Nervenschmerzen im Fuß: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Nervenschmerzen im Fuß können eine erhebliche Belastung darstellen und die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen. Unbehandelt können sie chronisch werden. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Ursachen, Symptome, Diagnose und verschiedene Behandlungsansätze von Nervenschmerzen im Fuß.

Was sind Nervenschmerzen im Fuß?

Nervenschmerzen im Fuß entstehen durch Schädigungen oder Funktionsstörungen der Nerven in diesem Bereich. Diese Schädigungen können durch verschiedene Erkrankungen, Verletzungen oder andere Faktoren verursacht werden. Es ist wichtig, die genaue Ursache der Nervenschmerzen zu ermitteln, um eine gezielte Behandlung einzuleiten. Spezialisten, wie die von Lumedis in Frankfurt, haben sich auf die Behandlung von Nervenschmerzen im Fuß spezialisiert und bieten umfassende Diagnostik und individuell angepasste konservative Therapien an.

Ursachen von Nervenschmerzen im Fuß

Nervenschmerzen im Fuß können vielfältige Ursachen haben. Zu den häufigsten gehören:

  • Polyneuropathie: Eine Erkrankung, die mehrere periphere Nerven im Körper betrifft und Nervenschäden verursacht. Betroffene können Empfindlichkeiten gegenüber Berührung oder Druck im Fuß erleben. Die Nervenschäden können auch zu Muskelschwäche führen, was sich auf die Stabilität und das Gehen auswirken kann.

  • Spinalkanalstenose oder Neuroforamenstenose der Lendenwirbelsäule (LWS): Diese Zustände beziehen sich auf Verengungen im Wirbelkanal oder den Nervenöffnungen der Wirbel, was zu Druck auf die Nervenwurzeln führt, die von der Wirbelsäule zum Fuß verlaufen. Die Verengung kann dazu führen, dass die Nervenwurzeln in der Lendenwirbelsäule eingeklemmt oder gereizt werden.

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  • Vitamin-B-Mangel: Insbesondere Vitamin B12 ist für die Gesundheit des Nervensystems von entscheidender Bedeutung. Ein Mangel dieses Vitamins kann zu peripherer Neuropathie führen, was Schäden an den peripheren Nerven verursacht.

  • Verletzungen: Unfälle, Stürze, Überlastungen, Verstauchungen oder Brüche im Fuß oder den umliegenden Bereichen können Nerven schädigen oder quetschen, was zu Schmerzen und anderen neurologischen Symptomen führt. Ein direkter Schlag auf den Fuß oder ein spezifischer Bereich des Fußes durch einen Unfall kann Nervenschäden verursachen und Schmerzen verursachen. Auch Verstauchungen oder Verrenkungen im Fuß können auch die umliegenden Nerven beeinträchtigen und Schmerzen auslösen.

  • Tarsaltunnelsyndrom: Eine Erkrankung, die durch die Kompression des Nervus tibialis im Tarsaltunnel im Fuß verursacht wird. In seltenen Fällen kann eine Operation erwogen werden, um den Druck auf den Nerv zu reduzieren.

  • Vaskuläre Erkrankungen: Erkrankungen, die die Blutgefäße beeinflussen, können Nervenschmerzen im Fuß verursachen, indem sie die Blutversorgung der Nerven beeinträchtigen.

  • Diabetes mellitus: Kann zu Nervenschäden führen, bekannt als diabetische Neuropathie, die Kribbeln oder Taubheitsgefühle im Fuß verursacht. Hohe Blutzuckerspiegel über längere Zeit können die Nerven schädigen.

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  • Morton Neurom: Das Morton Neurom ist eine Verdickung des Mittelfußnerven, meist zwischen den dritten und vierten Zehen. Es ist eine recht häufige Folge einer Spreizfußfehlstellung.

Symptome von Nervenschmerzen im Fuß

Nervenschmerzen im Fuß können sich auf verschiedene Weisen äußern. Typische Symptome sind:

  • Brennende Schmerzen: Ein häufiges Gefühl, das von Betroffenen beschrieben wird.
  • Stechende oder blitzartige Schmerzen: Manche Menschen empfinden die Schmerzen als plötzliche, stechende oder blitzartige elektrische Impulse.
  • Kribbeln, Prickeln oder Ameisenlaufen: Ein häufiges Symptom, das oft als unangenehm empfunden wird.
  • Taubheit oder Gefühl von "eingeschlafenen" Füßen: Ein Verlust des Gefühls im Fuß kann auftreten.
  • Erhöhte Empfindlichkeit auf Druck oder Berührung: Der Fuß kann empfindlicher als normal auf äußere Reize reagieren.
  • Schmerzen wie Stromschläge: Elektrisierende Gefühle im Fuß können auf Nervenschäden hinweisen, wie sie bei neuropathischen Zuständen auftreten, einschließlich diabetischer Neuropathie oder dem Guillain-Barré-Syndrom.

Warum treten Nervenschmerzen im Fuß häufig nachts auf?

Nervenschmerzen im Fuß, die nachts auftreten, können auf mehrere Faktoren zurückzuführen sein. Häufig ändert sich die Körperhaltung während des Schlafs, was den Druck auf bestimmte Nerven erhöhen oder sie komprimieren kann, was wiederum zu Schmerzen führt. Während des Tages sind die Füße in Bewegung und werden belastet, aber nachts, wenn Ruhe eintritt, können sich entzündete Nerven wieder melden oder verstärkt schmerzen. Ein weiterer Grund könnte eine erhöhte Empfindlichkeit der Nerven nachts sein, wodurch Schmerzen, die tagsüber möglicherweise weniger spürbar waren, intensiver wahrgenommen werden. Zudem kann eine verringerte Ablenkung während der nächtlichen Ruhephase dazu führen, dass Schmerzen deutlicher wahrgenommen werden.

Weitere Symptome

Veränderungen der Fußform können ebenfalls auftreten.

Diagnose von Nervenschmerzen im Fuß

Die Diagnose von Nervenschmerzen im Fuß erfordert eine sorgfältige Untersuchung durch einen Arzt. Dieser beginnt typischerweise mit einer ausführlichen Befragung Ihrer Symptome und Ihrer Krankengeschichte. Eine körperliche Untersuchung des Fußes und der umliegenden Bereiche wird durchgeführt, um mögliche Ursachen zu identifizieren. In einigen Fällen können bildgebende Verfahren wie ein MRT (Magnetresonanztomographie) angeordnet werden, um spezifische Probleme genauer zu untersuchen. Ein MRT ist auch nützlich bei der Beurteilung von Entzündungen, Infektionen, Tumoren oder Geschwülsten im Fuß und kann helfen, die Ursache für Nerven- oder Gefäßprobleme zu identifizieren. Elektromyographie und Nervenleitgeschwindigkeitstests sind ebenfalls nützlich, um das Ausmaß und die Art der Nervenschädigung zu bestimmen.

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Die Untersuchung des Morton Neuroms

Klinische Untersuchung des Morton Neuroms zwischen den Zehenstrahlen des Mittelfußes (Metatarsalknochen) durch das Mulder-Zeichen: Der Fußspezialist kann das Morton Neurom zwischen den Mittelfußknochen ertasten und einen spezifischen Druckschmerz auslösen.

Zunächst erfolgt die klinische und die Tastuntersuchung des Fußes. Untersuchung, d. h. ob die üblichen Voraussetzungen eines Morton Neuroms vorliegen.

Das Morton Neurom kann manuell durch den sog. Mulders Click untersucht werden. Dabei ertastet der Arzt das Morton Neurom zwischen den Zehenstrahlen.

MRT (Magnetresonanztomographie) eines Fußes mit Morton Neurom von vorne (grün). Das Morton Neurom sitzt zwischen den Zehen 3/4. Es handelt sich nicht um eine gutartige Wucherung des Nervengewebes, sondern eher eine Entzündung der bindegewebigen Nervenhülle. der Symptome gesichert wurde, kann eine MRT es darstellen. Die MRT-Untersuchung ist vor allem wichtig, um eine Größenbestimmung der Nervenschwellung vorzunehmen.

Behandlung von Nervenschmerzen im Fuß

Die Behandlung von Nervenschmerzen im Fuß hängt von der Ursache ab. Es gibt verschiedene Ansätze, um die Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Medikamentöse Behandlung

Zur Behandlung von Nervenschmerzen werden verschiedene Medikamente eingesetzt. Dazu gehören:

  • Gabapentin: Ein Medikament, das häufig zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen eingesetzt wird, einschließlich Nervenschmerzen im Fuß. Es gehört zu den Antikonvulsiva und wirkt, indem es die Übererregbarkeit von Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark reduziert.

  • Pregabalin: Ein weiteres Medikament aus der Gruppe der Antikonvulsiva, das zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen, einschließlich Nervenschmerzen im Fuß, eingesetzt wird. Es funktioniert ähnlich wie Gabapentin, indem es die Übererregbarkeit von Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark reduziert, was dazu beitragen kann, abnormale Schmerzsignale zu hemmen. Pregabalin hat gezeigt, dass es bei der Linderung von neuropathischen Schmerzen, die durch verschiedene Ursachen entstehen, wirksam ist.

  • Carbamazepin: Ein Medikament, das ursprünglich zur Behandlung von Epilepsie entwickelt wurde, jedoch auch bei neuropathischen Schmerzen, einschließlich Nervenschmerzen im Fuß, eingesetzt wird.

  • Topische Behandlungen: Cremes und Salben mit Capsaicin oder Lidocain für direkte Schmerzlinderung.

Die Auswahl des Medikaments sollte individuell angepasst werden und unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, um mögliche Nebenwirkungen zu berücksichtigen und die bestmögliche Wirkung zu erzielen.

Hausmittel und pflanzliche Mittel

Einige Hausmittel und pflanzliche Mittel können ebenfalls zur Linderung von Nervenschmerzen im Fuß beitragen. Dazu gehören:

  • Johanniskrautöl: Wird manchmal als pflanzliches Mittel zur Schmerzlinderung verwendet. Es enthält Substanzen wie Hyperforin und Hypericin, die angenommen werden, um entzündungshemmende und möglicherweise schmerzlindernde Eigenschaften zu haben.

  • Gelsemium: Eine Pflanze, aus der ein homöopathisches Mittel hergestellt wird, das gelegentlich zur Linderung von Schmerzen und Stress eingesetzt wird. Es wird angenommen, dass Gelsemium bei Angstzuständen, Nervosität und gelegentlich bei Schmerzen, einschließlich nervöser Schmerzen, helfen kann. Es gibt jedoch begrenzte wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit von Gelsemium speziell bei Nervenschmerzen im Fuß.

  • Aconit: Ein homöopathisches Mittel, das aus der Pflanze Aconitum napellus (Eisenhut) gewonnen wird. Es wird in der Homöopathie zur Behandlung verschiedener Beschwerden verwendet, jedoch gibt es begrenzte wissenschaftliche Beweise für seine Wirksamkeit bei Nervenschmerzen im Fuß. In der Homöopathie wird Aconit oft bei plötzlich auftretenden Schmerzen, die mit Angst oder Schock einhergehen, angewendet.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Wirksamkeit dieser Mittel je nach individueller Situation unterschiedlich sein kann.

Bewegung und Übungen

Moderate Bewegung kann bei Nervenschmerzen im Fuß helfen, die durch verschiedene Ursachen wie Polyneuropathie oder Diabetes entstehen können. Es ist wichtig, Übungen sorgfältig auszuwählen und auf den individuellen Zustand abzustimmen, um zusätzliche Beschwerden zu vermeiden.

Es gibt verschiedene Übungen, die bei der Linderung von Nervenschmerzen in den Füßen helfen können:

  • Dehnübungen für die Wadenmuskulatur: Wie das Wall-Stretching oder Yoga-Posen wie der Herabschauende Hund, können Spannungen reduzieren und die Flexibilität verbessern.
  • Fußrollen mit einem Massageball oder einer Flasche: Können die Muskeln entspannen und die Durchblutung fördern.
  • Fußgymnastik: Wie Greifübungen oder das Aufnehmen eines Handtuchs mit den Zehen kann die Muskeln stärken und die Beweglichkeit verbessern.
  • Gleichgewichtsübungen und leichte aerobe Aktivitäten: Wie Gehen, Schwimmen oder Radfahren können auch hilfreich sein, um die Fuß- und Beinmuskulatur zu stärken sowie die allgemeine Durchblutung zu fördern.

Operative Behandlung

In einigen Fällen, insbesondere beim Morton Neurom, kann eine Operation erforderlich sein, um den Druck auf den Nerv zu reduzieren oder das Neurom zu entfernen.

Nervenerhaltende operative Behandlung des Morton Neuroms durch Neurolyse bzw. Dekompression:

  1. Weitung des Bandes zwischen den Mittelfußknochen (Ligamentum intermetatarsale; grau).
  2. Umstellung der Zehenknochen (Metatarsalknochen, blau) durch eine minimalinvasive Osteotomie.

Vermeidung von Rückfällen (Rezidiven): Neurektomie immer noch als Standardbehandlung bei einer Morton Neuralgie.

Sollte die Schwellung des Morton Neuroms zu groß sein um sie minimalinvasiv zu behandeln, führt der Operateur das erkrankte Nervengewebe des Plantarnervs.

Weitere Behandlungsmethoden

  • Restaxil® Nervenschmerzgel: Eine zugelassene Arzneispezialität zur Behandlung von Schmerzen und Missempfindungen, die durch Nervenschädigungen hervorgerufen werden (Nervenschmerzen).

  • OnLife® Creme: Zur örtlichen Anwendung an Händen und Füßen bei Symptomen, die durch Veränderung der Nervenfasern der peripheren Nerven bei Patienten unter Chemo- und/ oder Strahlentherapie auftreten.

  • Capsagamma® Dolor Creme: Lindert leichte Fuß/Unterschenkelschmerzen infolge einer schmerzhaften diabetischen Polyneuropathie. Ergänzt die Behandlung der Neuropathie. Capsagamma Dolor Creme bessert nicht die Nervenschädigung selbst und ersetzt nicht die Diabetesbehandlung.

Übungen bei Morton Neurom

  • Ausgangsstellung: Sitzen Sie auf einem Stuhl. während der gesamten Übung in dieser Position bleiben. Der Fuß ist auf den Außenrand gekippt. des Gymnastikbandes unter das äußere Drittel der Ferse und fixieren Sie es damit. das Großzehengrundgelenk. Wiederholen Sie die Übung pro betroffenem Fuß 10-mal. Dies entspricht einem Satz. jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Ausgangsposition. Fuß gegen den Widerstand des Bandes zum Boden drücken. Bringen Sie den Fuß zurück in die Ausgangsposition.
  • Ausgangsposition: Übung zur Mobilisation des Quergewölbes. Ausgangsstellung: Sitz auf dem Boden oder einem Stuhl. einen sanften Druck in der Mitte der Fußsohle aus. Wiederholen Sie diese Bewegung pro betroffenem Fuß 10-mal rhythmisch und leicht. Dies entspricht einem Satz. Sie 2-3 Sätze durch mit jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen.
  • Ausgangsstellung: Sitz auf dem Boden oder Stuhl. Fußmuskeln das Quergewölbe aufrecht. Neue. Diese Bewegung erfordert Übung. Wiederholen Sie diese Bewegung pro betroffenem Fuß 10-mal. Dies entspricht einem Satz. jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Formen Sie mit der Hand das Quergewölbe. Lassen Sie nun die Hand langsam los und halten Sie das Quergewölbe weiter aufrecht.
  • Ausgangsstellung: Sitz oder Stand. Durchführung: Modellieren Sie Ihren Groß- und Kleinzehenballen sanft um den Ball. Ball zu umschließen. Sie sehen jetzt, dass die Grundgelenke der Zehen einen C-Bogen bilden. Quergewölbe. schweben. Diese Bewegung erfordert Übung. Wiederholen Sie diese Bewegung pro betroffenem Fuß 10-mal. Dies entspricht einem Satz. jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Umschließen Sie den Ball mit dem Zehenballen. Heben Sie nun den Fuß an und halten Sie das Quergewölbe weiter aufrecht.
  • Ausgangsstellung: Stand, der betroffene Fuß steht weit hinten. vorne. Sie können sich vorstellen, dass Sie einen kleinen Gegenstand vom Boden mitnehmen wollen. dass wenn Sie nach vorne schnellen, die Zehengrundgelenke gebeugt sind. Wiederholen Sie diese Bewegung pro betroffenem Fuß 15-mal. Dies entspricht einem Satz. jeweils circa 30 Sekunden Pause zwischen den Sätzen. Aktivieren Sie beim Gehen das Quergewölbe. Fuß schwungvoll nach vorne bringen: Achten Sie darauf, dass die Zehengrundgelenke gebeugt sind, ohne dass die Zehen krallen.

Heilungsdauer und Prognose

Die Heilungsdauer und Prognose von Nervenschmerzen im Fuß variieren je nach Ursache und Schweregrad der Schädigung. In einigen Fällen können die Beschwerden vorübergehend sein und sich innerhalb weniger Wochen oder Monate verbessern. Bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Polyneuropathie können die Schmerzen jedoch langfristig bestehen bleiben. Die Behandlung kann Symptome lindern und die Lebensqualität verbessern, aber eine vollständige Heilung ist möglicherweise nicht immer möglich.

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