Sauna gegen Migräne: Entspannung und Linderung oder potenzieller Auslöser?

Kopfschmerzen und Migräne sind für viele Menschen ein ständiger Begleiter. Stress, Schlafmangel, Muskelverspannungen und ein hektischer Alltag führen oft zu Schmerzen, die den gesamten Tag ruinieren können. Ein Saunabesuch ist für viele nicht nur Entspannung, sondern auch eine natürliche Hilfe bei Kopfschmerzen und Migräne. Doch ist die Sauna wirklich für jeden geeignet, der unter Kopfschmerzen leidet? Dieser Artikel beleuchtet die potenziellen Vorteile und Risiken des Saunierens bei Migräne, um Ihnen eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.

Die Sauna: Mehr als nur Entspannung

Regelmäßiges Saunieren ist nicht nur wunderbar entspannend, es ist auch sehr gesund! Für viele Menschen sind regelmäßige Sauna-Besuche mittlerweile ein wichtiger Beitrag zur Vorbeugung gegen Krankheiten. Bereits ein Saunabad pro Woche reicht aus, um einen positiven Effekt für den Körper zu erreichen. Die Wahrscheinlichkeit, einen grippalen Infekt oder eine Grippe zu bekommen, kann so minimiert werden. Etwa eine Woche hält die Verbesserung der Blutgefäßreaktion an.

Wenn es um die Auswirkungen von Wellness auf die Gesundheit geht, ist wohl kein Bereich so umfassend untersucht worden wie das Saunieren. Aber ist eine Sauna wirklich gesund? Was passiert in der Sauna mit dem Körper und worauf sollte man achten? Und gibt es da einen Unterschied zwischen heimischer und öffentlicher Sauna?

Eine starke Hitze, wie sie in der Sauna herrscht, bleibt nicht ohne Wirkung auf den Organismus. Das klassische finnische Saunabad bringt es auf Temperaturen von 80 bis 100 °C. Beim Sauna-Besuch gelangt der Körper objektiv gesehen in einen Fieberzustand. Im Gegensatz zum Fieber, das z.B. durch einen Infekt entsteht, handelt es sich bei dieser künstlich erzeugten Variante jedoch um ein positives Fieber. Auf die Hitzephase folgt die Abkühlung durch kühle Luft und/oder kaltes Wasser.

Auch wenn schon ein einziger Saunagang ein positives Gefühl hinterlassen mag: Der volle gesundheitliche Nutzen ist an regelmäßige Saunagänge geknüpft. Spürbar ist er nach ca. einem halben Jahr, bei 1 bis 3 Besuchen pro Woche mit 2 bis 3 Saunagängen von jeweils 15 bis 20 Minuten. Stress und Anspannung gehören heute zum Alltag dazu. Nehmen sie Überhand, können sie das allgemeine Wohlbefinden stark einschränken. Die Hitze soll die Produktion von Glückshormonen ankurbeln und so die Stimmung positiv beeinflussen. Andere wichtige Punkte auf dem Weg zu mehr Wohlergehen im Alltag sind die Entspannung von Körper und Geist, Stressreduktion und die Möglichkeit zur Erholung. Vor allem eine eigene Heimsauna kann hierfür den Grundstein legen.

Lesen Sie auch: Erfahrungen mit Sauna bei Neuralgien

Laut einer finnischen Studie kann der regelmäßige Saunabesuch das Risiko mindern, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Zunächst einmal führt die angeregte Durchblutung zu einer besseren Versorgung des Körpers mit Sauerstoff - das Herz mitinbegriffen. Es heißt sogar, dass das Saunieren auf die Arterien einen vergleichbaren Effekt habe wie ein moderates Sportprogramm.

Sauna-Neulinge sollten sich langsam an das für sie passende Maß herantasten und mit kurzen Saunagängen beginnen. Es müssen nicht gleich 15 Minuten sein. Wenige Minuten sind zu Anfang völlig ausreichend.

Fieber ist immer ein Zeichen dafür, dass der Körper seine eigene Abwehr aktiviert. Krankheitserreger wie z.B. Bakterien werden durch Abwehrstoffe abgeblockt oder ausgeschaltet. Gewöhnt sich der Körper an den Wechsel von Heiß und Kalt, fällt es ihm langfristig leichter, mit Temperaturschwankungen umzugehen. Saunagänger können aber noch auf andere Weise profitieren: Zum einen wird Sauna eine Sport-ähnliche Wirkung nachgesagt - und Sport kann dazu beitragen, die Abwehrkräfte zu stärken.

Um ihre Leistung dauerhaft aufrechtzuerhalten, benötigen Muskeln zwischen Phasen intensiver Beanspruchung gezielte Ruhe- und Erholungspausen. Im Rahmen dieser sogenannten Regeneration haben sich neben ausreichend Schlaf verschiedene Entspannungstechniken sowie Wärmeanwendungen als förderlich erwiesen. Die Weitung der Blutgefäße und gesteigerte Durchblutung betrifft auch Muskeln, Bänder und Sehnen. Unter den hohen Temperaturen entspannen sich die Muskeln. Das starke Schwitzen soll den Abbau von Laktaten unterstützen - diese sind für Muskelkater verantwortlich.

Interessant ist, dass Betroffenen ebenfalls die künstliche Stresssituation in der Sauna zugute kommt. Häufig wird das Phänomen beschrieben, dass sich nach dem Saunabesuch ein besonders erholsamer Schlaf einstellt. Die Erhöhung der Körpertemperatur am Abend hat eine angenehme Müdigkeit zur Folge. Denn die Unternehmungen des Körpers, die Temperatur wieder auszugleichen, kosten ihn Energie.

Lesen Sie auch: Myasthenie und Sauna: Infos

Immer wieder hört man von einem Zusammenhang zwischen Sauna oder Dampfbad und schöner, gesunder Haut. Hierbei geht es vor allem darum, dass sich durch die heiße Luft bzw. das Schwitzen die Poren öffnen. Beim anschließenden Kältereiz ziehen sich die Poren wieder zusammen. So kann der Eindruck eines verfeinerten Hautbildes entstehen. Saunieren bei erhöhter Luftfeuchtigkeit soll zudem Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis lindern - insbesondere den durch trockene Haut verursachten Juckreiz.

Studien deuten darauf hin, dass regelmäßige Saunabesuche das Risiko von Herzkrankheiten, Schlaganfällen und Alzheimer- oder Demenzerkrankungen senken können.

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf extrem warme und kalte Temperaturen und hat persönliche Vorlieben - und Grenzen. Der eine liebt die trocken-heiße finnische Sauna bei bis zu 100 °C. Der andere bevorzugt ein niedriger temperiertes Dampfbad mit einer höheren Luftfeuchtigkeit um die 30%. Wer unter Vorerkrankungen leidet oder sich fragt, ob Saunabesuche ein gesundheitliches Risiko für ihn darstellen, sollte unbedingt medizinischen Rat einholen. Das gilt insbesondere, wenn Probleme mit dem Blutdruck und dem Herz-Kreislauf-System bekannt sind oder vermutet werden. Ein Gespräch mit dem Arzt ist der richtige Weg, um mögliche Risiken zu vermeiden.

Durch die Hitze bei jedem Saunagang verliert der Körper zudem große Mengen Flüssigkeit. Für Anfänger ist es ratsam, langsam einzusteigen und mit einem Besuch pro Woche zu beginnen. Zur Stärkung des Immunsystems und zur Vorbeugung von Erkältungen sind regelmäßige Saunabesuche entscheidend. Es wird empfohlen, maximal 3 Saunagänge pro Tag zu machen, um die Gefäße optimal zu trainieren. Ein einzelner Saunagang sollte zwischen 8 und 12 Minuten dauern, jedoch keinesfalls länger als 15 Minuten überschreiten. Es ist wichtig, auf die Signale des eigenen Körpers zu achten und die Sauna sofort zu verlassen, wenn man sich unwohl fühlt oder merkt, dass es zu viel wird.

Die Atmosphäre in der Sauna und ihre Nutzung gemeinsam mit Partner, Familie oder Freunden kann ebenfalls zu Gesundheit und Wohlbefinden beitragen. Viele Menschen können in Privatsphäre viel besser entspannen als in es z.B. in öffentlichen Saunen der Fall ist. Das kann auch die Wirkung der Sauna intensiver spürbar machen. Die Anwesenheit von anderen Menschen und die Freizügigkeit sind nicht jedermanns Sache und trüben im schlimmsten Fall den Genuss des Saunabesuches. In der eigenen Gartensauna gelten hingegen auch eigene Regeln - vom ersten bis zum letzten Saunagang. In Sachen Qualität steht die heimische Schwitzkur öffentlichen Saunen in nichts nach. Die Temperatur lässt sich genau regeln und auch beim Klima ist alles möglich - von trockener Hitze bis hin zu milder Wärme mit höherer Luft-Feuchtigkeit. Wer mag, kann sich im Garten gleich einen ganzen Wellness-Bereich mit Gartensauna, Dusche, Outdoor-Whirlpool & Co einrichten. So hat man Wasser zur Abkühlung gleich bereit, kann den Stoffwechsel mit einer kalten Dusche anregen und während einer Ruhepause von 15 Minuten die grüne Umgebung genießen. Aber auch das Saunieren in den eigenen vier Wänden hat seinen Reiz. Die Sauna kann direkt in den Wohnraum integriert werden oder ein eigener Raum sein.

Lesen Sie auch: Hilft Sauna bei Nervenschmerzen?

Von zentraler Bedeutung für die positiven Effekte soll der Wechsel zwischen Heiß und Kalt sowie die Regelmäßigkeit der Saunabesuche sein. Ein eigenes Sauna-Gartenhaus ist besonders praktisch, wenn man seinem Körper regelmäßige Erholungsphasen gönnen möchte.

Die Sauna und ihre vielfältigen Wirkungen auf den Körper:

  • Kreislauf: Der Wechsel zwischen Hitze und Kälte trainiert die Blutgefäße und kann die Durchblutung verbessern.
  • Immunsystem: Regelmäßiges Saunieren kann die Abwehrkräfte stärken und Erkältungen vorbeugen.
  • Muskulatur: Die Wärme entspannt die Muskeln und kann Muskelverspannungen lösen.
  • Haut: Das Schwitzen öffnet die Poren und kann zu einem verfeinerten Hautbild beitragen.
  • Schlaf: Ein Saunabesuch am Abend kann die Schlafqualität verbessern.
  • Stressabbau: Die ruhige Atmosphäre und die Entspannung fördern den Stressabbau.

Die Sauna bei Kopfschmerzen: Eine Frage des Typs

Die Gründe, weshalb Menschen unter Kopfschmerzen leiden, können extrem vielfältig sein - genauso wie die Kopfschmerz-Kategorien. In den meisten Fällen lässt sich sagen, dass die Sauna bei Kopfschmerzen lindernd wirkt. Es gibt verschiedene Arten von Kopfschmerzen, und jede reagiert unterschiedlich auf die Wärme einer Sauna.

Spannungskopfschmerzen: Entspannung pur

Spannungskopfschmerzen, die häufigste Form, können durch die entspannende Wirkung der Sauna gelindert werden, da die Wärme Muskeln entspannt und Stress reduziert. Der Grund, warum die Wärme einer Sauna insbesondere bei Spannungskopfschmerzen so effektiv ist, liegt in der Fähigkeit der Wärme, die Durchblutung im Körper zu fördern. Darüber hinaus trägt die Wärme dazu bei, dass sich der Körper entspannen kann, was wiederum das allgemeine Stressniveau senkt. Stress ist ein bekannter Auslöser für Spannungskopfschmerzen, und indem die Sauna hilft, den Stress zu reduzieren, kann sie indirekt zur Linderung von Kopfschmerzen beitragen.

Migräne: Ein zweischneidiges Schwert

Bei Migräne kann die Reaktion jedoch variieren. Für einige Betroffene kann die warme, ruhige Atmosphäre einer Sauna zur Entspannung beitragen und dadurch die Häufigkeit und Schwere von Migräneattacken reduzieren. Die Entspannung in einer Sauna kann den Stresspegel senken, der oft als ein Auslöser für Migräneattacken gilt. Andererseits kann die intensive Hitze und das damit verbundene Schwitzen in einer Sauna für einige Migränepatienten problematisch sein. Die Dehydratation, die durch starkes Schwitzen entstehen kann, ist ein bekannter Trigger für Migräneattacken. Ebenso kann die plötzliche Veränderung der Körpertemperatur, die beim Betreten oder Verlassen einer Sauna auftritt, bei einigen Menschen Migräne auslösen.

Kopfschmerzen nach der Sauna: Mögliche Ursachen und Lösungen

Obwohl die Sauna viele positive Effekte hat, können bei manchen Menschen nach dem Saunagang Kopfschmerzen auftreten. Kopfschmerzen nach der Sauna sind meist ein Zeichen dafür, dass der Körper überlastet wurde. Einer der Hauptgründe für Kopfschmerzen nach einem Saunabesuch ist der erhebliche Flüssigkeitsverlust des Körpers durch das intensive Schwitzen. Um Dehydratation und folglich Kopfschmerzen zu vermeiden, ist es essenziell, vor dem Saunabesuch ausreichend zu trinken. Es ist wichtig, weder direkt vor dem Saunagang zu essen noch mit völlig leerem Magen in die Sauna zu gehen. Ein ganztägiger Verzicht auf Nahrung kann zu einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel führen, der neben Kopfschmerzen auch Kreislaufprobleme zur Folge haben kann.

Mögliche Ursachen für Kopfschmerzen nach dem Saunieren:

  • Dehydration: Starkes Schwitzen führt zu Flüssigkeitsverlust.
  • Elektrolytmangel: Durch das Schwitzen gehen wichtige Mineralstoffe verloren.
  • Blutdruckschwankungen: Die Hitze kann den Blutdruck beeinflussen.
  • Überhitzung: Der Körper kann überlastet sein.
  • Niedriger Blutzuckerspiegel: Ein leerer Magen kann zu Unterzuckerung führen.

Tipps zur Vermeidung von Kopfschmerzen nach der Sauna:

  • Ausreichend trinken: Trinken Sie vor, während und nach dem Saunagang ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee.
  • Elektrolyte auffüllen: Essen Sie nach dem Saunieren eine Kleinigkeit, um den Elektrolythaushalt auszugleichen.
  • Kreislauf schonen: Gehen Sie langsam aus der Sauna und vermeiden Sie abrupte Temperaturwechsel.
  • Nicht übertreiben: Hören Sie auf Ihren Körper und verlassen Sie die Sauna, wenn Sie sich unwohl fühlen.
  • Vorher essen: Vermeiden Sie es, mit leerem Magen in die Sauna zu gehen.

Die Rolle des vegetativen Nervensystems

Eine der wichtigsten, aber oft übersehenen Wirkungsweisen von Hydrotherapie und Thermenanwendungen bei Migräne liegt in der positiven Beeinflussung des vegetativen Nervensystems, auch autonomes Nervensystem genannt. Dieses steuert unwillkürliche Körperfunktionen wie Herzschlag, Atmung, Verdauung und auch die Regulation der Blutgefäße. Es besteht aus zwei Gegenspielern: dem Sympathikus, der für Aktivierung und Stressreaktionen zuständig ist, und dem Parasympathikus, der für Erholung und Regeneration sorgt. Bei vielen Migränepatienten ist dieses System aus dem Gleichgewicht geraten, mit einem überaktiven Sympathikus und einem unteraktiven Parasympathikus.

Chronischer Stress, ein Hauptauslöser für Migräne, führt zu einer dauerhaften Aktivierung des Sympathikus. Dies äußert sich in erhöhter Herzfrequenz, flacher Atmung, Muskelverspannungen und einer gesteigerten Schmerzempfindlichkeit. Die Blutgefäße sind dauerhaft in einem Zustand erhöhter Anspannung, was die Grundlage für Migräneanfälle schaffen kann. Regelmäßige Hydrotherapie-Anwendungen können hier gezielt regulierend eingreifen. Die Temperaturreize, insbesondere Wechselanwendungen, trainieren das autonome Nervensystem in seiner Anpassungsfähigkeit. Der Körper lernt, flexibler zwischen Anspannung und Entspannung zu wechseln, was die vegetative Stabilität erhöht.

Die Förderung der parasympathischen Regeneration ist ein zentraler Mechanismus, durch den Thermenanwendungen bei Migräne wirken. Warme Bäder, sanfte Massagen und Entspannungsübungen aktivieren den Vagusnerv, den Hauptnerv des Parasympathikus. Der Vagusnerv sendet beruhigende Signale an alle Organe: Die Herzfrequenz verlangsamt sich, der Blutdruck sinkt, die Atmung wird tiefer, und die Verdauung wird angeregt. Diese parasympathische Aktivierung ist das Gegenteil des Stresszustands und schafft die Voraussetzungen für Heilung und Regeneration. Studien haben gezeigt, dass eine höhere vagale Aktivität mit einer geringeren Migränehäufigkeit einhergeht. Menschen, die regelmäßig entspannungsfördernde Aktivitäten praktizieren, haben messbar mehr vagale Aktivität und damit ein robusteres autonomes Nervensystem.

Der Stressabbau durch Thermenanwendungen wirkt auf mehreren Ebenen migränepräventiv. Psychologischer Stress ist einer der häufigsten Migränetrigger, und alles, was Stress reduziert, kann die Migränehäufigkeit verringern. Die Auszeit vom Alltag während eines Thermenbesuchs, die ruhige Atmosphäre, die körperliche Entspannung und die Fokussierung auf das eigene Wohlbefinden schaffen einen Raum, in dem das überreizte Nervensystem zur Ruhe kommen kann. Dieser Effekt ist nicht nur kurzfristig spürbar, sondern kann bei regelmäßigen Besuchen zu einer dauerhaften Erhöhung der Stressresilienz führen.

Wissenschaftliche Studien untermauern diese Beobachtungen. Eine Studie mit Migränepatienten, die über drei Monate regelmäßig Thermalwasser-Anwendungen erhielten, zeigte eine durchschnittliche Reduktion der Migränetage um 40 Prozent. Die Lebensqualität, gemessen mit standardisierten Fragebögen, verbesserte sich signifikant. Eine andere Untersuchung zur Kneipp-Therapie bei chronischen Kopfschmerzen fand heraus, dass Patienten, die regelmäßig Wechselanwendungen und Güsse durchführten, sowohl seltener als auch weniger intensive Kopfschmerzepisoden hatten. Die Verbesserung der Lebensqualität durch weniger Schmerztage, reduzierten Medikamentenverbrauch und erhöhte Arbeitsfähigkeit ist für viele Betroffene der wichtigste Therapieerfolg.

Bewegungstherapie im und am Wasser ist ein unterschätzter Faktor in der Migränebehandlung. Sanfte Bewegung, wie Schwimmen oder Aqua-Fitness, verbessert die Durchblutung, baut Stress ab und fördert die Ausschüttung von Endorphinen. Gleichzeitig werden Muskeln gekräftigt und Fehlhaltungen korrigiert, was besonders bei spannungsbedingten Kopfschmerzen hilft. Wichtig ist, die Intensität moderat zu halten und Überforderung zu vermeiden, da zu intensive sportliche Belastung selbst ein Migränetrigger sein kann.

Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung, Meditation oder Atemübungen sollten als fester Bestandteil eines ganzheitlichen Therapiekonzepts etabliert werden. Diese Techniken können in Kursen erlernt und dann täglich zu Hause praktiziert werden. Bereits 10 bis 15 Minuten tägliche Übung können einen merklichen Unterschied machen und die Wirkung der anderen Thermenanwendungen verstärken.

Empfehlungen für die praktische Umsetzung

Um den positiven Effekt der Sauna bei Kopfschmerzen zu nutzen und negative Auswirkungen zu vermeiden, sollten Sie folgende Empfehlungen beachten:

  • Ärztliche Beratung: Klären Sie vor dem ersten Saunabesuch mit Ihrem Arzt, ob die Sauna für Sie geeignet ist. Dies gilt insbesondere, wenn Sie unter Vorerkrankungen leiden oder Medikamente einnehmen.
  • Langsam beginnen: Steigern Sie die Dauer und Häufigkeit der Saunabesuche langsam.
  • Auf den Körper hören: Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers und verlassen Sie die Sauna, wenn Sie sich unwohl fühlen.
  • Ausreichend trinken: Trinken Sie vor, während und nach dem Saunagang ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee.
  • Elektrolyte ausgleichen: Essen Sie nach dem Saunieren eine Kleinigkeit, um den Elektrolythaushalt auszugleichen.
  • Abkühlung nicht vergessen: Kühlen Sie sich nach dem Saunagang ausreichend ab, um Ihren Kreislauf zu stabilisieren.
  • Entspannungstechniken: Ergänzen Sie die Saunabesuche mit Entspannungstechniken wie progressiver Muskelentspannung oder Meditation.
  • Regelmäßigkeit: Regelmäßige Saunabesuche können die positiven Effekte verstärken.

Matejas Erfahrung

Mateja, 42 Jahre, berichtet: „Ich hatte jahrelang Kopfschmerzen, oft auch Migräne. Eine Freundin empfahl mir die Sauna, und zunächst war ich skeptisch. Doch nach einigen Wochen regelmäßiger Besuche stellte ich fest, dass die Kopfschmerzen deutlich seltener wurden. Migräneanfälle treten zwar noch auf, sind aber weniger intensiv und leichter zu ertragen.“

tags: #sauna #beugt #migrane #vor