Regina Maria Neurologie: Ein umfassender Überblick

Die Neurologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems befasst. Dieses umfasst das Gehirn, das Rückenmark, die peripheren Nerven und die Muskeln. Die Neurologie ist ein komplexes und sich ständig weiterentwickelndes Feld, das eine Vielzahl von Spezialisierungen umfasst.

Das Team der Regina Maria Neurologie

Das Team der Regina Maria Neurologie setzt sich aus hochqualifizierten Fachleuten zusammen, die sich der bestmöglichen Patientenversorgung verschrieben haben. Zum Team gehören:

  • Dichgans, Martin, Prof. Dr. med. / Direktor
  • Bürger, Katharina, PD Dr. med. / Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie / Oberärztin
  • Kopczak, Anna, PD Dr. med. / Fachärztin für Neurologie / Oberärztin
  • Altmann, Regina / Dokumentarin
  • Faschinger, Brigitte / Study Nurse
  • Handfest, Veronique / Sozialdienstmitarbeiterin
  • Hirsch, Fabian / Psychologe
  • Jäger, Jonas / Psychologe
  • Janowitz, Daniel / Facharzt für Neurologie
  • Kaffe, Maria Dr. / Assistenzärztin
  • Klapacz, Barbara / Dokumentarin
  • Küster, Bettina, Dr. med. / Fachärztin für Neurologie

Zusätzlich zu diesem Kernteam arbeiten zahlreiche weitere Spezialisten in den Bereichen Neuropsychologie, Pflege und Therapie.

Neuropsychologie-Team

Ein wichtiger Bestandteil der neurologischen Versorgung ist die neuropsychologische Diagnostik und Therapie. Das Team der Neuropsychologie umfasst:

  • Ewert, Björn Dr. rer. nat. Dipl. Biol.
  • Haecker, Sonja
  • Hauk, Thomas Dr. rer nat
  • Kelm, Markus
  • Kühne, Ralph
  • Lehmensiek, Vera Dr. rer. nat.
  • Lehnert, Stefan Dr. rer. nat.
  • Lemmer, Irina MBA
  • Lenk, Thomas
  • Müller, Adrienne Dr. rer nat.
  • Schwanzar, Adrienne Dipl. Dr. rer.

Dieses Team ist spezialisiert auf die Beurteilung und Behandlung von kognitiven Beeinträchtigungen, die durch neurologische Erkrankungen verursacht werden.

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Schwerpunkte der Regina Maria Neurologie

Die Regina Maria Neurologie deckt ein breites Spektrum an neurologischen Erkrankungen ab. Zu den Schwerpunkten gehören:

  • Geriatrie: Die Geriatrie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich speziell mit Aspekten der Erkrankungen und der Multimorbidität im hohen Lebensalter befasst. Neben der Akutbehandlung von Erkrankungen stehen diagnostische, therapeutische, präventive und rehabilitative Gesichtspunkte im Vordergrund. Die umfassende Einschätzung durch spezielle Assessmentverfahren zur Einschätzung des Körper- und Geisteszustandes sowie seine Fähigkeiten zur Bewältigung der Aktivitäten des täglichen Lebens ist erforderlich. Nach der ärztlichen Untersuchung wird für jeden Patienten ein individuelles Therapieziel erstellt und ein Therapieplan erarbeitet. Der Therapieplan beinhaltet diagnostische Untersuchungen, ärztliche Visiten, Krankengymnastik in Einzel- oder Gruppentherapie und physikalische Maßnahmen, Ergotherapie, Logopädie, Neuropsychologie, Sozialdienst, Diätberatung und Angehörigengespräche. Die Therapieeinheiten betragen zwischen 30-45 min und werden an die individuellen Bedürfnisse angepasst. Erforderliche Ruhezeiten werden eingeplant. Vor der geplanten Entlassung erfolgt durch die Ergotherapie eine entsprechende Hilfsmittelabklärung und Versorgung.
  • Pädiatrische Neurologie: Unter der Leitung von Experten wie Dr. Lucia Gerstl (Paediatric Stroke) und Prof. Dr. Ingo Borggräfe (Pädiatrische Epileptologie) bietet die Regina Maria Neurologie spezialisierte Versorgung für Kinder mit neurologischen Erkrankungen. Prof. Dr. Florian Heinen leitet die Neuropädiatrie, Entwicklungsneurologie und Sozialpädiatrie mit dem iSPZ Hauner MUC im Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU München.
  • Multiple Sklerose (MS): Die Regina Maria Neurologie bietet umfassende Diagnostik und Behandlung für Patienten mit Multipler Sklerose. Dies umfasst die Überwachung des Krankheitsverlaufs, die Behandlung von Schüben und die langfristige Behandlung zur Verlangsamung der Progression.

Multiple Sklerose und "Benigne MS"

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die zu vielfältigen neurologischen Symptomen führen kann. Der Verlauf der MS ist sehr variabel. Einige Patienten erleben einen milden Verlauf mit geringen Beeinträchtigungen, während andere schwerere Symptome und eine raschere Progression erfahren.

Ein Begriff, der in der MS-Forschung und -Praxis immer wieder auftaucht, ist die "benigne MS" (BMS). Dieser Begriff wird verwendet, um Patienten zu beschreiben, die über einen Zeitraum von mindestens 10-15 Jahren nur minimale oder keine bleibenden Behinderungen entwickeln.

Kontroverse um den Begriff "Benigne MS"

Die Existenz einer wirklich "benignen" MS ist jedoch umstritten. Einige Experten argumentieren, dass der Begriff irreführend ist, da er suggeriert, dass die Erkrankung harmlos ist. Auch bei Patienten mit einem initial milden Verlauf können im Laufe der Zeit subtile neurologische Veränderungen auftreten, die sich beispielsweise in kognitiven Beeinträchtigungen oder einer Zunahme der Hirnatrophie zeigen.

Erkenntnisse aus der Forschung

Eine Analyse von 31 veröffentlichten Artikeln zur benignen MS zeigt eine geschätzte Häufigkeit zwischen 6% und 73%. Diese große Schwankungsbreite deutet darauf hin, dass die Definition und die Kriterien für die Diagnose einer benignen MS nicht einheitlich sind.

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Studien haben gezeigt, dass auch bei Patienten mit vermeintlich benigner MS Veränderungen im Gehirn auftreten können, wie z.B. eine Atrophie der grauen Substanz. Diese Veränderungen können mit kognitiven Defiziten korrelieren, auch wenn die motorische Funktion scheinbar erhalten ist.

Bedeutung von Biomarkern

Die Forschung konzentriert sich zunehmend auf die Identifizierung von Biomarkern, die helfen können, den Verlauf der MS besser vorherzusagen. Diese Biomarker könnten klinische Merkmale, bildgebende Befunde (z.B. MRT-basierte Messungen der Hirnatrophie) oder Laborparameter umfassen.

Fazit zur "Benignen MS"

Obwohl der Begriff "benigne MS" weiterhin verwendet wird, ist es wichtig zu betonen, dass MS eine komplexe und variable Erkrankung ist. Auch Patienten mit einem initial milden Verlauf sollten engmaschig überwacht werden, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls zu behandeln.

Die Rolle der Pflege in der Regina Maria Neurologie

Ein weiterer entscheidender Faktor für den Erfolg der Regina Maria Neurologie ist das Engagement und die Kompetenz der Pflegekräfte. Die Ausbildung von Pflegekräften hat einen hohen Stellenwert. In Kooperation mit verschiedenen Berufsfachschulen werden Gesundheits- und Krankenpfleger ausgebildet.

Die Aufgaben der Pflegefachkräfte umfassen:

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  • Die Betreuung von Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen.
  • Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen.
  • Die Planung, Organisation und Dokumentation der Pflegetätigkeiten.
  • Die Förderung und Wiederherstellung der Gesundheit der Patientinnen und Patienten.

Praktika und Famulaturen

Die Regina Maria Neurologie bietet verschiedene Möglichkeiten für Studierende und Interessierte, Einblicke in den neurologischen Arbeitsalltag zu gewinnen. Dazu gehören:

  • Pflegepraktika: Diese Praktika ermöglichen es, die grundlegenden Aufgaben der Pflege kennenzulernen und sich auf ein Medizinstudium vorzubereiten.
  • Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ): Ein FSJ bietet die Möglichkeit, sich sozial zu engagieren und gleichzeitig wertvolle Erfahrungen im Gesundheitswesen zu sammeln.
  • Famulaturen: Im Rahmen einer Famulatur erhalten Medizinstudenten Einblicke in die Aufgaben einer Assistenzärztin bzw. eines Assistenzarztes und können an Teambesprechungen, Fortbildungen und Röntgendemonstrationen teilnehmen. Sie lernen die Grundzüge der neurologischen Untersuchungstechniken, verschiedene Techniken der peripher-venösen Punktion sowie auch Liquorpunktionen.

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