Rückenschmerzen: Ursachen, Muskeln und Nerven im Fokus

Rückenschmerzen sind ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem, das einen erheblichen Leidensdruck verursachen und die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken kann. Die Deutsche Hirnstiftung und Prof. Dr. med. haben die wichtigsten Aspekte zu diesem Thema zusammengefasst.

Häufigkeit von Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind ein sehr häufiges Phänomen. Eine Befragung des Robert-Koch-Instituts ergab, dass über 60 Prozent der Menschen in Deutschland im letzten Jahr Rückenschmerzen hatten.

Ursachen von Rückenschmerzen

Die Ursachen von Rückenschmerzen sind vielfältig. Schmerzen, die auf den Rücken beschränkt sind, werden meist durch Muskelverspannungen oder Reizungen des Bandapparats der Wirbelsäule verursacht. Strahlen die Schmerzen aus, kann ein Bandscheibenvorfall auf Nerven oder Nervenwurzeln an der Wirbelsäule drücken.

Lokal begrenzte Rückenschmerzen

  1. Ursache: Meistens eine Muskelverspannung oder Reizung des Bandapparats der Wirbelsäule. Auch eine Muskelverspannung an der Wirbelsäule kann mit langanhaltenden starken Schmerzen einhergehen. Ein hoher Anteil bei chronischen Rückenschmerzen hat die Psyche. Eine genaue Suche nach möglichen Auslösern und Belastungsfaktoren ist daher für eine vollständige Behandlung der Rückenschmerzen wichtig.
  2. Symptome: Vom diesem Schmerz ist meistens der untere Rücken (Lendenwirbelsäule, LWS) oder auch die Halswirbelsäule (HWS) betroffen. Der lokal begrenzte Rückenschmerz sitzt in der Mitte oder auch neben der Wirbelsäule. Der Schmerz kann sehr stark sein, das heißt aber nicht, dass er gefährlich ist. Zum Vergleich: Auch ein Wadenkrampf kann massiv schmerzen. Allerdings halten die Rückenschmerzen länger an, da die beteiligten Muskeln nicht schnell ermüden und wieder entkrampfen.
  3. Behandlung: Die meisten lokalen Rückenschmerzen bessern sich spontan innerhalb weniger Tage bis Wochen. Am besten ist: sich viel bewegen, den unteren Rücken wärmen und alles, was Betroffene als hilfreich empfinden. Man kann eigentlich nichts falsch machen, außer sich nicht zu bewegen. Von der früher üblichen Bettruhe und Schonung wird heute dringend abgeraten. Regelmäßige Bewegung ist entscheidend für die Gesundung. Zu Anfang kann eine physiotherapeutische Begleitung dabei helfen. Um in der Akutphase der Schmerzen überhaupt in Bewegung kommen zu können, kann eine Schmerztherapie für eine kurze Zeit (wenige Wochen) hilfreich sein. Den Schmerz dämpft man dabei nur soweit, dass Bewegung möglich ist - Schmerzfreiheit ist nicht das Ziel. Übliche Wirkstoffe wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure reichen für die Schmerztherapie aus. Lokale Schmerzgels sind nicht wirksam. Paracetamol ist wegen der fehlenden Entzündungshemmung nicht primär geeignet, weil sich bei jeder Nervenreizung auch eine Entzündung entwickeln kann.

Ausstrahlende Rückenschmerzen

  1. Ursache: Strahlen die Schmerzen in Arme oder Beine aus, sind wahrscheinlich Nervenwurzeln an der Wirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen. Die Nervenwurzel ist der Ursprung des Rückenmarksnervs. Dieser besteht aus vielen einzelnen Nervenfasern, die am Rückenmark innerhalb der Wirbelsäule entspringen. Andere mechanische Ursachen sind Einengung des Rückenmarkskanals durch Verschleiß der Wirbelknochen und -gelenke oder ein sogenanntes Wirbelgleiten durch eine Schädigung des Bandapparats und schwache Muskeln. Dann verschieben sich Wirbelknochen aufeinander. Häufig betroffen ist der Ischias-Nerv, einer der beiden großen Beinnerven. Die Beschwerden strahlen dann ins Gesäß und die Rückseite des Oberschenkels bis hinein in den Fuß. Risikofaktoren für Rückenschmerzen sind im heutigen Leben häufig.
  2. Symptome: Hier sitzt der Schmerz auch an den oben beschriebenen Stellen im Rücken. Zusätzlich strahlt er aber in Arme oder Beine aus. Manchmal schießt er bei bestimmten Bewegungen oder Haltungen regelrecht ein.
  3. Verlauf: Bei stärkerem Druck und neurologischen Ausfällen werden einzelne Nervenfasern zerstört. Die nachwachsenden Nervenfasern müssen die Strecke vom Rückenmark bis zu jener Stelle in Armen oder Beinen zurücklegen, die sie versorgen. Bei zu starker Schädigung der Nervenwurzel ist mit Symptomen zu rechnen, die ein Leben lang bestehen bleiben. Rückenschmerzen, die lokal auf den Nacken oder den unteren Rücken begrenzt sind, werden regelmäßig in orthopädischen, neurologischen oder schmerzmedizinischen Praxen untersucht und behandelt. Häufig stellen sich die Betroffenen zunächst bei der Hausärztin bzw.

Rückenschmerzen mit Lähmungen oder Inkontinenz

  1. Symptome: Der Schmerz ist ähnlich wie bei den ausstrahlenden Beschwerden. Zusätzlich treten Lähmungen von Muskeln meist in Armen und Beinen oder auch Inkontinenz auf.
  2. Behandlung: Weil Lähmungen oft zu großen Beeinträchtigungen führen, ist eine rasche Behandlung der Ursache notwendig, also eine Entlastung der Nervenwurzel. Auch Inkontinenz, Taubheit des Genitals oder unbehandelbare Schmerzen können eine rasche Operation notwendig machen. Auch nachdem sich die Rückenschmerzen gebessert haben, sollten Betroffene lebenslang mit regelmäßiger sportlicher Aktivität fortfahren. So beugt man vor, dass sie wieder auftreten.

Diagnose von Rückenschmerzen

Meist reicht eine einfache körperliche Untersuchung zur Diagnose der Ursachen. Gerade die Diagnose für lokal begrenzte Rückenschmerzen lässt sich gut anhand der typischen Symptome stellen. Eine Untersuchung mit Röntgen, Computer-Tomographie (CT) oder sogar Magnetresonanz-Tomographie (MRT) ist hier nicht nötig, weil häufige Ursachen wie eine Muskelverspannung oder Reizung des Bandapparats der Wirbelsäule auf den Bildern gar nicht zu erkennen ist. Hilfreich sind Bilder bei Schmerzen mit Ausstrahlung in Arme oder Beine bzw.

Anamnese

Der wichtigste Punkt bei der Untersuchung von Schmerzen im unteren Rücken ist die korrekte Anamnese (Krankengeschichte). Dazu stellen Ärzt:innen den Patient:innen konkrete Fragen:

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  • Wo und wann tritt der Schmerz auf?
  • Seit wann bestehen die Schmerzen?
  • Was verstärkt oder lindert die Beschwerden?
  • Wurden Schmerzmittel eingenommen?

Körperliche Untersuchung

Im nächsten Schritt folgt die körperliche Untersuchung. Hierbei achten die Ärzt:innen sowohl auf die Körperhaltung als auch auf die Form der Wirbelsäule, Muskelverhärtungen, Beweglichkeit, Muskelkraft und Reflexe. Zudem werden seelische und berufliche Belastungen miteinbezogen, die sich auf den Krankheitsverlauf auswirken können.

Bildgebende Verfahren

Eine Magnetresonanztomographie (MRT) der Lendenwirbelsäule kann dabei helfen, die genaue Ursache für die Schmerzen zu finden. Es ermöglicht den Ärzt:innen, sich anhand der Aufnahmen ein genaues Bild von der Wirbelsäule zu machen.

Behandlung von Rückenschmerzen

Die meisten Rückenschmerzen werden mit körperlicher Aktivität und kurzfristiger Einnahme freiverkäuflicher Schmerzmittel behandelt.

Konservative Therapie

Meistens raten Expert:innen zu konservativen Therapien, wie Physiotherapie, Massage sowie Kälte- oder Wärmeanwendungen. Sollten diese Therapieformen nicht helfen, kommen minimalinvasive Injektions- oder Infiltrationsbehandlungen infrage.

Operation

Allerdings ist bei Operationsindikationen Vorsicht geboten: „Geht es einzig und allein nur um die Reduzierung des Rückenschmerzes, kann der Arzt dem Patienten keine Garantie auf Erfolg geben", sagt der Experte. So muss nicht jeder Bandscheibenvorfall, der auf dem MRT-Bild zu sehen ist oder der schmerzt, zwingend operiert werden. Leichte Nervenausfälle werden meistens erst einmal toleriert. Oft lassen die Rückenschmerzen innerhalb der ersten Tage oder Wochen nach.

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Übungen gegen Schmerzen im unteren Rücken

Insbesondere die Bauch- und Rückenmuskulatur sollte mithilfe angeleiteter Physiotherapie gestärkt werden, wenn Beschwerden im unteren Rücken vorliegen. „Leichte Dehnungsübungen und eine Entspannung der Rückenmuskulatur können die Schmerzen nachhaltig lindern", sagt Priv.-Doz. Dr. Dr. Terzis. Zudem sollten Betroffene ihre Rückenmuskulatur bei der tagtäglichen Aktivität konsequent schonen:

  • Richtig bücken, heben und tragen: Gehen Sie beim Hochheben und Abstellen von Lasten immer in die Knie und halten Sie den Rücken gerade. Beim Tragen sollten Sie die Last nahe am Körper halten.
  • Rückenfreundlicher Arbeitsplatz: Achten Sie darauf, dass Ihr Arbeitsplatz ergonomisch gestaltet ist. Also die Arbeitshöhe und Sitzhöhe sich an die Körpergröße anpassen, die Beine genug Bewegungsspielraum haben und Sie eine natürliche Körperhaltung einnehmen können.
  • Übungen gegen Rückenschmerzen: Kräftigen Sie Ihren Rücken durch spezielle Übungen, die Sie zum Beispiel in der Rückenschule oder bei der Physiotherapie lernen.
  • Entspannungsverfahren: Atmen Sie durch und finden Sie Ruhe durch Autogenes Training und Meditation oder beim Yoga, Qigong und Tai-Chi. Letztere bitte nur unter Anleitung.
  • Wärmebehandlung: Entspannen Sie die Muskulatur mit Wärme, etwa mit einer Wärmflasche, Wärme- oder Fangopackungen. Gerade bei nicht-spezifischen Schmerzen bringt dies Linderung der Rückenschmerzen.

Arten von Rückenschmerzen

Rückenschmerzen lassen sich je nach Ursache in zwei Kategorien einteilen: spezifische und nicht-spezifische Rückenschmerzen.

Spezifische Rückenschmerzen

Die Ursache der Rückenschmerzen ist eindeutig feststellbar. Sie muss aber nicht im Bereich der Wirbelsäule liegen. Oft sind Erkrankungen anderer Organe der Grund für die Beschwerden im Rücken. Mögliche Ursachen von spezifischen Rückenschmerzen sind unter anderem:

  • Muskelverspannungen
  • Blockaden der Wirbel
  • Bandscheibenvorfall
  • Verschleiß der Wirbelsäule
  • Osteoporose (Knochenschwund)
  • Schwangerschaft
  • Gürtelrose
  • Akute Prostataentzündung
  • Nierenbeckenentzündung
  • Nierensteine
  • Brustenge
  • Herzinfarkt
  • Lungenentzündung
  • Wirbelsäulen- und Rippentumor

Nicht-spezifische Rückenschmerzen

Die Ärzt:innen können keine eindeutige Ursache für die Beschwerden finden. „Die Mehrheit der Beschwerden ist den nicht-spezifischen Rückenschmerzen zu zuschreiben", sagt Priv.-Doz. Dr. Dr.

Psychische Faktoren bei Rückenschmerzen

Der Verlauf von Rückenschmerzen kann zudem durch psychische Faktoren beeinflusst werden. Darunter fallen etwa Denk- und Verhaltensmuster, die Rückenschmerzen begünstigen oder verstärken. Rückenschmerzen sind bei Depressionen und Schlafstörungen ein häufiges körperliches Symptom.

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„Wenn körperlich alles stimmt, die Rückenschmerzen aber nicht mehr weggehen, lohnt ein Blick auf die Psyche, da sie bei Rückenproblemen eine große Rolle spielen kann", rät Priv.-Doz. Dr. Dr. Terzis.

Bei der Anamnese sollten auch psychosoziale Risikofaktoren, wie Stress, Konflikte am Arbeitsplatz oder die Neigung zu Depressionen, besprochen werden. Dadurch lässt sich einschätzen, wie groß das Risiko für chronische Rückenschmerzen ist.

Nervenschmerzen im Rücken

Ein plötzlicher, brennender Schmerz im Rücken, der von weiteren Symptomen wie Schwäche, Taubheitsgefühlen oder Berührungsempfindlichkeit begleitet wird, spricht oft für Nervenschmerzen im Rücken. Symptome wie durch Kribbeln verursachter Juckreiz oder Verkrampfungen sind ebenfalls ein Anzeichen dafür. Die Schmerzen treten meist in Intervallen, in stechender oder bohrender Intensität, in Erscheinung.

Ursachen von Nervenschmerzen

  • Bandscheibenvorfall: Ein brennender Schmerz im Rücken, der von Betroffenen als „extrem stark“ bezeichnet und sehr hoch in der Schmerzskala eingestuft wird, ist die Folge eines Bandscheibenvorfalls mit Druck auf die Nervenwurzeln. Weiterhin können die Nervenschmerzen vom Rücken bis in die Beine oder Arme ausstrahlen.
  • Ischialgie: Bei der Ischialgie handelt es sich um eine durch Reizung entstandene Entzündung des Ischiasnervs. Dieser Nerv entspringt aus der Lendenwirbelsäule über den Oberschenkel bis in den Fußbereich.
  • Gürtelrose: Die Gürtelrose ist eine Erkrankung, die durch reaktivierte Windpockenviren verursacht wird. Typische Symptome während der akuten Krankheitsphase sind der bläschenartige Ausschlag im „Gürtelbereich“ des Körpers - also im Bauch- und unteren Rückenbereich - sowie Schmerzen in dieser Zone (Zoster-Neuralgie).
  • Weitere Ursachen: Durch Operationen können Verletzungen an den Nervenwurzeln entstehen, die sich in starken Nervenschmerzen äußern. Doch auch neurologische Erkrankungen wie die Multiple Sklerose oder Rheuma können Nervenschmerzen samt Symptomen im Rücken nach sich ziehen.

Behandlung von Nervenschmerzen

Bei frühzeitiger Behandlung ist die Prognose günstig. Wichtig ist es, vor allem die Ursache der Nervenschmerzen - also beispielsweise eine Gürtelrose oder eine Rückenmarksverletzung - zu behandeln.

  • Hausmittel: Beispielsweise verschafft eine Massage mit Johanniskrautöl Entspannung, Pfefferminzöl wirkt kühlend und beruhigend. Weiterhin sollten Sie die Kälte- oder Wärmetherapie ausprobieren, indem Sie entsprechend temperierte Wickel auf den betroffenen Bereich legen. Testen Sie, welche Behandlung Ihnen angenehmer erscheint.
  • Bewegung und Übungen: Ein brennender Schmerz im Rücken kann auch durch leichte Bewegung gelindert werden und wenn es nur ein kleiner Spaziergang pro Tag ist! Außerdem profitieren Sie bei Rückenschmerzen oft von Physiotherapie.
  • Entspannungsverfahren: Ist Ihr elektrisierender Schmerz im Rücken oft an stressige Situationen geknüpft; tritt also dann besonders heftig oder häufig in Erscheinung? Dann sollten Sie Entspannungsverfahren wie autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung erlernen.
  • Medikation und invasive Verfahren: Zur Schmerzlinderung kann Ihnen der Arzt außerdem Schmerzmittel verordnen. Weiterhin können bei einigen, ursächlichen Erkrankungen Operationen notwendig werden.

Stress als Ursache für Rückenschmerzen

Stress ist eine mögliche Ursache für Rückenschmerzen, aber nicht die häufigste. Bevor Stress als Faktor in Betracht kommt, sollten körperliche Ursachen abgeklärt werden. Wenn die Rückenschmerzen nicht in direktem Zusammenhang mit einer Verletzung oder einer Erkrankung wie zum Beispiel Rheuma stehen, sind die häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen:

  • Bewegungsmangel
  • Fehlbelastungen (beispielsweise durch schwere körperliche Arbeit oder durch Tätigkeiten im Sitzen)
  • Bei älteren Menschen Verschleiß der Wirbelgelenke oder der Bandscheiben

Wie Stress zu Rückenschmerzen führt

Bei akutem Stress machen Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol den Organismus kurzfristig leistungsfähiger. Problematisch wird es jedoch, wenn Menschen dauerhaft unter Stress stehen. Dann arbeiten die am Stress beteiligten Organe und Körpersysteme hormongesteuert dauerhaft auf Hochtouren. Das betrifft auch die Muskulatur. Die Spannung in den Muskeln nimmt unter Stress zu. Eine stressbedingte ständige oder häufige Anspannung führt zu Verspannungen vor allem im Nacken, in den Schultern und eben im Rücken. Diese Verspannungen wiederum können Schmerzen verursachen.

Behandlung von stressbedingten Rückenschmerzen

Wenn Sie und Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Stress als Ursache für Ihre Rückenschmerzen annehmen, geht es jetzt vor allem darum, den Umgang mit Stress zu verbessern. Am besten wäre es natürlich, stressauslösende Situationen, Lebens- oder Arbeitsbedingungen zu vermeiden - aber das ist sehr oft nicht möglich.

  • Ausreichende Bewegung und Kräftigung der Muskulatur, sowie ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz sind auch bei stressbedingten Rückenschmerzen wichtige Stellschrauben, aber nun geht es zusätzlich um Stressbewältigung und das Einüben von Entspannungstechniken.
  • Das Gute ist, dass viele Maßnahmen sowohl der Rückengesundheit als auch dem Stressabbau dienen: eine gesunde und ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und Bewegung. Schon Spaziergänge sind eine gute Möglichkeit, Verspannungen im Rücken zu lösen, die Durchblutung zu verbessern und der Hektik des Alltags entgegenzuwirken.
  • Wenn der Kreislauf aus psychischen und körperlichen Beschwerden derart verfestigt ist, dass Entspannungstechniken und Übungen allein nicht helfen, kann auch eine Psychotherapie in Frage kommen.

Muskelverspannungen als Ursache für Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind ein Symptom, das in den allermeisten Fällen durch Muskelverspannungen verursacht wird. Doch wie entstehen diese Verspannungen, wie äußern sie sich und was können Sie dagegen tun?

Entstehung von Muskelverspannungen

Muskeln müssen bewegt werden, um gesund zu bleiben. Die Nacken - und die Schultermuskulatur sind am häufigsten von Muskelverspannungen betroffen. Dann ist der Muskeltonus dauerhaft erhöht. Die verkrampfte Muskulatur arbeitet also die ganze Zeit, wird aber nur unzureichend durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Von Muskelverspannungen betroffen sind sehr oft Menschen, die überwiegend sitzend tätig sind.

Behandlung von Muskelverspannungen

Bei der Behandlung von Rückenschmerzen steht immer die Linderung der Schmerzen im Mittelpunkt. Während viele Fachleute bei Rückenschmerzen früher empfohlen haben, sich zu schonen, ist inzwischen klar: Sport ist die beste Therapie. Denn dehnende Bewegungen lösen Verspannungen und stärken die Rumpfmuskulatur. Die Muskulatur wird besser mit Sauerstoff versorgt und Abbauprodukte können besser abtransportiert werden. Auf diese Weise verbessert Sport die Haltung und beugt muskulären Dysbalancen vor.

Wärme ist eine bewährte Methode, um Muskelverspannungen im Rücken selbst zu lindern. Sie fördert die Durchblutung der betroffenen Stelle, wodurch diese wieder besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Dies unterstützt den Abtransport von Stoffwechselprodukten und trägt dazu bei, dass sich die Muskeln entspannen.

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