Schnelle Ermüdung der Nerven und Muskeln: Ursachen und Behandlungsansätze

Die schnelle Ermüdung der Nerven und Muskeln kann viele Ursachen haben und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Erkrankungen und Faktoren, die zu diesem Zustand führen können, und stellt Behandlungsansätze vor.

Fibromyalgie als Ursache für schnelle Erschöpfung

Fibromyalgie (auch Fibromyalgiesyndrom genannt) ist eine chronische Schmerzerkrankung, die sich durch Schmerzen in verschiedenen Körperregionen äußert. Die Schmerzen können auf der Haut, in den Muskeln und Gelenken spürbar sein. Andere typische Beschwerden sind Schlafstörungen, Müdigkeit, schnelle körperliche wie geistige Erschöpfung und Konzentrationsprobleme.

Symptome und Diagnose der Fibromyalgie

Fibromyalgie äußert sich vor allem durch chronische tiefliegende Muskelschmerzen in verschiedenen Körperregionen. Die Schmerzen fühlen sich oft an wie eine Muskelzerrung oder ein heftiger Muskelkater. Sie sind häufig unberechenbar und können jeden Tag anders sein, zum Beispiel unterschiedlich stark, oder sie treten an verschiedenen Stellen im Körper auf. Dies macht es Menschen mit Fibromyalgie schwer, etwas zu planen - ob alltägliche Aktivitäten wie Einkaufen oder einen Ausflug. Bei manchen Menschen lassen die Beschwerden tagsüber für einige Stunden nach, sodass sie in dieser Zeit etwas erledigen können.

Schlechter, nicht erholsamer Schlaf, Müdigkeit und Erschöpfung sind weitere typische Beschwerden einer Fibromyalgie. Viele Betroffene haben manchmal Probleme, klare Gedanken zu fassen, sich Dinge zu merken, Worte zu finden oder sich zu konzentrieren. Man weiß inzwischen, dass die Schmerzverarbeitung im Gehirn bei Fibromyalgie gestört ist. Deshalb ist die Schwelle, ab der Reize als Schmerzen empfunden werden, bei Menschen mit Fibromyalgie niedriger als bei anderen Menschen. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen davon aus, dass mehrere Faktoren für eine Fibromyalgie verantwortlich sind. Sie vermuten, dass die Erkrankung durch eine Mischung aus genetischen Faktoren und körperlichen oder psychischen Belastungen ausgelöst wird, die zu Veränderungen in der Schmerzverarbeitung führen.

Um festzustellen, ob jemand an Fibromyalgie erkrankt ist, sind ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch und eine körperliche Untersuchung erforderlich. Der sogenannte Fibromyalgie-Symptom-Fragebogen kann dabei helfen, die Beschwerden zu erfassen. Es könnte sich um Fibromyalgie handeln, wenn in den drei Monaten vor der Untersuchung mindestens 7 von 19 festgelegten Körperbereichen geschmerzt haben. Konzentrationsprobleme, Erschöpfung, Morgenmüdigkeit, Magenschmerzen oder -krämpfe, Kopfschmerzen und Depressionen sind zusätzliche Symptome, die bei einer Fibromyalgie einen bestimmten Schweregrad erreichen und zusammen mit den Schmerzen seit mindestens drei Monaten bestehen. Außerdem gibt es keine andere körperliche Erkrankung, die die Beschwerden erklärt.

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Behandlungsmöglichkeiten bei Fibromyalgie

Studien zeigen jedoch, dass es durchaus Behandlungen gibt, die die typischen Beschwerden lindern können. Außerdem kommen viele Erkrankte mit der Zeit mit ihren Schmerzen besser zurecht. Sie finden heraus, welche Aktivitäten sie sich zumuten können - und wann es besser ist, kürzer zu treten.

Studien zeigen, dass Bewegung und leichter Sport wie Radfahren oder Walking das Wohlbefinden verbessern, den Körper stärken und Schmerzen etwas lindern können. Sie sind daher ein wichtiger Teil der Behandlung. Bestimmte Medikamente können Fibromyalgie-Schmerzen bei manchen Menschen deutlich lindern. Bei ihnen haben sich die Medikamente Amitriptylin, Duloxetin und Pregabalin in Studien als wirksam erwiesen. Sie beeinflussen bestimmte Botenstoffe, die auch die Schmerzwahrnehmung steuern. Die Mittel wurden ursprünglich zur Behandlung von Depressionen oder Epilepsie entwickelt. Bei Fibromyalgie werden sie aber nicht wegen ihrer antidepressiven oder antiepileptischen Wirkung eingesetzt. Von herkömmlichen Schmerzmitteln wie Diclofenac, Ibuprofen oder Paracetamol wird bei Fibromyalgie in der Regel abgeraten.

Bestimmte physikalische Therapien, insbesondere Thermalbäder, werden von vielen Menschen mit Fibromyalgie als angenehm empfunden. Manche beschreiben auch Saunagänge oder sanfte Massagen als erleichternd. Vor allem bei starken Beschwerden kann eine multimodale Schmerztherapie sinnvoll sein. Dabei werden Bewegung, Entspannung und Methoden zur Schmerzbewältigung aus der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) miteinander kombiniert. Eine KVT und andere psychotherapeutische Verfahren können dabei helfen, im Alltag besser mit Schmerzen und anderen Beschwerden zurechtzukommen. Was Menschen mit Fibromyalgie guttut und wie sie mit den Beschwerden umgehen, ist sehr unterschiedlich. Über die Zeit eigene Strategien zum Umgang mit der Erkrankung zu entwickeln, ist für das Wohlbefinden vielleicht am wichtigsten. Das bedeutet, zu lernen, mit den Beschwerden besser zurechtzukommen - statt seine Kraft darauf zu verwenden, gegen die Erkrankung anzukämpfen, zu überdenken, was im Alltag wirklich wichtig ist, nicht nach Perfektion zu streben und seine Grenzen zu erkunden und zu beachten.

Myasthenia Gravis: Eine Autoimmunerkrankung als Ursache

Erst ermüden die Augen, dann werden Bewegungen der Arme und Beine schwer. Im schlimmsten Fall treten Schluckstörungen und Atemlähmungen auf. Die Autoimmunerkrankung Myasthenia gravis bedeutet für Erkrankte meist eine große Belastung. Schätzungen zufolge sind in Deutschland etwa 15 von 100.000 Menschen betroffen.

Ursachen und Symptome von Myasthenia Gravis

Bei der Myasthenia gravis, kurz MG, bildet der Körper meist Antikörper gegen körpereigene Bestandteile. Sie richten sich am häufigsten gegen den Acetylcholinrezeptor-Antikörper. Ob und welche Antikörper bei MG-Patienten vorhanden sind, wird über Blutuntersuchungen geklärt. Die Erkrankung entsteht oft bei Menschen mit einer gewissen Veranlagung. Eine zentrale Rolle für die Ausbildung der Antikörper spielt die Thymusdrüse, die hinter dem oberen Teil des Brustbeins sitzt und zu den Organen des Immunsystems gehört.

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Auffällig ist eine Ermüdung der Muskulatur, die im Laufe des Tages zunimmt. Zunächst sind vor allem kleinere Muskelgruppen betroffen, wie etwa die Augenmuskulatur. Den Betroffenen fällt es schwer, die Augenlider zu öffnen oder es entstehen Doppelbilder nach längerem Lesen. Auch ein zunehmend herabhängendes Augenlid - auf einer Seite ausgeprägter als auf der anderen - kann auffallen. Bei etwa 70 bis 80 Prozent der Betroffenen breitet sich die Schwäche meist innerhalb von zwei bis drei Jahren auch auf andere Muskelgruppen aus, man spricht dann von der Generalisierung der MG.

Bei der generalisierten Myasthenie können potenziell alle Muskeln beteiligt sein, typischerweise sind aber die Muskeln von Armen und Beinen betroffen. Erkrankte haben daher zum Beispiel Schwierigkeiten, Wäsche aufzuhängen oder Dinge über Kopf einzuräumen. Auch die Muskulatur des Gesichts kann betroffen sein, wodurch die Ausdrucksfähigkeit abnimmt und die Mimik erstarrt. Ungünstiger wird es, wenn die Muskeln von Zunge, Schlund oder Kehlkopf betroffen sind. Betroffene haben Schwierigkeiten beim Kauen von harten Speisen, verschlucken sich häufig oder haben eine verwaschene Sprache.

Ist die Atemmuskulatur gestört, äußert sich das durch eine schwache, tonlose Stimme, einen schwachen Hustenstoß oder häufiges Zwischenatmen beim Sprechen. Bei dieser Erkrankungsform besteht ein erhöhtes Risiko für eine sogenannte myasthene Krise: Sie gefährdet Betroffene durch eine Atemlähmung und schwere Schluckstörungen. Dabei kommt es zu einer schweren allgemeinen Muskelschwäche mit Schluckstörungen und unzureichender Atemarbeit. Zur Behandlung ist eine rasche Aufnahme auf einer Intensivstation notwendig.

Diagnose und Behandlung von Myasthenia Gravis

Bereits die Krankengeschichte mit charakteristischen Beschwerden lenkt den Verdacht auf eine Myasthenie. Zur näheren Differenzierung können spezielle Tests, die zur Ermüdung der Muskulatur führen, herangezogen werden. Neurophysiologische Tests zur Messung und Bestimmung der Muskelerregung (Elektromyografie, EMG) ergänzen die Diagnostik. Mithilfe von Blutanalysen wird nach Antikörpern gesucht.

Myasthenie ist nicht heilbar. Sie ist aber meist sehr gut medikamentös unter Kontrolle zu bringen. Therapieziel ist es daher, die Lebensqualität der Betroffenen wiederherzustellen oder zumindest deutlich zu verbessern. Die Therapie muss an die individuelle Krankengeschichte der Betroffenen angepasst sein. Dabei richtet sich die Entscheidung einerseits nach dem Vorhandensein von Antikörpern und nach dem Krankheitsverlauf.

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Die symptomatische Therapie lindert die Beschwerden, ohne die Ursache zu beseitigen. Hierzu wird meist ein Acetylcholinesterase-Hemmer (AChE-I) verwendet. Diese Medikamente verbessern die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel. Als sogenannte ursächliche Therapie kommen Medikamente infrage, die das überaktive Abwehrsystem unterdrücken. Sie können verhindern, dass das Abwehrsystem die krankmachenden Autoantikörper bildet. Die größte Bedeutung haben hier Corticoide wie Prednison, Prednisolon oder Methylprednisolon. Auch andere Präparate wie Mycophenolat-Mofetil, Ciclosporin A, Tacrolimus oder Methotrexat können versucht werden.

Ist ein stabiler Gesundheitszustand erreicht, kann nach einiger Zeit versucht werden, die Medikamente abzusetzen. Dies darf nie plötzlich erfolgen, sondern nur in engmaschiger Absprache mit der Ärztin odre dem Arzt durch eine langsame Reduzierung der Dosis. Ist eine Erkrankung des Thymus ursächlich für die Myasthenia gravis, sollte die Thymusdrüse in einer Operation entfernt werden.

Erwiesen ist inzwischen auch, dass sich Bewegung positiv auf den Krankheitsverlauf auswirkt und eine vergrößerte Muskelkraft zu einer besseren Lebensqualität führt. Neben Bewegungs- und Trainingstherapien können auch ergänzende Maßnahmen wie Physio- oder Ergotherapie, Logopädie, neuropsychologische Therapie und Entspannungsmaßnahmen zu einem positiven Krankheitsverlauf beitragen.

Muskelschwund als Ursache für Erschöpfung und Schwäche

Der menschliche Körper umfasst über 600 Muskeln, die das Skelettsystem aufrechterhalten und Bewegungen und Prozesse ermöglichen. Muskelschwund beschreibt den Rückgang und Abbau dieser Muskulatur am ganzen Körper. Die Ursachen können erblich bedingt sein. Weitere Ursachen sind Bewegungsmangel im Alter, Mangelernährung oder andere, neurologische Erkrankungen.

Ursachen und Symptome von Muskelschwund

Die Krankheit Muskelschwund ist ein Sammelbegriff für alle Erkrankungen, die eine Abnahme der Muskelzellen bewirken und damit einhergehend Muskelschwäche zur Folge haben. Sie lassen sich in zwei Kategorien, nach ihrer Entstehung einteilen: Muskelatrophie und Muskeldystrophie.

Muskeldystrophie der Typen Duchenne und Becker-Kiener treten meist bereits in der Kindheit auf - sie sind erblich bedingt. Die Ursache dieser Krankheiten liegt darin, dass zu wenig Eiweiß in die Muskulatur gelangt, weshalb diese verkümmert. Der ganze Körper kann von der Krankheit Muskelschwund betroffen sein. Deshalb zeigen sich die möglichen Symptome sehr unterschiedlich. Hinzu kommt, dass die Anzeichen des Muskelschwunds häufig nicht bemerkt werden oder als allgemeine Müdigkeit oder Erschöpfung abgetan werden.

Bei Kindern sind die häufigsten Symptome in der körperlichen und geistigen Entwicklung ersichtlich. Eltern können beispielsweise untypische Bewegungsabläufe oder eine allgemein verlangsamte Entwicklung bemerken. Die ersten Muskelschwund-Symptome bei Erwachsenen zeigen sich in einem allgemeinen Schwächegefühl und in Gangunsicherheiten oder, falls Organe betroffen sind, in Funktionsstörungen der Organe. Dazu gehören Herz-Kreislauf-Probleme oder Atemschwierigkeiten. Symptome des Muskelschwunds an den Beinen zeigen sich darin, dass das Gehen immer schwerer fällt oder Erkrankte nicht mehr selbstständig aufstehen können.

Diagnose und Behandlung von Muskelschwund

Beim Verdacht oder bei den ersten Anzeichen eines Muskelschwunds erfolgt eine ausführliche Anamnese durch einen Arzt oder eine Ärztin. Hierbei erfolgen eine körperliche Untersuchung und ein Gespräch, indem nach dauerhaft eingenommenen Medikamenten oder weiteren bestehenden Erkrankungen gefragt wird. Anschließend an die Anamnese werden weitere Untersuchungen durchgeführt, um die Diagnose der Krankheit Muskelschwund zu bestätigen und deren Ursache zu klären. Werden Muskeln abgebaut, finden sich wichtige Bausubstanzen der Muskelzellen im Blut wieder. So hat eine Blutuntersuchung in den meisten Fällen eine hohe Aussagekraft.

Bislang gibt es keine Behandlung, die die Symptome des Muskelschwunds rückgängig macht und die Erkrankung heilen kann. Die Ausnahme bildet hierbei der Rückgang der Muskulatur durch Immobilität oder durch mangelnde Ernährung. In diesem Fall kann die Muskulatur durch gezieltes Training sowie intensive Physiotherapie wiederaufgebaut werden. Liegt der Muskelschwäche eine andere Ursache zugrunde, kann diese nicht geheilt werden. Der Verlauf der Erkrankung kann lediglich verlangsamt und die Einschränkungen kompensieret werden. Die Behandlung der Muskeldystrophie umfasst überwiegend therapeutische Angebote wie die Physio- und Ergotherapie sowie spezielle Schlucktrainings, mit deren Hilfe die Bewegungsabläufe so lange wie möglich erhalten werden sollen.

Weitere Ursachen für Muskelschwäche und schnelle Ermüdung

Muskelschwäche kann verschiedenste Ursachen haben. Viele davon sind harmlos, es gibt jedoch auch eine Reihe von Krankheiten, die sich durch schwache und müde Muskeln äußern.

Mögliche Ursachen und Symptome

Wenn die Muskeln nicht so leistungsfähig sind wie gewohnt, ist häufig Erschöpfung der Grund - etwa durch ein intensives Training oder zu wenig Schlaf. Die Muskelschwäche ist in diesem Fall aber nicht von Dauer, sondern vorübergehend. Entscheidend ist, dass man während der Erholungsphase ausreichend trinkt und sich gesund ernährt. Denn die Muskeln brauchen Wasser und verschiedene Nährstoffe, um sich zu regenerieren und wieder normal funktionieren zu können. Auch Infektionskrankheiten wie die Grippe, HIV, pfeiffersches Drüsenfieber und Hepatitis C können die Leistungsfähigkeit der Muskeln vorübergehend einschränken.

Zahlreiche Erkrankungen gehen sowohl mit Müdigkeit als auch mit Muskelschwäche - oder einem Gefühl von Muskelschwäche - einher, wie das chronische Erschöpfungssyndrom, psychische Erkrankungen wie Depressionen, Schilddrüsenerkrankungen (Schilddrüsenüberfunktion oder -unterfunktion), Krebserkrankungen oder Fibromyalgie.

Eine seltene Erkrankung, die sich durch vor allem durch Schwäche in den Beinen (und Schultern) äußert, ist das Lambert-Eaton-Myasthenie-Syndrom (LEMS). Es entsteht entweder durch eine bestimmte Form von Lungenkrebs oder durch eine Störung im Immunsystem. Die Nervenenden können ihre Funktion dann nicht mehr wie gewohnt erfüllen. Sie geben Signale nur noch in abgeschwächter Form an den Muskel weiter. Dadurch kommt es zu der Muskelschwäche, vor allem in den Oberschenkeln.

Behandlungsmöglichkeiten

Welche Behandlung bei Muskelschwäche hilft, hängt von der Ursache ab. Lässt sich das Problem durch die Behandlung in den Griff bekommen, finden die Betroffenen häufig zu ihrer gewohnten Stärke zurück. Nach schweren Erkrankungen wie Krebs kann es hingegen Monate bis Jahre dauern, bis die Patientinnen und Patienten wieder bei Kräften sind. Das gilt vor allem für Muskel- und Nervenkrankheiten wie die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und multiple Sklerose (MS). Die Erkrankten haben meist ihr Leben lang mit körperlichen Einschränkungen zu kämpfen.

Geschwächte Muskeln lassen sich grundsätzlich durch gezieltes Krafttraining stärken. Eine wichtige Voraussetzung für den Muskelaufbau ist auch die Ernährung. Muskeln brauchen Eiweiß, um zu wachsen.

Myopathie als Ursache für Muskelschwäche und -ermüdung

Eine Myopathie ist eine Muskelerkrankung, die sowohl erblich bedingt als auch erworben sein kann. Je nachdem welche Form Betroffene haben, können neben den typischen Symptomen einer Myopathie wie Muskelschwäche, Muskelschmerz und Muskelschwund noch weitere Beschwerden hinzukommen und daran Erkrankte im alltäglichen Leben einschränken.

Ursachen und Symptome von Myopathien

Zu den häufigsten Ursachen einer Myopathie zählt eine genetische Veranlagung. Dennoch ist es möglich, an einer erworbenen Form der Myopathie wie etwa einer Muskelentzündung zu erkranken. In der Regel sind Muskelschwäche, Muskelschmerzen und Muskelschwund gemeinsame Symptome aller Myopathien. Als Muskelschwäche wird die schwindende Muskelkraft bezeichnet, die das häufigste Symptom der Myopathien darstellt. Davon kann jeder Körperbereich durch allmähliche Entwicklung oder plötzliches Auftreten betroffen sein. Zu Muskelschmerzen zählen nicht nur Schmerzen, sondern auch Krämpfe in der Muskulatur, was ebenfalls eines der häufigen Symptome von Myopathien ist. Bei einer Muskelatrophie bzw. einem Muskelschwund bilden sich Muskeln nach und nach zurück.

Zu den Hauptbeschwerden können noch weitere Symptome je nach myopathischer Form und Ursache hinzukommen: Bewegungseinschränkungen, Atemprobleme, Herzprobleme, Schluckbeschwerden, Steifheit und Lähmungen sowie Müdigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten.

Diagnose und Behandlung von Myopathien

Da Myopathien und ihre Symptome jedoch so vielfältig sind, können Neurologinnen und Neurologen anhand verschiedener Verfahren eine Diagnose stellen. Bei der Diagnostik von Myopathien können Ärztinnen und Ärzte mit verschiedenen Verfahren arbeiten: Bildgebende Diagnostik, Laboruntersuchungen, Muskelbiopsie, Molekulargenetische Diagnostik, Elektromyografie, Elektroneurografie und Muskelbelastungstest.

Neben einer medikamentösen Therapie der Myopathie ist auch die therapeutische Behandlung durch Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie eine Möglichkeit. Diese können sowohl einzeln in Anspruch genommen werden als auch durch eine medikamentöse Therapie begleitet werden. Die zur Gruppe der primären Myopathien gehörenden genetisch bedingten Muskelerkrankungen sind bisher nicht heilbar. Dennoch lassen sich die Symptome der vererbbaren Myopathien lindern. Bei erworbenen Myopathien ist die jeweilige Grunderkrankung von Bedeutung. Denn nach dieser richtet sich die Behandlung.

Fatigue: Eine Erschöpfungsform jenseits der gewöhnlichen Müdigkeit

Als eine über die übliche Müdigkeit hinausgehende Erschöpfungsform stellt Fatigue eine komplexe Herausforderung dar. Durch umfassende Betrachtung von Ursachen, Symptomen, Diagnoseverfahren und Therapien können individuelle Lösungen gefunden werden.

Ursachen und Symptome von Fatigue

Fatigue beschreibt eine Erschöpfungsform jenseits der gewöhnlichen Müdigkeit. Diese extreme Müdigkeit kann durch chronische Erkrankungen, psychologische Belastungen oder verschiedene Lebensstilfaktoren verursacht werden und beeinträchtigt nicht nur die körperliche, sondern auch die kognitive und emotionale Leistungs­fähigkeit erheblich. Chronische Erkrankungen, psychologische Faktoren und Lebensstilfaktoren können Fatigue verursachen.

Betroffene fühlen sich tief erschöpft, sodass selbst einfache Alltagsaktivitäten schwerfallen. Schon geringe Anstrengungen führen zu einer übermäßigen Müdigkeit, die sich nicht durch Schlaf oder Ruhe bessert, was eine deutlich reduzierte Belastbarkeit zur Folge hat. Häufig tritt zudem Muskelschwäche auf, allerdings ohne neurologisch bedingte Lähmungen. Fatigue wirkt sich nicht nur auf den Körper, sondern auch auf kognitive Funktionen aus. Betroffene haben oft Schwierig­keiten, sich zu konzentrieren und aufmerksam zu bleiben. Auch das Gedächtnis kann beeinträchtigt sind. Oft fällt es schwer, sich an Details, Termine oder andere wichtige Informationen zu erinnern, was für die Betroffenen sehr belastend sein kann. Oft geht Fatigue mit emotionalen Veränderungen wie erhöhter Reiz­barkeit einher, da die anhaltende Erschöpfung die Frustrations­toleranz senkt. Auch eine nieder­geschlagene oder depressive Stimmung ist ein typisches Begleit­symptom.

Diagnose und Behandlung von Fatigue

Um Fatigue richtig zu diagnostizieren und effektiv zu behandeln, sind verschiedene Ansätze erforderlich. Die Kombination verschiedener Diagnose­verfahren und therapeutischen Ansätze befähigt zu einer ganzheitlichen Betrachtung von Fatigue und ermöglicht es, die Ursachen auf verschiedenen Ebenen anzugehen. Eine umfassende Blut­unter­suchung ist ein wichtiger Schritt zur Identifizierung möglicher Ursachen von Fatigue. Bluttests können Anämie, Vitaminmangel, Hormon­störungen oder Entzündungen aufdecken, die zur Erschöpfung beitragen können.

Nach heutigem Stand der Medizin gilt das Fatigue-Syndrom selbst nicht als heilbar. Ist eine zugrunde liegende Ursache bekannt, kann diese ggfls. gezielt behandelt werden. Andernfalls konzentriert sich die Therapie auf Symptomlinderung und Stabilisierung. Medikamentöse Therapie, Physiotherapie, Pacing und Psychotherapie sind mögliche Therapieansätze.

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