Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT) nach Prof. Manfred von Ardenne ist ein naturheilkundliches Verfahren, das darauf abzielt, die Sauerstoffversorgung im Körper zu verbessern. Sie wird seit 1971 in der Naturheilkunde und Medizin eingesetzt und erfreut sich trotz teils kritischer Stimmen aus der Universitätsmedizin zunehmender Beliebtheit. Befürworter gehen davon aus, dass die Stimulierung des Sauerstoffwechsels im Blut zu einer Verbesserung des Gesundheitszustands führen kann, da viele Alterungsprozesse und Krankheitsanfälligkeiten mit einer mangelhaften Versorgung der Zellen mit Sauerstoff in Zusammenhang gebracht werden. Es handelt sich dabei um eine sehr wirksame, bewährte Therapieform, mit der eine über Monate anhaltende Wirkung erzielt werden kann.
Wichtig: Diese Therapieform ist nicht mit der Langzeit-Sauerstofftherapie zu verwechseln, bei der Patienten mit chronischem Sauerstoffmangel dauerhaft (mindestens 16 Stunden pro Tag) Sauerstoff erhalten.
Grundlagen der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie
Die SMT basiert auf der Erkenntnis, dass Sauerstoff eine Schlüsselsubstanz für die Lebensprozesse im menschlichen Körper darstellt. Jede einzelne Zelle unseres Körpers braucht Sauerstoff zum Leben. Für die Energieproduktion benötigen die Zellen Sauerstoff. Nur wenn eine ausreichende Versorgung mit Sauerstoff gewährleistet ist, kann der gesamte Körper seine optimale Leistung erbringen. Mit zunehmendem Alter oder bei bestimmten Belastungen kann die Sauerstoffversorgung der Zellen jedoch beeinträchtigt werden. Fehlt Sauerstoff, entstehen Energiedefizite, die die Stoffwechselabläufe im Körper stören. Dadurch kann das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigt, die Leistungsfähigkeit gemindert und die Vitalität spürbar reduziert werden.
Ursachen für Sauerstoffmangel
Andauernder Stress, mangelhafte oder einseitige Ernährung, fehlende Bewegung, Rauchen, übermäßiger Alkoholgenuss, Umweltschadstoffe und Abgase begünstigen zudem einen Sauerstoffmangel. Auch mit zunehmendem Alter verringert sich das Sauerstoffpotential des Körpers. Unsere alternde, oft noch durch Rauchen und Umweltgifte geschädigte Lunge kann nicht mehr so viel Sauerstoff aufnehmen. Zusätzlich lassen Hektik, Alltagsstress, Bewegungsmangel und das Leben in einer belasteten Umwelt, Zigaretten und Alkohol den Sauerstoffgehalt im Körper absinken.
Folgen von Sauerstoffmangel
Ein Sauerstoffmangel kann sich in verschiedenen Symptomen äußern:
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- Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Leistungsschwäche
- Unkonzentriertheit und Vergesslichkeit
- Kraftlosigkeit
- Antriebslosigkeit
- Abwehrschwäche
Durchführung der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie
Die Oxicur® Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Prof. Manfred von Ardenne zielt darauf ab, die Sauerstoffversorgung der Gewebe zu verbessern und die Zellfunktion zu optimieren. Dabei wird die Mikrozirkulation bis in die feinen Haargefäße anhaltend gesteigert und so die Durchblutung und Sauerstoffversorgung wieder normalisiert. Durch eine verbesserte Mikrozirkulation können Heilungsprozesse angeregt werden.
Eine Behandlung besteht in der Regel aus 10 bis 12 Sitzungen. Die Sauerstofftherapie erzielt die besten Resultate, wenn sie kurmäßig täglich über einen bestimmten Zeitraum (z.B. über 10 aufeinanderfolgende Tage) erfolgt und mit der Zugabe von ausgewählten Vitalstoffen unterstützt wird. Die Oxicur® Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie ist für jedes Alter geeignet.
Die Therapie umfasst im Wesentlichen drei Schritte:
Vorbereitung: Im ersten Schritt nimmt der Patient zur Vorbereitung spezielle Vitalstoffe ein, um damit die Aufnahme und Verwertbarkeit des Sauerstoffs im Körper zu verbessern. Zunächst wird Vitamin C in Form eines Getränks oder einer Infusion vom Patient eingenommen. Diese sog. Radikalfänger stärken das Immunsystem zusätzlich, indem sie die 'freien Radikalen' abfangen und die Körperzellen so vor Entartungen schützen. Diese Entartungen stellen die Ursache für Krebs und Gefäßverkalkungen dar.
Sauerstoffinhalation: Der Patient atmet über 30-60 Minuten konzentrierten und ionisierten Sauerstoff ein (ca. 4 Liter pro Minute). Dadurch wird eine Sauerstoffkonzentration von 40-60% in der Lunge erreicht, die zu einem positiven Kureffekt für mehr Energie und Leistungsfähigkeit sorgt. Es wird dabei sog. 'ionisierter' (veredelter) Sauerstoff verwendet, der etwa sechsmal biologisch aktiver ist als normaler Sauerstoff. Eine 20-minütige Inhalation von ionisiertem Sauerstoff entspricht somit der Inhalation von 2 Stunden normalem Sauerstoff. Der Sauerstoff wird dabei über eine Sauerstoffbrille (Zufuhr über Naseneingänge) oder eine Nasenmaske inhaliert. Die Menge an Sauerstoff wird vom behandelnden Heilpraktiker nach Ausmaß und Art der Erkrankung festgelegt.
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Bewegung und Aktivierung: Im dritten Schritt wird die Ganzkörperdurchblutung gefördert und verbessert, indem der Patient sich körperlich bewegt und/oder geistig durch z.B. Lesen oder das Lösen von Aufgaben aktiv ist, während er den Sauerstoff inhaliert. Während der Kur, vor allem nach Anwendung der Sauerstoffbehandlung, sollte man möglichst 30 Minuten spazieren gehen, Fahrrad fahren oder schwimmen. Besonders Bewegung an der frischen Luft kann die Wirkung der Sauerstofftherapie positiv unterstützen.
Anwendungsbereiche der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie
Für die Sauerstofftherapie haben sich aufgrund ihrer Wirkungen zahlreiche Einsatzgebiete ergeben. Sie kann zur Stärkung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit bei starker Belastung und im höheren Lebensalter und zur Mobilisierung der natürlichen Abwehrkräfte eingesetzt werden. Oder Sie möchten präventiv etwas für Ihre Gesundheit, Vitalität, Leistungskraft und Ihr Wohlbefinden tun, dann sprechen Sie mit uns.
Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie kann bei folgenden Erkrankungen angewendet werden:
- Vorbeugender Gesundheitsschutz:
- Senkung der Anfälligkeit gegen Infekte
- Erhöhung der Kreislaufstabilität
- Konditionierung nach Stress
- Konditionierung vor Belastungen
- Steigerung der individuellen Lebenserwartung
- Krebs- und Krebsrezidivprophylaxe
- Behandlung von Sauerstoffmangelkrankheiten:
- Allgemeiner Vitalitätsverlust
- Erschöpfungssyndrom
- Stärkung des Immunsystems
- Durchblutungsstörungen
- Stoffwechselerkrankungen
- Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
- Allergien
- Regeneration nach Herzinfarkt oder Schlaganfall
- Asthma bronchiale und chronische Bronchitis
- Emphysem
- Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche
- Angina pectoris
- Schwindelneigung
- Kreislaufbeschwerden
- Arthrosen, Rheuma, Osteoporose und Wirbelsäulenleiden
- Schlafstörungen
- Depression
- Migräne
- Hörsturz und Tinnitus
- Nierenerkrankungen
- Regeneration nach schweren Erkrankungen und Operationen
- Infektanfälligkeit der Atemwege
- Grauer Star und Retinopathien
- Krebsbehandlung und Krebsvorbeugung
- Erhöhter Sauerstoffverbrauch bedingt durch chronisch erhöhten Bedarf, z. B.
Hinweis: Neben der gleichzeitigen Basisbehandlung des Grundleidens, das zum Sauerstoffmangel geführt hat, ist die Anhebung der erforderlichen Konzentration im Blut mittels einer Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie sinnvoll.
Formen der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie
Je nach Indikationsstellung können verschiedene Formen der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie angewendet werden. Die spezielle Form sollte im Sinne einer Therapieoptimierung im Arztgespräch zu Therapiebeginn festgelegt werden. Hauptsächliche Formen der Therapie sind:
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- Klassische Inhalationstherapie als 10- oder 18-Tage-Kur. Hierbei wird täglich 2 Stunden lang reiner Sauerstoff inhaliert.
- Therapie mit ionisiertem Aktiv-Sauerstoff: Hierbei werden die Sauerstoffteilchen elektrisch beladen, wodurch eine bessere Haftung des Sauerstoffs an den Alveolarwänden der Lunge erreicht wird. Dies führt dazu, dass bei gleicher Wirksamkeit die Inhalationszeit wesentlich verkürzt werden kann.
Weitere Therapieansätze
Neben der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie gibt es noch weitere Therapieansätze, die bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt werden können. Einige Beispiele sind:
Reizstromtherapie: Nutzt entweder Gleich- oder Wechselströme, die über auf der Haut sitzende Elektroden appliziert werden.
Mikrowellentherapie: Ist eine Form der Wärmebehandlung bei der elektromagnetische Wellen zur Wärmeerzeugung genuzt werden. Ein Vorteil der Mikrowellentherapie besteht darin, dass auch tiefer liegende Gewebsschichten erwärmt werden und so z.B.
Akupunktur: Es gibt über 300 Akupunkturpunkte, die auf den sogenannten Meridianen (Energiebahnen) liegen. Bei Erkrankungen bzw. Funktionsstörungen im Körper ist der normale Energiefluss im Körper gestört. Diese Blockaden können, so die TCM, durch die Reizung bestimmter Akupunkturpunkte gelöst werden. Bei der Körperakupunktur werden die Nadeln am ganzen Körper gesetzt. Hier kann ganz individuell auf die Bedürfnisse Ihres Körpers eingegangen werden. Die Ohrakupunktur als Kurzbehandlung eignet sich z.B. In der Regel besteht eine Akupunktur-Behandlung aus 10-15 Sitzungen, die jeweils ca. 20-30 Minuten dauern und währenddessen Sie entspannt und ruhig liegen. Sowohl die Ohrakupunktur als auch die Körperakupunktur bieten wir in unserer Praxis als IGel-Leistung an.
SCENAR®-Therapie: Die SCENAR®-Therapie (Self Controlled Energy-Neuro-Adaptive Regulator) ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode, die das periphere Nervensystem stimuliert und selbst kontrolliert im Körper energo-neuro-adaptive Regenerationsprozesse hervorruft. Ein erster elektrischer Impuls, der den Nervenimpulsen im Körper ähnelt, wird über die Haut an das Nervensystem geleitet. Das folgende individuelle Reaktionsschema des Körpers nimmt SCENAR® auf und reagiert darauf. Es tritt sozusagen durch diesen ersten Impuls in Dialog mit dem Körper. Durch die sich anpassenden SCENAR® Impulse werden „festgefahrene“ fehlerhafte Nervensignalstrukturen aufgebrochen, in dem vom Nervensystem Botenstoffe, insbesondere Neuropeptide, freigesetzt werden. SCENAR® ist also eine ganz sanfte Form der Elektrotherapie, die ohne Medikamente die Selbstheilungskräfte des Körpers mobilisiert und steigert. Die SCENAR®-Therapie eignet sich zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates, z.B. Muskelverspannung oder -zerrung, Ischialgien, Gelenkentzündung, Sportverletzungen Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege, z.B. Schnupfen, Sinusitis, Bronchitis, HeuschnupfenErkrankungen des VerdauungstraktesErkrankungen des Urogenitalsystems, z.B. ReizblaseErkrankungen des NervensystemsDurchblutungsstörungenZudem wird SCENAR® zur Schmerztherapie bei z.B. Muskel- und Skeletterkrankungen oder Migräne eingesetzt und kann dabei eine nachhaltige Schmerzreduktion bzw. Die Behandlungsdauer beträgt je nach Fall zwischen 5 und 30 Minuten. Akute Beschwerden können bereits nach ein bis drei Anwendungen behoben werden. Bei chronischen Erkrankungen wird ein Behandlungszyklus von ca.
Blutegeltherapie: Seit der Antike gehört die Blutegeltherapie zu den klassischen, ausleitenden Naturheilverfahren. Der medizinische Blutegel liefert in seinem Speichel eine einzigartige natürliche Wirkstoffkombination. Wie eine kleine Apotheke enthält der Speichel eine Vielzahl an biologisch aktiven Substanzen, die gerinnungshemmend, entzündungshemmend, schmerzstillend, gefäßerweiternd und antibiotisch wirken. Dadurch ist die Blutegeltherapie bei unterschiedlichen Indikationen vielseitig einsetzbar: akute und chronische Erkrankungen des Bewegungsapparats, besonders bei schmerzhaften Gelenkarthrosen, v.a. Kniegelenksarthrosen Venösen Erkrankungen, wie z.B. Die Tiere werden auf die zu behandelnden Stellen gesetzt und sind auf der Haut kaum spürbar. Sie saugen und beißen sich fest, was bis auf ein leichtes Ziehen nahezu schmerzfrei ist. Während der nächsten 30-90 Minuten (je nach Indikation) wird dem Patienten pro Egel ca. 10 ml Blut entzogen. Beim Saugen geben die Egel aus dem Speichel die Wirkstoffe an das Gewebe ab, die die Gerinnung hemmen, die Fliesseigenschaften des Blutes erhöhen, vorhandene Entzündungen bekämpfen und Schmerzen lindern. Schadstoffe werden ausgeleitet und das Lymphsystem wird entlastet. Nachdem sich die Egel vollgesogen haben, lassen sie von selbst los und fallen ab. Die kleine Bisswunde blutet noch mehrere Stunden nach und wird verbunden. Diese leichte gewünschte Nachblutung wirkt wie ein sanfter, langsamer Aderlass. Die Blutegeltherapie ist ein sanftes, aber sehr effektives Heilverfahren und eine wirksame Alternative zu Schmerzmitteln (z.B. bei Arthrose) - ein Verfahren, das sowohl positiv auf lokale Störungen einwirkt, als auch das allgemeine Wohlbefinden des Patienten verbessert.
Eigenbluttherapie: Bei der Eigenbluttherapie handelt es sich um ein naturheilkundliches Verfahren, bei welchem etwas Blut aus einer Vene entnommen und im Anschluss in den Gesäßmuskel injiziert wird. Je nach Erkrankung kann dem Blut zusätzlich noch ein Medikament zugefügt werden. Die Eigenbluttherapie kann z.B.
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