Schmerzklinik Kiel: Spezialisierte Migräne- und Kopfschmerzbehandlung

Kopfschmerzen und Migräne sind weit verbreitete Volkskrankheiten, die den Alltag der Betroffenen erheblich beeinträchtigen können. Viele Patienten erleben eine jahrelange Odyssee von Arzt zu Arzt, ohne eine nachhaltige Linderung ihrer Beschwerden zu erfahren. Die Schmerzklinik Kiel hat sich auf die spezialisierte und fachübergreifende Versorgung von Patienten mit schweren chronischen Kopfschmerzerkrankungen und anderen neurologischen Schmerzerkrankungen spezialisiert, um hier Abhilfe zu schaffen.

Das Konzept der Schmerzklinik Kiel

Die Schmerzklinik Kiel unter der Leitung von Prof. Dr. Hartmut Göbel gehört zu den bundesweit führenden Häusern in der Schmerztherapie. Kern der Behandlung ist die multimodale Schmerztherapie, also die konsequente fachübergreifende Umsetzung des internationalen wissenschaftlichen Wissens mit indikationsspezifischer Kooperation spezialisierter Behandler sowie deren Vernetzung. Grundlage ist das Verständnis von chronischem Schmerz als eigenständige Krankheit und bio-psycho-soziales Problem.

Multimodale Schmerztherapie

Die multimodale Schmerztherapie ist ein zentraler Bestandteil des Behandlungsansatzes der Schmerzklinik Kiel. Sie beinhaltet eine individuell abgestimmte Behandlung, bestehend aus somatischen und psychologischen Therapieformen nach vorgegebenem Behandlungsplan. Dabei arbeiten Ärzte, Psychologen, Physiotherapeuten, Sporttherapeuten sowie weitere Spezialisten fachübergreifend zusammen. Das ganzheitliche Konzept verbindet medikamentöse und nichtmedikamentöse Strategien. Dazu gehören auch verhaltensmedizinische Einzel- und Gruppentherapien.

Individuelle Behandlungspläne

Jeder Patient erhält einen individuellen Behandlungsplan, der auf seine spezifischen Bedürfnisse und Beschwerden zugeschnitten ist. Die Therapieziele werden unter den Therapeuten abgesprochen, und es erfolgt eine kontinuierliche Verlaufs- und Erfolgskontrolle.

Fachübergreifende Zusammenarbeit

Die enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachrichtungen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Schmerzklinik Kiel. Ärzte, Psychologen, Physiotherapeuten und Sporttherapeuten arbeiten Hand in Hand, um eine umfassende und effektive Behandlung zu gewährleisten.

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Behandlungsschwerpunkte

Die Schmerzklinik Kiel bietet spezielle Therapien für verschiedene Arten von Kopfschmerzen und Schmerzerkrankungen an, darunter:

  • Migräne mit und ohne Aura
  • Migräne-Komplikationen
  • Chronische Spannungskopfschmerzen
  • Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch
  • Clusterkopfschmerz
  • Nervenschmerz (neuropathischer Schmerz)
  • Rückenschmerz
  • Andere Formen chronischer Schmerzerkrankungen
  • Schwere und häufige Migräne
  • Chronische Spannungskopfschmerzen
  • Clusterkopfschmerzen
  • Kopfschmerzen bei Medikamentenübergebrauch
  • Posttraumatische Kopfschmerzen
  • Neuralgien
  • Kopfschmerzen mit komplexen Begleiterscheinungen
  • Seltene Kopfschmerzen mit schwerem Leidensdruck
  • Andere Schmerzerkrankungen bei Erkrankungen des peripheren und zentralen Nervensystems

Das Konzept in drei Schritten

Das Behandlungskonzept der Schmerzklinik Kiel ist in drei Phasen unterteilt:

  • Phase I: Diagnostik und Therapieplanung durch einen Schmerztherapeuten. Ob das Behandlungsprogramm für Sie und Ihre Erkrankung in Frage kommt, entscheidet Ihr behandelnder Arzt oder Ihre Ärztin vor Ort aufgrund der Untersuchungsbefunde mit Ihnen gemeinsam. Die Schmerzerkrankung wird durch eine:n Schmerztherapeut:in diagnostiziert und in Schweregrade eingestuft.
  • Phase II: Vollstationäre neurologisch-verhaltensmedizinische Behandlung in der Schmerzklinik Kiel bei schweren Schmerzerkrankungen.
  • Phase III: Einjährige Begleitung mit regelmäßigen Verlaufs- und Erfolgskontrollen, nach der die Therapie individuell angepasst wird. Der Patient oder die Patientin wird ein Jahr lang weiter begleitet.

Vorteile für Patienten

Patienten, die sich in der Schmerzklinik Kiel behandeln lassen, profitieren von zahlreichen Vorteilen:

  • Expertise: Die Schmerzklinik Kiel gehört zu den bundesweit führenden Häusern in der Schmerztherapie.
  • Koordination: Die Schmerzklinik Kiel übernimmt die Abstimmung mit anderen behandelnden Ärzten und sorgt für eine reibungslose Zusammenarbeit aller Spezialisten.
  • Information: Der behandelnde Arzt informiert den Patienten ausführlich über die diagnostischen Ergebnisse und die weiteren Behandlungsschritte.
  • Schnelle Termine: Patienten erhalten schnellstmöglich einen Termin in der Schmerzklinik und Folgetermine für die Nachsorge.
  • Individuelle Anpassung: Das Therapiekonzept wird im Rahmen der festgelegten Behandlungspfade individuell angepasst.
  • Netzwerk: Die Schmerzklinik Kiel baut ein umfassendes Netzwerk für Kopfschmerz-Patienten auf, um eine wohnortnahe Versorgung nach neuesten medizinischen Erkenntnissen zu gewährleisten.

Teilnahme am Behandlungsnetzwerk

Die Teilnahme am Behandlungsnetzwerk der Schmerzklinik Kiel ist freiwillig. Nach einem Erstgespräch mit einem teilnehmenden Schmerztherapeuten unterschreibt der Patient eine "Teilnahmeerklärung zur Besonderen Versorgung". Während der Behandlung sind die Patienten an die am Vertrag teilnehmenden Ärzte und die Schmerzklinik Kiel gebunden. Die Behandlung und die Bindungsfrist enden mit Abschluss der letzten Nachuntersuchung. Unabhängig davon kann der Patient seine Teilnahme jederzeit beenden, sofern ein wichtiger Grund vorliegt.

Kontakt zur Schmerzklinik Kiel

Interessierte Patienten können sich an die Schmerzklinik Kiel wenden, um Informationen über teilnehmende Praxen in ihrer Nähe zu erhalten.

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Aufnahmeformalitäten

Zur Planung des Aufnahmetermins in der Schmerzklinik Kiel sind folgende Schritte erforderlich:

  1. Der behandelnde Arzt stellt eine Verordnung von Krankenhausbehandlung aus.
  2. Der Arzt füllt die Aufnahme-Checkliste aus.
  3. Der Patient füllt den Schmerzkalender und den Schmerzfragebogen aus.
  4. Alle Unterlagen und zusätzlich Kopien aller relevanter Arztbriefe, Röntgenbilder etc. werden an die auf der Aufnahme-Checkliste angegebene Anschrift gesendet.

Kostenübernahme

Zahlreiche Krankenkassen haben eine integrierte Versorgung ihrer Versicherten mit dem Behandlungsnetz der Schmerzklinik Kiel vertraglich geregelt. Für Versicherte der AOK Schleswig-Holstein, der Techniker Krankenkasse, der Deutschen Angestelltenkrankenkasse, der Hanseatischen Krankenkasse HEK, der Landwirtschaftlichen Krankenkasse Schleswig-Holstein und Hamburg, der Knappschaft Bahn See, der BKK vor Ort und der E.ON Betriebskrankenkasse erfolgt bei Vorliegen der Aufnahmebedingungen eine Kostenübernahme.

Masterstudiengang Migraine and Headache Medicine

Die Medizinische Fakultät der Universität zu Kiel bietet in Kooperation mit der Schmerzklinik Kiel den berufsbegleitenden Masterstudiengang Migraine and Headache Medicine an. Der Studiengang wurde unter der fachlichen Leitung von Herrn Professor Hartmut Göbel entwickelt und vermittelt fachübergreifend die aktuellen wissenschaftlichen Ergebnisse, Versorgungsgrundlagen und Rahmenbedingungen, die für eine zeitgemäße interdisziplinäre Erforschung, Diagnostik und Therapie von Migräne- und Kopfschmerzerkrankungen relevant sind.

Inhalte und Struktur des Studiengangs

Der Studiengang erstreckt sich über vier Semester und umfasst 15 Präsenzwochenenden und 3 Präsenzwochen (1.-3. Semester). Im vierten Semester wird eine Masterarbeit angefertigt.

Die Inhalte des Studiums verteilen sich auf drei Semester, in jedem dieser Semester ist ein Klinikpraktikum vorgesehen.

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  1. Erstes Semester: Grundlagen der Kopfschmerzerkrankungen und der Organisation der Versorgung in einem auf Behandlung von Kopfschmerzen spezialisierten Krankenhaus. Schwerpunkt liegt dabei auf der Epidemiologie, Klassifikation und Pathophysiologie von Kopfschmerzerkrankungen.
  2. Zweites Semester: Methoden und Kriterien zur Diagnose der verschiedenen Kopfschmerzerkrankungen. Im Vordergrund steht dabei der fachübergreifende Ansatz mit verschiedenen modernen Methoden. Ein zweites Modul stellt die spezifischen Behandlungs- und Präventionsmethoden für die unterschiedlichen Entitäten der Kopf- und Gesichtsschmerzen dar.
  3. Drittes Semester: Konkrete interdisziplinäre Teamarbeit in Kopfschmerzzentren. Dem vorangehend werden die Modelle der Teamarbeit erläutert und geübt, sowie auch die Anforderungen zur Leitung eines Projektteams. Die organisatorischen Voraussetzungen für eine effektive Kopfschmerzbehandlung werden mit einem Überblick über das Gesundheitssystem und die verschiedenen Organisationsformen der Kopfschmerzbehandlung dargestellt.

Zielgruppe

Der Studiengang richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie andere Fachkräfte im Gesundheitswesen, die sich auf die Behandlung von Migräne- und Kopfschmerzerkrankungen spezialisieren möchten.

Abschluss

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums wird der akademische Grad Master of Migraine and Headache Medicine (MMHM) verliehen.

Öffentliche Vortragsveranstaltung

Im Rahmen des Weiterbildungsmasterstudienganges lädt das Zentrum für Wissenschaftliche Weiterbildung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zu einer öffentlichen Vortragsveranstaltung für Patientinnen und Patienten, Angehörige und Interessierte ein. Expertinnen und Experten berichten über neue Entwicklungen in der Migräne- und Kopfschmerztherapie. Im Anschluss daran erfolgt eine Podiumsdiskussion mit Präsidiumsmitgliedern von bundesweiten Selbsthilfegruppen zum Thema.

Aktuelle Entwicklungen in der Kopfschmerztherapie

Die Behandlung von Kopfschmerzen hat sich in den vergangenen Jahren als eines der erfolgreichsten und faszinierendsten Felder der Medizin entwickelt. Viele Ursachen von Kopfschmerzen wurden aufgedeckt, und die Mechanismen, die Kopfschmerzen unterhalten und verschlimmern, sind eingehender bekannt. Heute können Kopfschmerzen sehr präzise klassifiziert und diagnostiziert werden. Es werden heute 367 Hauptformen von Kopfschmerzen unterschieden. Die meisten Kopfschmerzformen können präzise und spezialisiert behandelt werden. Bei den weit verbreiteten Kopfschmerzformen, insbesondere der Migräne und dem Kopfschmerz vom Spannungstyp, spielt die Vorbeugung durch Verhaltensanpassung, Wissen und Information eine entscheidende Rolle. Ohne Kenntnis der Hintergründe, die Kopfschmerzen bedingen, unterhalten und komplizieren, ist eine erfolgreiche und nachhaltige Kopfschmerzbehandlung nicht möglich.

Auch neue und innovative Medikamente stehen Kopfschmerzpatientinnen und -patienten heute zur Verfügung. Das zeitgemäße und moderne Wissen muss jedoch den Betroffenen auch unmittelbar zur Verfügung gestellt werden.

Prävention von Gewalt und Missbrauch

Gemäß § 4 Absatz 2 der Qualitätsmanagement-Richtlinie haben Einrichtungen die Prävention von und Intervention bei Gewalt und Missbrauch als Teil des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements vorzusehen. Ziel ist es, Missbrauch und Gewalt insbesondere gegenüber vulnerablen Patientengruppen, wie beispielsweise Kindern und Jugendlichen oder hilfsbedürftigen Personen, vorzubeugen, zu erkennen, adäquat darauf zu reagieren und auch innerhalb der Einrichtung zu verhindern. Das jeweilige Vorgehen wird an Einrichtungsgröße, Leistungsspektrum und den Patientinnen und Patienten ausgerichtet, um so passgenaue Lösungen zur Sensibilisierung der Teams sowie weitere geeignete vorbeugende und intervenierende Maßnahmen festzulegen. Dies können u. a.

Gemäß § 4 Absatz 2 in Verbindung mit Teil B Abschnitt I § 1 der Qualitätsmanagement-Richtlinie haben sich Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche versorgen, gezielt mit der Prävention von und Intervention bei (sexueller) Gewalt und Missbrauch bei Kindern und Jugendlichen zu befassen (Risiko- und Gefährdungsanalyse) und - der Größe und Organisationsform der Einrichtung entsprechend - konkrete Schritte und Maßnahmen abzuleiten (Schutzkonzept).

Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)

AMTS ist die Gesamtheit der Maßnahmen zur Gewährleistung eines optimalen Medikationsprozesses mit dem Ziel, Medikationsfehler und damit vermeidbare Risiken für Patientinnen und Patienten bei der Arzneimitteltherapie zu verringern.

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