Zeckenhalsband für Hunde: Nebenwirkungen und Alternativen

Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen des Frühlings locken, zieht es uns und unsere Hunde wieder vermehrt in die Natur. Doch mit steigenden Temperaturen werden auch Zecken aktiv, die als Parasiten und potenzielle Überträger von Krankheitserregern eine Gefahr für unsere Vierbeiner darstellen. Viele Hundehalter greifen daher auf Zeckenhalsbänder zurück, um ihre Hunde zu schützen. Allerdings können diese Halsbänder auch Nebenwirkungen haben.

Funktionsweise von Zeckenhalsbändern

Es gibt verschiedene Arten von Zeckenhalsbändern, wobei die mit chemischen Wirkstoffen am häufigsten eingesetzt werden. Diese Halsbänder verteilen ihre Wirkstoffe nach dem Anlegen auf der Hautoberfläche des Hundes und dringen in Haut und Fell ein. Der volle Effekt tritt in der Regel innerhalb von zwei Tagen bis zu einer Woche ein. Die meisten chemischen Zeckenhalsbänder geben kontinuierlich Inhaltsstoffe ab und sollen so eine Wirkungsdauer von bis zu sechs Monaten haben.

Zeckenhalsbänder für Hunde können auf unterschiedliche Weisen wirken. Zu den häufigsten chemischen Wirkungen gehören:

  • Hot-Foot-Effekt: Verursacht Koordinationsprobleme und Verwirrtheit bei den Parasiten, wenn sie mit dem Halsband in Kontakt kommen.
  • Repellent-Effekt: Sorgt für eine abschreckende Wirkung gegenüber Flöhen, Zecken oder Milben, noch bevor diese direkten Hautkontakt mit dem Hund haben.
  • Anti-Feeding-Effekt: Verhindert, dass sich ein Parasit festbeißt, indem die Inhaltsstoffe des Halsbandes sich im Hautfett des Hundes absetzen.
  • Knock-Down-Effekt: Tötet die Insekten, indem die giftigen Inhaltsstoffe im Blut und Hautfett des Hundes gespeichert werden.

Chemische Inhaltsstoffe und ihre Risiken

Viele Zeckenhalsbänder ziehen ihre effektive Wirkung aus Insektiziden und Nervengiften. Einige der häufigsten Inhaltsstoffe sind:

  • Deltamethrin: Ein Insektizid und Nervengift, das sich im Hautfett des Hundes anreichert und bei Insekten unkontrollierbare Nervenimpulse, Koordinationsprobleme und Lähmungen verursacht.
  • Imidacloprid: Ein Insektizid, das als Kontakt- und Fraßgift wirkt und sich äußerlich auf der Hautoberfläche des Hundes verteilt.
  • Fipronil: Ein Insektizid mit Kontaktwirkung, das einen repellierenden Effekt gegenüber Parasiten besitzt und sich unter anderem in den Haarfollikeln anlagert.
  • Carbamat: Ein Insektizid, das bei Zecken und Co. Nervenimpulse auslöst.

Diese Substanzen können beim Tragen vom Zeckenhalsband für Hunde Nebenwirkungen verursachen. Es ist wichtig, die Inhaltsstoffe auf der Verpackung zu überprüfen und die Risiken abzuwägen, bevor man ein solches Produkt verwendet.

Lesen Sie auch: Nebenwirkungen und Verfahren der Thermokoagulation

Mögliche Nebenwirkungen von Zeckenhalsbändern

Nicht immer hat der Einsatz von einem Zeckenhalsband beim Hund Nebenwirkungen. Es gibt viele Vierbeiner, die hervorragend mit einem solchen Halsband zurechtkommen. Allerdings können verschiedene Nebenwirkungen auftreten:

  • Hautirritationen: Rötungen, Juckreiz und andere Hautirritationen im Bereich des Halsbandes sind häufige Nebenwirkungen. Eine Kontaktallergie auf Gummi, Kautschuk oder die Chemikalien im Halsband kann starken Juckreiz, Schwellungen, Ekzeme, eitrige Krusten oder Geschwüre verursachen.
  • Umweltbelastung: Die Nervengifte, die über das Halsband abgegeben werden, können ins Wasser gelangen und für Wasserorganismen tödlich sein.
  • Gefahr für Katzen: Wirkstoffe wie Permethrin oder Deltamethrin sind für Katzen giftig und können nachhaltige Schäden verursachen, da Katzen den Wirkstoff im Körper nicht umwandeln können. Symptome bei Katzen können beispielsweise Zittern, Krämpfe oder Koordinationsstörungen sein.
  • Beeinträchtigung der Lebensqualität: Hersteller weisen darauf hin, dass man sich nach dem Anfassen des Halsbandes die Hände waschen sollte und inniger Kontakt zwischen Hund und Kindern vermieden werden sollte. Auch das Schlafen im Bett mit dem Hund wird nicht empfohlen.
  • Strangulationsgefahr: Wenn der Hund beim Spielen oder Toben mit dem Halsband hängen bleibt, besteht Strangulationsgefahr.
  • Vergiftungsrisiko: Wenn der Hund das Halsband zerkaut und verschluckt, besteht Vergiftungsrisiko.
  • Neurologische Schäden: Das Scalibor ist bekannt dafür, dass es neurologische Schäden verursachen kann.

Einige Hundehalter berichten auch von einem Zusammenhang zwischen Zeckenhalsbändern und Epilepsie. Obwohl es keine eindeutigen Beweise dafür gibt, sollte man bei Hunden mit Epilepsie besonders vorsichtig sein und gegebenenfalls auf alternative Schutzmaßnahmen zurückgreifen. Es wurde auch berichtet, dass das Zeckenhalsband beim Hund gefährlich werden kann, wenn er gerne ausgiebig tobt und spielt oder sich wie ein Jagdhund häufig durchs Unterholz schlägt.

Natürliche Alternativen zu chemischen Zeckenhalsbändern

Es gibt verschiedene natürliche Alternativen zu chemischen Zeckenhalsbändern, die schonender für den Hund und die Umwelt sind:

  • Zeckenhalsbänder mit ätherischen Ölen: Diese Halsbänder enthalten ätherische Öle wie Lavandin-, Zitronengras- oder Pfefferminzöl, die Parasiten abhalten sollen. Allerdings können auch hier allergische Reaktionen auftreten.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Kokosöl, Schwarzkümmelöl, Zistrosenkraut, Knoblauch oder Bierhefe können eine abschreckende Wirkung auf Zecken haben. Die natürlichen Stoffe reichern sich im Hundekörper an und geben über die Haut einen Duft ab, den Zecken nicht mögen.
  • Bernsteinketten: Sollen sich durch Reibung aufladen und diese Ladung für den Hund nicht merkbar an die Zecken weitergeben.
  • Kokosöl: Das Kokosöl im Fell schadet dem Hund nicht, auch wenn er es ableckt. Das Fell wird dadurch sogar gepflegt.

Weitere Maßnahmen zur Zeckenprophylaxe

Neben Zeckenhalsbändern und alternativen Mitteln gibt es weitere Maßnahmen, die man zur Zeckenprophylaxe ergreifen kann:

  • Absuchen des Fells: Nach jedem Spaziergang sollte das Fell des Hundes gründlich nach Zecken abgesucht und diese sorgsam entfernt werden.
  • Vermeidung von Risikogebieten: Zecken halten sich bevorzugt in hohem Gras und Unterholz auf. Diese Gebiete sollten möglichst gemieden werden.
  • Zecken richtig entfernen: Die Zecke sollte möglichst nah an der Haut gefasst und vorsichtig sowie gleichmäßig aus der Haut gezogen werden. Dabei sollte man ruckartige Bewegungen vermeiden und die Zecke nicht quetschen.

Lesen Sie auch: Schlaganfall und seine Auswirkungen

Lesen Sie auch: Gehirnbestrahlung: Was Sie wissen sollten

tags: #scalibor #nebenwirkungen #epilepsie