des Gehirns betroffen sind. Neurologische Symptome sind häufig und können Anfälle, Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Taumeln oder eine veränderte Gangart umfassen. In schweren Fällen kann es zu Lähmungen, Koma oder anderen lebensbedrohlichen Zuständen kommen. Weitere Symptome können Fieber, Appetitlosigkeit und Erbrechen sein, die durch die systemische Reaktion auf die Infektion oder Entzündung verursacht werden.

Diagnose der Enzephalitis

Die Diagnose von Enzephalitis bei Hunden erfordert eine gründliche klinische Untersuchung durch einen Tierarzt, der die Symptome und die Krankengeschichte des Hundes bewertet. Bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomografie (MRT) oder die Computertomografie (CT) sind entscheidend für die Diagnose, da sie es ermöglichen, Entzündungen und andere strukturelle Veränderungen im Gehirn sichtbar zu machen. Eine Liquoruntersuchung, bei der eine Probe der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit entnommen wird, kann ebenfalls durchgeführt werden, um nach Anzeichen einer Infektion oder Entzündung zu suchen. Diese Untersuchung kann Hinweise darauf geben, ob eine bakterielle oder virale Infektion vorliegt oder ob es sich um eine autoimmunbedingte Enzephalitis handelt.

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