Die Kraft der Berührung: Wie Schulterklopfen und Körperkontakt die Verbindung der Gehirnhälften stärken und die Leistung steigern

Einführung

In einer Welt, die oft von Distanz und Individualismus geprägt ist, wird die Bedeutung von Berührungen und Körperkontakt leicht unterschätzt. Besonders im Sport, wo Leistung und Erfolg im Vordergrund stehen, scheint körperliche Nähe auf den ersten Blick nebensächlich. Doch die Wissenschaft zeigt, dass Berührungen fundamentale Auswirkungen auf den Einzelnen und Teams haben können, indem sie das Wohlbefinden steigern, die Zusammenarbeit fördern und sogar die Leistung verbessern. Dieser Artikel beleuchtet die vielfältigen positiven Effekte von Berührungen, insbesondere durch einfache Gesten wie das Schulterklopfen, und wie sie die Verbindung zwischen den Gehirnhälften stärken können, um so das volle Potenzial auszuschöpfen.

Die Wissenschaft der Berührung: Haptonomie und unser Tastsinnessystem

Um die Wirkung von Berührungen zu verstehen, ist ein kurzer Exkurs in die Haptonomie notwendig. Die Haptonomie, von Frans Veldman entwickelt, ist die Lehre von der Berührung, die eine Verbindung zu einer Person aufbaut, um sie zu bestärken und ihr Wohlbefinden zu verbessern. Durch Berührung wird die gefühlsbetonte Antwort der Berührten stimuliert.

Alle unsere Sinne erleichtern uns das Verständnis von Umweltereignissen und -eigenschaften, sozialen Austausch sowie die Anpassung an unsere Gegebenheiten. Überspitzt gesagt: Das Tastsinnessystem sichert unser Überleben!

Jede Berührung unseres Körpers wird biologisch und psychologisch verwertet, aber oftmals ist unser Tastsinn für uns so selbstverständlich, dass wir ihn kaum würdigen oder gezielt einsetzen. Dabei feuern jede Sekunde Millionen von Sensoren in Muskeln, Sehnen, Gelenken, Haaren und Haut ununterbrochen Signalströme an das Gehirn, um eine präzise Vorstellung der taktilen, haptischen und propriozeptiven Erfahrungen zu erhalten (Grunwald,2017). Unsere Haut ist überzogen von Millionen kleiner Haarfollikel, die kleinste Veränderungen wahrnehmen können. An Fingerspitzen und im Mundraum liegt die höchste Dichte an tastsensiblen Rezeptoren vor. Schmerz, Temperatur- oder Geschwindigkeitsveränderungen - alles wird registriert und bei der Verarbeitung von Tastsinnesreizen sind fast alle Nervenzellen des Gehirns beteiligt. Gleichzeitig begleiten emotionale Prozesse unsere taktile und haptische Wahrnehmung.

Ein Heranwachsender ertastet die Welt, um sie zu begreifen. Er erforscht sie, indem er die Dinge einer haptischen Analyse unterzieht: Gegenstände und Nahestehende werden auf Textur, Form, Gesetze der Schwerkraft sowie auf eigene Wirksamkeitsmöglichkeiten überprüft. Eine solche stimulierende Umwelt fördert hierbei nicht nur das Erkundungsverhalten und die Reifungsprozesse im Gehirn, sie sind auch für die Sprachentwicklung Voraussetzung. Doch auch als Erwachsener lässt dieser Prozess nicht nach. Wir lieben angenehme Erfahrungen, egal ob es um das „kollegiale Drücken“ bei guter Leistung oder eine fürsorgliche Behandlung des Physiotherapeuten geht.

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Die Bedeutung von Berührungen für Wohlbefinden und soziale Interaktion

Berührungen und Selbstberührungen spielen im Sport und in zwischenmenschlichen Interaktionen eine sehr wichtige Rolle. Dabei dienen diese nicht nur unserem subjektiven und emotionalen Wohlbefinden, sondern auch der neurobiologischen Aktivität unseres Gehirns. Heranwachsende sind ohne diese nicht überlebensfähig. Selbst wenn sie ausreichend mit Nahrung versorgt werden, würden ihnen ohne Berührungen zuverlässige Bindungen fehlen, die für die Entwicklung fundamental sind. Aber auch als Erwachsene verlieren wir ohne Berührungen nachhaltig das Gespür für uns selbst und vereinsamen. Es droht die Gefahr eines inneren „Absterbens“. Berührungen kommen zwar von außen, wirken aber nach innen.

Nicht berührt zu werden, kann auch zu einem Gefühl des sozialen Ausschlusses führen. So konnten Untersuchungen zeigen, dass soziale Ausgrenzung körperliche Folgen hat, wie z.B. den Anstieg diverser Entzündungswerte. Die entsprechenden Botenstoffe sorgen dafür, dass Schmerzreize noch stärker wahrgenommen werden. Soziale Nähe und Bindungen hingegen lindern körperlichen Schmerz und verstärken die Zugehörigkeit. Grunwald (2012) konnte nachweisen, dass die Wahrnehmung von Nähe oder Distanz, Zugehörigkeitsgefühl oder Ausgrenzung auch einen physischen und sogar einen sinnlichen Aspekt hat und direkte Zusammenhänge zwischen sozialem und physiologischem Empfinden bestehen. Unser soziales Erleben kann also auch unser körperliches Befinden beeinflussen (z.B. Körpertemperatur sinkt nachweislich). Umgekehrt können unsere haptischen Erfahrungen unser Wohlbefinden steigern (z.B. Letzteres liegt daran, dass für neurologische Verschaltungen des Empfindens bei physischer bzw. sozialer Wärme dieselben Nervenbahnen des Gehirns aktiv sind. Körperliche Berührungen von Teamkollegen stimulieren emotionale und hormonellen Reaktionen. Auch die Selbstberührung dient also zur Regulierung des neurophysiologischen Zustands (wie z.B. der Herzfrequenz), zur emotionalen und physiologischen Beruhigung. Daher ist zu beobachten, dass auch bei stressbelasteten Spielern vermehrte Selbstberührungen beruhigen können. Auch das Bindungshormon „Oxytocin“ (Magon, Kalra, 2011) wirkt stabilisierend und macht uns widerstandsfähiger gegen Belastungen.

Die Gefühle, die wir bei Berührungen empfinden und weitergeben, spiegeln sich auch in unserer Sprache wieder: Wir sind „berührt“, wenn uns etwas sehr nahe geht. Erlebnisse, die Spuren in unserem Leben hinterlassen, „gehen uns unter die Haut.“ Und der Ausdruck „begreifen“ zeigt, dass die Bedeutung des Körperkontakts weit über eine bloße verbale Kommunikation mit unseren Mitmenschen hinausgeht. Wie stark Berührungen auf uns wirken und uns mit Energie erfüllen können, ist allgegenwärtig erkennbar. So bedeutet das Wort „berühren“ im Altgriechischen zugleich auch „anzünden“. Seien Sie daher der Zünder für Wohlbefinden und nachhaltige Leistungsfähigkeit.

Schulterklopfen und andere Formen des Körperkontakts im Sport

Das Händeschütteln ist im deutschen Fußball ein gängiges Begrüßungsritual. Dieses ist versehen mit nur einem kurzen Händedruck und Anblick. Schütteln Sie stattdessen länger und intensiver die Hände und lassen Sie dabei eine gesunde Nähe zu. Wenn ein Team sich an den Händen hält oder im Kreis in den Armen liegt, ist das meistens ein anerkannter Beweis von Zuneigung, Verbundenheit und Sicherheit. Nutzen Sie dies so oft es möglich ist, denn das verändert und verstärkt das „WIR“.Berühren Sie jemanden an der Schulter, bedeutet diese Geste oft: „Ich halte zu dir“ und „Du kannst mir vertrauen“. Ein sanftes Schulterklopfen kann Lob sowie Anerkennung ausdrücken, aber auch Sicherheit vermitteln und Mut machen. Eine Umarmung ist im Sport eine besonders innige Form der Berührung - sie drückt Teamzugehörigkeit aus und kann das Selbstvertrauen des Einzelnen stärken.

Aber aufgepasst: Jegliche Berührung kann einen Eingriff in die Intimsphäre bedeuten und vom Gegenüber als unangenehm empfunden werden. Fragen Sie daher, ob diese erwünscht ist. Schließlich gibt es bei Berührungen Unterschiede zwischen Männern und Frauen: Frauen lassen sich eher berühren als Männer. Zugleich werden sie durch Berührungen stärker beeinflusst - unabhängig davon, ob die berührende Person männlich oder weiblich ist. Und selbst die physiotherapeutische Nähe - die Massage - kann nachweislich Stress lindern, die Stimmung aufhellen und das Immunsystem stärken.

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Berührung ist „Urkommunikation“, bevor das erste Wort fällt. So könnte ein Trainer, wenn er die Kraft der Berührung gezielt einsetzt „das Wohlbefinden und Selbstvertrauen seiner Spieler verbessern“ bevor er ihn überhaupt einer Bewertung unterzieht. Forscher haben nachgezählt, wie oft sich die Fußballer bei der Weltmeisterschaft 1998 während des Turniers einander berührten. Das Ergebnis: Die französische Nationalmannschaft hatte überdurchschnittlich oft Körperkontakt - und wurde, wie wir wissen, Weltmeister. Vielleicht ein Fürsprecher für regelmäßige Berührungen und Leistungsfähigkeiten in Sportmannschaften!?

Die unterschiedlichen Kulturen im deutschen Fußball prägen ganz besonders persönliche Begegnungen im Sport: Menschen in berührungsfreundlichen Kulturen empfinden Angehörige berührungsarmer Kulturen eher als kühl und distanziert. Wiederum stufen berührungsfreudige Kulturen wie Südländer oft als temperamentvoll und distanzlos ein. Finden Sie Ihre eigene „Berührungswohlfühlzone“ und seien Sie experimentierfreudig, denn Grenzen entstehen nur in Ihren Köpfen.

Der aktive und passive Vermittler des physischen Kontaktvermögens ist das Tastsinnessystem des menschlichen Körpers. Dieses ist nicht nur ein probates Mittel im Umgang mit den Teamkollegen und der Welt außerhalb unseres Körpers, sondern es stellt gleichzeitig Mittel zur Verfügung, damit das Körpersystem in schwierigen Zeiten (sozial/sportlich) adäquat handlungsfähig bleibt. Gewünschte und ehrliche Berührungen in Sportmannschaften können unseren Organismus wesentlich verändern und somit im Ergebnis auch die Leistungsfähigkeit verbessern.

Die Verbindung der Gehirnhälften durch Berührung

Mehr als zehn Prozent der Großhirnrinde sind an der Verarbeitung von Informationen unseres Tastsinns beteiligt - ein größerer Bereich als zuvor angenommen. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von Forschern des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und der Ruhr-Universität Bochum, die am 18. November 2019 online in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht wurde.

Die Forscher konnten zeigen, dass die Berührungswahrnehmung nicht nur im somatosensorischen Cortex stattfindet, sondern auch Teile des präfrontalen Cortex und des hinteren Scheitellappens in diese Sinneswahrnehmung involviert sind - Hirnregionen, von denen man weiß, dass sie für die Aufmerksamkeitsfokussierung und die Körperwahrnehmung essentiell sind.

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Wer Stress schneller verarbeiten will, sollte sich selbst auf die Schulter klopfen. Tapping heißt diese Übung. Unter Stress ist die rechte Gehirnhälfte sehr aktiv, die linke hingegen nicht. Dabei lässt sich Stress leichter verarbeiten, wenn Sie Zugriff auf beide Gehirnhälften haben. Tapping bringt beide Seiten in Schwung - und es kostet nur ein paar Sekunden.

Berührungsmangel in der modernen Gesellschaft und seine Folgen

Aufgrund der Corona Pandemie und den Kontaktbeschränkungen erleben wir Menschen viel weniger Berührungen im Alltag. Winkelmann: Berührung ist essentiell für unser Leben. Sätze wie „Es hat mich ergriffen, … es berührt mich, … es ist unfassbar.“ verdeutlichen die enge Verbindung von Handlung und Gefühl. Berührungen verursachen sowohl bei der Person, die sie empfängt, als auch bei der Person, die sie gibt, große Veränderungen. Diese lassen sich schon lange biochemisch als erhöhte Ausschüttung von Neurotransmittern und Hormonen nachweisen. Heutzutage können diese Veränderungen aufgrund des medizin-technischen Fortschritts auch körperlich und sogar auf Zellebene dargestellt werden. Berührungen haben eine soziale Funktion, beispielsweise als Handreichen - durchaus doppeldeutig in diesem Kontext gemeint - das Umarmen oder das Streichen bzw. Stärken des Rückens. Berührungen vertiefen die Bindung.

Bei Körperkontakt - auch durch ein ungewolltes Zusammenstoßen beispielsweise in der Bahn oder, wenn wir uns an einem Gegenstand stoßen - leiten A-taktile Fasern der Haut sofort eine Information zum Schutz ans Gehirn. Wir können beispielsweise mit einer Seitbewegung reagieren. Diese Vorgänge bzw. diese Art der Berührung scheinen ursächlich für den Zusammenhalt in sozialen Gruppen. Ist Berührung gleich Berührung? Winkelmann: Unser Gehirn löst auf den gleichen Reiz verschiedene Reaktionsmuster von größtem Wohlbefinden bis zu tiefster Abneigung aus. Wenn wir verliebt sind, ist das Berühren aktivierend und der Puls steigt. Es ist ein enormer Unterschied, ob sich eine Person selbst berührt oder berührt wird. Berührt man sich, sind Hirnareale zum Erkennen von Absichten, Gedanken und Plänen anderer sowie für das Belohnungsempfinden deutlich inaktiver. Dennoch passiert die Selbstberührung mehrfach am Tag etwa, wenn wir uns ins Gesicht fassen. Im Haptik Forschungszentrum Leipzig wurde gezeigt, dass dies besonders dann erfolgt, wenn wir Stress erleben, etwa bei Ablenkung während einer Klausuraufgabe. Berührungen erfolgen von außen und wirken tief in unserem Inneren, indem sie unser emotionales Gleichgewicht herstellen.

Winkelmann: Forschungsergebnisse zeigen, dass Berührungen einen schmerzlindernden Effekt haben. So drücken wir auf die schmerzende Stelle oder reiben diese, nachdem wir uns gestoßen haben. Das vermehrte Ausschütten von Hormonen durch Berührung, insbesondere dem auch als Bindungshormon bekannten Oxytocin, ist der Grund, dass ein körperlicher Trost durch das tröstende Wort nicht ersetzbar ist. Je enger die Verbindung der Personen ist, desto mehr wird ausgeschüttet. Fehlt Berührung sind der Aufbau von Beziehungen, Gegenseitigkeit, Menschlichkeit, Verlässlichkeit, Treue, Sicherheit gestört. Berührungen haben über die biochemischen und körperlichen Prozesse gesundheitsfördernde, beruhigende, Hirnwachstum fördernde, Immunsystem stärkende Wirkung. Es ist nachgewiesen, dass Paare im Vergleich zu Alleinstehenden länger leben und weniger stressanfällig sind. Oxytocin hat allerdings nur verstärkende Wirkung. Paare, Eltern, Kinder, nahestehende Personen schweißt es enger zusammen.

Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass Einsamkeit zum Massenphänomen wird. Die Folgen der Pandemie mit den Auflagen zu Abstandsregeln, Masken und exzessiver Nutzung digitaler Medien hat dies lediglich verstärkt. Wir sind auf uns allein gestellt und der Schutz der Gruppe geht verloren. Auf diese Gefahr antwortet das Gehirn und versetzt den Körper in Alarmbereitschaft. Dies kann an erhöhten Cortisolspiegeln nachgewiesen werden. Damit verbunden ist ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Depression. Es ist belegt, dass Einsamkeit negativere Auswirkungen im Vergleich zu Nikotin- und Alkoholkonsum hat. Die Wahrscheinlichkeit, früher zu versterben, liegt bei den sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie Diabetes, bei 35 bis 40 Prozent und bei einsamen Menschen bei 45 Prozent.

Winkelmann: Vielen ist inzwischen bewusst geworden, dass sich durch Videos zwar eine gewisse Nähe und Verbundenheit im Freundeskreis, in der Familie, unter Studierenden oder im Team simulieren lässt, aber die physische Nähe nicht ersetzt. Der Berührungsreiz ist für uns Menschen existenziell. Forschende nutzen die Auflagen zur Eindämmung der Pandemie teilweise, um Untersuchungen im Feld fernab von Laborsituationen durchzuführen. Es ist das erste Mal in der Evolution, dass Menschen in der Form separiert werden und angehalten sind, sich nicht zu berühren. Es ist ein Präzedenzfall für den noch keine Aussagen zu Folgen oder Kosten getroffen werden könne. Aber Krankenversicherungen beobachten schon jetzt, dass in der Zeit der sozialen und physischen Distanz, Krankmeldungen, Angststörungen, Depressionen und Suchterkrankungen zugenommen haben. Nicht umsonst gab es vor der Pandemie groß angelegte Aufklärungskampagnen, um die Nutzung digitaler Medien, insbesondere bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einzugrenzen. Für die fehlende Berührung sucht das Gehirn auch unbewusst einen Ausgleich, Belohnung findet es durch mehr Essen, Rauchen, Trinken, digitalen Medienkonsum. Parallel führt der Dauerstress durch das „fehlende Licht am Ende des Tunnels“ im Zusammenhang mit der Pandemie zu erhöhten Cortisolspiegeln. Berührung fehlt und kann daher nicht zum Absenken beitragen. Körper und Psyche können sich nicht beruhigen. Oft nehmen wir gar nicht wahr, wie Berührungen unsere Stimmung, unsere Gesundheit, unsere Beziehungen beeinflussen.

Alternativen und Kompensation für Berührungsmangel

„Wir können uns etwas helfen, indem wir schwere Decken auflegen. Winkelmann: Berührungen wirken immer direkt und unmittelbar und wecken starke Gefühle. Obwohl wir alle mit den Rezeptoren für sanfte Berührungen ausgestattet sind, empfindet sie jede Person anders. Forschende der Northwestern University haben eine Art Kunsthaut entwickelt, die Berührung über Distanz ermöglichen soll. Sie wird wie ein großes Pflaster auf die Haut geklebt und ist kabellos mit dem Computer verbunden. Wird der Screen berührt, reagieren die integrierten Elektronikeinheiten in der Folie und erzeugen Druck und Vibrationen. Zwar kann die Kunsthaut ein real durchgeführtes sanftes Streichen nicht simulieren, aber künftig soll damit dem Erleben in den sozialen Medien neben den visuellen und auditiven Reizen ein weiterer Reiz hinzugefügt werden. Eine entsprechend ausgestattete Jacke oder ein Pullover kann übergezogen werden und man kann sich berühren. So können sich die Teammitglieder in der Zoom-Konferenz gegenseitig auf die Schulter klopfen. Eine weitere Möglichkeit bieten spezielle Matratzenauflagen, die relativ großflächig am Rücken und rhythmisch einen Druck abgeben, zum Beispiel bei Frühchen im „Brutkasten“. In der intensivmedizinischen und in der palliativen Versorgung wird der sogenannte Nestbau angewendet, bei dem die Patientinnen und Patienten mit Kissen umhüllt werden und so Kontakt spüren können. Häufig können sie mit dieser Geborgenheit loslassen und ihren letzten Weg gehen. Dennoch kann der Gesamteindruck einer persönlichen Begegnung mit Geruch, Temperatur, Bewertung der Situation heute noch nicht simuliert werden. Wir können uns etwas helfen, indem wir schwere Decken auflegen. Auch ein Hund oder eine Katze können einen gewissen Ersatz darstellen. Schon deshalb, weil von ihnen weitere positive Effekte ausgehen. Ebenso kann uns das Betrachten von Bildern, auf denen beispielsweise eine Umarmung gezeigt wird oder eine Hand gehalten wird, positiv berühren.

Klopfakupressur (EFT) als Werkzeug zur Stressbewältigung und Aktivierung beider Gehirnhälften

Ganz gleich, was ihnen Sorgen macht oder wovor sie sich fürchten, probieren Sie die Klopfakupressur. Sie wird im Englischen mit EFT abgekürzt - für Emotional Freedom Techniques. Die Klopfakupressur kostet weder Geld noch viel Zeit und ist schnell erlernt.

Die Klopfakupressur ist eine Methode, die entwickelt wurde, um den Energiefluss im Körper zu harmonisieren und negative Emotionen aufzulösen. Durch das Klopfen bestimmter Meridianpunkte werden Blockaden gelöst und die Verbindung zwischen den Gehirnhälften gestärkt. Dies kann besonders in stressigen Situationen hilfreich sein, um einen klaren Kopf zu bewahren und die Leistung zu verbessern.

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